Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Zeitmessung /-bestimmung im MA

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Eintrag #1 vom 10. Nov. 2000 07:01 Uhr Thomas Butters   Nachricht

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1° Wie wurde im MA die Zeit gemessen? 2° Seit wann waren Sonnenuhren ALLGEMEIN im Gebrauch (genaue Nordpolausrichtung)? 3° Seit wann waren Sanduhren ALLGEMEIN im Gebrauch (Glasherstellung)? 4° Wer drehte denn alle paar Stunden die Sanduhren um (max. Laufzeit)? 5° Stellte man die Sanduhren nach der Sonnenuhr? 6° Wie gestaltete sich die Zeitbestimmung auf Reisen (Reisesonnenuhr ohne Kompaß)? 7° Wie traf man seinerzeit zeitliche Arrangements? 8° Begann der Arbeitstag wirklich mit dem 1. Hahnenschrei und endetet mit Sonneuntergang (Sommer/Winter)? 9° Wie wußten die Burgwachen, wann Wachwechsel ist? 10° Wie wußte ein Diener, wann er aufstehen mußte, um rechtzeitig zum Dienst zu erscheinen und wann sein Herr gedachte geweckt zu werden?
mfG - Thomas

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Eintrag #2 vom 10. Nov. 2000 07:53 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen, Thomas! Man braucht keinen Kompaß. Ich besitze mehrere Repliken (leider frühestens auf SMA, vermutlich eher später datiert) und auch neuzeitliche Sonnenuhren für unterwegs. Alles was Du brauchst ist direkte Sonneneinstrahlung. Die Sonnenuhr hängt an einer Kordel. Du richtest sie hängend so aus, daß das Licht durch eine kleine Blende auf die Skala fällt. Und schon hast Du die Uhrzeit. Vorsicht, die Sonne hält nicht viel von unserer albernen Sommerzeit! Führt bei uns immer zu netten Diskussionen, ob wir jetzt eine Stunde dazu oder abziehen müssen. Verstellen läßt sich an den Stücken der Monat, bei der neuzeitlichen auch der Breitengrad (oder war es der Längengrad?), so daß sie weltweit einsetzbar ist. Und wenn Du Dich mal mit älteren Leuten auseinandersetzt, die sich zumindest in ihrer Jugend auf dem Lande noch sehr am natürlichen Tagesablauf orientierten, wirst Du feststellen, daß die innere Uhr bei ihnen viel zuverlässiger als bei uns heute ging. Sie wurden einfach rechtzeitig wach, weil sie in ihrem Trott steckten. Meine Oma z.B. brauchte fast immer ein halbes Jahr, um sich von dieser Sommerzeitumstellung zu erholen, es brachte sie immer völlig durcheinander. Ich persönlich habe damit kaum Probleme, wenn man davon absieht, daß ich Uhren sammle und 2x im Jahr deswegen richtig fluche. Joachim

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Eintrag #3 vom 10. Nov. 2000 10:53 Uhr Patrick Seehaber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Seehaber eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo. Ich denke , der Großteil der damaligen Menschen hatte kein Bedürfnis zu exakter Zeitmessung. Das Zeitgefühl unserer schnelllebigen Gesellschaft ( Zeit ist Geld :0) ), das wir heute empfinden ist nicht auf die damaligen Verhältnisse übertragbar. Der Tagesablauf richtete sich hauptsächlich nach der inneren Uhr und dem Sonnenstand… Dem Sonnenstand waren auch die kanonischen Stunden angepasst (nocturnae, laudes matutinae, hora prima, etc.), welche oft durch Geläut angezeigt wurden und so wohl nicht nur den Ordensmitglieder, sondern auch dem umliegenden Landstrich eine Tageseinteilung möglich machte. Trotzdem scheint es ein Reiz gewesen zu sein, die Zeit genau zu erfassen. Die Sonnenuhr ist im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Griechen aus ßgypten übernommen worden und hat sich seitdem in ganz Europa verbreitet. Die älteste “tragbare Sonnenuhr” wurde in Canterbury gefunden und auf 1011 datiert. Wasseruhren, die ebenfalls aus ßgypten (was die NICHT schon hatten, will ich wissen) zu stammen scheinen, waren wohl reine Luxus-, oder Pestigeobjekte und eher in südlichen Gefilden zu finden, da sie im Winter ein kleines Frostproblem hatten :0). In einer Benediktinerabtei in Regensburg wurde um 1000 eine solche “clepsydra argentea” erwähnt. Die Sanduhr taucht in Europa erst im 14. Jahrhundert auf, ihre Herkunft scheint ungeklärt. Für Viertelstunden oder Stunden konstruiert, war sie ein Zeitspannenmessgerät, das eigentlich unabhängig von der Tageszeit eingesetzt wurde - z.B. zur Messung der Dauer der Predigt, der Wache, etc. Da die Sanduhr nur eine begrenzte Zeitdauer anzeigen kann, wurde sie bald zum Symbol des Todes. Zwischen 1277 und 1300 erfindet Giovanni di Dondi eine mechanische Uhr und ein paar Jahre später setzen sich in vielen Städten die Turmuhren durch, die teilweise stündlich eine Glocke schlagen… Vielleicht hilft Dir das weiter. Grüße, Patrick.
www.Hippodromus.de

