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Eintrag #1 vom 28. Jan. 2000 23:38 Uhr Philipp Senge   Nachricht

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Moin. Ich möchte mir demnächst einen Kräutergarten anlegen und würde da gerne Kräuter reinsetzen, die schon den Wikingern bekannt waren. Bisher kenn ich nur Kümmel, Brennessel, Senf, Zwiebeln, Wermuth und Wacholderbeeren. Wer genaueres weiß, könnte ja mal schreiben.
Bis demnächst Philipp

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Eintrag #2 vom 30. Jan. 2000 18:24 Uhr Johanna Manger   Nachricht

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Hallöle! Ich heiße Johanna und befasse mich schon länger (ungefähr seit ich 12 bin, also ca. 7 Jahre) mit Kräutern. Allerdings bin ich keine Wikinger-Kräuterfrau sondern eine Keltin. Ich Hoffe mal das stört dich nicht … Zuerst muß ich dir leider sagen, das es bei dem “Gemeinen Volk” keine Kräutergärten im heutigen Sinne gab. Man hat viel mehr die Kräuter gesammelt wo sie gewachsen sind. Ich persönlich ziehe diese Methode auch vor, da sie am wenigsten Arbeit macht…. Man muß ja schließlich auch etwas zeit für die Märkte usw. haben. Allerdings gibt es etliche Kräuter und Pflänzchen die man besser “gezähmt” und im Garten haben sollte (Salbei, weil der gezüchtete wirkungsvoller ist; diverse Beeren, wegen dem Fuchsbandwurm;…). Oft ist es auch problematisch Kräuter zu sammeln, a) weil sie ausgerechnet nicht da wachsen wo man sie gerne hätte z. B. Waldmeister, der eigentlich nur gut schmeckt und in großen Mengen giftig ist; oder Kalmus (Wurzel) die wenn man sie kaut beim Abgewöhnen vom Raucherproblem helfen soll (kein “Wikingerübel” aber trotzdem interessant…) b) da viele Pflanzen unter Naturschutz stehen (z. B. Pestwurz eine verwandte des Huflattichs, sie soll tatsächlich gegen die Pest geholfen haben aber leider verursacht sie Krebs…) …Aber ich denke das weißt Du ja schon… Jetzt habe ich zunächst ein kleines Problem, weil ich einige Dinge nicht weiß: 1) Wie groß ist dein Garten? 2) Welche Lage und was für ein Boden stehen Dir zur Verfügung? 3) Wieviel Zeit möchtest Du dafür investieren? 4) Wie “arg A” muß dein Kräuterbeet sein? 5) Möchtest du nur Dich oder auch Andere mit den Kräutern versorgen? Wenn Du auch andere mit versorgen willst, dann muß die Auswahl größer sein, denn nicht jeder mag und verträgt alles! 6) Für welche Anwendungsgebiete willst Du Deine Kräuter benutzen? Zudem mußt Du bedenken, dass jeder halbwegs normale Mensch bei größeren Problemen seinen Hausarzt aufsucht. Deswegen kuriere ich persönlich eigentlich nur kleine Probleme wie z. B.: (Ich versuche Dir jetzt nur Kräuter aufzuzählen, die es damals auch schon gegeben hat. Wenn nicht, dann erwähne ich es ausdrücklich) Husten bzw. Grippe(Lindenblüten, Spitzwegerich, Huflattich, Katzenminze, Pfefferminze…) Halsschmerzen (Salbei; Pfefferminze; Schafgarbe die ist Schweißtreibend und blutdrucksenkend also auch gut gegen Husten) Magenprobleme (Kümmelkraut; Basilikum; Brombeerkraut, aber nur die Jungen Triebe; Anis und Ingwer, aber die sind in keinster Weise A! aber sie helfen erstaunlich gut!) Rissige und empfindliche Hände (Eichenrinde) ….. Jetzt drehe ich den Spieß mal um und liste Dir noch ein paar Kräuter auf, die garantiert A sind, aber meistens in anderen gebieten als im Mittelalter angewendet werden: Birke (Blätter): Arthritis, Gicht, Blasensteine Boretsch: Husten, Depressionen Lungenkraut: Bronchitis und andere Lungenerkrankungen Beinwell : Brüche Quetschungen und Verbrennungen (äußerlich); Störungen der Atemwege und der Verdauung Hopfen: Schlaflosigkeit, nervöse Spannungen, Magen- und Darmprobleme Holunder: Grippe, Katarrh Seifenkraut: Hautleiden und mit der Wurzel läßt sich wunderbares Haarshampoo herstellen … Klette: Hautleiden und Arthritis Arnika: Prellungen und Verstauchungen. Wermut: (Wende ich äußerst ungern an, weil der Geschmack absolut ekelhaft ist) Als Bittertonikum und Wurmmittel Achtung nicht bei Schwangeren anwenden! Wegwarte: Anämie, Gallensteine, Rheuma, Gicht, zur Anregung der Verdauung Mutterkraut: Kopfschmerzen, Migräne, Arthritis Wasserdost: Prostataentzündung, Beckenbauchfellentzündung, Menstruationsschmerzen, Rheuma, Gicht Alant (Wurzel):(Wegen Pflanzen wie z. B. Alant ist die Größe des Gartens wichtig, da er 3×1 m groß wird. Diese Tatsache würde in einem kleinen Garten denke ich zum Problem werden, da er sich schnell ausbreitet) Atemwegserkrankungen, als Verdauungstonikum Kamille: (Ihr Ruf ist besser als ihre Wirksamkeit) Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen nervösen Ursprungs Goldrute: Katarrh Rainfarn: Wurmmittel Löwenzahn: Verstopfung Hirtentäschelkraut: Blutstillung Meerrettich: Enthält in roher Form Penicillin Als Kreislauf und Verdauungstonikum Brunenkresse: Husten, Verdauungsstörungen, Gicht, Arthritis Wacholder: Blasenentzündung, Rheuma, Gicht Ich könnte Jetzt noch Stunden so weiter machen … Aber ich denke das reicht fürs erste. Ich hoffe ich habe dich nicht mit meinen Infos erschlagen, aber ich muß sagen es ist nur ein sehr kleiner Teil, von dem ich Dir erzählen kann. Wenn du noch Fragen hast, dann kannst du mir jederzeit mailen!

