Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Winterkleidung

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Eintrag #1 vom 23. Sep. 2002 20:23 Uhr Uta Höfler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uta Höfler eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Winterkleidung was wurde getragen ??

Hallo zusammen,
eine Frage hat sich aufgetan bei mir;
Was trug Mann bzw Frau im Winter ??
Sicher wurde im Winter viel geschlafen, da es die ruhigste Zeit war, aber wenn man doch mal raus muste, was hat der einfache Bauer, sowie der Adel getragen?
Ich hab etwas im Netz gefunden,aber ob das so zutrifft, kann ich nicht sagen.
Dort stand das die Kreuzritter den Quillt aus dem Osten mitbrachten.
Dabei wurde zwischen zwei Lagen Stoff ein Schafsflies gelegt und mit einem Steppstich verbunden.
Aber eine genauere Angabe war nicht zu finden.
Vieleicht hab ich hier was überlesen, dann bitte das Thema hier löschen.
Mit freundlichen Grüßen Uta

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Eintrag #2 vom 23. Sep. 2002 20:58 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht vorsicht: grobe Spekulation!

Hi,
Belege kenne ich nicht, aber aus Erfahrung würde ich sagen: Dicke Wolle. Hält super warm, ist wasserdicht, wärmt sogar im nassen Zustand noch etwas.
Gruss
Fritz

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Eintrag #3 vom 23. Sep. 2002 21:37 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zwiebeln.

Der Mensch im mittelalterlichen Winter war wie eine Zwiebel.
Ja, er roch nicht gut, aber was ich meijne, er hatte Schichten.
Viele Schichten Kleidung halten warme Luftpolster zurück, was besser wärmt als ein noch so dicker Mantel oder Kittel.
Gruß, Ivain

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Eintrag #5 vom 24. Sep. 2002 15:15 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nicht vergessen

Oben und unten isolieren: Kopfbedeckung tragen und nicht direkt mit den dünnen Schuhsohlen auf der kalten Erde rumlatschen. Einlegesohlen aus Filz sind praktisch, Trippen absolut fantastisch und auch leicht herzustellen.
Alsdenn
Jürgen

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Eintrag #7 vom 28. Sep. 2002 18:57 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzschuhe!

Moin!
Große Holzschuhe mit etwas Stroh drin oder Wollsocken sind auch klasse warm. Nur- Gabs im 13. Jh. schon Wollsocken oder ähnliches für den Normalsterblichen?
gruß, uli

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Eintrag #8 vom 28. Sep. 2002 19:01 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nichtmal Holzschuhe....

Obwohl jeder 2. welche hat kenne ich keinen auch nur entfernt auslegbaren Beleg für Holzschuhe.
Strickwerk im 13. im Mitteldeutschen Raum bezweifle ich ebenfalls.
Fußwickel wäre meine Lösung.
Gruß, Ivain

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Eintrag #9 vom 29. Sep. 2002 15:58 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Klompen??

Hi,
naja, wenn du diese grauenhaften holländischen Klompen meinst, so kann ich dir getrost sagen dass diese Dinger prima sind, wenn du Napoleonik machst. Ich glaube im 17.Jahrhundert kamen die Dinger auf.
Also fürs Mittelalter nicht wirklich verwendbar. Leider entwickeln sich diese Holzklözte zu einer mindestens so gräßlichen Pest wie die Schnürlederhosen.
Fürs Mittelalter würde ich Trippen empfehlen. Sowas wie Holzsandalen, zum unter-die-Füsse-schnallen.
Gruss
Fritz

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Eintrag #10 vom 30. Sep. 2002 10:24 Uhr Andrea Ohde  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrea Ohde eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzschuhe

hab da was über “Holzschuhe” gefunden www.vcp-recke.de/reche/holz.htm
Gruß Ymmi

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Eintrag #11 vom 30. Sep. 2002 10:44 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ????

