Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Würdenträger des Templerordens

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Eintrag #1 vom 26. Aug. 2002 16:00 Uhr Andreas Brüggemann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Kennzeichnung ?

Da hab’ ich mal ‘ne Frage. Hat jemand von Euch einen Schimmer, ob die Würdenträger des Ordens in irgendeiner Form ihre weltliche Herkunft in Form der Abbildung ihres Wappens (zusätzlich zum Zeichen des Ordens!)kenntlich machten. Haben die Großmeister Ihre persönlichen Wappen getragen, sei es auf dem Schild, der Schabracke, oder in Form einer Art Standarte ? Wenn ja, ab wann ? Gibt es Belege dafür ? Wenn nicht, wie hat sich der Großmeister, bzw. andere Amt- und Würdenträger der Templer im Felde kenntlich gemacht ? Oder haben die das nicht ? Waren die Herren des Tempels über solch’ weltlichen Tand erhaben ? Ich für meinen Teil glaube letzteres, daß Sie es halt nicht taten…aber Glaube ist nicht Wissen ! Habe jetzt schon eine Menge Zeug über die Herrschaften gelesen (Leigh/Baigent, Alain Demurger, Martin Bauer), finde aber darüber nix. Für hilfreiche Unterstützung bin ich dankbar! P.S.: Angehängter Link machte mich besonders stutzig. Vielleicht ist ja auf dieser Seite die Antwort verborgen….da meiner einer aber die Franz. Kenntnisse einer durchschnittlichen Bistrokarte besitzt, wird mir wohl die Lösung dieses Rätsels auf ewig verborgen bleiben :) www.contrepoints.com/jerusalem/accueil.html
Andreas

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Eintrag #2 vom 26. Aug. 2002 21:12 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Satzung

Hallo!
Da der deutsche Orden die Templer-Satzung übernommen hat, kann man wohl davon ausgehen, daß bezüglich der Wappen das gleiche gilt:
Nur auf Grabplatten, Wandbemalung oder Glasfenstern.
Ihr weltliches Leben lassen die Mönchsritter nämlich mit Eintritt völlig hinter sich. Kein Wappen mehr, kein Erbschaftsrecht, kein Titel.
Man ist nur noch Bruder.
Deine anderen Fragen sollte einer beantworten, der auf Templer spezialisiert ist.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #3 vom 26. Aug. 2002 21:35 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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den Du nicht lesen kannst ;-))
Histoire de l’Ordre des Chevaliers du Temple:
perso.wanadoo.fr/jean-christophe.deniset
Un site entièrement dédié aux Templiers.
Da findest Du aber vielleicht mit etwas Glück einen Ansprechpartner (englisch?).
Gehe ich auf die von Dir genannte Seite, finde ich kaum anklickbare Weiterführungen, was den Spass bereits erheblich reduziert. Mit Deiner Vermutung über die Wappen hast Du insofern recht, als das unter “Armorial” die Wappen der Grossmeister des Templerordens aufgeführt sind, wobei nicht erwähnt wird, woher der “andere”, nicht-Templerteil stammt. Ansonsten ist die Page eine Verkaufsseite. Die einzigen weiteren Informationen, die vorliegen, sind Rezensionen über Bücher, die die Templer behandeln. Ist nicht mein “Thema”, habe hiermit lediglich versucht, Dir meine Sprachkenntnisse zur Verfügung zu stellen.
Okay?
Nicole

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Eintrag #4 vom 05. Sep. 2002 08:19 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht bei den Johannitern und auch erst später

Hallo Andreas!
Zumindest für den Großmeister der Johanniter trifft das definitiv zu, später auch mehr und mehr für die unter ihm liegende Hierarchie. Allerdings auch erst für einen Zeitraum, wo es die Templer schon nicht mehr gab. Da verweltlichten auch die Johannis immer mehr. Das Ordenskreuz wurde dabei nach immer ausgefeilteren Regeln mit dem Familienwappen kombiniert.
ßber die Templer direkt kann ich Dir leider nichts schreiben, da ich definitiv keiner bin :-)
Gruß
Joachim