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Eintrag #3 vom 31. Jan. 2000 00:41 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Sei gegrüßt Phillip! Ich muß mich da Johanna anschließen, daß die guten Leut ihr Kräutlein in der freien Natur gesucht haben und nicht in einem Garten. Ist kein Vorwurf an Dich, macht es Dir aber bei einigen “Kräuter” recht schwierig, sie anzubauen. Aber versuche dein Glück, hier einige aus dem Heft der Germanischen Glaubensgemeinschaft Berlin “Heilen mit Kräutern”: Augentrost - dem Gotte Thor geweiht wurde diese Pflanze schon bei den Germanen gegen alle möglichen Augenkrankheiten angewandt. Kamille - hieß bei den Germanen Baldurs Braue und war dem Sonnengott geweiht und wurde schon damals zu den bekannten Wehwechen eingesetzt Bärlapp - besonders bei den Ostgermanen ein beliebtes Thor geweihtes Kraut, das vor Behexung schützen sollte Beifuß - wurde vorallem der Frigga geopfert und war bei den Germanen die Mutter der Kräuter, die vor allen Krankheiten schützen sollte Brennessel - hieß auch Donnernessel und war so dem Thor geweiht. Sie war eine wichtige germanische Kultspeiße, die fruchtbar machen sollte. Eberwurz - war der Freyja geweiht, deren heilige Tiere die Schweine waren. Aber auch dem Thor, denn der Verzehr von Eberwurz sollte die männliche Kraft und Potenz erhöhen. Eberwurz ist heute noch ein wichtiges Mastmittel bei Tieren;-)) Ehrenpreis - ist auch dem Thor geweiht, weil er seine Blüten sofort schließt, wenn ein Gewitter kommt. Er sollte kühn und mutig machen, Kraft geben und Rauschsüchtige nüchtern machen. Eisenkraut - ist der Feyja, dem Odin und auch Tyr geweiht. Wo man es grub, mußte man dafür Honig und Bienenwachs opfern. Dem Neugeborenen legte man Eisenkraut in die Wiege, damit es ein kühner und starker Krieger wird. Erdbeeren - waren der Frigga heilig und die Germanen opferten sie den Waldgeistern. Sie wirken blutreinigend und sollten so bei Sommersprossen, Mundfäule, lichtem Haarwuchs, unreiner Haut usw, helfen. Fetthenne - heißt auch Donnerkraut und ist so auch dem Thor geweiht. Es sollte bei Blutungen, Brüchen, Hämorrhoiden, dem Kropf usw. helfen. Frauenmantel - war der Freyja und der Sunna heilig und hilft gegen allerlei Frauenleiden. Gänseblümchen - sind aus den Tränen der Freyja entstanden. Die ersten drei Gänseblümchen des Jahres sollten besonders heilsam gegen Fieber, Zahnschmerzen und Augenkrankheiten sein. Knabenkraut - heißt im Norden Hugvendelser = die den Sinn wendet und war ein wichtiges Aphrodisiakum und damit natürlich den Liebesgöttern Freyr und Freyja geweiht. Gundelrebe - heißt auch Donnerrebe und ist ebenfalls dem Thor geweiht. Sie wird von einem guten Pflanzengeist bewohnt, der jeden bösen Zauber bannt. Zur Maienzeit gesammelt sollte sie fruchtbar machen. Hagebutte - sie ist wie alle Rosen der Freyja geweiht und ihre Früchte spielen besonders zu Jul eine wichtige Rolle, wo sie vor Krankheit und Unfall im kommenden Jahr schützen sollten. Hauswurz - heißt auch Donars Bart (ihr wißt welchem Gott sie geweiht ist?!) und sollte im Haus aufgehängt vor Blitzschlag, Feuer, Krankheit und Verzauberung schützen. Klette - wird von einem Pflanzengeist namens Butz bewohnt, der alle Dämonen abwehrt. Durch seine blutreinigende Wirkung wurde die Klette bei Geschwüren, Beulen, Krämpfen, eiternden Wunden und Ausschlag benutzt. Königskerze - war dem Thor und auch der Freyja geweiht. Zu Mittsommer wurde die Pflanze durchs Feuer gezogen und danach über die Stalltür gehängt, um das Vieh vor Krankheiten zu schützen. Inre Stengel wurden mit ßl getränkt und als Fackel benutzt, daher der Name Königskerze. Außerdem sollte sie vor Schwarzalben schützen. Labkraut - ist der Freyja heilig und wurde gebärenden Frauen ins Bettstroh gelegt, um sie und das Kind vor bösem Zauber zu schützen und die Geburt zu fördern. Daher auch ihr mittelalterlicher Name “Unserer Lieben Frau Bettstroh”. Mistel - ist dem Heimdall heilig. Sie schützt vor schädlichen Erdstrahlen, durch die der Mensch an Krebs erkranken kann. Daher galt sie den Germanen als Mittel gegen alle Gifte, den Blitz & böse Einflüsse. Sie gilt als fruchtbarmachendes Mittel und eine Salbe aus ihr hilft bei angezauberter Impotenz. Baldrian - hieß auch Mondwurz, war ein Liebesmittel, um ein Paar zusammen zu führen; und auch weil es die Katzen lieben, war es der Liebesgöttin Freyja geweiht. Arnika - wurde auch Mutterwurz genannt und ist der Sonnengöttin Sol gweiht. Ihre herzstärkende Wirkung spielt vorallem im Mittsommerfest eine große Rolle. Odermennig - heißt übersetzt “Odins Männlein”. An einem Donnerstag gesammelt, sollte diese Pflanze bei Leibschmerzen, Blutfluß, dem Wurm bei Pferden und anderen Leiden helfen. Quendel - ist der Freyja heilig und hilft so gebärenden Frauen, stillenden Müttern, bei Gebärmutterschmerzen und wurde zu den Sonnenwenden geräuchert. Rainfarn - ist Thor, Freyja und Frigga heilig, wirkt antidämonisch und wehrt den Blitz ab. Rainfarnkuchen ist ein altes Kultgebäck, das zu Ostern gegessen wurde. Schafgarbe - ist der Freyja geweiht & die Germanen heilten durch Auflegen ihre Wunden & Geschwüre damit. Seidelbast - heißt im nordischen Tysved = “Tyrs Pfand” und ist so dem Kriegsgott geweiht. Er ist eine hochgiftige antidämonische Pflanze. Wegwarte - nannte man Sonnenbraut und weihte sie so der Sonnengöttin Sol. Mit einem goldenen Gegenstand vor Sonnenaufgang schweigend nach Osten gewendet ausgegraben, wenn die Sonne im Zeichen des Löwen steht, sollte sie vor Gefahren schützen, hieb- und stichfest machen und Wunden heilen. Sonnentau - ist der Sol geweiht, sollte Gift anzeigen, vor bösen Geistern schützen & Warzen und Hühneraugen vertreiben. Johanniskraut - ist als Sonnenwendskraut der Freyja, Sol und Balder geweiht. Zu Mittsommer gesammelt, schützt es vor schädlichen Strahlungen, üblen Geistwesen und Verzauberung, Blitz & Hagel und auch vor Mäuse- & Rattenplagen. Löwenzahn - ist der Sol geweiht und heißt so auch Sunnawirbel. Er wurde viel im Frühjahr gegessen, da er blutreinigend wirkt und so vor allerlei Krankheiten schützt. Stillende Mütter trinken seinen Milchsaft, um so ihren Milchfluß anzuregen. Teufelsabbiß - ist dem Thor geweiht. Er schützt vor üblen Geistern und dem bösen Blick. Seine Wurzel sollte Augenkrankheiten heilen. Veilchen - heißt im nordischen Tysfiola und ist dem Kriegsgott Tyr geweiht. Die ersten drei Blumen des Jahres schützen das ganze Jahr vor Krankheit und einen Veilchenkranz auf dem Haupt getragen, hilft bei vielen Leiden des Kopfes. Wegerich - wird im angelsächsischen Neunkräutersegen erwähnt. Sein Saft soll gegen die Bisse wilder Tiere, toller Hunde, giftiger Schlangen und gegen Stiche von Bienen, Mücken und Skorpione helfen. Wermut - ist der Erdgöttin in ihrem Aspekt als Todesgöttin zuzuordnen. Zu Jul wird mit Wermut geräuchert, um mit den Geistern verstorbener Ahnen in Kontakt zu treten. Den Toten wurde ein Wermutstrauß mit ins Grab gegeben. So, jetzt reicht´s erstmal. Die Anwendungsgebiete der Kräuter, kann man in jedem guten Kräuterbuch nachlesen, das würde jetzt hier zu weit führen. Natürlich gibt es noch jede Menge mehr Pflänzchen, dazu sei Dir dieses Buch empfohlen von Max Höfler “Volksmedizinische Botanik der Germanen”. Kannst bei uns käuflich erwerben ;-) Dann wünsch ich dir im Frühling viel Spaß beim Rumgärtnern, aber kannst ja vorher deine Gegend sondieren, was da nicht schon alles von alleine wächst. Und falls Du Hilfe brauchst, mail mich einfach an.
Ines, die Duftge von Mittgard