ja wie ?
Wißt ihr denn nicht, daß kaputte Holzschuhe IMMER als Brennholz entsorgt worden sind, und es deswegen keine Funde gibt? Ist doch logisch, oder?
Und für ne handgenähte pflanzengegerbte Lederschnürjeans fällt mir bestimmt auch noch ne schöne Ausrede ein.
uuups, ironie aus
Also Belege für Holzschuhe würden mich auch schwer interessieren. Im FMA kenne ich nciht mal Trippen.
Erfahrungswerte: Waden-/Fußwickel und dünne Schuhe aus Ziegenleder mit einfacher Rindsledersohle: 5 Tage Breienfels kein Thema, ich hatte immer ausreichend trockene und warme Füße. Bei minus 20° letzten Winter habe ich beim im Schnee ums Feuer rumstehen dann aufgegeben und moderne Schuhe rausgekramt. Meine Behauptung: die Leute sind nicht faul im Schnee rumgestanden. Arbeit und Bewegung (und die Füße schön einfetten *g*) und abends husch ins Bett, dann geht das schon. Werde aber diesen Winter zusätzlich mit trockenem Gras als Einlage experimentieren.
Daß die Leute den Winter “verschlafen” haben sollen, na ja. Die 5 % der Bevölkerung, die nicht mit Tierhaltung zu tun hatten, die vielleicht. Aber die hatten vermutlich auch den Luxus eines Heizfeuers. Die normalen Menschen hatten im Winter ihre Tiere zu versorgen (Winter = Stall macht viel mehr Arbeit als das Hüten auf einer Weide im Sommer), zu spinnen, zu weben, Holz zu fällen, flüssiges Wasser zu organisieren … Der Winter war die harte, nicht die einfache Zeit.
Nur die Ernte von Feldfrucht und Gras fällt weg, dafür sind dann die Tage kürzer.
Harte Arbeit läßt einen auch im Winter schwitzen und danach geht man entweder in den einen beheizten Raum oder kriecht gleich unter den Laubsack zu den anderen Wärmflaschen. Und Kleidung war bestimmt das kleiner Problem, wichtig ist, daß man nicht hungert. Weil dann das große Frieren erst richtig anfängt. Das Krankwerden und Sterben.
Wieder näher am Thema: wenn ich mich recht entsinne, soll Karl der Große bei entsprechenden Umständen einen schlichten Umhang aus Schafsfell getragen haben. Das hält bestimmt auch das Gröbste ab.
Zitternde Grüße,
Stefan

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Eintrag #12 vom 30. Sep. 2002 10:46 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Interessanter Aspekt, ...

… die Argumentation mit berufsbezeichnenden Familiennamen. Für einen “eindeutigen Beweis” des Vorkommens von Holzschuhen bereits im HMA ist mir das ohne zeitgenössische Abbildungen oder Funde aber etwas zu wenig. Eine Trippe ist im weiteren Sinne auch ein Holzschuh …
Gleichwohl, interessante Argumentation …
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #13 vom 30. Sep. 2002 10:47 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzschuh ist nicht gleich Holzschuh

Hallo!
Ich habe eine Zeichnung aus dem Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung zu Nürnberg vor mir liegen. Es ist das Blatt 106V Kuntz franck, Holzschuhmache, der 213. Bruder von 1489. Nur zeigt die Abbildung nicht die Herstellung von Holzschuhen (Klompen) sondern die Herstellung von Trippen.
Somit hat die frühere Bezeichnung eines Holzschuhmachers eine andere Bedeutung als heute.
Ymmi, der Artikel ist zwar sehr nett, aber der geschichtliche Hintergrung stimmt nicht.
Tschüs
Aisling

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Eintrag #14 vom 30. Sep. 2002 14:37 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Filzinnenschuhe

Keine Ahnung, ob unsere Vorfahren so etwas kannten, aber die Erfahrungswerte einer Bekannten besagen, daß Bundschuhe plus Filzinnenschuhe sehr gut wintertauglich sind.
Und die Kunst des Filzen ist schon als…
Grüße, Angy.

