aufgetrocknete Rohhaut ist bretthart. Beim Versuch, sie zu biegen wirst Du ziemlich viel Kraft aufwenden müssen, und wenn Du stark genug bist, dann bricht sie. Vor 100 Jahren hat man aus getrockneter Rohhaut Zahnräder für Webstühle geschnitten, die sehr haltbar waren (und geräuschärmer liefen), ist also nicht sehr anschmiegsam, eher mit Hornplatten zu vergleichen.
Große, schwere Häute sind immer viel schwieriger zu gerben und weich zu kriegen als kleine dünne. (Aber natürlich kann mans versuchen.)
Schau mal unter www.dueppel.de/lexikon dort unter >Gerben (allgemein), >Alaungerbung und >Fettgarleder, evtl. >Rauchwarenzurichtung. Für Details kannst Du mich gerne nochmal fragen.
Bei Schweinehaut kann das viele Fett beim Gerben in wässrigen Medien (z. B. Alaungerben) sehr lästig werden. Am besten vorher intensiv mit fettlösenden Mitteln (ohne Eiweißlöser(!), immer unter 40°C bleiben) auswaschen.
da mein vater jäger ist und auch einige jäger in seinem bekanntenkreis hat, komme ich für lau an dutzende von wildschweinschwarten - abgezogene rohhäute von keilern, bachen und frischlingen.
nun möchte ich dieses leder gern verarbeiten, jedoch muss es dazu nicht gegerbt sein - es sei denn, es fällt euch ein sehr leichter weg ein, das en passant mit der methode einhergehen zu lassen, über die ich hier etwas erfahren möchte.
wie ich schon erwähnte, handelt es sich bei den fellen um rohhäute - ergo müssen sie behandelt werden. dabei dachte ich an die methode, die dinger in einen rahmen einzuspannen und dann - wie bei der herstellung von pergament - auf der innenseite sanft abzuschaben. hat jemand damit erfahrung und kann einem anfänger ein paar nützliche hinweise oder vielleicht sogar eine bauanleitung für einen für diese methode notwendigen rahmen liefern?
tausend dank für eure hilfe!
Filnek
- Ein Surren Ein Schlag Dann Nacht - Unentliche Nacht. Der Tod Mit Drei Federn. -