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Eintrag #4 vom 31. Jan. 2000 10:41 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, mal rein interessehalber gefragt, wo kommen eigentlich die Infos für die Verwendung dieser Kräuter in Germanen-, Kelten und Wikizeit her? Soweit ich weiß, waren diese Völker doch im allgemeinen illiterat und die Sachen, die ich kenne (Gestae, Sagas, Edda) stammen ja primär aus christlicher Zeit. Ansonsten kann ich mir persönlcih vorstellen, daß es sich um archäologische Leichenbefunde handelt. Gibt´s da irgendwelche Infos - ich vermute die “Germanische Glaubensgemeinschaft” betreibt ja “Neo-Heidentum” und hat diese Beschreibungen nachträglich entwickelt. Bis denn Thorsten

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Eintrag #5 vom 31. Jan. 2000 11:16 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Thorsten: Ich habe mal ein recht gutes Buch zu dem Thema gelesen. Der Titel ´Die Wiederkehr der Kelten´ ist zwar etwas reißerisch, aber der Inhalt ganz gut. Die Autorin wunderte sich, woher denn viele der alten Bauerweisheiten in ländlicher Gegend kommen. Bei ihren Nachforschungen fand sie solch altes Wissen bündelweise z.B. in abgelegenen Dörfern im Kaukasus. Dort wurden alte Mittel, Weisheiten und teilweise sogar Feste/Riten seit Jahrhunderten mündlich fast unverändert überliefert. Was jetzt nicht zwingend heißt, das dort noch Heiden leben. Die Feste wurden in einen christlichen Rahmen gebracht, aber grade Kräuterkunde hat dort seit langer Zeit Bestand.
Ivain

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Eintrag #6 vom 31. Jan. 2000 18:18 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Wo wir gerade beim “gärtnern” sind, weiß jemand etwas darüber, ob Hügelbeete im Früh-/Hochmittelalter im abendländischen Raum bekannt waren bzw. angelegt wurden? (Das hat aus meiner Sicht weniger mit Kräuteranbau zu tun, da diese Beete, ebenso wie Hochbeete, m.E. zu nährstoffreich sind).
Gruß von Carsten

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Eintrag #7 vom 31. Jan. 2000 20:32 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo und seid gegrüßt! Ich denke die ßberlieferungen der Kräuter sind genauso wie die Feste und was weiß ich nicht noch alles, von der christlichen Kirche christianisiert und so weitererhalten geblieben. Am bekanntesten ist da der angelsächsische Neunkräutersegen - weiß jemand aus welcher Zeit er stammt? Dann gibt´s jede Menge alter Zaubersprüche für die Beschrei- und Berufkräuter, die alle mündlich weitergegeben wurden. Noch im 19. Jahrhundert soll es in den Alpen alte Frauen gegeben haben, die verhextes Vieh mit Hilfe dieser Kräuter “besprochen” haben. Und dann wären da viele alte Sagen zu nennen, in denen es ausschließlich um Kräuter geht, wie sie zu ihren Namen kamen, zu welchen Zaubern sie gut sind, welche Wirkung etc. Mein altes Sagenbuch hat extra dafür ein eigenes Kapitel. Und die Archäologen haben natürlich auch diverse Mageninhalte von Moorleichen untersucht und daraus sogar eine germanische “Speiße” rekonstruiert. Irgendwo in der Taverne hab ich die schon mal zum Besten gegeben… Wo war das denn gleich? Da ging´s jedenfalls auch um Wikinger und Essen. Müßt ihr mal gucken.
Dann bis bald, Ines, die Duftge von Mittgard!

