Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Wollstoff

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Eintrag #1 vom 02. Okt. 2003 16:35 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was ist eigentlich Wollstoff

Klar, wollstoff ist aus Schurwollfäden gewebter Stoff, aber meine Frage ist diesesmal Folgende:
Wie wurde die Wolle im Mittelalter (egal wann) zu Wollstoff verwebt?
Im Handel wird sog. Walkstoff angeboten; sind diese Walkstoffe das Selbe wie die mittelalterlichen Wollstoffe?
Bernd Lappé

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Eintrag #2 vom 02. Okt. 2003 16:37 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähfaden

Und wenn ich schon dabei bin:
Wurde der Wollstoff mit dem gleichen Faden vernäht, mit dem er gewebt wurde?
Danke für Eure Antworten.
Bernd Lappé

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Eintrag #3 vom 15. Okt. 2003 08:36 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

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Pass beim Kauf auf das du keinen “Walkloden” kaufst. Das ist ein Wollstoff der zwar gewalkt und dick ist, aber nicht gewebt, sondern gestrickt ist. Dadurch ist er ziemlich elastisch.
Zieh den gewalkten Stoff den du meinst einfach mal auseinaner. Wenn er sich übermässig dehnt, dann lass die Finger davon.
Ich denke nicht das die Kleidungsstücke mit dem Webfaden genäht wurden, jedenfalls nicht die Wollstoffe, da der Wollfaden nicht verzwirnt ist und so nicht wirklich gut hält.
Bei Leinenkleidung ist es was anderes, da war es durchaus üblich den Faden aus dem Stoff zu nehmen.
Gruß
Fritz

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Eintrag #4 vom 15. Okt. 2003 09:32 Uhr Regina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Regina eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zwirne im Frühmi

Hallo Fritz,
ich weiß nicht wie Du darauf kommst es hätte keinen Zwirn oder Nähfaden aus Wolle gegeben. Der Thorsberger Prachtmantel wurde schon mit gezwirnten Garn gewebt. ( Schlabow, Der Thorsberger Prachtmantel Wachholtzverlag). Er stammt aus dem 3. Jhrhdt. n. Chr.
In dem Buch Ausgrabungen aus Haithabu Bericht 29 von Inga Hägg ebenfalls Wachholtzverlag werden Nähfäden beschrieben. Dort sind durchaus auch Nähfäden aus Wolle beschrieben. Auch von Zwirnen ist oft die Rede. 9./10 Jhdtr. n. Chr
Bindungsarten: Tuchbindung oder auch Leinwandbindung genannt. Sowie Rauten oder Diamantköper, Fischgratköper,Ripsbindung
www.naturstoff.de/shop/index.asp?[…]
Dort gibt es gewebten Lodenstoff
Viele Grüße , Ragna

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Eintrag #5 vom 15. Okt. 2003 10:03 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Nur kurz, da ich wenig Zeit habe. Die Kleidung der Funde aus Hjerlofsnes (14.-Anfang 15. Jhdt.) sind teilweise mit dem Wollfaden aus dem eigenen Material genäht worden. Insgesamt sind dort standardmäßig etwa 1 mm starke Wollfäden verwendet worden.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #6 vom 15. Okt. 2003 21:05 Uhr Magdalena Wohlgemuth  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Magdalena Wohlgemuth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Webfaden

Ich rate dringendst davon ab, bei industriell hergestelltem Wollstoff bzw. bei Wollstoff aus ind. hergst. Webfaden mit diesem Faden nähen zu wollen. Diese sind heutzutage nicht ausreichend gezwirnt. Ich habs versucht, hab geflucht ohne Ende und es relativ schnell aufgegeben. Ich kenne eine, die es durchgezogen hat und jetzt nach und nach alle Nähte nachnähen darf weil der Faden zu schwach ist. Bei irgendwie verfilztem Wollstoff kann man es eh vergessen, den Faden aus dem Stoff rauszukriegen.