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Eintrag #15 vom 30. Sep. 2002 15:08 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Ymmi

Klasse Link, danke; zwei Gedanken kamen mir dabei gleich auf: Das Rudel (Hallo Uli) sollte unbedingt mal mit einem ihrer Mitglieder reden… und höhere Stände sollten bloß nicht in den bekannten Holzschuhen umheradeln. Ich habe in meinen Schuhen auch noch Leder- und/bzw. oder Filzsohlen. Ein feiner gefütterter Mantel und eine mollige Gugel, warme Beinlinge und irgendwen zum Kuscheln helfen auch erheblich.
Molligwarme Grüße, Achim
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis

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Eintrag #16 vom 30. Sep. 2002 17:18 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzschuh

Hi Joachim
wir werden uns hüten, unseren Holzschuh (genauer: Michael Holzschuh) dazu zu bringen, nun “hauptberuflich” Holzschuhe oder Trippen zu schnitzen, denn dann wäre in seiner ohnehin kanppen “Freizeit” kaum noch Zeit, das zu tun, was er wirklich sehr gut kann: Bier brauen.
Und zum Thema Schuhe gebe ich Stefan recht: mit (eingefetteten) Lederschuhen kann man auch kalten Matsch überstehen, zumal, wenn man ständig auf den Beinen ist - ich merke meine nassen Füße immer erst abends, wenn ich die Schuhe ausziehe…
Bernd Truckses

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Eintrag #17 vom 01. Okt. 2002 20:19 Uhr Polle Widmaier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Polle Widmaier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beleg für Holzschuhe und Stricksocken

Hi alle,
belege für Stricksocken gibt es schon vor Christus.
Das ist so zeimlich das älteste - außer natürlich leder gewickelt - was man so trug.
historische “funde” von holzschuhen gibt es eigentlich nicht, was nicht verwunderlich ist.
waren sie kaputt, gingen sie ins feuer.
aber es gibt bildmaterial.
das älteste bild das ich habe ist aus dem 10. jhd und zeigt deutlich strickstrümpfe mit holzschuhen, die sehr ähnlich denen waren die man heute so kennt.
ansonsten zur wintermode… falls man das wort überhaupt nutzen kann… höfisch wurde viel pelz getragen, alle belege sind eigentlich mit pelz gefüttert, was man sich als normalsterblicher nicht leisten kann.
da war der schon erwähnte zwiebellook angesagt.
man trug alles was man hatte übereinander.
also das muss heute ja nicht mehr sein, zum glück.
wer in tannenberg ist und nähere infos braucht, ich stehe mit stand (gelb-weißes ritterrundzelt) oben auf dem burgvorplatz. habe auch bücher dabei, da ist das gut zu sehen.
liebe grüße
polle
die schneyderey

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Eintrag #18 vom 01. Okt. 2002 20:45 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einspruch

Hallo Polle
Leider ist deine Argumentation zu den fehlenden Holzschuhfunden grundfalsch.
Es wurde der letzte hölzerne Mist wunderbar konserviert in diversen Kloaken usw. gefunden. Wirklich alles. Wenn es Holzschuhe Modell “holländischer Klompen” gegeben hätte, sie wären ausgegeraben worden.
Und: Kannst du uns deine Belege für so frühe Strickwaren bitte mitteilen?
Gruß
Hilmar

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Eintrag #19 vom 01. Okt. 2002 20:46 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ups...

zuende lesen ;-)
Und bitte sag uns noch, wo das Bild zu finden ist, daß Stricksocken in Holzschuhen zeigt.
Am liebsten online.
Hilmar

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Eintrag #20 vom 01. Okt. 2002 20:52 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht wow

Hi Polle!
Bitte faß es nicht als Mißtrauen auf, aber wo finde ich diese Belege ? Ich neige dazu, gerne selber nachzulesen/-schauen. Könntest Du ein paar Tipps geben oder evtl. das besagte Bild mit ein paar Angaben zum Kontext mailen oder so? Bittebitte? Kann nämlich leider nicht nach TB kommen. :-(
Oder mal einen (oder alle) Buchtitel. Auch die ledernen Wickelgeschichten würden mich brennend interessieren! Für diesen Zweck gewebte aus Wolle kenne ich, Schlabow sei Dank.
Fände ich echt klasse.
Stefan

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Eintrag #21 vom 02. Okt. 2002 07:36 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ich will nen Holzschuh - Thread

