Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Wie raffiniert man Wildschweinschwarten?

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Eintrag #1 vom 23. Jan. 2005 22:29 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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pax vobiscum, waffenbrüder!
da mein vater jäger ist und auch einige jäger in seinem bekanntenkreis hat, komme ich für lau an dutzende von wildschweinschwarten - abgezogene rohhäute von keilern, bachen und frischlingen.
nun möchte ich dieses leder gern verarbeiten, jedoch muss es dazu nicht gegerbt sein - es sei denn, es fällt euch ein sehr leichter weg ein, das en passant mit der methode einhergehen zu lassen, über die ich hier etwas erfahren möchte.
wie ich schon erwähnte, handelt es sich bei den fellen um rohhäute - ergo müssen sie behandelt werden. dabei dachte ich an die methode, die dinger in einen rahmen einzuspannen und dann - wie bei der herstellung von pergament - auf der innenseite sanft abzuschaben. hat jemand damit erfahrung und kann einem anfänger ein paar nützliche hinweise oder vielleicht sogar eine bauanleitung für einen für diese methode notwendigen rahmen liefern?
tausend dank für eure hilfe!
Filnek
- Ein Surren Ein Schlag Dann Nacht - Unentliche Nacht. Der Tod Mit Drei Federn. -

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Eintrag #2 vom 24. Jan. 2005 06:57 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Maximilian,
ein Literaturtip, der nahezu alles rund um’s Gerben behandelt (inkl. Herstellung von Rohhaut, Entfleischen, Äschern etc.) ist hier www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21

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Eintrag #3 vom 25. Jan. 2005 18:18 Uhr Maximilian Wolfgang Quante   Nachricht

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hum… das ist schade…
ich hatte nämlich vor, mir eventuell einen mantel daraus zu machen und den auf der innenseite mit kettengeflecht auszukleiden…
naja, für n köcher und gute zielscheiben wirds wohl noch reichen.
aber wie baut man sich denn so einen rahmen? und worauf muss man beim bespannen achten?
Filnek
- Ein Surren Ein Schlag Dann Nacht - Unentliche Nacht. Der Tod Mit Drei Federn. -

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Eintrag #4 vom 25. Jan. 2005 18:24 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
das ist allerdings schade, Maximilian. Von dem Mantel hätte ich zu gern ein Bild gesehen ;o)))))
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #5 vom 25. Jan. 2005 18:37 Uhr Lukas Beisswenger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lukas Beisswenger eine Nachricht zu schreiben.

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ich hab mal gehört das man die häute in salzlake mehrere tage oder wochen einlegen muss.
sirlukas

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Eintrag #6 vom 03. Feb. 2005 22:00 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Filnek,
aufgetrocknete Rohhaut ist bretthart. Beim Versuch, sie zu biegen wirst Du ziemlich viel Kraft aufwenden müssen, und wenn Du stark genug bist, dann bricht sie. Vor 100 Jahren hat man aus getrockneter Rohhaut Zahnräder für Webstühle geschnitten, die sehr haltbar waren (und geräuschärmer liefen), ist also nicht sehr anschmiegsam, eher mit Hornplatten zu vergleichen.
Große, schwere Häute sind immer viel schwieriger zu gerben und weich zu kriegen als kleine dünne. (Aber natürlich kann mans versuchen.)
Schau mal unter www.dueppel.de/lexikon dort unter >Gerben (allgemein), >Alaungerbung und >Fettgarleder, evtl. >Rauchwarenzurichtung. Für Details kannst Du mich gerne nochmal fragen.
Bei Schweinehaut kann das viele Fett beim Gerben in wässrigen Medien (z. B. Alaungerben) sehr lästig werden. Am besten vorher intensiv mit fettlösenden Mitteln (ohne Eiweißlöser(!), immer unter 40°C bleiben) auswaschen.
Liebe Grüße und alles Gute
Norbert

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