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Eintrag #8 vom 30. Jun. 2003 11:21 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry Hadu,
…ich meinte eigentlich _nicht_ dein ‘Purple Tent’ ;O) Zinnoberrot, Azurit oder Lapislazuli hätte ich als ‘teure’ Farben auch nennen können, aber die fielen mir nicht so prompt ein… (aber das passte ja zufällig mit dem Purpur… ;O) )
Danke für die Erkenntnisse zu den Farben, da sind ein paar Sachen dabei die ich noch nicht wußte, ich werd mir mal das Buch, das du zitierst, zur Brust nehmen müssen….
Ausserdem hilft es zu lesen….
Wir schwätzen gar nicht mal so arg aneinander vorbei:
Dass es Abbildungen bunter Zelte zuhauf gibt stellte ich auch schon fest, nur dass ich glaube dass diese zumeist nicht _bemalt_ sondern mit buntem Stoff _appliziert_ waren, und sofern die Grundfarbe nicht weiß ist, eben auch der Stoff _gefärbt_ ist und _nicht_ komplett bunt gestrichen!
Der Unterschied liegt in der Technik!
Bemalen, oder Stoff färben, sind zwei völlig verschiedene Techniken!
“Die Farben gabs, die Druckmodel, Pinsel, die Technik. Und dutzende von Quellen, die bunte Zelte belegen…”
Richtig Hadu!!! …aber dass deshalb bunte Zelte bemalt sein _müssen_, oder Bemalung die einzige denkbare Lösung ist, ist ein sehr eingleisiger Standpunkt!
Zudem gab es auch gefärbte Stoffe, Nadel und Faden, Scheren, die Nähtechniken etc. und eben besagte Abbildungen, also wird es wohl auch (meiner Meinung nach sogar Hauptsächlich!) bunt applizierte Zelte gegeben haben!
Durch spätere(JAAAAAAA….sie sind nicht aus dem MA!!), erhaltene ‘bunte’ Zelte lässt sich eher eine Färbung des Stoffes, und eine Applikation der Muster nachweisen als eine Bemalung!
Natürlich ist auch das Bemalen eine mögliche Technik, das stelle ich nicht in Abrede, aber ich denke, dass das Bemalen eher für detailreichere, figürliche Darstellungen wie florale Motive, Heiligenabbildungen, Schriftbänder etc., die sich als Applikation nur schwer realisieren liessen, Anwendung fand!
Die adäquate Lösung für reichere Darstellungen dürfte, bezogen auf solche figürlichen Motive, möglicherweise das Besticken mit gefärbtem Garn gewesen sein.
Zudem sind auf vielen zeitgenössischen Abbildungen Details wie bunte ‘Fransen’ an den Traufkanten zu erkennen, die auf die wohl eher, schon vorgefertigt und gefärbt, angenäht wurden als später bemalt. (vor allem in französischen Quellen)
Es gibt z.B. schöne Abbildungen des Zeltes des französischen Königs, wo man ein Blaues Zelt übersät mit der Lilie in Gold erkennen kann. Ich vermute dass dies wohl eher ein blau gefärbter Stoff mit in Goldfäden aufgestickten Motiven war als ein Stoff auf den die Lilien mit Golfarbe gemalt waren…(auch möglich, aber….) Betrachtet man die erhaltenen Stoffe Herrschaftlicher Kleidung, so findet sich doch wohl eher feiner Goldbrokat als bemalter bemalter Stoff. Insofern wäre auch die Verwendung eines entsprechend gewebten Stoffes denkbar, beides ist in dem Fall wahrscheinlicher als bemalter Stoff!
Zurück zu den niederen Ständen….
Das Zelt das in Basel im Historischen Museum steht (erstmalige schriftliche Erwähnung um 1655 in einem Inventar der Zunft zum goldenen Stern, der es gehörte) ist zwar vermutlich nicht mal annähernd aus den MA, obwohl es zur Zeit des Inventars wohl schon älter war, aber in seiner Machart sicher vergleichbar denen die es im MA gab!
Die Blauen Streifen auf den Nähten sind aus einem blau gefärbtem Leinen appliziert, ebenso das Flammenmotiv und das Zunftwappen in Blau und Gelb an der Spitze des Zeltes, wie auch der Stern im Innneren um die Mastspitze herum.