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Eintrag #4 vom 10. Nov. 2000 11:13 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Als erste Bemerkung - so aus dem Kopf und Gedächtnis - zum Thema (vielleicht finde ich die Zeit, noch etwas ausführlicher zu werden, nachdem ich einige Dinge nachgeschlagen habe): Die MA-Tageszeiten bzw. -stunden hatten keine gleiche Länge, sondern, wie Patrick im Hinblick auf die Gebetszeiten schon angedeutet hat, es gab zwölf Tages- und zwölf Nachtstunden - von Sonnenaufgang bis Untergang und umgekehrt. Somit war die Länge der jeweiligen Stunde nicht exakt gleich, sondern von der Tages- bzw. Nachlänge abhängig: Eine Stunde im Sommer (= 1/12 der Zeit vom Aufang bis zum Untergang der Sonne) war deutlich länger als im Winter. Schon dies zeigt, dass die Vorstellung von Zeit anders war als heute, wo, wie ja auch die diversen Fragen von Thomas andeuten, wir an eine möglichst in unserem (!) Sinne exakte Messung und Bemessung gewöhnt sind. Die kirchlichen Gebetszeiten (von der Nokturn, vor allem aber der Matutin über die Prim, Terz, Sext, Non zur Vesper und Komplet), die ja - wenigstens teilweise - nicht nur in Klöstern, Kathedralen und Konventkirchen, sondern auch in den Pfarrkirchen gehalten wurden, bildeten - ggf. mit den entsprechenden Glockenzeichen dazu - ein “Gerüst”, das für den “normalen” Bürger neben der Beobachtung des Sonnenstands durchaus ausreichend war. Ein permanentes “Umdrehen der Sanduhren” erübrigte sich damit für den Bauern, aber auch den Burgbewohner durchaus! Zumal Sanduhren i.d.R. zur Kurzzeitmessung genutzt wurden: Hier gab es aber für den nicht mit einem solchen Instrument ausgestatteten Menschen eine einfache und, wie auch schriftliche Zeugnisse belegen, gern angewandte Methode der Kurzzeitmessung, nämlich die Rezitation allgemein bekannter Gebete (Vaterunser, Ave Maria, später Rosenkranzgesätze u.a.m.). Soviel erst mal!
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd

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Eintrag #5 vom 10. Nov. 2000 18:41 Uhr Andreas Thiel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Thiel eine Nachricht zu schreiben.

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Als Ergänzung zu Nikolaj´s Ausführungen… die einzigen für die die Bestimmung der Zeit jenseits der zweimal zwölf Stunden Regeleung wichtig war, waren die Mönche. Man versuchte im Mittelalter mit mäßigem Erfolg das Prinzip der Antiken Wasseruhren zu verbessern arbeitet jedoch vermutlich eher mit Kerzen an denen Zeitmarkierungen angebracht waren. Das Prinzip des Uhrwerks war zwar bereits bekannt (ebenfalls aus der Antike) allerdings brachte man diese Uhrwerke nicht dazu über einen annehmbaren Zeitraum gleichmässig zu laufen. Dieses Problem wurde erst gegen Ende des 13. Jhdt. mit der Erfindung eines “Bremsmechanismus” gelöst. Mit Lösung dieses Problems und aufkommen der Turmuhren im Verlauf des 14 Jahdt. erst bekam die “Stunde” eine tatsächliche Bedeutung. Dies ging jedoch nur bis maximal zu einem Viertel einer Stunde. Wichtig war dies z.B. in der Stadt für Ratssitzungen. Man konnte Beginn und Dauer nun festlegen. Vorher dauerten diese Ratssitzungen u.U. so lange, das sie auf Dauer zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Ratsmitglieder (weitgehend Handwerker) wurden die wegen dieser Zeitraubenden Tätigkeit ihrem Handwerk nicht mehr in vollem Umfang nachgehen konnten. Auch in der Gerichtsbarkeit spielte die Zeit eine Rolle. Bei reinen Indizienprozessen konnte die Folter verhängt werden. Dies geschah indem man den Grad der Folter und eine bestimmte Zeitdauer hierfür festlegte um der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Hierfür wurden z.B. Sanduhren verwendet. Es ist angeblich verbürgt, dass hierbei die Folteropfer fragten “wie lange die Uhr noch läuft”. Kleinere Zeiteinheiten waren bis ins 19. Jhdt. irrelevant für den Großteil der Bevölkerung. “Minuten” wurden z.B. erst wichtig mit dem Aufkommen der Eisenbahn… und diese Entwicklung geht recht langsam weiter. Noch vor dreissig Jahren war es z.B. unüblich - selbst bei einer Olymiade die hundertstel Sekunden zu messen. Es spielte einfach noch keine Rolle… Ab dem Ende des 14. Jhdt. tauchten übrigens auch die ersten Zeitarbeitsverordnungen in Hamburg auf. Dies war gleichzeitig die “Erfindung” der “Freizeit”. Vorher wurde in Freizeit und Arbeitszeit ja offiziell gar nicht unterschieden. Ab 1880 wurde die Zeit erst “greifbar” für einen größeren Teil der Bevölkerung. Die Uhr wurde von da an industriell in Massen gefertigt und wurde somit für einen größeren Teil der Bevölkerung erschwinglich. Quelle: “Die Geschichte der Stunde - Uhren und moderne Zeitordnungen”, Prof. Gerhard Dohrn-van Rossum, ISBN 3-423-04673-2 Gruß Andreas