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Eintrag #5 vom 05. Sep. 2002 19:45 Uhr Heiko Unbehaun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Unbehaun eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ritter des 21. Jahrhunderts

kam gestern Abend auf 3SAT. Es war eine Doku zu Templern, Maltesern, Johannitern und Deutschrittern, insbesondere in der heutigen Zeit, aber auch zu deren Geschichte (Ja, ich weis, der Malteser-Orden ist der einzige noch heute vom Vatikan anerkannte Ritterorden). Aber auch heute gibt es einige Vereinigungen die sich die alten Werte und Regeln auf die Fahnen geschrieben haben. Sogar eine Priorität (heißt das wirklich so?)Nato des ich glaube Templer Ordens, in der überwiegend Nato-Obere diverser Länder vertreten sind.
Ihr merkt sicher, dass das nicht mein Fachgebiet ist, aber vielleicht hat ja jemand mitgeschnitten. In der Doku wurden jedenfalls einige interessante Personen und Archive zum Thema genannt. Evtl. ist über den Sender nähere Info möglich.
Tja, soweit zu meinem gut fundierten Halbwissen. Als Zitierer von Quellen zu diesem Thema scheine ich nicht besonders geeignet zu sein. Vielleicht könnt Ihr ja etwas mit der puren Info anfangen.
Herico, Getreuer des Johannes v. Siglingen, Geleit des Adalbert v. Enzenhardt

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Eintrag #6 vom 10. Sep. 2002 08:21 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht kurz zur besagten 3sat Doku

Eine schreckliche, unverantwortliche Sendung im übrigen (siehe thread MA im TV). Ich glaube, es gibt da wirklich bessere Quellen…
Gruß
Joachim

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Eintrag #7 vom 10. Sep. 2002 11:28 Uhr Heiko Unbehaun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Unbehaun eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Joachim

Danke für die Richtigstellung. Habe mir gerade mal die Postings zu dieser Doku durchgelesen. Ich werde mich wohl doch künftig besser nur zu Themen äussern, von denen ich etwas mehr verstehe. Manchmal ist “Klappe halten” wohl einfach besser.
Grüße vom Halbwissenden
Herico, Getreuer des Johannes v. Siglingen, Geleit des Adalbert v. Enzenhardt

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Eintrag #8 vom 21. Jan. 2003 07:57 Uhr Andreas Brüggemann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Darstellung von Templern / Auszug aus den Ordensregeln