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Eintrag #7 vom 19. Dez. 2003 10:34 Uhr Thomas Wiedemeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Wiedemeier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Auswahlkriterien bei Kaufwolle

Hallo
Steht eigentlich schon in irgendeinem Threat etwas zu der Auswahl von Kaufwolle? Webart, Dicke und solche einfach zu erkennenden Dinge.
Hier in der Restetruhe ist derzeit viel sehr schöner Wollstoff stark reduziert.
Zum Teil von 48- auf 8-! Zu schade zum liegenlassen. Und da würde ich gerne zuschlagen wenn die Wolle geeignet ist. Ich wollte mir eh grad ne neue Kotte nähen-.Ach ja, die Farbe. Die Wolle gibt-s leider nicht ungefärbt. Was ist mit
dunklem Weinrot für die Zeit um 1260? Oder Lodengrün? Ich hab nur Literatur zu dem Thema die schon ein paar Jahre alt ist, und die ist leider zum Teil sogar widersprüchlich.
Und wo wir schon mal dabei sind, die gleichen Fragen hab ich auch für die Zeit um 1580. Schnittmuster und Informationen hab ich ja jetzt, kann also losgehen mit der Näherei.
Ja, die zeitliche Zweigleisigkeit ist aufwendig und teuer, es lässt sich für mich als Musiker aber nicht anders machen wenn ich Musik der Renaissance und Musik des Mittelalters komplett trennen will.<sic>
(von den horrenden Preisen der Instrumentenrekonstruktionen und dem ßbungsaufwand mal ganz zu schweigen)
Gruß
Thomas
Thomas Wiedemeier

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Eintrag #9 vom 25. Jun. 2004 19:32 Uhr Ulrike Fladung   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wollstoff der ganz furchtbar fusselt

Hi,
es gehört zwar nicht wirklich hierher, aber ich hab auch keinen anderen Thread gefunden, wo`s hinpasst. Ich hab mir neulich Wollstoff gekauft und beim Verarbeiten festgestellt, dass der Stoff ganz übel fusselt. Ich konnte ihn nur mit Mundschutz verarbeiten und mein Nähzimmer war hinterher von einer dicken Schicht kleiner Fusseln überzogen. Nun habe ich schon probiert, den Stoff einzufrieren (soll ja manchmal helfen), das hat aber nix genutzt. Jetzt hab ich den Stoff ca. 20x in kaltem Wasser gespült, er fusselt nach wie vor.
Hat jemand eine Idee, was ich tun kann?
Gruß Uli

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Eintrag #10 vom 07. Jul. 2004 12:26 Uhr Birgit (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ulrike,
schnapp dir mal einen ordentlich stürmischen aber trockenen Tag und pinn den Stoff so fest wie möglich an einer gut befestigten Wäscheleine fest. Wenns klappt, bläst dir der Wind die Fusseln aus dem Stoff. Nen Versuch ist es wert.
Liebe Grüße
Bridget ehemals Godefroyd’s

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Eintrag #11 vom 09. Dez. 2004 20:23 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

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Hi!
Bei einem Wollköper, welche Seite trägt man da sinnigerweise nach außen und welche verschwindet im Futter? Die diagonale Strukturseite, oder die andere?
Oder ist das frei wählbar?
Grüße Torben

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Eintrag #12 vom 19. Dez. 2004 16:30 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Also die Köperbindungen die ich kenne haben auf beiden Seiten eine Struktur… Allgemein würde ich die Strukturseite aber nach außen machen (wozu die ganze Mühe, wenn mans dann doch nicht sieht?). Funde, die das belegen habe ich aber nicht parat - ist also leider nur Vermutung.
Aber eine ganz andere Frage: Wo kauft ihr euren Wollstoff?
Ich kenne www.naturstoffe.de aber dort wäre der einzige ungefärbte Stoff der Goliath, welcher mit 500 g/lfm eher für Mäntel denn für Tuniken zu gebrauchen ist (oder?). Was ich bräuchte, wäre also etwas genau dazwischen, was ich leider noch nirgends (zu einem günstigen - nicht billigen - preis) gefunden hab…
Ich hätte auch am liebsten naturfarbene Wollstoffe, da ich gerne mit Pflanzen färben wollte.
Vor Ort gibts leider kaum Stoffgeschäfte, aber in den kleinen vorhandenen werd’ ich mich die Tage mal auf die Suche machen.
Gruß
Johannes

