warum grau färben, nimmt doch gleich alte Schafe mit “grauen Haaren” “g”
Scherz beiseite, Jens, es bleiben z.B. alle Färbemethoden, die schwarz färben und in dem der Farbeinsatz (hinsichtlich Farbintensität) zurückhaltend eingesetzt werden (z.B. Wallnußschalen)
ich hab grad mal www.traub.de angeklickt. Die verkaufen Drehmaschinen, aber Färbemittel hab ich da nicht gefunden. Könntest Du vielleicht nochmal gucken, ob die Adresse so stimmt? Oder war ich nur zu blöd zum Finden?
zum Eisendioxid folgendes: Wie du schon geschrieben hast ist Eisenoxid ein “Pigment” kein Farbstoff. Mit Eisenoxid erreichst du zwar eine Färbung der Wolle, aber dies ist ehr als Verschmutzung zu betrachten, da kein Farbstoff in die Faser eindringt, sondern nur anhaftet.
In Punkto Eisen (II) sulfat: Dies ist kein Stoff zum Beizen, sondern zum entwickeln. Hier wird die Farbe gändert. Zum Beizen für Wolle nimmt man, wie unten schon erwähnt, Alaun (Kalium-Aluminium-Alaun). Mit Eisen (II) sulfat kann man z.B. bei Goldrute als Färbedroge, von gelb zu einem dunklen Oliv entwickeln. Wenn ihr nach ein paar Rezepten sucht, schaut doch einfach mal bei
www.die-bajuwaren.de rein. Dort sind unsere Versuche zum Färben zu begutachten. Ich denke wir haben da respektable Ergebnisse erzielt. Des weiteren findet ihr dort auch eine kleine Literaturliste.
In bezug auf Eisenoxyd-Pigmente kann ich dir nicht weiterhelfen. aber Eisen-II-sulfat wird als Beize eingesetzt und gibt Farben eine andere “Richtung”.
der Interesse halber würd mich interessieren, ob auch mit Eisendioxid Pigmenten Wolle färben kann bzw. ob man darüber etwas gesichertes weiß. Sind zwar keine Farbstoffe, aber zu einem gewissen Teil auch löslich.
Rot aus Krappwurzel ist am einfachsten. Neben Traub auch günstig bei www.wollknoll.de zu bekommen.
Gibt ein schönes natürliches bräunlich-rot (wird’s braun, was die Temperatur zu hoch - sollte mit Thermometer gefärbt werden!)
Dann gäb’s Cochinelle - teuer, eher ins purpurne gehend.
Ostern steht vor der Tür - also kommt wieder Rotholz (für Ostereier) in die Supermärkte.
Dann gibt’s noch ein paar Möglichkeiten, ins Orange zu gehen (z.B. Kalmala) - schau einfach bei Wollknoll, hier sind die Farben aufgelistet.
Vorab muß grundsätzlich gebeizt werden. Entweder mit Alaun (hier sollte aber ein gewisser %-Satz je nach Färbemittel eingehalten werden), oder mit verdünnter essigsaurer Tonerdelösung (Apotheke).
Wolle lässt sich eigentlich gut färben, muss aber gebeizt werden. Wir haben bisher mit Alaun gebeizt, die Nachweise für diese Methode gehen recht weit zurück. Ausgefaulter Urin ist besser, aber nicht wirklich in der Wohnung einsetzbar.
Als Pflanzenfarbe würde ich Krappwurzel nehmen. Man kann im Kessel färben oder auch modern mit der vorbereiteten Flotte (sollte recht sauer sein) in der Waschmaschine. Keinen Eisenkessel verwenden!!!
Alle Materialen vertreibt die Fa. Traub (www.traub.de).
Die genauen Nachweise für Krapp als Färbepflanze bei den Kelten stehen im Hochdorf III.
Zu besondere Tricks und Feinheiten kann Chris Wenzel Dir beim Weber-Treffen bestimmt einiges mehr sagen. Ich habe zum Färben auch einiges an Anleitungen zu Hause
Fabian kann Dir bestimmt auch weiterhelfen, der hat in Biskupin gefärbt und ein gewaltiges Rot geschafft.
Ich bin auf der Suche nach einem Mittel, dass Wolle haltbar in rot färbt. Ich habe es schon mit einem dieser Färbemittel aus einem Geschäft versucht, aber mehr als ein roter Schimmer kam nicht.
Die behaupten nämlich auf ihrer Anleitung, dass Seide und Wolle schlecht zu färben wäre, wovon ich allerdings nicht überzeugt bin.
Ich habe allerdings nur eine relativ kleine Wohnung, so dass ich keine stinkenden Zutaten brauchen kann.
Ein historisches Mittel wäre zwar schön, muß aber nicht sein.