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Eintrag #6 vom 15. Nov. 2000 21:04 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Eine Ergänzug vielleicht noch: Wirklich wichtig wurden genaue mechanische Uhren im Zusammenhang mit der Erfindung des Sextanten zu Navigation auf hoher See. Denn nur mit genauen Uhren konnte man anhand der Position der Gestirne und der Sonne feststellen, auf welchem Längengrad man sich befindet. Eine Minute bedeutet hier zig Seemeilen! Die Entdeckung daß die Erde keine Scheibe ist, und die damit verbundenen großen Seefahrten - oder umgekehrt - gaben der Entwicklung der mechanischen Uhren einen großen Schub. Aber das ist ja alles Science Fiction! ;-)

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Eintrag #7 vom 18. Nov. 2000 11:39 Uhr Neiden, Friedhelm   Nachricht

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Auch wenn es deine Frage nicht diekt betrifft : Es gibt eine interessante Page auf Englisch zu einem ähnlichen Thema : “Telling time without a clock - Scandinavian Daymarks” hea-www.harvard.edu/ETC/Daymarks Inhalt : Zeitmessung ohne Uhr - Skandinavische Tages(zeit)markierungen bei den Wikingern. Eine Page des astrophysikalischen Institutes des Harvard-Smithonian Centers.
Ansonsten kann ich nur sagen : Interessantes Thema. MfG rick

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Eintrag #8 vom 20. Nov. 2000 00:23 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Philipp, nur um mal mit einem Vorurteil über´s Mittelalter aufzuräumen: den Gelehrten im MA war durchaus bewußt, das die Erde eine Kugel ist. Keine der Kosmologien im MA widerlegt das pythagoreische Weltbild. Jedoch gab es zwei (!) relativ unbekannte Arbeiten der Kirchenväter (ich meine aus dem 6. und 7. Jhdt. -bei Badarf kann ich sie exakt nennen), die die Erde als Scheibe darstellen. Und diese waren auch kirchentheoretisch und keine Kosmologien. Die verschiedenenen Prozesse (wie z.B. gegen Galilei) hatten andere gründe, ddie in diesemm Zusammenhang etwas zu weit gehen. In der Renaissance wurden diese oben genannten Arbeiten wiederentdeckt und in der allgemeinen Verachtung des mittelalterlichen wurde dann die Mär der falchen Scheibe geschaffen. Nachzulesen in “Erde und Kosmos im Mittelalter” von Rudolf Simek, C.H.Beck Verlag, ISBN 3 406 35863 2 Bis denn Thorsten

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Eintrag #9 vom 20. Dez. 2000 23:32 Uhr Andreas Friedmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Friedmann eine Nachricht zu schreiben.