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Eintrag #13 vom 20. Dez. 2004 00:17 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

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Was ich mit Strukturseite meinte: Eine Seite bei Köperbindung sieht ja immer diagonal-gestreift aus und die andere wie als wäre es leinwandgebunden.
Aber danke für den Tip!
Also ich schlage zu, wenn ich was Passendes direkt sehe. Meinen rostroten Wollköper habe ich aus einer Stoffrestetruhe hier in der Nähe für 10? den Meter bekommen. Ist natürlich längst ausverkauft… Zu ähnlichen Preisen gibt es aber immer wieder Wollen in brauchbaren Farben. Mittlerweile schlage ich zu, wenn was da ist, nicht wenn ichs brauche
:o) .
Manchmal hat man ja auch Glück und erwischt was in den regulären Kaufhäusern. Leinen z.B. Liegt meistens zwischen 10 und 15 ?/m. Gibts oft gebleicht oder natur.
Und gaanz selten auch mal Leinen mit Baumwollbeimengung..
Grüße Torben

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Eintrag #14 vom 20. Dez. 2004 17:38 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Leinen findet man ja noch recht häufig (und wenns mal knapp wird, geht auch das IKEA Leinen noch ganz gut…). Bei Wolle siehts aber eher schlecht aus. Grad wenn man - wie ich - gerne Pflanzenfärben würde. Ungefärbte Wollstoffe findet man nur selten… schade. Aber vielleicht mach ich mich mal ans selberweben. Ein Webstuhl stände mir schließlich zur Verfügung, wär ja eigentlich sträfliche Verschwendung von Ressourcen, den nicht zu nutzen. :)
Johannes

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Eintrag #15 vom 20. Dez. 2004 17:44 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Öhm, nein ?!

Die eine Seite der Köperbindung ist doch immer quasie das Negativ der anderen.
Wenn also eine Seite Struktur hat, hat die andere ebenfalls eine, die aber anders angeordnet. Aber eine Seite Köperstruktur, die andere regelmäßige Leinwandoptik, das kann nicht funktionieren.
Sollte es trotzdem so aussehen, dann liegt es an etwas anderem, aber erklären könnte ichs mir jetzt nicht.
Gruß, Ivain

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Eintrag #16 vom 20. Dez. 2004 17:49 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag...

Schöner Artikel: www.fashion-base.de/gewebe-grundbindungen.htm
Sollte eigentlich klären, was was ist.
Gruß, Ivain

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Eintrag #17 vom 21. Dez. 2004 13:19 Uhr Torben Hoomann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Meint ich doch

Ich hab ja nicht zwischen den Webungen unterschieden. Ich meine ein- und dasselbe Gewebe. Und die beiden Seiten unterscheiden sich optisch von einander. Fällt auch ins Auge, wenn man mal in eine Jeans hinein schaut. Die Diagonale ist da wesentlich schwächer ausgeprägt. Und bei Wolle als Webmaterial wird (zumindest bei meiner) die Diagonale auf der einen Seite so schwach, daß man sie aufgrund der dichten Webung nicht mehr sieht. Daher sprach ich von “wie als wäre es leinwandgebunden”
Grüße Torben

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Eintrag #18 vom 27. Apr. 2005 13:29 Uhr   Nachricht

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Weis nicht genau wohin, und hier muss ich dann nicht extra eine neues Thema aufmachen. Also:
Sind die üblichen SMA Hosen aus normalen Wollstoff, oder Walk?
Ich meine sowas wie hier: www.medievaldesign.com/camicie_e_braghe/hosebig.jpg
normalerweise dehnt sich Wolle ja schnell und ist dann nicht mehr so toll von der passform, oder? Und woher bekomm ich so einen Wollstoff? DEn den ich immer sehe, der schaut ein wenig nach Schlafanzug aus….