Diverse Türkenzelte in Ankara, Armeemuseum Stockholm, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, etc. sind entweder aus edlen, gemustert gewebten, Stoffen, oder mit applizierten floralen Motiven versehen (OK, die sind weder aus dem MA, noch aus unserem Kulturkreis)
Erhaltene Militärzelte aus friderizianischer Zeit sind ebenfalls mit gefärbten Stoffstücken appliziert. (gut hier findet man auch Stoffdruckmotive, aber eben INNEN)
‘Zelt und Lager im altpreussischen Heer’ Ruth Bleckwenn, Biblio Verlag Osnabrück, 1975
(OK, die sind auch nicht aus der Zeit)
Obwohl alle meine Belege zu erhaltenen Zelten nicht aus dem MA stammen, haben sie doch eine Gemeinsamkeit: Alle sind ‘bunt’ aber diese Farbigkeit resultiert in allen mir bekannten Fällen aus der Applikation gefärbter Stoffstücke, oder aus entsprechend gewebtem Stoff, und _NICHT_ aus einer Bemalung!
Ok, der Rückschluß daraus auf frühere Zeiten ist nicht wirklich zulässig, aber die Kenntnisse zum Bemalen haben sich doch eher verbessert als verloren! Warum sollte man dann plötzlich in der Neuzeit die Bemalung zugunsten der Applikation aufgegeben haben?
Aufgrund der Tatsache dass spätere Zelte eher appliziert waren, schließe ich, dass dies einfach schon seit jeher die gängige Technik war!(was natürlich bemalte Zelte nicht ausschließen soll!)
Zudem muß man wohl auch damlige Fertigungstechniken in Betracht ziehen.
Farben herzustellen war damls wohl etwas schwieriger als heute in den Baumarkt zu gehen und einen Topf Acrylfarbe zu kaufen. Die Rohstoffe wurden vermutlich nicht auf jedem Dorfmarkt angeboten, und waren vermutlich auch nicht ganz billig oder überhaupt überall erhältlich. Zudem sind selbst im SMA, wo Gemälde sicher verbreiterter waren, die Maler immer noch gut bezahlte Spezialisten, die vermutlich die zu ihrem Wohlstand nötigen Farbrezepturen nicht gerne preisgaben. Und um eine brauchbare Farbe herzustellen braucht man eben die nötigen Kenntnisse.
Wohingegen die Kenntnisse zum Färben von Stoffen für Bekleidung schon wesentlich verbreiteteres Allgemeingut gewesen sein dürften.
Das Applizieren kann jede Frau, die damals wohl handwerklich besser bewandert war als heutzutage, zustande bringen, jeder Schneider oder Zeltmacher muß zur Ausübung seines Berufes sowieso nähen können. Warum sollte ein Zeltmacher, einen Maler, also einen Spezialisten für Farben, für teuer Geld anheuern, wenn er mit seinem täglichen Handwerk alleine in der Lage ist ein Zelt günstig bunt zu schmücken? (gefärbten Stoff beim Färber zu erwerben dürfte ungleich billiger gewesen sein!)
Und ein Herrschaftliches Zelt besticken zu lassen dürfte dem finanziellen Rahmen eines Adligen durchaus angemessen gewesen sein, und auch dem Wunsch nach Repräsentation des Kunden eher nachkommen als es bemalen zu lassen.(Auch die Technik des Stickens ist sicher verbreiteter gewesen als die des Malens!)
Es sprechen also insgesamt mehr Aspekte für die Applikationstechnik (incl. Besticken) als für die Bemalung.
(Nochmals: das schließt die Bemalung als denkbare Technik _nicht_ aus, aber lässt diese, in Bezug auf die Verbreitung der verwendeten Techniken, stark in den Hintergrund treten!)
Grüße
Lutz

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Eintrag #7 vom 30. Jun. 2003 10:52 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
…abgesehen davon, ob Du ein Vorbild aus einer Abbildung benutzt, wäre in dieser Grösse wohl malen eher aus technischen Gründen angesagt.
Mach Dir aus festem Karton oder dünnem Sperrholz eine Schablone, mit der Du das Muster vorzeichnen kannst. Dann greife zum Pinsel…
Grundsätzlich muss das Gewebe trocken und frei von jeder Art Appretur oder anderer technischer (>chemischer) Ausrüstung sein.
Was die Farben angeht, so stehen wir noch am Beginn der Suche. Ganz vorsichtig gesagt, könnten….KßNNTEN die Marabu TXT-Siebdruckfarben auf Wasserbasis, warmfixierend mit eben dem u.G. Gummi/Latexanteil dem mittelalterlichen Erscheinungsbild entsprechen. KßNNTEN!
Auf der sicheren Seite bist Du damit immernoch nicht, entsprechende Literatur und Versuche sind in der Mache. Sowas dauert, vor allem die Farbabgleiche.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #6 vom 30. Jun. 2003 09:18 Uhr Wolfgang Biedermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Biedermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Zeltfärber!
Ich steh vor meinem Zelt (ich hab zwei, eins aus Hanf und eins aus Baumwolle)es ist ungefärbt und unimprägniert. Ich mächt mir gern die hübschen gotischen Rahmen (Masswerk) drauf-“machen”. Was tu ich denn genau?
Welche Farbe (ich dachte an blau mit innenliegender Goldlinie - geht das?)
-welche Rezeptur genau?
welche Technik (malen oder drucken…?)
Gibts was, das bei Hanfgeweben (prachtvolle 800Gramm-Qualität-knapp ein Jahr hab ich gewartet, bis es im östlichen Ungarn gewebt war-ich freu mich schon so auf die EU-Erweiterung!!!!)zu beachten ist
Mir stehen blöderweise keine textiltechnischen Bibliotheken zur Verfügung- grad nur das Internet.
Wie fixieren?
hmmm.
Ich bitte um sachdienliche Hinweise.
Seyd bedankt!
Wolfgang (der das Zelt für seine Dame -geburtstaglich gegen Oktober - produziert, die drin wohnen möcht…)
Wolfgang

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Eintrag #5 vom 29. Jun. 2003 22:45 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
och Lutz, wenn Du mein LilapauseZelt meinst, gääähn…lila ist eine simpel mit hiesigen Mitteln zu erzeugende Farbe, an anderer Stelle hab ich das schon belegt für gewisse Nörgler…
Die Viskosität der damaligen Textilfarben kam durch eine Mischung aus Eiklar und Gummi Arabicum…:
Gummi arabicum wird als Harz aus dem Pflanzensaft verschiedener Akazien- (Acacia spp.) und Mimosenarten-Arten gewonnen: Die Baumrinde wird dazu verwundet, wodurch sich an der Luft trockene Tropfen mit einem Durchmesser von 2-7 cm bilden. Pro Baum und Jahr können etwa 0.9 - 2 kg geerntet werden. So erzeugbar in Spanien, Italien und dem arabischen Raum…Fixiert werden kann G.A. durch Wärme, aber da forschen wir noch…
Wir haben die Werke aus der Textilingenieurschule Krefeld als Quelle. Die haben zu diesen Themen eine überwältigende Sammlung, und man kann mit Fug und Recht einiges der üblichen Vorurteile bezüglich der Farben, Verwendungen usw. über Bord werfen.
Schwarz, Gold, Silber…bunt und Vielfarbdruck…massenhaft….
Entsprechende Farben wurden als normale Malfarben (Buchmalerei und Bildstockmalerei) produziert, und entprechend mit Emulgatoren und Weichmachern vorbereitet für den Textildruck. (Renate Jacques).
Und wenn es so reichlich Abbildungen bunter und gemusterter Zelte gibt, so gabs die auch mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit.
Zumal das Färben von ALLEN Stoffarten im HMA KEIN Problem war. Buntes Leinen auch nicht.
Nur im Schnelldurchlauf haben wir während ich das tippe kurz mal Belege für blaues Leinen, rosa, braun, grün, rot…usw…gefunden.
Bildbelege sind Bildbelege und so klar zeitlich und regional zuzuordnen. Bunte Zelte gibts in unzähligen Abbildungen, also komm bitte nicht mit dem Ding, daß es kein Zelt aus dieser Zeit als Fund gibt, also die hunderte verschiedenen Abbildungen “künstlerische Freiheit”…sind und alle Maler damals gesponnen haben.
Wenn in späteren Zeiten andere Moden und Methoden üblich waren, so schliesst das nicht die Verwendung eines alltäglich genutzten Verfahrens im HMA für Zelte aus.
