Der Fibelschmuck mit Kette dazwischen hängt eng mit der Schürzentracht der Wikingerinnen zusammen. Einerseits ist es für die Wikingerin nicht “Pflicht”, unbedingt diese Fibeln zu tragen, zumindest wenn sie die offene Version der Schürze trägt, braucht sie die Fibeln aber, um die Schürze zusammenzuhalten.
Zweitens, falls Ihr speziell Gotländer darstellen wollt, ist besonders dringend dazu zu raten, die Ausrüstung nur auf (reichlich vorhandene) gotländische Funde aufzubauen, da das dortige Design vom übrigen doch deutlich abweicht, und das gilt nicht nur für die Tierkopffibeln.
Zunächst einmal möchte ich anzweifeln, dass die Pracht des Schmucks einer Frau ausschließlich in direktem Zusammenhang zum Erfolg des Mannes “auf Wiking” steht. Der gute Mann kann schließlich auch anders reich geworden sein ;)
Für die Perlenketten ist Torben sicher eine gute Anlaufstation (www.derglasperlenmacher.de), und bezüglich der Fibeln hilft eigentlich nur eins: Fundkataloge. Auf Händler würde ich mich da auf keinen Fall verlassen, die behaupten gern, dass Fibel XY “während der gesamten Wikingerzeit und so ziemlich überall” getragen wurde, was in den meisten Fällen eher Schwachsinn ist. Generell heißen die Fibeln, die in den meisten Regionen getragen wurden, aber Schalenfibeln, Ovalfibeln oder auch Schildkrötfibeln (mehrere Namen für einen Fibeltyp). Auf Gotland sehen die Teile anders aus (wie auf Deinem Bild), und heißen auch anders… äh… Beispiele für beide Fibeltypen findest Du z.B. hier: www.quietpress.com/vikingbrooch.html
Ob die “Dinger” einen besonderen Namen haben, weiß ich nicht, aber die Glasperlen kriegst von diversen Händlern in der Szene (z. B. Torben, der auch unter “Geschichte” hier im Krildenthread aktiv ist), die Fibeln auf den üblichen Märkten.
Bei der Auswahl von Fibeln und Glasperlen empfielt es sich, sich vorher anhand von Ausgrabungskatalogen darüber schlau zu machen, was wann und wo getragen wurde. Oder laß dich von den Händlern beraten, meistens wissen die, in welche Zeit und Region die von ihnen angebotenen Sachen passen.
Bei der Mittelalterwoche in Visby auf Gotland habe ich während einer Modenschau erfahren, dass die Wikingerfrauen über der Brust von rechts nach links befestigt einen Kettenschmuck trugen, dessen Umfang den Erfolg des Ehemannes bei seinen Wikingfahrten anzeigte. Je mehr Ketten, desto erfolgreicher…
Zur besseren Vorstellung, hier ein Link zu einem Bild: