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Eintrag #6 vom 22. Mrz. 2006 18:37 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Das glaub ich dir gerne, David, ab einer gewissen Menge Färbungen erkennt man das gewiss. Jemand der nie genäht hat, kann vermutlich auch keine Handnaht von einer Maschinennaht unterscheiden. Ich würde es mir (noch) nicht zutrauen definitv zu sagen, ob ein Stoff modern-chemisch oder pflanzlich gefärbt ist, wenn eine entsprechende Farbskala gewählt wurde.
Im übrigen hat mir mal jemand nicht geglaubt, das meine Cotte krappgefärbt ist, weil sie zu knallig orange ist… :o)
Gruß
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #5 vom 22. Mrz. 2006 18:03 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, im Gegensatz zu Johannes, bin ich durchaus der Meinung, das man Pflanzenfarben von modernen Industriefarben unterscheiden kann. Das möchte ich überhaupt nicht am Farbton festmachen, sondern an der Farbtiefe und der Wirkung im Sonnenlicht…
In den jeweiligen Färbepflanzen ist ja oft eine Vielzahl von unterschiedlichen färbenden Substanzen enthalten, genau dieser “Cocktail” macht die besondere Wirkung von Pflanzenfarben aus.
Maschinennähte erkennt das geübte Auge bei aufmerksamer Betrachtung ebenfalls sofort.
David

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Eintrag #4 vom 22. Mrz. 2006 18:00 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Ich ahne, daß das hier übel enden wird.
Im Versuch, das ganze auf die sachlichen Fragen zu beschränken:
Ein “Kenner” erkennt fast jede Stelle, an der du Kompromisse eingehst.
Maschinennaht sieht anders aus als Handnaht, das erkennt man sehr schnell.
Bei verdeckten Nähten ists ne Streitfrage, aber zumeist fällt es auf.
Bei Farbstoffen ist es schon schwerer, wenn man sie Wahl mit Bedacht trifft, kann man Farben finden, die den historischen fast exakt gleichen.
Wenn du aber anfängst Schnitte abzuändern (und das wirst du müssen, wenn du z.B. die Bruche weglassen willst) spätestens dann sieht es jeder.
Eine Leggins ist halt was anderes als korrekte Beinlinge, und solche funktionieren nur an einer Bruche befestigt.
Fazit:
Merken kann man alles, ob es dir wichtig oder egal ist, liegt bei dir, du mußt nur wissen, was du willst, wissen, was das dann ist, und dich nicht wundern, wenn manche diese Einstellung nicht teilen.
Gruß, Ivain

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Eintrag #3 vom 22. Mrz. 2006 17:57 Uhr Roman Karpati   Nachricht

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Vorab sollte ich anmerken (verzeihung, vergessen), dass ich mich eher für FMA interessiere. Wenn man Maschinennaht sieht, fertige ich mir schonmal nix per Maschine an. Deswegen frage ich ja hier. Der “A-Schulter-Blick” geht doch nciht so weit, dass aus der Schulter der Schritt wird, oder? Und da im FMA Männer noch Männer waren und ergo noch vernünftige Hosen trugen dürfte meine Snoopy-Boxershort da doch wohl kaum aufallen oder?
Roman

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Eintrag #2 vom 22. Mrz. 2006 17:50 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Maschienennaht sieht man. Sogar bei eigentlich nicht sichtbaren Nähten (Der A-Schulter-Blick *g*). Handgewebt/Maschinengewebt zu erkennen finde ich schon weitaus schwieriger, zumal mittelalterliche Stoffqualitäten den heutigen Maschinengewebten durchaus in nichts nachstehen. _Ich_ würde den Unterschied vermutlich kaum merken, anderen mag das anders gehen.
Chemische Färbung erkennt man auch nur schwerlich, wenn der Farbton in das Farbspektrum der Pflanzenfarben passt.
Um die “Leinenwindel” wirst du bei einer historischen (hoch- und spätmittelalterlichen) Darstellung kaum herumkommen, es sei denn du kannst die Beinlinge an deinem Körper annesteln :). (Hosen im heutigen Sinne waren einfach nicht gebräuchlich.)
Alles in allem wieder die alt bekannte Frage nach dem: Was willst du machen? Willst du kostümiert auf “Mittelalterfesten” und “-märkten” mitwirken, dann wirst du auch mit maschinengenähten Sachen und ohne Bruche/Beinling-Kombi teilnehmen können. Willst du anspruchsvolle historische Darstellung betreiben wird dich so kaum einer reinlassen.
Also alles eine Frage des Ziels.
Gruß
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #1 vom 22. Mrz. 2006 17:35 Uhr Roman Karpati   Nachricht

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Hallo. Es geht mir um folgendes: ich persönlich würde meinem eigenem Anspruch genügen, wenn meine Ausrüstung nach aussen hin, bzw. so wie ich sie trage “GnI” ist.
Daher meine Frage: Sieht ein Kenner, ob etwas maschinen genäht ist? Sieht er auch ob etwas Hand- oder Maschinengewebt ist? Wenn der Farbton ein “historisch korrekter” ist, erkennt man ob etwas chemisch gefärbt wurde?
Ja ich bin ein neuling, bzw. habe noch gar nicht angefangen, evtl. ändern sich meine Ansichten noch im Laufe der Zeit.
Achja.. Leinenwindel ist mMn auch kein Muss, wenn man nicht gerade die Hosen fallen lassen will.
So, zerreisst mich.
Roman

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