Möchte mich auf diesem Wege noch mal bei allen Teilnehmern/innen dieses Beitrages für Ihr Interesse, Ihre Mühe und alle Informationen bedanken. Habe selber meine Recherchen bezüglich den Templern abgeschlossen.
Möchte an dieser Stelle gerne meine Erkenntnisse über das Erscheinungsbild der Tempelritter zusammenfassen. Ich beziehe mich hierbei ausschließlich auf die Ordensregel des Templerordens!
Der Großmeister der Templer und auch kein anderes Mitglied des Ordens wurden durch irgendeine besondere, von den anderen Ordensrittern abweichende Kennzeichnung hervorgehoben. Dieses unterstreicht unter anderem, daß der Großmeister zwar das Oberhaupt der Templer war, aber nicht die absolute Macht hatte und durch ein Kontrollorgan, die sogenannten “Prudes Hommes” beaufsichtigt wurde.
Die Templer hatten eine strenge, kirchlich geprägte Hierarchie, aber in den einzelnen Hierarchiestufen waren die Brüder gleichgestellt, was Ausrüstung und Bekleidung angeht.
Außerdem ließen die Ordensritter mit Aufnahme in den Orden Ihr weltliches Leben hinter sich, es wurde genau darauf geachtet, daß alle Ordensangehörigen Ihre weltlichen Angelegenheiten abschliessend geregelt hatten, VOR der Aufnahme in den Orden.
In der Templerregel von 1128 steht zur Bekleidung unter anderem:
XX. Von Stoff und Art der Kleidung!
Wir gebieten, daß die Gewänder immer von einer Farbe seien, weiß oder schwarz oder sozusagen dunkelbraun. Allen Professrittern gestatten wir aber, im Winter wie im Sommer wenn möglich weiße Gewänder zu tragen, damit sie zu erkennen geben, daß sie, die ihr dunkles Leben hinter sich gelassen haben, durch ihr lauteres und lichtes Leben sich mit ihrem Schöpfer versöhnt haben. Was ist die weiße Farbe anderes als die reine Keuschheit? Die Keuschheit ist die Sicherheit des Geistes, die Gesundheit des Körpers. Denn wenn irgendein Ritter nicht keusch bleiben sollte, wird er nicht zur ewigen Ruhe gelangen und Gott schauen können nach dem Zeugnis des Apostels Paulus: “Strebt nach Frieden mit allen und nach Keuschheit, ohne die keiner Gott schauen wird” (Hebr 12,14).Weil die Kleidung aber vor der Hochschätzung jedweden Dünkels und ßberflusses bewahren soll, bestimmen wir, daß solches von allen gehalten werde, daß der Einzelne sich leicht an- und auskleiden und die Schuhe an- und ausziehen kann. Der Verwalter dieses Amtes möge mit wachsamer Sorge zu vermeiden trachten, zu lange oder zu kurze (erg. Gewänder auszugeben), vielmehr soll er solche den Trägern, ihrer Größe entsprechend, angemessene, seinen Brüdern austeilen. Der, der neue erhält, soll die alten immer gleich zurückgeben, die in der Kammer oder wo immer nach Entscheid des Bruders, der das Amt inne hat, für die Knappen und Diener und manchmal für die Armen zurückzulegen sind.
….und…
XXV. Wer nach Besserem verlangt, soll das Minderwertigere haben!
Wenn ein Ordensbruder durch Schuld oder Antrieb der ßberheblichkeit Schöneres und Besseres zu haben begehrt, soll er wegen solcher Anmaßung ohne Zweifel das Billigste (erg. zu bekommen) verdienen.
…und…
XXVII. Der Drapier (das ist der Ordensbruder, der für die Ausrüstung des Ordens zuständig war)soll auf die Gleichheit der Gewänder achten !
Der Drapier soll mit brüderlicher Einsicht, wie oben gesagt, auf die Länge der Gewänder mit gleichem Maß achten, damit kein Auge von Flüsterern und Verleumdern etwas zu bemerken sich herausnehmen kann, und in allem Vorgesagten vor Gott demütig Rechenschaft ablegen kann.
….und…
XXIV. Nur Schaffelle sollen verwendet werden!
Durch gemeinsamen Beschluß bestimmen wir, daß kein Ordensbruder im Winter andere Felle oder Pelzwerk oder etwas ßhnliches, was zum Wohl des Körpers gehört, auch nicht eine Zudecke haben solle, außer aus dem Fell von Lämmern oder Schafen.
…und…