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Eintrag #8 vom 31. Jan. 2000 21:30 Uhr Philipp Senge   Nachricht

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Hallo alle zusammen. Ich freue mich, daß es noch einige gibt, die dieses Thema interessiert. Mein eigentliches Augenmerk richtete sich allerdings eher auf die Küchenkräuter.
Nichts für ungut Philipp

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Eintrag #9 vom 31. Jan. 2000 21:58 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, daß die Kräuterkunde schon seit Urzeiten bekannt ist (ich habe letztens in einer Dokumentation gesehen, daß man auch annimmt, daß die Neandertaler schon Heilkräuter kannten) ist schon klar und wurde auch immer weiter überliefert. ßhnlich sieht´s mit Festen u.ä. aus, da brauchen wir jetzt nicht weiter drauf einzughehn. Was IMHO aber immer noch nicht für mich ausreichend geklärt ist, ist was sie denn nun so spezifische germanisch, keltisch oder wikingerisch macht. Ich habe jetzt schon mehrfach (auch in anderen Zusammenhängen) gehört, daß man jetzt eine keltische/germanische Kräuterfrau/-mann darstellt, doch hatt scih bei nährem Nahcfragen dann immer herausgestellt, daß der- oder diejenige im Grunde genommen sich die “moderne” allgemeine bekannte Kräuterkunde genommen hat udn sich dazu dann eine keltische/wikingerkluft angezogen hat. Weiß jemand von den örtlichen Kräuterkunden denn nun etwas tatsächliches über Kräuterkuren und Behandlungsmethoden derentsprechenden Zeiten außer “Huflattich gab´s schon zu keltischer Zeit hier (sprach ein ”Kelte“ aus der Nähe von Kiel) also ist das jetzt ein keltisches Kraut.” Mit Interesse am Thema Thorsten (der garantiert keinen Kräutermann amchen wird ;-)

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Eintrag #10 vom 01. Feb. 2000 03:10 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo, Philipp! Es ist ja hier schon eine Menge geschrieben worden und ich gehe einfach mal darauf ein. Hallo, Ines, auch für mich stellt sich die Frage nach dem Ursprung Deiner Kenntnisse. Ich denke nicht, daß neo-heidnische Riten Grundlage für einen wikingerzeitlichen “Kräutergarten” sein sollten. Zu der von Dir erwähnten Gundelrebe (auch Gundermann, wiss. Glechoma hederacea) habe ich allerdings in unheidnischem Text gefunden, daß Gund althochdeutsch für Eiter stehe. Dazu paßt die Anwendung der Pflanze bei eitrigen Verletzungen. Die Frühlingswirkung könnte auf das enthaltene Vitamin C zurückzuführen sein, vielleicht fühlt Mensch sich damit einfach besser… Zur Arnika habe ich nur gefunden, sie sei schon von den Germanen benutzt worden, leider ohne jede Quellenangabe. (Pflanze bitte nicht sammeln, sie ist ausgesprochen selten und geschützt!) Woher hast Du den Bezug von Freyja und den Schweinen? Bisher habe ich nur über einen Sonnen-Eberkult in Bezug auf Freyr gehört und der ist nun mal ihr Bruder und ganz und gar unfeminin… Aber vielleicht findet sich das ja an anderer Stelle anders? Wieso muß ßðins Odermennig an dem Tag gesammelt werden, der doch den Namen des Thonar trägt? Zu der von Dir erwähnten Gundelrebe (auch Gundermann, wiss. Glechoma hederacea) habe ich allerdings in unheidnischem Text gefunden, daß Gund althochdeutsch für Eiter stehe. Dazu paßt die Anwendung der Pflanze bei eitrigen Verletzungen. Das die Pflanze schon aus germanischer Tradition stammt, läßt sich daraus herleiten, daß sie in der antiken Lehre nicht vor kam, daher nicht auf antike Autoritäten zurückgeführt werden kann. Dennoch war sie aber im Mittelalter hier gebräuchlich und das muß ja eine Ursache haben. Sunnawirbel, den Du mit Löwenzahn angibst, kenne ich so von Hildegard von Bingen, wobei sich die “Gelehrten” hier nicht so ganz einig sind, ob denn nun Löwenzahn oder vielleicht die Wegwarte gemeint ist… ßber den Beifuß habe ich mal gelesen, daß nach angelsächsischer Meinung, er den Menschen, zusammen mit acht weiteren Pflanzen, von Wodan geschenkt worden sei. Nicht, daß ich seine Fruchtbarkeit in Frage stellen wollte und er ist auch sicher eine alte, auch früh- und hochmittelalterliche Heilpflanze. Wo steht denn die Friggstorry? Ich warte gespannt auf Neuigkeiten. Hallo, Thorsten, sicher hast Du recht, daß die Edda erst im 13. Jh. in ihre heute bekannte Form gebracht wurde. Man will allerdings an den unterschiedlichen Liedern der Edda durchaus sprachliche Unterschiede gefunden haben, die auf verschiedene Entstehungszeiten schließen lassen. Daraus ergibt sich dann also, soweit die Sprache vor 1000 datiert wird, ein in Island vorchristlicher Charakter. Denn Sprachcharakter mag man nicht in jedem Fall mit dem Inhalt gleichsetzen können, hätten jedoch nachfolgende Generationen die Lieder vollständig verändert, so hätten sie sicherlich auch die Sprache umgeformt. Mir fällt allerdings kein einziges Beispiel für eine Heilpflanze aus Eddatexten ein. Andere Texte mögen aber vielleicht ähnlich datierbar sein. Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #11 vom 01. Feb. 2000 08:47 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Thorsten: Auf mein Buch bezogen: Die Dörfer, in denen die Autorin diese Wissensfunde gemacht hat, sind durchsetzt mit keltischen Traditionen (Feste, zum Teil wird noch per Handarbeit Schmuck hergestellt, der dem alten sehr nahe kommt). Da die Bewahrer(innen) dieser Traditionen meist gleichzeitig auch die Kräutergelehrten sind, nimmt sie einen gemeinsamen Ursprung des Wissen, in diesem Fall das Keltentum, an. Gekürzt und grob, im Buch steht noch mehr. Ansonsten gibs ja auch die gerne zitierten Moorleichen, Grabbeigaben etc.
Ivain