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1. Wo kann man solche Uhren heute kaufen? 2. Was ist ne Wasseruhr?
Friedel

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Eintrag #10 vom 08. Feb. 2001 20:39 Uhr Engel- chen   Nachricht

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Grüsst Euch, Ihr Lieben, mal ein Vorschlag zu diesem Thema… Wir Flüchten uns in dei Zeit des Mittelalters doch auch ein wenig, um unserer natürlichen Zeit wieder ein Stück näher zu kommen. Was haltet Ihr von einer Marktglocke, die die wichtigsten Zeiten schlägt- oder sich in korrekter Weise an die , wie schon geschrieben, Gebetszeiten der Mönche und Nonnen hält. Lt. den Buch “Mensch Mönch” Seite 205 nachzulesen.. 04.30 Matutin und Laudes 06.45 Terz und Arbeitsweihe 07.00 Choralamt 11.50 Sext 12.40 Non 18.00 Vesper 19.30 Komplet oder 07.00 Frühchor 09.00 Gottesdienst 12.00 Mittagshore 18.00 Vesper 20.00 Komplet So lief und läuft der Tagesrhythmus ab… MfG Euer Engel- chen

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Eintrag #11 vom 09. Feb. 2001 07:53 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Prinzipiell eine ganz feine Idee. Ich weiß nur nicht, ob sie auf einen normalen Markt hingehört bzw. dort Sinn macht. Aber für das nächste Ordenstreffen wäre das z.B. eine prima Sache. Grüße Joachim

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Eintrag #12 vom 09. Feb. 2001 10:40 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo ! Ich finde die Idee mit der “Marktglocke” gut, gerade auf Märkten. Muß ja nicht ohrenbetäubend laut sein. Aber es schafft bestimmt “A”-thmosphäre, stinkt nicht, macht keinen Mist und es würde sogar den Besuchern auffallen, wenn es bimmelt und vielleicht da und dort engagierte Aktive, die die Glocke zur Kenntnis nehmen. Ein Gruppe Mönche betet, ein Händler, der auf ein gutes Geschäft hofft, wird kurz still, da und dort bekreuzigt sich jemand, die “Sünder” ziehen den Rosenkranz durch die Finger und arbeiten eine Untat weiter ab. Wenn niemand mitspielt, ja dann bimmelt`s halt. Wäre auch eine nette Aufgabe für einen Mönch, regelmäßig das Läutseil zu ziehen. Und ein kleiner provisorischer (Fachwerk = LEGO) Glockenturm mit fünf, sechs Metern Höhe ist für einen Zimmerer kein Problem. Biete hiermit meine Dienste an. Schon das Aufrichten des Turmes ist eine Darstellung für sich. *träum*
Stefan

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Eintrag #13 vom 10. Feb. 2001 01:21 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Das klingt gut. Und ich hab endlich das Problem gelöst, wie ich ohne Uhr pünktlich zur Wachablösung erscheine ;-)
Gruß,Ivain

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Eintrag #14 vom 24. Jul. 2001 16:40 Uhr Leonie Seebeck   Nachricht

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Ich weiss nicht..einerseits wärs klasse endlich mal regelmässig zu wissen wie spät es ist.
Andererseits würds aber auch viel Atmosphäre kaputt machen, da man die Touristen nicht mehr einbeziehen müsste. (Sagt Herr, könnt ihr auch bei diesem Wetter wohl noch die Sonne lesen?)
Trotzdem noch ne schöne “Zeit”, Vivelin

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Eintrag #15 vom 24. Jul. 2001 19:09 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Vivelin,
aus reiner Neugierde: WARUM möchtest Du an Deinem freien Wochenende, bei einer historischen Veranstaltung, die ja auch noch Spaß machen und Stress abbauen soll, denn ständig wissen, wie spät es ist?
Ich persönlich bin jedesmal heilfroh, wenn ich keine Uhr zu tragen brauche und meine einzigen täglichen Eckwerte aus Wecksignal, Essensruf, Trommelschlag zum Antreten und dem Erreichen einer gewissen Bettschwere bestehen. Und dem Glöckchen zum Gebet, natürlich.
Dietrich

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Eintrag #16 vom 25. Jul. 2001 08:47 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Dietrich,
stimme Dir zu. Geht mir ähnlich
Leider sind nicht alle in der glücklichen Lage Veranstaltungen beizuwohnen, bei denen die wichtigen Sachen, wie Essen, Beten, Schlafengehen(Habt Ihr den keinen Zapfenstreich??? BG) angekündigt werden. Auf den Märkten richten sich die Veranstalter leider noch nach der Uhr anstatt Veranstaltungen und Darbietungen ausrufen zu lassen oder wenigstens eine Stundenglocke zu läuten.
Für Lager biete ich meine Hilfe an. Da ich in meinem Studium u.a. auch gelernt habe Sonnenuhren zu berechnen, kann ich nach Absprache Unterstützung beim Bau einer Lagersonnenuhr leisten.
Gruß
Tassilo
You have the right to keep and arm bears!!!