Kurze Holzschuhnotiz: Ich las neulich, daß sich die Schuster in Potsdam bitterlich beschwerten, als die “importierten” Holländer Ihre Holzschuhe mit nach Potsdam brachten, die dort auch schnell großen Anklang bei den Potsdamern fanden. Hier sprechen wir aber vom 18. Jh. Vorher scheint so was zumindest in Potsdam nicht üblich gewesen zu sein. Mal wieder diese widerlichen regionalen Unterschiede ! ?
Eigentlich sollte der Holzschuh seinen eigenen thread bekommen, denn anscheinend sind wir da wirklich gerade einer neuen Kategorie a la Waffenständer oder Trapperstuhl auf der Spur. Und ich liebe diese threads, wo mit althergebrachten Marktwidrigkeiten aufgeräumt wird :-)
Gruß
Joachim

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Eintrag #22 vom 02. Okt. 2002 09:57 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Verfügbarkeit von Fellen

Moin zusammen,
was die Verfügbarkeit von Fellen angeht, so ist es zumindest in der Mitte des 14. Jhdts. etwas besser bestellt als hier angegeben wird. Imho ein gutes Buch zu diesem Thema ist “Fashion in the age of the Black Prynce” in dem z.B. anhand der “Wardrobe Accounts” Edwards III. zu erkennen ist, daß selbst untere Chargen - sprich Dienerschaft - des Hofes mit Fellen aus Feh (graues Eichhörnchen) ausgestattet wurden. Weiterhin gab es einen florierenden Handel mit Gebrauchtpelz, der aufgeschnitten und neu verarbeitet wurde. Ich denke, daß man das englische, städtische und höfische Leben durchaus auf nordeuropäische Verhältnisse projizieren kann.
Das hieße in der zumindest städtischen Darstellung, daß zwar nicht jeder Knecht, jedoch zumindest etablierte Bürger wie Handwerker durchaus über Pelze verfügt haben können und es kein Vorrecht des Adels gewesen sein muß. Wobei natürlich die Vermögensverhältnisse über Art und Qualität der Pelze einiges auszusagen hatten.
Wie weit diese Erkenntnisse aus dem frühen SMA auch in das HMA der zumindest das 13. Jhdt. übertragen werden können, kann ich leider nicht sgen, da ich in diesem Zusammenhang zuwenig Ahnung habe.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #23 vom 02. Okt. 2002 19:30 Uhr Polle Widmaier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Polle Widmaier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzschuhe

hi,
das bild ist einem buch namens westliche buchmalerei des 8. bis 16. jhd.
dient mir auch als gewandungsvorlage, da wir in unserem atelier meist historische gewandung fabrizieren.
in einem bild des 10. jhd. ist eindeutig ein bauer mit holzschuhen zu sehen.
den text mit den strickstrümpfen vor christus habe ich im internet gefunden, aber wie das so ist, jetzt nicht wiedergefunden. :-)
ich werde ihn auf jeden fall suchen und hier posten.
die holzschuhe auf dem bild sahen auch nicht wirklich aus wie die heutigen holländischen.
eher wie trippen die vorne zu waren.
aber eindeutig holz.
steht auch dabei.
mehr kann ich auch nicht sagen.
bin aber ziemlich sicher, dass holz früh schon verwand wurde.
wahrscheinlich hat sich das wirklich irgendwie von den trippen abgeleitet.
ich frag mal unseren schuhmacher, der weiß das auf jeden fall.
liebe grüße
polle

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Eintrag #24 vom 02. Okt. 2002 20:53 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Ok, schon gut, ich habe einen Holzschuhthread aufgemacht. Ihr findet ihnhttp://www.tempus-vivit.net/taverne/thema/1804
Die weitere Diskussion zum Thema Holzschuhe bitte nur dort.
Gruß
Hilmar
Tempus-vivit-Team

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Eintrag #25 vom 03. Okt. 2002 17:07 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mäntel im Winter