XXII. Nur Ordensritter sollen weiße Kleidung haben!
Niemandem ist es gestattet, weiße Umhänge zu tragen oder weiße Mäntel zu tragen, als den obengenannten Rittern Christi.
…und…
XXXVI. ßberzüge bei Lanzen und Schilden soll es nicht geben!
ßberzüge über Schilden und Spießen und Zierat an Lanzen sollen nicht verwendet werden, weil das uns allen als nicht vorteilhaft, im Gegenteil als schädlich erscheint.
…und…
XXXV. Von Zäumen und Sporen!
Wir verbieten durchaus, daß jemals Gold oder Silber, die den Reichtum bezeichnen, am Zaumzeug oder am Brustgeschirr oder an den Sporen oder Satteldecken sichtbar werden, auch ist es keinem Ordensbruder erlaubt, das zu kaufen. Wenn solche alten Ausrüstungsstücke allerdings als Geschenk gegeben werden, soll Gold und Silber so gefärbt werden, daß die leuchtende Farbe oder Zierde nicht den Anderen als Hochmut erscheint. Wenn neue geschenkt werden, möge der Meister zusehen, was er damit mache.
…und…
XXX. Von der Zahl der Pferde und Knappen!
Einem jeden von euch Rittern ist es gestattet, drei Pferde zu haben, weil die außerordentliche Armut des Hauses Gottes und des salomonischen Tempels (erg. die Zahl der Pferde) darüber hinaus in der gegenwärtigen Zeit nicht zu vermehren erlaubt, ausgenommen mit der Erlaubnis des Meisters. Aus demselben Grund gestatten wir den einzelnen Rittern nur einen einzigen Waffenträger (= Knappen).
…und…
LXVII. Zu welcher Zeit die Brüder leinene Hemden benutzen können.Unter anderem erwägen wir gerade wegen der großen Hitze im Gebiet des Orients aus Mitleid, daß vom Osterfest bis zum Fest Allerheiligen einem jeden ein leinenes Hemd, nicht aus Verpflichtung, sondern alleine aus Gnade, gegeben werde - nämlich nur dem, der es gebrauchen will -, während zur anderen Zeit alle grundsätzlich wollene Hemden haben sollen.
So, daß war jetzt eine Menge Text. Darin ist aber ziemlich genau enthalten wie die Bekleidung/Ausrüstung der Tempelritter auszusehen hat. Ich weise darauf hin, daß in der Regel von 1128 das rote Kreuz auf dem Mantel noch nicht erwähnt ist, weil es zu diesem Zeitpunkt noch nicht getragen wurde! Papst Eugen III. erlaubte das Tragen des roten Kreuzes “auf der linken Schulter” (über dem Herzen!!) im Jahre 1147. Es kam im Laufe der Zeit zu einigen Erweiterungen in Ordensregel, aber keine erlaubte das Tragen persönlicher Wappen, also kann man davon ausgehen, daß zumindest in diesem Orden, keine persönliche Blasonierung gezeigt wurde !!!
ßber das Erscheinungsbild der Templer in der ßffentlichkeit, sagt die folgenden Regel zur Jagd einiges aus. Das waren sicher keine Stimmungskanonen ;)
XLV. Jede Gelegenheit zur Jagd sollen sie meiden!
Da es sich jedem Ordensmann ziemt, bescheiden und gesetzt ohne Lachen einherzugehen, wenige und überlegte Worte zu sagen und kein Geschrei zu machen, legen wir besonders auf und gebieten jedem Ordensbruder, daß er nicht im Wald mit dem Bogen oder der Armbrust zu schießen wage, auch nicht mit jenem, der solches tut, mitgehe, es sei denn aus dem Grund, ihn gegen die ungläubigen Heiden zu schützen. Denn es ist klar, daß ihr besonders beauftragt seid und es eure Pflicht ist, für eure Brüder das Leben einzusetzen und auch die Ungläubigen, die allezeit dem Sohn der Jungfrau feind sind, von der Erde zu vertilgen. Auch dürft ihr euch nicht erlauben, dem Bruder nachzugeben, zu schreien oder zu schwatzen noch euer Pferd aus Gier nach Beute anzustacheln.
Soderla, jetzt is’ mal gut.
Ich hoffe ich konnte hier irgendjemandem mit meinen Ausführungen hilfreich sein.
Gruß
Andreas
P.S.: Um sich einen ßberblick über diese sehr interessante Organisation zu verschaffen empfehle ich die einschlägigen Werke der Autoren Alain Demurger und Leigh/Baigent!

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