Belagerungsburgen wäre noch ein Punkt auf deiner recht kompletten Liste Dietrich. Die Trutzeltz neben Burg Eltz wurde nur zum Zwecke der Belagerung neben Burg Eltz erbaut. (Das die das erlaubten?)
Richtig! Aber diese Burgen hatten entweder das Glück, daß sich besagte Stadt um sie herum entwickelt hatte und sie somit nicht ausgegrenzt werden konnte…oder sie ist erst später gebaut worden…eben als Teil der Befestigungsanlage der Stadt…aber laßt mich sicherheitshalber noch mal in meine schlauen Bücher schauen *g* ich plapper hier so aus´m Stehgreif…etwas fundierter wird es mit “schriftlicher” Unterstützung ;o)
Moin. Nicht jede Burg steht mitten auf´m Acker oder auf nem Fels. Oft bildeten Burgen das (mehr oder weniger) Zentrum einer Stadt. Zum einen dienten sie als letzte Stufe der Verteidigungsanlagen, zum anderen aber auch zur Abgrenzung und Sicherung des Herrschers gegen die städtische Bevölkerung selbst.
Jedenfalls ärgerten sich die Burgherren mit aufkommen der Städte in zunehmendem Maße über die dämliche Idee, sich dort völlig abgekapselt von der Umwelt in diesen oft kalten und zugigen Gemäuern aufhalten zu müssen, während unten in der Stadt der Bär tanzte und das Leben pulsierte… Auch zu dieser Zeit war es wohl, das viele Burgherren langsam aber sicher mehr zum Gutsverwalter ohne besondere Rechte degradierten…die Städter begannen Mauern zu ziehen und wollten plötzlich ihren Zehnten nicht mehr entrichten…da wurden die edlen Ritter zum Raubritter, denn freiwillig hat niemand mehr etwas ´rausgerückt! ;o)
Da wäre noch die Intention, seine weibliche Familienhälfte irgendwo im nirgendwo sicher unter der bewachung einige Dutzend Leute “unterzubringen” während Männle zusammen mit Vasallen und Lehnsherr auf Kriegszug ist. ;o)
Moin zusammen. Ein weites, weites Feld, daß es da zu beackern gibt. Ich lasse jetzt mal die ganze frühmittelalterliche Fluchtburggeschichte außen vor und konzentriere mich auf das Hochmittelalter, okay? Ich denke, die “Burg” als solche war, bis auf wenige Ausnahmen, eine Mixtur aus Wehr- Repräsentations- Verwaltungs- und durchaus auch Landwirtschaftsbau. Da Burgen eigentlich immer befestigt waren, darum sind es ja Burgen, sind sie, egal welchem Zweck sie mal dienen sollten, grundsätzlich immer Wehrbauten. Die Frage ist doch eigentlich: Wofür wurden sie ursprünglich gebaut? Typ eins ist wahrscheinlich der landwirtschaftliche Betrieb eines Adeligen, der in Notzeiten als Zuflucht für die Bewohner der Umgebung dienen mußte und deshalb befestigt wurde; ein ummauerter Gutshof mit Zugbrücke, sozusagen. Typ zwei der reine Wehrbau, der zur Absicherung von Grenzen, Pässen, Furten, Straßen und Plätzen (Handelsplätze) gebaut wurde und zusätzlich oder nachträglich einen landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb angegliedert bekam. Und schließlich Typ drei, wohl ebenfalls ein Wehrbau im besten Sinne, der sogenannte “Schmerz im Arsch”: Hier bin ich, das gehört jetzt mir, und zum Zeichen dafür baue ich hier eine Burg. Oder: Was der auf seinem Felsen da drüben kann, das kan´n ich hier mindestens genauso gut. Fällt jemandem noch ein Verwendungszweck oder ein Grund ein, eine Burg zu bauen? Dietrich
Also Landwirtschaftlicher Betrieb ist für mich nur insofern nachvollziehbar, daß die Burg (urspr.Wehranlage und Wohnsitz) eher als Zentralfunktion eines bestimmten landwirtschaftlichen Umfelds galt. Sie war eher Symbol für Schutz und Verwaltung des Ganzen. Offen für neues,
Nicht das hier wieder irgendwas zwischen den Zeilen gelesen wird. Es gibt verschiedene meinungen (T,Biller, J. Zeune, H. Hofrichter etc.) das eine Burg nicht in erster Linie ein wehrhafter Bau war, sondern Symbol der Macht und/oder Landwirtschaftlicher Betrieb.