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Eintrag #17 vom 25. Jul. 2001 10:10 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

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Hallo Ihrs,
also ich muß mich schon sehr wundern …. hält die heutige Stresszeit nun schon Einzug ins MA? Ich persönlich fände das übel.
Ich brauche grad an den Wochenenden meinen Tag wirklich nicht mit der Uhr einteilen … ich esse wann ich Hunger hab, stehe auf wann ich wach bin (typischerweise immer gegen 9 Uhr plus/minus) ehal wann ich die Nacht ins Bett gefallen bin, gehe schlafen wenn ich müde bin und ‘arbeite’ wann ich Lust dazu hab. Die ungefähre Tageszeit bestimme ich, wenn es geht, nach dem Sonnenstand und Nachts, so sie denn zu sehen sind, nach den Sternen. Das klappt ganz gut, man braucht nur ein wenig ßbung.
Und was die Marktglocke angeht, an und für sich keine schlechte Idee, nur, sollte einer nachts um 4:30 Uhr anfangen zu bimmeln, hat er von meiner Seite aus mit ßrger zu rechnen …. ich brauche meinen (Schönheits)Schlaf :)
Aber so ab 9 Uhr Tageszeiten zu läuten, oder Auftritte fände ich schön.
in diesem Sine,

Yâro.

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Eintrag #18 vom 07. Nov. 2001 19:46 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Eine heutige ap-Meldung fand ich von allgemeinem Interesse:
DEU BY STERNENUHR
Eine Sternenuhr zur exakten Uhrzeitbestimmung im Mittelalter hat der Waldorfschullehrer Klaus Huenig aus Wuerzburg wieder aufleben lassen und einen Kartonbausatz konstruiert, aufgenommen am 7. November 2001. Die sogenannte Nocturnal oder Nocturlabium wird erstmals 1295 geschichtlich erwaehnt und fand ihre Anwendung bis zur Erfindung derTaschenuhr. Das raffinierte Geraet macht sich zu Nutze, dass das Sternbild “Grosser Wagen” den Polarstern in 23 Stunden und 56 Minuten einmal umkreist, als waere er der Zeiger einer grossen Uhr. Wegen der Differenz von 4 Minuten im Vergleich zu einem ganzen Tag wird die Sternenuhr vor dem Ablesen auf das aktuelle Tagesdatum eingestellt und zeigt mit erstaunlicher Genauigkeit die Uhrzeit an. Um die Zeit zu ermitteln wird dabei die Sternenuhr, die aus mehreren uebereinandergelegten Messcheiben besteht, auf den Polarstern gerichtet und ein Schenkel der Uhr nach dem Sternenbild des Grossen Wagens ausgerichtet. So kann an jeder Stelle der Erde die minutengenaue Zeit ermittelt werden. (AP Photo/Frank Boxler)
© ap - Meldung vom 07.11.2001 13:29 Uhr
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #19 vom 08. Nov. 2001 08:07 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Wer hat so eine Uhr denn und für was benutzt? Denn sie funktioniert doch nur Nachts.
Joachim

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Eintrag #20 vom 09. Nov. 2001 07:41 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen,
zum Nocturlabium: Das ist im MA/Ren eher als wissenschaftliches Instrument den als alltägliches Zeitmessinstrument anzusehen. Ich habe im Studium, als ich mich intensiv mit Zeit beschäftigt habe, u.a. auch ein Nocturlabium berechnet.
In einer Zeit, in der Eier 3 Paternoster lang kochten oder unsere klassische Stundenteilung noch nicht genutzt wurde, fällt ein Nocturnal eher in die heutige Kategorie Atomuhren, die ja auch nicht jeder alltäglich nutzt.
Nichtsdestotrotz ein guter Hinweis!! Danke.
Weiterführendes findet sich bei Rohr, Sonnenuhren oder im Literaturverzeichnis von www.sol-invictus.de oder den Sonnenuhrenverbänden.
Let others tell of storms an showers, I only count the sunny hours.
Tassilo

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Eintrag #21 vom 06. Okt. 2002 15:42 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leut
Ich habe mir bei einer NichtMA Veranstalltung(sowas gibt es auch noch) eine Sonnenuhr in Kreuzform gekauft. Leider habe ich den Erklärungszettel verloren. Ich weis baer noch das diese Uhr von einem Mönch um 11hundert??? erfunden worden sei. Uhr gibts bei www.sol-invictus.de zu kaufen. Mann stellt am senkrechten Kreuzbalken, über eine drehbare Hülse,den Monat ein und kann dann durch den Schattenwurf des Querbalkens die Tageszeit bestimmen!
Jetzt die frage: Wer kann mir sagen ob die Uhr wirklich um die angegebene Zeit erfunden wurde, gibt es da andere belege als dieser Verkaufszettel??
Nähere informationen zu dieser Uhr??
Danke im vorraus!!
Thomas
www.volkelin.de

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Eintrag #22 vom 09. Okt. 2002 19:18 Uhr Mike Wendl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mike Wendl eine Nachricht zu schreiben.