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Eintrag #12 vom 03. Feb. 2000 20:20 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sascha und all die andren! Ja, ich geb´s zu und Asche auf mein Haupt: ich habe einfach ungeniert aus dem Heft der GGG stichpunktartig abgeschrieben, war aber gleich so im Eifer was zu meinen Interessen zu finden, daß ich keinen Bock hatte, erst stundenlang all meine verschiedenen Kräuterbücher durchzuarbeiten und zu vergleichen. Was die Gundelrebe angeht, so habe ich diesen Namen verwendet, weil er der allgemein bekannte ist, ansonsten wird sie ja auch noch Donnerebe, Engelskraut, Totenkraut, Erdefeu, Guck durch den Zaun usw. genannt. Was Freyja und die Schweine angeht, habe ich gefunden, daß einer ihrer Beinamen Syr ist, was soviel wie Sau bedeutet und sich eindeutig auf die Fruchtbarkeit bezieht. Warum der Odermennig ausgerechnet am Donnerstag gesammelt werden soll, habe ich ehrlich gesagt auch nicht verstanden. Vielleicht hat`s was mit der eventuellen Wirkung zutun oder Thor sollte sein Quentchen auch dazubeitragen… keine Ahnung! Ich sammle meine Kräuter wann ich Zeit habe - jetzt werden wohl sämtliche Mondphasenverfechterinnen über mich herfallen ;-)?! Von der Wegwarte kenne ich nur noch den Namen Sonnenwende. Könnte aber durchaus sein. Die Namen sind ja von der Bedeutung her recht ähnlich. Was meinst du denn mit Friggstory? Also der Beifuß wurde mit anderen Kräutern in einem alten Berliner Opferbrunnen gefunden, der als Eingang zum Reich der Erdgöttin, also Frigga, bekannt war. Zu Mitsommer wurden aus Beifuß Gürtel geflochten, mit denen man um das Feuer tanzte und der anschließend im Feuer verbrannt wurde, damit man das ganze Jahr über vor Krankheiten geschützt ist. Dieses Ritual wird sicher noch in Gegenden von Skandinavien und Island die Christenzeit überdauert haben. Genauso wie all die anderen Infos sicher von noch einigermaßen erhaltenen traditionsreichen Festen, Sagen und altüberlieferten “Weisheiten” stammen. Wenn ich hier jetzt damit beginne, all die Quellen dafür herauszuschreiben, bringt das ja doch nichts, weil dann wieder die Frage im Raum steht, woher diese guten Leute ihr “Wissen” haben. Im Endeffekt hat ja doch jeder von wieder einem anderen abgeschrieben, ganz gleich um welches Thema es geht. Das kann doch keiner mehr zurückverfolgen. Entweder man glaubt´s oder man beginnt wieder beim Urschleim und versucht jede Pflanze an sich selbst zu testen um herauszufinden, wofür sie gut sein könnte. Aber wer macht das schon? Nix für ungut,
Ines, die Duftge von Mittgard