Hallo Leute
Um mal was zum eigentlichen Thema zu fragen:
Ich wollte mir jetzt fürs Winterlager einen Winterfesten Mantel nähen. Ich kenne den Halbkreis und Rechteckmantel. beim Kreismantel hatt man , wenn man das ding aus einem Stück schneided sehr viel verschnitt, und Stoff ist teuer. Gibt es ein bekanntes Schnittmuster wo man weniger Stoff verbraucht wenn man z.B. den Mantel aus mehreren Keilen zusammen näht???
Danke im Vorraus
Thomas
www.volkelin.de

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Eintrag #26 vom 04. Okt. 2002 13:48 Uhr Mike Wendl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mike Wendl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mantelschnitt

Moin Thomas!
Schau mal da: www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/birgitta[…]
fröhliches puzzeln!
-mike-
AKA Lui der Bauer

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Eintrag #27 vom 04. Okt. 2002 14:25 Uhr Olaf Overlander  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Overlander eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Radmantel aus mehreren Teilen

Moin Thomas,
du kannst puzzeln, aus mehrern teilen oder aus einem teil schneiden.
ein schnittmuster findest du hier: www.geschichtsstun.de/AG-Hochmittelalter/[…]/mante[…]
für einen 3/4-mantel könntest du also sechs 8tel-teile aus einem laufenden stück schneiden in der art: /1 2/ /3 4/ /5 6/ und zusammennähen. da ist der verschnitt gering - nahtzugaben nicht vergessen. beim mantel um ca. 3 cm für naht oder saum je nach stoffqualität.
ich habe einen mantel aus einem halbkreis mit zwei 8tel-teilen vorne links und rechts genäht. das geht gut (auf die abnäher im schulterbereich achten und damit auf die mitte!) und aus dem verschnitt kannst du entweder eine passende gugel oder angenähte kapuze schneiden. zeichne dir vorher ein schnittmuster in klein für den überblick und räum das zimmer aus, um den stoff zuzuschneiden (eine schneiderin, mit der ich darüber sprach, sagt einfach nur: “dafür brauchst du eine grosse küche.”). für einen echten halbkreis mein tipp dazu: stoff komplett auslegen, am stoffrand die mitte des kreises finden, nagel mit zwirn in entsprechendem radius in den boden schlagen und dann mit schneiderkreide in der hand den halbkreis ziehen. bei stoffbreite 159 brauchst du allein platz zum auslegen von 160 x 320 für den halbkreis.
viel spass beim nähen!
breiz da viken! Oabab

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Eintrag #28 vom 04. Okt. 2002 23:13 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schnittmuster Mantel

Hallo Leute
Das heist also es gibt keine feste Regel wie ich zu einem Halbkreis komme. Ich kann sowohl aus dem vollen schneiden(Verschnitt für ne Gugel) oder ich kann stückeln wie ich will. Keile, Bahnen halt flickenteppich. Nun gut dann kann ich jetzt ja mal anfangen zu nähen. Oh ich hasse lange Nähte!
Grüße
Thomas
www.volkelin.de

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Eintrag #29 vom 05. Okt. 2002 10:45 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aus dem vollen schneiden

Moin Thomas,
besser ist, Du baust - wie bei der AG HMA beschrieben - das Ding aus Keilen zusammen, da bei einer damalig üblichen Webbreite von 70 - 90 cm kein Mantel auf die “einfache” Ar möglich war. Auch können Mäntel aus Keilen an den Schultern angepaßt werden.
Wenn Andreas bei Peter wegen der Keramik vorbeikommen sollte, kann ich ihm einen Artikel der SCA kopieren und mitgeben, der sich mit Mantel-Geometrie auseinandersetzt - erinnere mich nur daran.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #30 vom 06. Okt. 2002 14:44 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schnittmuster

Hallo Thorsten
Danke für die Informationen, was würde mir schon sehr weterhelfen!!!
Grüße
Thomas*dersichschondarauffreudendlichseinekeramikzubekommen*G*
www.volkelin.de

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Eintrag #31 vom 06. Okt. 2002 15:35 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Dicke Stoffe

