Daher kommt übrigens der Begriff “über die Stränge schlagen”.
Wenn die zimmerleute, zum Beispiel beim Balken produzieren, die Schnur gespannt hatten und das Holz mit Farbe markiert hatten und einer schlug hinter die Markierung war das schlecht, denn möglicherweise war der ganze Balken ruiniert.
Ab wann es diese Schlagschnüre gab weiß ich allerdings auch nicht.
evtl. wurde für länger Markierungen auch eine Schlagschnur verwendet, kann aber auch sein, daß diese nur zum Messen verwendet wurde (kann man auf Abbildungen nicht erkennen).
Ach ja, eine Schlagschnur ist eine mit Farbe benetzte Schnur, die über ein langes Werkstück gespannt, angehoben und aufgeschnalzt wird.
Gab es schon - nur im wörtlichen Sinne, mit Bleimine, nicht Graphit. Zum Anreißen auf Holz natürlich ungeeignet, aber verwendet z.B. zum Vorzeichnen auf Pergament, bevor mit Tusche übergezeichnet wurde.
Quelle: Binding/Nussbaum - Mittelalterlicher Baubetrieb, der Autor bezieht sich dabei auf das Bauhüttenbuch von Villard de Honnecourt (ca. 1235)
zusätzlich zur Reissnadel kann man auch eine Reissfeder, ein einseitig angeschliffenes Messer, benutzen. Dies hat zum Einen den Vorteil das man sehr nahe des Messwerkzeugs markiert und zum Anderen das die Oberflächenfasern des Holzes schon getrennt sind und damit der Schnitt weniger ausfranst und splittert.
BTW kenne bis dato nur Zugsägen aus dem MA, keine Drucksägen. Weiß da jemand näheres?
Danke für die Tipps. Ich bin auch auf die Idee mit dem anreißen gekommen, als ich mekte, das die Silbermine vieeeeeeeeel zu hart war:)
Das mit der Zimnnlegierung am Silberstifft hab ich gar nicht gewusst, soviel ich weiß hat Albrecht Dürer (Mein Vorbild in Sachen Zeichnunge)reines Silber benutzt.
Den Vorgang des Anzeichnens nennt jeder Schreiner und Zimmermann auch heute noch ‘anreissen’.
Und das wird heute wie damals noch immer mit einer Nadel gemacht, ‘Reiß’-Nadel genannt, bzw.: wenn es um parallele Markierungen geht, macht man es mit dem Streichmaß (einer Reißnadel mit Parallelanschlag…)
Auch Die Begriffe Reißschiene, Reißboden, Brettriss, Grundriss, Aufriss, etc. sind darauf zurückzuführen…..
Um beispielsweise ein Brett genau abzulängen, markiert man sich die Länge des Teiles mit einem Riss (Kratzer) und sägt genau mit der Ecke der Zähne auf dem Riss, d.h. die Schnittbreite liegt ausserhalb des Werkstückes…
Wenn man ein Zapfenloch stemmen will, dann umreißt man dessen Größe mit dem Streichmaß, einem Winkel und einer Reißnadel… setzt man nun den Stechbeitel beim Stemmen genau auf den Riss, (flache Seite nach aussen) so wird das Loch auch genau so groß wie man es haben will… versuch das mal mit angezeichneten Markierungen…..
Wie könnte man die Stellen im Holz die man auseinandersägen will markieren?Am logischsten wäre Kohle.Einen versuch werde ich morgen mit Silberstift (Nicht so ein Gelschreiber, sondern ein Stift, mit einer Silbermine). Oder gabs damals schon Bleistifte?