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Eintrag #13 vom 04. Feb. 2000 01:56 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo, Ines, schön, daß Du noch mal nachgesehen hast, danke. Ich bin allerdings schon der Meinung, daß es wichtig ist, nach zu verfolgen, woher eine Information stammt. Denn gerade beim Thema “Germanen” ist viel in den 30er und 40er Jahren erfunden worden, was den Nationalsozialisten zur Ideologie gefiel. Leider wird aus solchen Texten viel zu häufig unkritisch abgeschrieben, das kann, da häufig mit anderen Botschaften verquickt, leicht irreführen. Und um gleich mal ein gutes Beispiel zu geben;-) habe ich mir den Neunkräutersegen mal vorgenommen, da ich ja unten schrieb, Beifuß sei den Menschen von Wodan gegeben. Tatsächlich wird Beifuß, angelsächsisch mucgwyrt, engl. mugwort, in dem Segen erwähnt. Der Segensformel schließt sich eine Zubereitungsanleitung für eine Salbe an, für die ebenfalls Beifuß verwendet wird. Woden wird im Segen ausdrücklich erwähnt. Gleichzeitig ist von einem weisen Gott die Rede, der zwei Pflanzen schuf, während er hing. Das erinnert doch sehr an ßðin in der eddischen Mythologie. Dennoch würde ich nicht unbedingt daraus schließen, daß Wodan alle diese Kräuter erst zu den Menschen gebracht hat, aber er versteht es offenbar mit ihnen umzugehen und das Gedicht - Dichtkunst wird in der Edda ßðin zugeschrieben - vermittelt dieses Wissen den Menschen. So ist für mich ein Zusammenhang zwischen Wodan und Beifuß aus einem alten Text (oder dessen ßbersetzung) belegbar. ßbrigens sind weitere Pflanzen des Textes (Brenn-)Nessel, (Sand-?)Thymian, saurer Wildapfel und Lamm-Kresse, was auch immer das sei. Die anderen kann ich so nicht identifizieren, werde aber mal in ein botanisches Wörterbuch schauen, wenn ich in die Bibliothek komme. Eine weitere meine ich allerdings als Wegwarte identifizieren zu können. Aber, mal sehen… Denn zweiten deutschen und den wissenschaftlichen Namen für die Gundelrebe habe ich übrigens benutzt, um sicher zu gehen, daß wir über die gleiche Pflanze reden. Die Vielzahl der deutschen Namen die Du schon kennst, zeigt ja, daß das nicht immer so ganz eindeutig ist sonst. Mir ging es beim Gundermann eben um den indirekten “Beleg”, für sein Verwendung in vorchristlicher Zeit. Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #14 vom 04. Feb. 2000 02:27 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo, Phillip, Du kannst wohl beim Beifuß durchaus annehmen, daß er in einen “Wikingerkräutergarten” gehören könnte. Zwar weiß ich nichts über seine Verwendung in der Wikiküche, im HMA ist er aber sowohl Heil- als auch Würzpflanze. Und auch heute noch gibt man ihn ja an fette Speisen, um sie bekömmlicher zu machen. Und hier noch was Obskures: Für das frühmittelalterliche Duisburg ist Koriander als Gewürzpflanze nachgewiesen. Da Duisburg mal von Wikingern überfallen worden ist, könnten die den durchaus kennengelernt haben;-) Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #15 vom 04. Feb. 2000 22:57 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo! So, ich habe die deutschen Namen zum Neunkräutersegen mal zusammengetragen, soweit möglich. Als da wären: Mugcwyrt: mugwort, Beifuß, Artemisia vulgaris, wegbrade: waybread that is open to the east, [(Anglo-Saxon) Weybroed], Breitwegerich, Plantago major, lombescyrse: lamb´s cress, attorlaðan: betony, Betonie oder Heilziest, Betonica officinalis, mageðan: mayweed, Stinkende Hundskamille, Anthemis cotula, nettle, Brennessel, Urtica dioica, wudusuræppel: crab-apple, Harter, saurer Wildapfel, fille: thyme, Thymian, Thymus vulgaris (oder Sand-Thymian, Th. serpyllum?), finul: finnel. Sandthymian ist in England im Gegensatz zum Thymian heimisch, der extra kultiviert werden muß. Daher meine Vermutung, hier könnte eine Ungenauigkeit in der ßbertragung liegen. Andererseits ist thyme in der ßbersetzung eine der beiden Pflanzen die von dem weisen Gott geschaffen werden. Könnte also ein Hinweis auf Neueinführung sein. Weiß jemand was dieses finnel ist? Ich kann es nicht finden. Sind irgendwelche Anglisten unter uns? Ist das überhaupt eine Pflanze? Es wird jedenfalls mit der halbfertigen Paste gekocht, in der die anderen pflanzlichen Bestandteile bereits mit alter Seife gemischt sind. Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #16 vom 05. Feb. 2000 18:37 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Ines, Zitat: Also der Beifuß wurde mit anderen Kräutern in einem alten Berliner Opferbrunnen gefunden, der als Eingang zum Reich der Erdgöttin, also Frigga, bekannt war. Wäre es möglich für diesen Brunnen eine genaue Ortbezeichnung herauszufinden? Oder noch besser: Wo wurde der archäologische Fundbericht veröffendlicht? Meiner Information nach wurde die Gegend Berlin ab ca. dem 7 Jahrh. u.Z. von Slawen besiedelt. Im übrigen lassen sich die Gebräuche der hiesigen Germanen nicht zwangsläufig auf die Wikinger übertragen. Die meißten germanischen Stämme wurden sehr früh Christen. Was dann die weitere Tradition betrifft, begibt man sich, wie bereits öfter hier erwähnt auf ideoloisch sehr dünnes Eis. Aber zu den Wikingern folgendes: Für Haithabbu: sind ua. folgende Pfanzen nachgewiesen: Schlehen, Wildkirschen, Wildäpfel, Holunderbeeren, Walderdbeeren Weißdorn und Erberesche. Desweitern div. Pilze und Nüsse. Hopfen und Gagel dienten zur Bierkonservierung. (Schaufenster einer frühen Stadt, Hildegard Elsner) An Pflanzen sind Möhre und Selerie sowie Wilde Malve nachgewiesen. Für die Stadt Starigard/Oldenburg (ca. 60 km entfernt): Mohn, Hanf (vermutlich als Faserpfanze), Dill, Kümmel, Gurke, Bilsenkraut und Echter Eibisch, Kornrade, Acker-Gauchheil, Kamille, Acker-Frauenmantel, Roggentrespe, Weißer Gänsefuß, Sonnenwend-Wolfsmilch, Windenknöterich, Klettenlabkraut, Rainkohl, Saatmohn, Spitzwegerich, Vogelknöterich, Flohknöterich,Rauhhaarige Wicke, Acker-Steinsame, Acker–Rittersporn, Erdrauch Saat-Labkraut, Gezähnter Feldsalat. Ich gehe davon aus, das andere einheimische Pfanzen ebenfalls verwendet wurden, wobei regional genau zu prüfen wäre welche Pfanzen in der betreffendne Zeit heimisch waren. (Kultur- und Sammelpfanzen, Helmut Kroll) Zu Sascha: Die Wikinger betrieben Handel in z.B. Miklagrad (Byzanz). Dort werden Sie an Gewürzen alles was gut und teuer ist kennen gelehrnt haben. (Genauers müßte ich nachlesen) Sylvia

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Eintrag #17 vom 06. Feb. 2000 02:58 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Naachtrach, aalso, “finnel” ist nach anderen ßbersetzungen fennel und das ist Fenchel. Aber andererseits meinen auch die Experten von der Universität von Georgia 1995, von den neun Kräutern seinen nur sieben eindeutig zu identifizieren. Leider stand da nicht bei welche… Hatte ich doch etwas leichtsinnig darauf vertraut, daß die Anglisten schon wüßten, was sie ins Netz stellten. Stammt doch die ßbersetzung, die ich benutzte von solchen der Universität von Virginia. Das erinnert doch irgendwie an die Frage, ob Sunnawirbel nun Wegwarte oder Löwenzahn sei - und wird sich wohl nie ganz klären lassen. Dennoch scheint mir Beifuß doch ziemlich eindeutig zu sein, bei den ßhnlichkeiten, und der findet sich auch ziemlich einheitlich bei allen die zum Neunkräutersegen was sagen. Der Koriander war übrigens wirklich nur als Kuriosität gedacht wegen des Wiki-ßberfalls und erhob keinerlei Anspruch auf nordische Küchenkunde;-) Herzlichen Sascha