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Eintrag #19 vom 05. Jun. 2005 15:58 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Das _gute_ an wollstoff ist, dass er dehnbar ist. Nur so bekommst du überhaupt die enge passform hin. Versuch sowas mal mit leinen, das wirft falten noch und nöcher. Musst halt recht eng zuschneiden.
wollstoffe gibts in jedem besseren stoffgeschäft oder im internet unter:
www.luitold.de
www.naturstoffe.de
www.naturtuche.de
usw.
Johannes

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Eintrag #20 vom 08. Jun. 2005 17:31 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was mach ich damit?

Hallo,
vielleicht habt ihr ‘ne Idee: ich habe zuhause 3 Meter schwarzen Schurwollstoff, aber bisher schrecke ich vor der Verwendung zurück, denn:
ich bin eine einfache Bürgerin, 1460, im süddeutschen, Stuttgarter Raum. Mein Mann ist der Schustermeister. Ist es vermessen wenn ich davon ein Sonntagskleid mitfarbigem Leinenn abgefüttert nähe? Oder ist das ok? Schonmal danke ;)
Viele liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #21 vom 08. Jun. 2005 18:07 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Einfache Bürgerin + Schustermeisterfrau? Hm.
Also ohne eine Aussage ob der Verwendung von schwarzem Stoff für ein Kleid treffen zu können, würd ich doch meinen, “einfach” trifft es spätestens ab einem Meistertitel nimmer.
Jens

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Eintrag #22 vom 13. Jun. 2005 17:14 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stand und Moden...

Ich denke, bei schwarzem Stoff (in Verbindung mit dem beschriebenen Stand) ist es weniger eine Kosten- als eine Modenfrage. Soweit ich weiß, breitete sich im 15. Jahrhundert, ausgehend vom Burgunderherzog Karl dem Kühnen, die Mode aus, auch als Laie (=Nicht-Geistlicher) schwarze Kleidung zu tragen. Vorher herrschte wohl eher die Ansicht “Je bunter, desto besser”. Mir kommt 1460 zu früh vor, um in diese Mode zu passen, aber ich gebe zu, daß es hier sicher Leute gibt, die da mehr drüber wissen.
Bis denn
Karen Thöle
PS: Hallo Jens! In Anbetracht der Tatsache, daß längst nicht alle Einwohner einer Stadt auch Bürger waren, ist “Einfache Bürgerin + Schustermeisterfrau” vielleicht gar nicht so abwegig *g*

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Eintrag #27 vom 13. Jun. 2005 19:22 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Strickloden (Eintrag 3)

Hallo!
In Eintrag 3 heißt es: “Pass beim Kauf auf das du keinen ”Walkloden“ kaufst. Das ist ein Wollstoff der zwar gewalkt und dick ist, aber nicht gewebt, sondern gestrickt ist.”
Wenn das so ist, was ist denn dann “Strickloden” Kann ich davon ausgehen, dass das ein Schreibfehler war?
Gruß,
Sebastian

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Eintrag #28 vom 13. Jun. 2005 19:25 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Walkloden.

Der Begriff Walkloden sagt nichts über die Webart des Tuches aus, sondern nur, daß das Tuch nach der Herstellung schlicht gewalkt wurde.
Das _kann_ ein Strickloden sein, aber zumeist ist es (da Strickloden nicht so beliebt für die Einsatzgebiete, wo Walken Sinn macht, ist) gewobenes Tuch.
Gruß, Ivain

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Eintrag #29 vom 13. Jun. 2005 19:43 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nochmal eben zum Bürger...