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Tja Thomas, Die Uhr, auch Hirtenuhr wird zwar diesem guten Mann (siehe Biographie unten) zugeschrieben, aber bis dato hab ich noch nix explizit schriftliches gefunden.
Nachdem 994
Gerbert Von Aurillac (der spätere Papst Sylvester II) in Magdeburg eine nach astronomischen Beobachtungen geregelte Sonnenuhr baute (dazu arabische Quellen nutzend), wurden sogenannte Astrolabien, eigentlich
ein astronomisches Instrument von gebildeten (!) benutzt um die Zeit zu messen.
Zur Benutzung schau mal da: mypage.bluewin.ch/horo/dorsum/sys/index_de.html
aus Psautier de saint Louis et de Blanche de Castille, BNF Paris, ms. 1186 res, fol. 1v]
Schriftliche Erwähnung des Astrolabiums als Uhr in
Petrus de Abano (*1250/57, -1315): Werk: Astrolabius = Astrolabium planum in tabulis ascendens
Ein Original aus dem 14. Jhdt kannst Du im Deutschen Museum “bestaunen”.
Fazit:
Verkauf das Teil bei EBAY und lass Dir ein Astrolabium anfertigen (kannst Du auch selber gravieren/sägen, Hilfe findest Du unter anderem in der Arbeitsgruppe Sonnenuhren bei der VdS, Vereinigung der Sternfreunde)
__________
HERMANN von Reichenau (Hermannus Contractus, der Lahme), Chronist, Gelehrter, Dichter und Komponist, * 18.7. 1013 in Saulgau als Sohn des Grafen Wolfrad II. von Altshausen (Württemberg), - 24.9. 1054 im Kloster Reichenau (Bodensee). - H. war von frühester Kindheit an völlig gelähmt (daher Contractus genannt), blieb zeitlebens an den Tragstuhl gefesselt und konnte nur mit Mühe sprechen. Seit 1020 war er Klosterschüler und legte mit 30 Jahren unter Abt Bern (s. d.) die Gelübde ab. H. wurde ein geschätzter Lehrer, ein bedeutender Dichter und Komponist und war einer der größten Gelehrten seiner Zeit. Von seinen Werken ist am besten bekannt sein in lateinischer Sprache geschriebenes “Chronicon”, eine von Christi Geburt bis Mitte 1054 reichende Weltgeschichte in der Form von Annalen, die erste der deutschen Kaiserzeit. H.s “Chronicon” wurde von seinem Schüler Berthold von Reichenau (s. d.) bis 1080 fortgesetzt. H. schrieb ferner ein “Martyrologium”. Er verfügte über hervorragende Kenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik, Astronomie und Mechanik. Auch als Musiktheoretiker wurde H. bekannt durch seinen Traktat “De musica”, ein Lehrbuch zur Unterweisung der Reichenauer Mönche im Choralgesang. Er verfaßte und vertonte Heiligenoffizien u. mehrere Sequenzen. Seine dichterische Begabung zeigt sein Lehrgedicht “De octo vitiis principalibus” (Von den acht Hauptsünden), das sich an einen Nonnenkonvent wendet.
Werke: Chronicon. Ausgg.: Johannes Sichard, in: Chronica eruditissimorum auctorum, Basel 1529; Georg Heinrich Pertz, in: MG SS V, 67-133; Aemilianus Ussermann, in: MPL 143, 55 bis 263; Werner Trillmich u. Rudolf Buchner, in: Qu. des 9. u. 11. Jh.s z. Gesch. der hamburg. Kirche u. des Reiches, 1961, 617-707 (mit Einl., Bibliogr. u. ßbers.); ßbers. v. Karl Nobbe, in: GDV 42, 1892; v. Wilhelm Wattenbach, ebd. 19412; lat.-dt. hrsg. v. Rudolf Buchner, in: Ausgew. Qu. z. dt. Gesch. des MA u. der Neuzeit (Frhr.-vom-Stein-Gedächtnisausg.) XI, 1968.- Martyriologium, hrsg. v. Ernst Dümmler, in: Forsch. z. dt. Gesch. 25, 1885, 195-220. - Mathematisch-astronom. Abhh.: Dr mensura astrolabii, in: Bernhard Pez, Thesaurus anecdotorum, 6 Bde., Augsburg 1721-1729, 1II/2, 94 ff.; in: MPL 143, 381-389; Dr utilitate astrolabii, in: Pez III/2, 107 ff.; in: MPL 143, 389-412; De mense lunari, hrsg. v. G. Meier, Dir sieben freien Künste im MA, in: Jber über die Lehr- u. Erziehungsanstalt Einsiedeln II, 1886/87, Einsiedeln 1887, 34-36; Qualiter multiplicationes fiant in abaco, hrsg. v. Peter Treutlein, in: Bolletino di bibliografia e di storia delle scienze matematiche e fisiche 10, Turin 1877, 643-647; De conflictu rithmimachiae, hrsg. v. E. Wappler, in: Zschr. f. Math. u. Physik 37, Hist. Abt., 1892, 12-14. - Lehrgedicht: Carmen de octo vitiis principalibus, hrsg. v. Ernst Dümmler, in: ZDADL 13, 1867, 385-431, - Musik: De monochordo. - Opuscula musica, veröff. nach einer Wiener Hs. des 12. Jh.s, in: Gerbert II, 124-153; auch in: MPL 143, 413-442; hrsg. v. Wilhelm Brambach, Hermanni Contracti Musica, 1884; nach einer Hs. in der Bibl. der Eastman School, Rochester, hrsg. v. Leonard Ellinwood (mit engl. ßbers.), Rochester 1936 (1952).- Liturg. Dichtungen, hrsg. v. Guido Maria Dreves, in: AH 50, 1907, 308-319. - Unvollst. GA, in: MPL 143, 9-458.
___________
Sorry für das Megaposting, aber hoffentlich alle Klarheiten beseitigt ;-)
-mike-
aka Lui der Bauer