Hallo,
ich hab mal ne Frage: Wie bekam man dicke Wollstoffe hin? Meine Frage zielt insbesondere auf eine Webtechnik, wie ich sie bei Militärdecken gesehen habe. Dort scheinen zwei Lagen Stoff aufeinandergewoben zu sein. Aussen hellbeige, innen dunkelbeige. Wenn man den Stoff ausfanst, sieht man dass dort teilweise Fäden der einen Lage in die andere Lage eingewoben sind.
Erfahrungsgemäss hält so ein Zeug tierisch warm, aber das nützt ja nix, wenn diese Webtechnik noch nicht erfunden war (ich sprech hierbei vom 13.Jahrhundert, Mitteldeutschland)
Gruss
Fritz

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Eintrag #32 vom 27. Okt. 2002 12:39 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht hallö???

Tag, ihr Textilexperten. So schwierig war die Frage doch nicht…
Gruss
Fritz

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Eintrag #33 vom 28. Okt. 2002 19:34 Uhr Stefan Siehoff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Siehoff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nadelfilz

Tach, Fritz!
Wenn ich mich richtig an meine Ausbildung erinnere (ist ‘ne Weile her), dann gibt es vor allem die Möglichkeit, zwei Stoffbahnen durch wiederholtes Durchstechen mit rauhen Nadeln (Tausenden!) zusammenzuFILZEN, wenn die Stoffe ähnliche Qualitäten haben wie Wolle (Faserrichtung nicht rein in der Ebene, keine glatten Fasern und so weiter). Das passiert beispielsweise bei Papiermaschinenpressfilzen, und bei näherer Betrachtung ist der Aufbau einer meiner (Militär)-Wolldecken recht ähnlich.
Ein direktes Verweben zweier Stoffbahnen führt - na ja, zu einer Stoffbahn, da sich die Kettfäden ja schließlich recht regelmäßig kreuzen müssen. Andere technische Möglichkeiten sind mir nicht geläufig.
Das war doch schon mal was…
Stefan

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Eintrag #34 vom 31. Okt. 2002 14:26 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Auf Ötzis Spuren.....

Hallo,
letzten Sonntag war ich in der Austellung “ßber die Alpen” in Konstanz. Dort waren u.a. drei Arten von Fußbekleidungen gezeigt, wie sie in der Keltenzeit bei der ßberquerung der Alpen (durch die ollen Etrusker) getragen wurden.
Zum einen Strohschuhe, Bundschuhe mit Moosfüllung, und dann Strohschuhe in Kombination mit Fellüberschuhen. Sicher die effektivste Variante.
Grüße, Angy.

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Eintrag #35 vom 02. Nov. 2002 15:44 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht und er ist doch gewebt

Hi Stefan,
Ich hab nochmal versucht so ne Militärdecke aufzudröseln. Fazit: die beiden “Stoffbahnen” sind nicht aneinandergefilzt sondern die Kettfäden beider Schichten gehen ständig in die andere Schicht über. Die beiden Schichten sind während des Webprozesses ineinandergewebt worden.
Weiss denn keiner was darüber? Wo sind denn die ganzen Textilkundler??
Wo ist ein Andreas Sturm wenn man ihn braucht!
Gruss
Fritz

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Eintrag #36 vom 04. Nov. 2002 09:25 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Selbsthilfe!

Hallo Fritz,
eine vorgefertigte Lösung kann und werde ich Dir nicht geben.
Aber vielleicht hilft Dir folgendes weiter:
ßber die Fernleihe sind Fachbücher zur Webtechnik zu bekommen. (Einige Titel kann ich hier auch gerne nachtragen) Wenn Du Dich einließt, sollte sich die Webart Deiner Decke bestimmen lassen. Militärdecken gibt es in den unterschiedlichen Ausführungen, nicht alle sind aus reiner Wolle.
Läst sich die Farbe Deiner Decke so färben?
Ist die Oberfläche angerauht (siehe Karden-Thread) oder ist der Stoff gewalkt?
Wenn Du das alles herausgefunden hast, ist das weitere einfach.
ßber Webarten etc. dürfte sich hier einiges finden, oder anderweitig im Netz.
Für das 13. Jahrh. gibt es einige Funde von Stofffragmenten (für verschiedene Gegenden). (z.B. für den Großraum Berlin). ßber lokale Befunde z. B. aus der Stadtarchäologie gibt es oft Publikationen über die zuständigen Landesämter. Hier geben lokale Museum (meistens) Auskunft. Je nach dem für welche Gegend du genau suchst, kann ich die Angaben über die Publikationsreihen geben. (Beispiele: Bonner Jahrbücher, Achä. Korrespondensblatt). Dann hilft nur wühlen!
Aber dafür hast Du dann Info´s aus erster Hand.
Vielleicht ist es effektiv einige Zwischenstände in der Recherche hier zu diskutieren, es könnte ja sein, dass sich noch jemand mit den gleichen Problem quält und schon etwas gefunden hat.
Vielleicht der ein Weg sich selbst zu helfen und nicht “nach dem starken Mann zu schreien”?????
Sylvia
PS. So hat man was eigenes! (Zitat: Das Jodel-Diplom, Loriot)