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Eintrag #18 vom 06. Feb. 2000 17:45 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Seid gegrüßt! Ich dachte mal - wir reden hier die ganze Zeit ganz wichtig über den Neunkräutersegen - es gibt sicher einige Leute da draußen, die keine Ahnung haben was hier abgeht. Daher dachte ich mir ich setze ihn mal rein. Die Version, die ich hier wiedergeben, habe ich aus dem Buch “Heidnische Naturreligion” von Geza von Nemenyi. Nach den ßbersetzungsschwierigkeiten, von denen ihr schreibt, gibt es sicher viele verschiedene ßbersetzungen. Diese kenne ich: Neunkräutersegen (Nigon Wyrta Galdor) Vergiß nicht, Beifuß, was du anmeldetest was du bereitet hast in Regenmelde. Du hast Macht wider 3 und wider 30, Du hast Macht wider Gift und Ansteckung, Du hast Macht wider den Feind, der durchs Land fährt. Und du, Wegerich, Mutter der Kräuter, ßstlich offen, innen mächtig. ßber dir quitschten Kampfwagen, ßber dir reisten Königinnen, ßber dir riefen Bräute, ßber dir knirschten Stiere mit den Zähnen. All dem widerstandst du und widerstehst du: So widerstehst du auch Gift und Ansteckung, und dem Feind, der durchs Land fährt. Brennessel heißt dies Kraut, Es wächst auf Steinen. Es widersteht dem Gift, Es bekämpft Schmerz, es wird herb genannt, es widersteht Gift. Dies Kraut, behaartes Schaumkraut, kämpft wider Würmer. Dies hat Kraft wider Gift, dies hat Kraft wider Ansteckung, dies hat Kraft wider dem Feind, der durchs Land fährt. Jetzt kommt Hahnensporn. Besiegst die starken Gifte, obwohl du schwach bist. Du das mächtigere besiege das geringere, bis es geheilt ist von beiden. Erinnere dich, Kamille, was du anmeldetest, was du zustandebrachtest in Alorford: Daß der niemals an einer Infektion starb, Dem Kamille zu essen gegeben wurde. Dies ist das Kraut, das Holzapfel heißt. Der Seehund schickte es über den Rücken des Ozeans, damit es die, so von anderen Giften verletzt waren, heile. Diese 9 Kräuter wirken gegen 9 Gifte. Ein Wurm kam geschlichen, biß einen Mann. Da nahm Wotan 9 Wunderzweige, Schlug die Schlange, daß sie in 9 Stücke zerfiel. Der Apfel zerstörte der Schlange Gift, So daß sie niemals wieder in ihr Haus wollte. Thymian und Fenchel, diese mächtigen zwei, Der hohe weise Herr, heilig im Himmel, Schuf diese Kräuter, da er hing, setzte sie, und sandte sie in die 7 Welten, Um allen zu helfen, Armen und Reichen. Es steht wider Schmerz, widersteht dem Gift, Es hat Kraft wider 3 und wider 30 Gegen eines Rasenden Hand und gegen plötzlichen Zauber, Gegen Hexerei von niederträchtigen Wichten. Diese 9 Kräuter helfen gegen 9 böse Geister, gegen 9 Gifte und gegen 9 ansteckende Krankheiten, Wider das rote Gift, wider das laufende Gift, Wider das weiße Gift, wider das blaue Gift, Wider das gelbe Gift, wider das grüne Gift, Wider das schwarze Gift, wider das blaue Gift, Wider das braune Gift, wider das violette Gift, Wider Wurmschwellungen, wider Wasserschwellungen, Wider Dornenschwellungen, wider Distelschwellungen, Wider Eisschwellungen, wider Giftschwellungen. Es hat Wirkung gegen jedes Gift von Osten, von Norden oder von Westen. Wotan stand über jeder Art von Krankheit. Allein ich kenne fließendes Wasser und die 9 Schlangen, Die das Wasser schützen. Mögen alle Weiden Jetzt von diesen Kräutern übersät sein. Alles Salzwasser sei zerstört, wenn ich dies Gift von Dir wegblase. Hallo Sascha, Du wirst wohl bemerkt haben, daß in meiner Version zwei Kräuter nicht mit deiner Aufzählung übereinstimmen. Ich denke, damit hätten wir die beiden entdeckt über die sich die Wissenschaft nicht im klaren ist. Wobei mir deine beiden - Heilziest % Lammkresse (logischer wäre vielleicht Brunnenkresse?) wahrscheinlicher klingen. Weiß denn nun jemand aus welcher Zeit dieser Zaubergesang stammt?
Ines die Duftge von Mittgard

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Eintrag #19 vom 06. Feb. 2000 21:14 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sylvia! Ich habe mal in meinen Büchern rumgekramt: Und zwar habe ich in GIsela Graichens “Kultplatzbuch” und im Heft der GGG “Kultstätten in Berlin” drei Opferbrunnen gefunden. In Berlin-Spandau sind in den Lasszinswiesen in der Nähe des dortigen Baggersees 6 Brunnenschächte gefunden worden, von denen zwei zwischen dem 1. und 2. Jh.u.Z. von elbgermanischen Semnonen als Opferbrunnen genutzt wurden. Sie enthielten Flachs & Flachsschlegel, eine Keule, ein Brett mit Schnitzspuren, einen Netzsenker, Vogelskelette, zwei Schaufeln, eine Holzschüssel, ein menschliches Schädeldach und einen Pferdehuf. Nähere Literatur dazu: Gehrke/Müller “Germanische Brunnenopfer in den Lasszinswiesen”. Ein weiterer Brunnen wurde auch in Berlin-Spandau im Keller eines Hauses gefunden. Er befindet sich jetzt im Museum für Vor- und Frühgeschichte. Und nun der Friggabrunnen: Er befand sich im Bezirk Steglitz in der Gegend des heutigen Universitätsklinikums, wo sich früher der Bäkesee befand. Da sollen vor 3000 Jahren die Illyrer gelebt haben. In dem Brunnen wurden über 100 Ton- und Bronzegefäße gefunden. Sie enthielten Melde, Honig, Getreidekörner, Lindenblüten, Weidenkätzchen, Liebstöckel und Beifuß. Er wurde nach seiner Nutzung mit Schilf und Steinen verschlossen und neben ihm wurde ein Eichenpfahl in den Boden gerammt, um ihn später wiederzufinden. Woher die GGG die Infos zu diesem Brunnen hat, stand aber nirgends.
Ines, die Duftge von Mittgard

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Eintrag #20 vom 06. Feb. 2000 23:33 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo, Ines, ich kann Dir leider auch nicht sagen, von wann genau der Neunkräutersegen stammt. Er ist allerdings in angelsächsischer Sprache überliefert und darunter versteht man das Altenglische etwa in der Zeit zwischen 700 und 1100. Um 700 ist in dieser Sprache zum Beispiel das Heldengedicht Beowulf verfaßt worden, ein Werk das kulturelle Bezüge nach Schweden aufweist. Aufgeschrieben hat es ein Mönch. Weiß jemand, wer den Neukräutersegen aufgezeichnet hat? Die Christianisierung Englands beginnt ja immerhin schon 596. Wer sich gerne mal das sprachliche Original ansehen möchte: www.georgetown.edu/labyrinth/library/oe/[…]/a43.2.[…] Interessant, daß sich der Fenchel mit Deiner ßbersetzung zu bestätigen scheint. Das spräche dann auch wieder für Thymian statt des Sandthymians, denn Fenchel ist ebenfalls nicht in England heimisch. Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #21 vom 07. Feb. 2000 11:26 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Die Adresse muß richtig lauten: www.georgetown.edu/labyrinth/library/oe/[…]/a43_2.[…] Gruß Sascha