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Eintrag #23 vom 24. Mai. 2004 08:54 Uhr Droemann Wiebke   Nachricht

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Die Stundenglocke unserer Kirche hat diese Jahr 400-Jahr-Feier. Im Zuge der Vorbereitungen sind bei uns Fragen über Sinn und Ziel einer Stundenglocke aufgetaucht:
- Geht es nur um exakte Zeitmessung bzw. -mitteilung?
-Steckt hinter einer Stundenglocke auch ein tieferer Sinn, z.B. ein “memento mori”, d.h. gliedert eien Stundenglocke nicht nur den Tageslauf, sondern erinnert sie auch an Stationen des Lebens?
ßber Auskunft wäre ich sehr dankbar, vielleicht hat jemand auch einen Literaturhinweis?
Danke, pastorix

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Eintrag #24 vom 28. Mai. 2004 12:44 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Matthias Braun, Kirchenglocken: www.ulrich-falke.de/glocken
Und viele andere mehr sowie ungefähr 12993 Seiten im Internet ;-).
Viele Grüße Roman

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Eintrag #25 vom 04. Jul. 2006 00:51 Uhr Daniel Schulz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Schulz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeitmessung /-bestimmung im MA

Hallo,
habe so eine Sonnenuhr, wie sie Thomas beschreibt auch mal gesehen. Allerdings besaß diese keinen Querbalken, sondern bestand quasi nur aus dem länglichen Stab, der ßhnlichkeit mit einer Gewehrpatrone hatte. Nach Aussage der Besitzerin soll es sich dabei um eine Sonnenuhr der Templer(?) handeln.
Weiß da vielleicht jemand genaueres zu?
gruß: der Daniel

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Eintrag #26 vom 12. Dez. 2007 14:13 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Nach der Lektüre dieses Threads und etlicher Seiten im Netz komme ich immer mehr zur Erkenntnis, dass im klösterlichen Umfeld wohl um 1200 hauptsächlich Kerzen im Einsatz waren, um die Gebetszeiten zu ermitteln, sehe ich das richtig?
Wie war das ganze aber auf Reisen, wenn ein Mönch also eine Reise machen musste? Wie hat er sicher gestellt, dass er zur rechten Zeit betet? Eine Glocke wird nicht immer in Hörweite gewesen sein.
Ich möchte parallel auch nochmal die Frage der Wachabösung abseits von der Zivilisation, also z.b. bei Heerlagern, aufgreifen. Wie wurde die Wachablösung organisiert, brannte dort auch eine Stundenkerze? Richtete man sich nach dem Läuten eines Geistlichen, die ja auf vielen Kriegszügen mit dabei waren? Hatte dieser die Verantwortung für eine Stundenkerze?
Oder benutze man, wie in der römischen Armee, eine Wasseruhr?

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Eintrag #27 vom 01. Jan. 2008 17:15 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Kennt jemand Bildquellen für die Beschaffenheit der Stundenkerzen?

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Eintrag #28 vom 11. Jan. 2008 14:48 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeitmessung: Diplomarbeit gefunden

Ich habe hier eine Diplomarbeit gefunden, die Hinweise auf das Kloster Cluny liefert:
www.zeitzentrum.ch/uploadfiles/DE_100061.pdf
Beschrieben wird auch die Methode, dass ein Zeitverantwortlicher (“significator horarum”) die Zeit, die er für das singen bestimmter Psalmen benötigt, sich merken soll um damit die Zeit ansagen zu können.