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Eintrag #37 vom 04. Nov. 2002 12:52 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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… bin ich, lieber Fritz, einmal quer rüber von dir aus. Das Leben im Allgemeinen und Rete Amicorum im Besonderen lassen einem nicht immer die Zeit, alle Threads im TV zu studieren. Im Bedarfsfall helfen Emails bei der schnellen Beantwortung von Fragen.
So wie du den Stoff beschreibst, scheint es sich um ein Doppelgewebe mit An- oder Abbindung zu handeln. Diese Gewebe bestehen aus vier Fadensystemen im Gegensatz zu den zwei Fadensystemen (Kette und Schuß) gewöhnlicher Gewebe.
Im Grunde handelt es sich um zwei übereinander liegende Gewebe, die durch verschiedene Bindungstechniken fest miteinander verbunden werden. Von Abbindung spricht man, wenn die Oberkette den Unterschuß bindet. Eine Anbindung liegt vor, wenn der die Unterkette an den Oberschuß bindet.
Nun ist mir so ein Doppelgewebe aus Wolle in den Funden, die ich gesehen habe, bisher nicht untergekommen. Das will zwar noch nicht viel heißen, denn wer kennt schon wirklich -alle- Funde, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde ich dir von der Benutzung abraten. Natürlich kann sich das ändern, wenn ich morgen das nächste Buch aufschlage…
Läßt man den Gesichtspunkt “A” jedoch außen vor, würde ich dich zu einer warmen Decke beglückwünschen. :o)
Gruß,
Andreas
Rete Amicorum - Geschichte greifbar gemacht www.rete-amicorum.de

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Eintrag #38 vom 05. Nov. 2002 17:58 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht wunderbar...

Hi Andreas,
Danke für deinen Eintrag, hilft mir schon etwas weiter. Ich werde mich dementsprechend weitererkundigen. Die Teile haben Baumwollkettfäden, dementsprechend eher nicht fürs 13. verwendbar. Aber mir ging es ja lediglich um die Webart.
Sicherlich sind wir in der gleichen Stadt, allerdings hindert mich mein Studium und die Arbeit an Milites Aquis Granae daran mal eben zu dir rüber :o)
Ausserdem habe ich deinen Namen lediglich als Aufhänger für sämtliche Textilkundigen die hin und wieder im TV reinschnuppern misbraucht. Ich hoff mal du nimmst mir dies nicht allzu übel ;o)
Tag Sylvia,
ich werde das Gefühl nicht los das du mich anpampst weil ich eine Frage gestellt habe…
Falls dir das noch nicht aufgefallen ist, dies hier ist ein Forum. Und in einem Forum stellt man Fragen und diskutiert über Ergebnisse. Manchmal erhält man auch brauchbare Antworten. Manchmal…
Mir zu erklären wie ich an generell Bücher komme die dieses Problem behandeln könnten (ohne die Titel zu nennen)und den Tollen Tipp geben ich könne mich ja mal an Museen wenden ist keine Antwort auf meine Frage. Eher eine Massregelung.
Vielleicht habe ich ja schon mit Museen gequatscht. Weisst du das? Nein? Also warum schlägst du mir sowas vor? Wenn du meine Frage nicht beantworten kannst und mir lieber wie einem blöden Bengel Ratschläge gibst, frei nach dem Motto:“ Schau dich erstmal selber um bevor du uns Wissensgötter mit deiner nervigen, unwürdigen Frage nervst und deren Wissen klauen willst…”, dann kannst du dir das getrost sparen. Sowas braucht niemand.
Wenn du es bevorzugst auf deinem Wissen hocken zu bleiben ist das dein Bier, aber es hilft niemandem und das Rad muss ständig neu erfunden werden. Klasse.
Andreas´ Tipp war hilfreich und hat mich weitergebracht. Deine Tipps waren gelinde gesagt für´n A****. Vielen Dank nochmal.
Sorry an alle, aber Sprüche wie :“´nach dem Starken Mann zu schreien´??????” muss ich mir echt nicht gefallen lassen!
Alles weitere bitte per mail.
Gruss
Fritz

