Die Zuordnung der Runen zu den 18(!) Strophen am Ende des Havamals ist auf das Armanen-Futhark eines Guido (von) List zurückzuführen. List hat damit sicherlich den Grundstein für die moderne Runenesoterik gelegt, allgemein hat man heute aber selbst in Eso-Kreisen erkannt, dass das die Zusammenhänge, die List in einer elf monatigen Blindheit in Form einer Vision, erkannt haben will, ausgemachter Blödsinn sind. Versucht man die Zuordnung selbst nachzuvollziehen wird man selten denken “Ja, das passt”, im Gegenteil, man merkt recht schnell dass die Ordnung reine Willkür ist. Dazu kommt, dass List in seiner Not alle 18 Strophen zuzuordnen eine neue Runenreihe aus dem 16 stabigen jüngeren Futhark und zwei weiteren Runen schaffen musste, die er allerdings völlig unbescheiden als das einzig wahre[TM] Runensystem deklarierte.
Das Havamal ist übrigens nicht drei-, sondern viergeteilt. Nach Loddfafnirs Lied folgt Odins Runenlied - die moderne Forschung lässt dieses aber nach acht Strophen wieder enden und bezeichnet den vierten Teil schlicht als “Liederverzeichnis”, eben deshalb weil man erkannt hat, dass einfach kein Bezug zum Runenlied besteht.
(Fast) zurück zum Thema: Das es sich bei den Grimms um 13 Nornen handeln soll habe ich zwar auch schonmal gehört, aber nie weiter hinterfragt. Der Schluss auf die Walküren klingt auch wesentlich einleuchtender. Wie kommt man also auf 13 Nornen und warum sollen sie in Dornröschen auftreten?
in der “nordischen” Esoterik ist mit den Runen meist auch eine gewisse Zahlenmystik verbunden. Jeder Rune des futhark ist ein gewisser Zahlenwert zugeordnet.
Eine MßGLICHE Entsprechung für die 13 ist Berkana (Birke?), KANN interpretiert werden als große Mutter die Leben gibt und Leben nimmt, also übergeordnete Fruchtbarkeit.
Eine andere Möglichkeit ist Eihwaz (Bogen?), symbolisiert die Unsterblichkeit der Eibe. Es handelt sich um eine Schutzrune. Manchmal wird sie auch alternativ mit dem Holunder in Verbindung gebracht.
es gibt aber auch noch zahlreiche andere Interpretationen. Wie man sieht, können sie sehr gegensätzlich sein. Es variiert zum Beispiel wegen der Tatsache, das verschiedene futharks verwendet werden (24 oder 16 Runen…).
Soweit ich weiß basieren diese Interpretationen meist auf den Runengedichten, mit denen Odin die einzelnen Runen vorstellt, als er am Baum hängt. Durch die Reihenfolge wird jeder Rune eben der Zahlenwert zugeordnet.
Ich möchte noch betonen, dass es sich hierbei um Interpretationen “moderner” Menschen handelt.
Ich muß zugeben, ich selbst zweifle daran, dass es eine derartige Symbolik gegeben hat.
Zu den 13 Walküren: Lest mal aufmerksam das Grimmsche Märchen von Dornröschen, da tritt dies auch wieder auf (eine alternative Deutung ist auch, das es sich um 13 Nornen handelt).
Das größte Problem bei der ganzen Sache ist, dass fast alle diese Geschichten in christlicher Zeit aufgezeichnet (Die Edda genauso wie Grimms Märchen). Man kann in den wenigsten Fällen eine klare Abgrenzung zwischen ursprünglicher Idee der Geschichte und Interpretation aus christlicher Sicht ziehen.
Man sollte also meiner Meinung nach auch mit den Zahlenangaben, die in der Edda enthalten sind, sehr vorsichtig sein.
Aber letzten Endes ist es auch eine Frage des persönlichen Glaubens, was man damit verbindet.
ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen! Gab es bei den Wikingern schon so etwas wie Zahlenmythologie? Und wenn ja, was bedeutete für die Winkinger die Zahl 13???