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Eintrag #29 vom 17. Jan. 2008 12:38 Uhr Dirk Hülsemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dirk Hülsemann eine Nachricht zu schreiben.

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hallo benedikt und alle anderen interessierten
ich empfehle euch das wuppertaler uhrenmuseum von abeler
www.abeler.de/einzigartig_uhrenmuseum.htm

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Eintrag #30 vom 17. Jan. 2008 13:22 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt eine These, die den vermeintlichen Zusammenhang von Schmiedekunst und Mystik beleuchtet:
Schmieden wurde gerne Magie nachgesagt, was vermutlich an verschiedenen Eigenarten liegt: Die Veränderung von Materialeigenschaften ohne größere optische Veränderung (Härten), Arbeit im Dunkeln oder bei Nacht (bessere Bestimmung der Glühfarben möglich, relevant insbesondere beim Härten), sowie das Murmeln von “Zaubersprüchen”. Letzteres rührt daher, dass Schmiede teilweise Abzählreime und ähnliches verwendeten (bzw. verwenden) um Haltezeiten des Materials auf bestimmten Temperaturen abzumessen.
Also auch eine Form der Zeitbestimmung.

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Eintrag #31 vom 29. Jan. 2008 08:58 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der Kreis schließt sich

Somit wären wir wieder, im klösterlichen Umfeld, bei den Gebeten zur Zeitbestimmung, die es ja laut verschiedener Meinungen sicher gab.
Meine bisherigen weiteren Recherchen bezüglich Kerzenuhr sind leider alle im Sande verlaufen. Ich konnte bisher nur recht vaage und oftmals nicht nachprüfbare Behauptungen finden, die von Kerzen mit Markierungen verschiedener Arten (Striche, aber auch verschieden farbiges Wachs) sprechen. Auch finde ich Aussagen zu Kügelchen und Stiften, die in der Kerze stecken und die nach einer bestimmten Zeit herunterfallen um einen bestimmten Zeitabschnitt zu kennzeichnen.
Ich habe mir mal Bienenwachskerzen besorgt und einen möglichen Nachbau aufgrund der Beschreibungen gewagt:
beni.skyforcesystems.de/bilder/[…]/stundenkerze.jp[…]
Die Striche sind auf denkbar einfache Weise angebracht: Ein Draht wurde über einer Kerzenflamme rußig gemacht und dann kurz angedrückt.

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Eintrag #32 vom 29. Jan. 2008 09:06 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Die früheste Erwähnung einer Kerzenuhr findet sich übrigens in der “Angelsächsische Chronik” des König Alfred von England (um ca. 890)

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Eintrag #33 vom 30. Jan. 2008 10:38 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Biographie Alfred

Sorry, da habe ich mich vertan - nicht in der angelsächsischen Chronik wird das beschrieben, sondern in der Biographie über den König, die sein Chronist, Bischof Asser, angefertigt hat.
Dort schreibt er in Teil zwei recht genau über die Kerzen und eine Laterne:
“After long reflection on these things, he at length, by a useful and shrewd invention, commanded his chaplains to supply wax in a sufficient quantity, and he caused it to be weighed in such a manner that when there was so much of it in the scales, as would equal the weight of seventy-two pence, (58) he caused the chaplains to make six candles thereof, each of equal length, so that each candle might have twelve divisions (59) marked longitudinally upon it. By this plan, therefore, those six candles burned for twenty-four hours, a night and day, without fail, before the sacred relics of many of God’s elect, which always accompanied him wherever he went; but sometimes when they would not continue burning a whole day and night, till the same hour that they were lighted the preceding evening, from the violence of the wind, which blew day and night without intermission through the doors and windows of the churches, the fissures of the divisions, the plankings, or the wall, or the thin canvass of the tents, they then unavoidably burned out and finished their course before the appointed time; the king therefore considered by what means he might shut out the wind, and so by a useful and cunning invention, he ordered a lantern to be beautifully constructed of wood and white ox-horn, which, when skilfully planed till it is thin, is no less transparent than a vessel of glass. This lantern, therefore, was wonderfully made of wood. and horn, as we before said, and by night a candle was put into it, which shone as brightly without as within, and was not extinguished by the wind; for the opening of the lantern was also closed up, according to the king’s command, by a door made of horn.
By this contrivance, then, six candles, lighted in succession, lasted four and twenty hours, neither more nor less, and, when these were extinguished, others were lighted.”
(58) Denarii.
(59) Unciae pollicus.
(Quelle: omacl.org/KingAlfred/part2.html)

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