Also ich sehe das ähnlich wie Jens.
Ichg habe mich mal mit Rüstverordnungen ab 1300 beschäftigt.
Da braucht in goßen Städten ein Handwerker, um zur Zunft zugelassen zu werden, eine Ausrüstung am Mann, die der eines Ritters nur wenig nachsteht.
Da der Meistertitel eng mit den Zünften verbunden ist, stellen sich bei mir auch Schwierigkeiten ein, das noch mit “einfach” zu verbinden.
Einfache Bürger wären dann für mich z.B. Zunftlose Handwerker, städtische Tagelöhner und angestellte Arbeiter, bis hin zum Handwerksgesellen.
Der Meister steht da aber deutlich drüber, ist an der städtischen Politik beteiligt und ist auch gehalten ,die Zunft zu repräsentieren.
Meine 5Cent, das Thema ist ziemlich intressant, ich mach grad mal einen neuen Thread ([Taverne, Thread: Soziale Ränge in der städtischen Ständepyramide]) auf und verschiebe / zitiere das wesentliche dorthin.
Gruß, Ivain

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Eintrag #30 vom 13. Jun. 2005 22:39 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sanni,
in der Schedel’schen Weltchronik und ich glaube auch bei Carl Pfaff, Die Welt der Schweizer Bilderchroniken gibt es schon Frauen-ßberkleider in Schwarz. Eher selten, aber es gibt sie.
Allerdings passen beide nicht so ganz nach 1460, sondern sind Ende 15.Jhdt/Anfang 16.Jhdt.
Daneben gibt es auch Bilder flämischer Meister: von Rogier van der Weyden, bzw. aus dessen Werkstatt (Beweinung Christi, ca. 1450; Kreuzigungstryptichon, 1445), oder auch Jan van Eyck, Madonna des Kanzlers Nicolas Rolin, um 1435. Die passen zwar besser vom Zeitrahmen, dafür aber nicht so richtig für die egion.
Hier sind hauptsächlich schwarze Mäntel, aber einmal auch (Kreuzigungstryptichon) schwarze ßberkleider zu sehen.
Wie auch immer, es gibt schon Darstellungen von schwarzen ßberkleidern, aber sie sind wohl eher selten, außerdem sind meine Beispiele eher flämisch/burgundisch.
Hinzu kommt, dass nach meinem Wissen sowohl dunkles schwarz, als auch etwa reines weiß eher teuer in der Herstellung waren.
Von daher sollte Dein “Göttergatte” schon ein halbwegs gut verdienender Schuster sein und außerdem nicht aus dem hinterletzten Kuhdorf hinter den Bergen stammen, sondern eher aus einer Handelsstadt….Aber nur mal so als Info, Hans Sachs (Anfang 16. Jhdt.) war ebenfalls Schuhmacher, er gehörte zwar nicht zum Nürnberger Patriziat, war aber durchaus geachtet.
Es gibt aus dem SpäMi eine Reihe Kleiderordnungen verschiedener Städte, vielleicht kannst Du da was für Stuttgart ausfindig machen?
Grüße,
Wolfgang Ritter

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Eintrag #31 vom 14. Jun. 2005 15:14 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
danke euch allen für die Antworten ;) Ich kann mich nicht erinnern, gesagt zu haben, das ich eine städtische Bürgerin bin ;) Meines Wissens nach (berichtigt mich, wenn ich falsch liege) stand der Schuster so oder so in der Handwerkershierarchie nicht so weit oben und so wie heute gab es damals auch einen bürgerichen Mittelstand, der weniger reich und auch wo “gut betucht” war.
Ich hab den schwarzen Wollstoff aber schon im Keller verbuddelt ;)
Viele liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #35 vom 14. Jun. 2005 18:16 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Ich hab hier ein wenig unnötigen Kram gelöscht.
Sanni, ich erlaub mir, dich aus Eintrag 19 zu zitieren: “ich bin eine einfache Bürgerin, 1460, im süddeutschen, Stuttgarter Raum.”
Hilft das deiner Erinnerung?
Gruß
Hilmar

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Eintrag #36 vom 08. Mai. 2007 07:53 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht gestreifter Wollstoff

Hallo,
hoffe, der Ein trag passt hierhin.
Ich suche für eine späte (1500+), kurze Hose Wollstoff, und zwar gestreiften. Ich habe mit schon überlegt, diesen Stoff aus Streifen zusammenzunähen, nach Ansicht von diversen Abbildungen bin ich eher der Meinung, es handelt sich um gewebten Stoff, oder?
Hat jemand noch etwas rumliegen (Farbe schon fast egal) oder kennt jemand eine Quelle, es müßte nur für ein Bein sein, also hoffentlich bezahlbar.
Danke
Peter Tollomei … Kaufmann aus Töplitz

