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Eintrag #5 vom 18. Jun. 2007 11:12 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hi,
ich mag das blaustichige Rot. Wo ich es nicht haben mag, nehm ich Krapp ;o)
David
Ps: ßbrigens kannst du Krapprot auch mit ein wenig Eisen nachziehen, dann wird es richtig weinrot…

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Eintrag #4 vom 18. Jun. 2007 10:29 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi allerseits,
laut Schweppe ist auch (polnische) Cochenille schon im Mittelalter erwänht (z.B. im Capitulare de villis von Karl dem Großen). Schweppe weißt noch auch andere “mittelterliche” Quellen hin.
Der Hauptfarbstoff ist übrigens bei beiden Chochenille-Arten der gleiche (Im Chromatogramm sind die kaum zu unterscheiden) und das Ergebnis wird insgesamt weniger blaustichig, wenn man Weinsteinsäure verwendet…
Insgesamt ist die Verwendung von Cochenille aber sicher nicht ganz unproblematisch.
Ein weniger blaustichiges Rot erhält man mit Kermes-Schlidläusen - aber die sind leider auch nicht mehr zu bekommen…
Viele Grüße
Gabriele

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Eintrag #3 vom 18. Jun. 2007 09:58 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
es kommt ja drauf an wieviel Wolle du mit den 2 Kg Krapp färben willst. Ein Verhältnis von 1:2 solltest du schon haben um so einen intensiven Farbton zu erzeugen. Also darf in deinem Fall das Trockengewicht der Wolle nicht über 1Kg liegen…
Wichtig ist es auch mit mindestens 20% Alaun (heiss) zu beizen. Umso mehr Beize, umso dunkler der Farbton. Die Temperatur sehe ich in deinem Fall nicht als Problem an. Krapp färbt bei höheren Temperaturen dunkler, weinroter, nicht heller.
Die anderen Rotfärber die Jens erwähnt hat werden dir auch nicht den gewünschten Rotton liefern. Denn Rotholz (übrigens lt. Ploss u. Schweppe schon vorher bekannt und gehandelt, siehe auch “Innsbrucker Manuskript”) und Cochenille liefern eher ein blaustichiges Rot.
Gruß,
David

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Eintrag #2 vom 18. Jun. 2007 07:17 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Bei 75° wirst Du mit Krapp nie ein blutrot hinbekommen, das ist schlicht und ergreifend zu heiss, da zerfallen die Farbestoffe des Krapp bereits. Bleib bei ca. 55°.
Rotholz, Conchenille: Conchenille( es sei denn polnische, aber die bekommste kaum) sind später, Roltholz ab ca. Mitte 14tes.
Gruss, Jens

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Eintrag #1 vom 18. Jun. 2007 02:02 Uhr Nicole Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nicole Müller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Ich habe es nun endlich geschafft am Wochenende die Pflanzenfärberei zu starten. ßberschwenglich habe ich mal 2 Kilo Krapp , gemahlen, für ein Kleid benutzt, in der Hoffnung ein fettes tiefes “Blut- Rotwein-Rot” zu bekommen….
Gebeizt habe ich auch 48 h, Krapp 16 h eingeweicht, 1,5 h hochgehitzt auf 75 °C und 1,5 h um die 75 °C gefärbt…. Herausgekommen ist ein eher helleres Rot > zwar intensiv an Pigmenten < aber vom <eigentlichen> Rotton an sich mehr ein helleres/ knalligeres Rot.
Also, meine Frage: mit welchem der Farbstoffe (Krapp, Rotholz, Conchenille) bekomme ich ein gewünschtes tiefes Burgund-Weinrot hin??? Bzw. was muss ich anstellen, damit Krapp so wird???
Ich stelle mir ein Rot in der Farbe vor, wie die Wikidame hier links (leider schlecht beleuchtet) ;
www.nrk.no/nyheter/distrikt/[…]/1485639.html
Und mein Stoff hat halt mehr den Farbton, wie der hintere rechte Wollstrang.
So, ich hoffe dass es hier schon Experten vom Fach Rot gibt, die mir weitehelfen können.
So, lieben Dank schonmal und ne schöne Zeit
Nicole

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