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Eintrag #22 vom 07. Feb. 2000 15:13 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sacha, ich glaube, die Verbesserung war keine; jedenfalls habe ich den Text gefunden mit der von Dir ursprünglich angegebenen Adresse: www.georgetown.edu/labyrinth/library/oe/[…]/a43.2.[…] Bei der neuen Version verweigerte er den Zugriff. Vielen Dank für den interessanten Hinweis (habe ja glücklicherweise jemanden im Haus, der das lesen kann!).
Beste Grüße Nikolaj (Arglwydd Rhisiart)

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Eintrag #23 vom 07. Feb. 2000 20:47 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Ines, nocheinmal zu Deinem Beitrag Nr. 3: Zitat: “Aber versuche dein Glück, hier einige aus dem Heft der Germanischen Glaubensgemeinschaft Berlin ”Heilen mit Kräutern“:” Ich nehme an, daß es sich bei der von Dir zitierten Veröffentlichung nicht um ein Werk handelt, daß im Umfeld der Germanischen Glaubensgemeinschaft des Kunstmalers Ludwig Fahrenkrog entstanden ist. Dies würde die Glaubwürdigkeit der Veröffentlichung in einen wirklich fragwürdigen Kontext setzen. (Quelle: “Wotans Jünger”, Franziska Hundseder) Was den Opferbrunnen in Berlin Seglitz betrifft (Dein Beitrag Nr. 19) sollte ein Fund mit derartigen Erhaltungsbedingen nachvollziehbar sein. Planmäßige Grabungen und entsprechende Pollenanalysen sind meist dokumentiert. Im Kultplatzbuch von Gisela Graichen findet dieser Brunnen keine Erwähnung. ============================================================ Das erste Jahrhundert u.Z. ist von Mittelalter genauso weit entfernt wie die Neuzeit. Ich halte Belege, die räumlich und zeitlich so weit von den Wikingern entfernt sind wie die von Dir angeführten, für eine korrekte Arbeit für interessant, aber nicht für stichhaltig verwendbar. Sicher sind Nachweise für ßpfel in Tongefäßen der römischen Eisenzeit interessant, bringen uns in Bereich Mittelalter aber nicht weiter. (“Die ersten Deutschen” S. Fischer-Fabian) Nichts ungut! Sylvia

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Eintrag #24 vom 07. Feb. 2000 22:39 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo, ich kann jetzt den Ursprungszeitraum auf das 9. bis 10 Jh. eingrenzen. So meint man jedenfalls in Georgia. ßberliefert ist der Neukräutersegen, demnach, wie auch andere Segen in angelsächsischer Sprache, durch Manuskripte, die christliche Mönche aufgeschrieben haben. Da frage ich mich doch etwas, warum sich denen nicht beim niederschreiben des Wortes Woden die Feder gespreizt hat. War da vielleicht doch zunächst mehr Toleranz gegenüber altüberlieferten Vorstellungen? Damit wäre ich dann wieder bei Thorstens Einwand von unten, nach den christlichen und nichtchristlichen Teilen der ßberlieferungen. Nach C. Tidmarsh Major von der Uni in Georgia ist es wohl schon lange fraglich, welchen Einfluß die christliche ßberlieferung auf die Segen hatte. Er schreibt, unter Papst Gregor sei ein Weg die Angelsachsen für den neuen Glauben zu gewinnen, ihnen zu gestatten, den alten Kult im familiären Kreis beizubehalten. Vergleichbares wird übrigens auch für Island um 1000 berichtet. Es sind also durchaus Vermischungen der Glaubensvorstellungen denkbar. Dafür spricht auch, daß zum Beispiel die Stelle, die in der von Ines hier dankenswerter Weise geposteten Fassung, mit dem zweiten mal “Wotan” übersetzt ist, im Original “Crist” heißt und in einer englischen ßbersetzung auch mit “Christ” übertragen wird. Da scheinen die Grenzen doch stark zu verfließen, denn vorher ist ja eindeutig von Woden die Rede. Betrachte ich allerdings den Stil und den Zweck des Segens, so scheint mir der “alte” Eifluß größer zu sein. Denn die Formel sollte sowohl über den Bestandteilen der anzufertigenden Salbe gesprochen werden, als auch zur Besprechung des Patienten dienen. Ein solcher Stil findet sich dagegen nicht in dem im ausgehenden 8. Jh. aufgezeichneten “Lorscher Arzneibuch” aus dem Frankenreich, daß lateinisch geschrieben, sich ganz und gar mit biblischen Textstellen rechtfertigt und mediterrane Quellen für die Heilkunde zum Ursprung hat. Sicher dürfte allerdings wohl sein, daß die identifizierten Pflanzen in England gebräuchlich waren, egal welche Glaubensvorstellungen sich damit verbanden. Die Irritation bei der Internetquellenangabe ist übrigens auf eine Eigenart meines Browsers zurückzuführen, beim speichern von Dateien solche die zwei Punkte enthalten, durch “_” zu korrigieren. Das hatte mich dann bewogen die Korrektur nachzureichen, als ich die Abweichung sah… Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #25 vom 17. Apr. 2000 13:44 Uhr Gerhard Quanz   Nachricht

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Hallo Sylvia, sicher ist die “Germanische Glaubensgemeinschaft” als zweifelhafte Quelle zu beurteilen, aber das von Dir dazu zitierte Buch “Wotans Jünger”, Franziska Hundseder ist leider auch ein peinliches Beispiel für schlechte und ideologisch motivierte Recherche, das man - um der Götter willen - nicht in allen Teilen ernst nehmen sollte. Nähere Informationen dazu findet man beim Rabenclan e.V. (www.rabenclan.de). Zur Thematik selber will ich schweigen, weil ich mit historisch belegten Kräutern bis jetzt zu wenig zu tun hatte. Ich muß mich viel mehr damit plagen, daß meine Gruppe mehrheitlich meint, ich koche zuviel Kohl … Olm
Olm “Grottenschlecht” Björnsson

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