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Eintrag #37 vom 18. Sep. 2007 20:26 Uhr Petra Katharina Born   Nachricht

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Hallo zusammen!
Die Frage des Wollstoffs ist für mich zur Zeit sehr interessant, da ich meine Klamotte überarbeiten möchte und zu eben diesem Zwecke einige Meter Stoff bestellen möchte.
In einem Eintrag ziemlich zu Beginn des Themas (ßberschrift “Zwirne im FrüMi” von Regina Schiebel) werden einige Begriffe genannt, über die ich immer wieder bei diversen Anbietern stolper.
Tuch- bzw. Leinwandbindung und Ripsbindung.
1. Was genau ist beim Wollstoff die Bindung?
2. Welche Bindung ist davon belegt?
Raute-, Diamant- und Fischgratkörper. Hier die Frage:
1. Was ist ein Körper beim Wollstoff und
2. Belege? Jaja, das leidige Thema…
Warte noch sehnlichst auf bestellte Fachliteratur, die lässt aber auf sich warten… Falls jemand Abhilfe schaffen kann, besten Dank.
Viele Grüße
Petra Katharina

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Eintrag #38 vom 18. Sep. 2007 20:29 Uhr Petra Katharina Born   Nachricht

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Ach ja, die Zeitangabe: 1340/1350-1400; werde weiter eingrenzen, wenn ich mehr Infos habe. Stand: Magd oder einfache Frau.

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Eintrag #39 vom 19. Sep. 2007 00:50 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Eintrag #40 vom 19. Sep. 2007 09:39 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Es heißt “Köper”, nicht “Körper”
Ohne das r findet man dann auch was :-)
Gruss, Claudia

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Eintrag #41 vom 19. Sep. 2007 11:57 Uhr Petra Katharina Born   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ups...

Sorry, habe bei der Forensuche nur die Artikel durchgelesen, bei denen in der Themenüberschrift irgendwie ersichtlich war, dass es von Interesse wäre…
An Tante Wikipedia habe ich gar nicht gedacht…
Jens, du leistest echte Entwicklungshilfe ;) Besten Dank dafür, der Link wandert jetzt in die Favoriten. So lange wie das Buch noch immer nicht da ist, ist der Gold wert.
Viele Grüße
Petra Katharina

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Eintrag #42 vom 20. Aug. 2012 20:58 Uhr Tobias (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Auf der suche

Ich bin auf der suche nach Wollstoff in Kreuzkörperbindung,
weil ich mir demnächst eine Hose des späten 15. Jahrhunderts nähen möchte.
Kann mir bitte jemand sagen wo ich solchen bekomme?

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Eintrag #43 vom 21. Aug. 2012 07:52 Uhr Florian Meißner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Florian Meißner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wollstoff/Kreuzköper

Bei www.naturtuche.de gibt´s Wollstoffe mit Kreuzköperbindung.

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Eintrag #47 vom 21. Aug. 2012 08:08 Uhr Tobias (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke aber...

Den einzigen Stoff den ich bei Naturtuche in Kreuzköperbindung fand.
ist ein sehr heller, was ich aber lieber vermeiden würde.
Da ich dazu neige mich leicht zu bekleckern
und helle Stoffe für mich da nicht gerade optimal sind.
Wenn ich mich jetzt irre und es da doch noch mehr gibt als diesen einen,
bitte ich um Entschuldigung.

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Eintrag #48 vom 21. Aug. 2012 15:04 Uhr Florian Meißner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Florian Meißner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht einfach färben

Sorry, hab das aktuelle Angebot nicht durchgesehen. Hab da vor Monaten mal einen gekauft. Aber meiner Meinung nach könntest man den Stoff ja färben…. Mein Stoff damals war noch heller. Da ist praktisch jede Farbe dann möglich. Wobei der Stoff auch “relativ” hell ist. Wenns eh ne dunkle Farbe sein soll, dann sollte das kein Problem sein.

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