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Eintrag #39 vom 06. Nov. 2002 08:07 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vermittlungsversuch

Hi Fritz,
um hier kurz vermittelnd einzuwirken. Ich kenne Sylvias Arbeitsprinzipien recht gut und kann Dir versichern, daß sie Dich nicht blöd anmachen wollte. Sie tut sich nur schwer damit, hier Patentrezepte rauszuhauen, da diese halt oft nur die halbe Wahrheit beinhalten. Auch berücksichtigt sie stark regionale Unterschiede, was nie verkehrt ist. Deswegen der Verweis auf die Literatur, mit der Du kurzfristig betrachtet natürlich erst mal weniger anfangen kannst als mit der Antwort von Andreas. Dies nur kurz zur Vermittlung, ansonsten habe ich hier keine Aktien drin.
Gruß
Joachim

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Eintrag #40 vom 06. Nov. 2002 21:42 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag zu 36

Grüß dich Fritz,
hier ein kleier Nachtrag. Ich schreibe hier meißt in kleinen (Atem)-Pausen im Büro und habe dort keine Zugriff auf meine Bücher. Also hier noch mal die Lit-Hinweise:
(Ohne Gewähr für Qualität und Vollständigkeit, leider!)
Weben auf dem Handwebrahmen, Sabine Weber
ISBN 3-440-05118-8
Von der Faser zum Stoff, Adebahr
Fertigungstechniken Weberei, Hollenstein
Wolle vom Schaf, Nowak Forkel
ISBN 3-8001-6401-9
Mit Fadel und Faden,Stradel, Brommer
Handbuch der Naturfarbstoff, H. Schweppe
ISBN 3-933203-46-5
Anicient danisch textiles from bogs and Burrials, Hald
(vergl.Quelle)
Reihen zur Achäologie:
Achäologie im Rheinland
Achäologisches Korrespondenzblatt
Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte
Bonner Jahrbücher
Berichte der Römisch/germanischen Kommission
Soweit der versprochene Literaturnachtrag.
Das 13. Jahrhundert ist sonst nicht mein Ding. Ich hätte wohl besser überlegen sollen bevor ich mich hier reinhänge. Kommt nicht wieder vor - sorry.
Sylvia
Projekt Folgari

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Eintrag #41 vom 08. Nov. 2002 13:21 Uhr Bastian Kreusing   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Und da war dann noch....

…das Buch
Stoffe, 2 Bde., Bd.2, Bindung, Gewebemusterung,Veredlung;
von Alfons Hofer;
1994, Deutscher Fachverlag.
ISBN: 3871503886
Sehr gutes Buch, leider wenig historische Informationen, daher ein Buch für Fortgeschrittene; dann aber ein Muss ;o)))
Gruß
Bartolomeus
PS.: Kannste Dir auch von mir leihen…bis bald

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Eintrag #42 vom 08. Nov. 2002 16:24 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aber...

mich interessieren doch nur die historischen Infos… Und wenn das Buch keine Hat, dann brauch ich das nicht. Bücher über heutige Webtechniken kann ich mir zu Hauf in unserer Mode-Abteilung ausleihen…
Danke trotzdem für die Titel!
Gruss
Fritz

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