Die Farben gabs, die Druckmodel, Pinsel, die Technik. Und dutzende von Quellen, die bunte Zelte belegen…
Dein Einwand mit dem Stand ist sicherlich berechtigt: Wer konnte und wollte sich ein buntes Zelt leisten…der Bauer? Wozu? Das ist aber ein anderes Thema, gibts auch im grossen Sumpf der Datenmengen hier…
Hach, welch schönes Thema…feinfein…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 29. Jun. 2003 09:57 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Hadu,
Ich stelle nicht in Abrede, dass Stoffdruck oder Bemalung möglich wären, jedoch kenne ich dazu keinen Beleg in Bezug auf Zelte. Dass es Farben gab, die auf Stoff malbar waren, und die auch die entsprechenden Eigenschaften haben ist wohl unbestritten, jedoch wäre es interessant da auch ein Rezept dazu zu haben… denn mit den aus Buch- und Tafelmalerei bekannten Farbrezepturen läßt sich Stoff nur sehr schlecht und mit unbefriedigenden Ergebnissen bemalen.
Historische Beschreibungen wie die Wolfram von Eschenbachs, oder Abbildungen wie die aus der Mac-Bibel von Bunten Zelten gibt es zuhauf, jedoch ist doch die Existenz von bunten Zelten auf Bildern alleine noch kein Beleg für ‘bemalte’ Zelte, natürlich ist dies _eine_ Möglichkeit. Aber alle mir bekannten erhaltenen Zelte (OK, die sind alle später!) sind eben nicht bemalt, sondern meist appliziert. Nur einige Wenige aus Friderizianischer Zeit sind _INNEN_ mit Stoffdruck verziert!
Ansonsten wäre es halt wichtig ein Rezept für eine brauchbare Farbe zu haben, mit der man ein Zelt auch wirklich dauerhaft bemalen kann.
Was bringt einem das rumtheoretisieren ob Zelte bemalt oder appliziert waren, wenn man es mangels Farbe eh nicht bemalen kann? (OK, solange man auf moderne Acrylfarbe verzichtet ;O) )
Gefärbte Stoffe zu applizieren ist da wesentlich einfacher….
Aber egal ob Bemalt oder Appliziert, denkt auch immer daran ob die Farbe überhaupt zu eurer Darstellung passt, manche Farben wie ‘Purpur’ waren damals sauteuer, und in der Masse, die für ein Zelt nötig ist, höchstens für Herzöge oder Könige erschwinglich.
Lutz

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Eintrag #3 vom 27. Jun. 2003 11:39 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
Textildruck und -bemalung sind ein im HMA übliches Verfahren, wie die Menge an Fundstücken beweist. Mit einfachem Modeldruck lassen sich Zelte und Textilien völlig problemlos bedrucken. Die Farben sind dauerhaft, haltbar und auch bedingt Wetterfest.
Selbst Gold- und Silberdrucke sind möglich.
Die genaue Zusammensetzung der Farben sind mir unbekannt, aber die Funde beweisen, daß es das gegeben hat.
Ansonsten erinnere ich an den Parzifal Wolfram von Eschenbachs, der die bunten Zelte schildert. Interessanterweise wird hier auch ein Lederüberdach genannt, das über das Zeltdach übergestülpt wird, um es vor dem Regen zu schützen…
Ansonsten genügt ein Blick auf die bunten und mit Mustern und Blüten bemalten Zelte in der Mac-Bibel…
Ach so…: Renate Jaques: Mittelalterlicher Textildruck am Rhein, Butzon & Becker, Kevelaer 1950
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #2 vom 27. Jun. 2003 10:12 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Nadja,
Ich habe bisher nur Belege für Aplikationen gefunden. Bemalte Zelte mag es gegeben haben, aber das Problem liegt in der Farbe! Mit den historischen Mitteln, die alle auf natürlichen Rohstoffen basieren ist es fast unmöglich eine Farbe herzustellen, die sowohl wasserfest, als auch flexibel genug ist, die Bewegungen der Plane mitzumachen. Alle erhaltenen Zelte (ab dem 16.- 17.Jh) sind mit Applikationen, aufgenähten gefärbten Stoffstücken verziert. Es mag, wie bei Fahnen, möglich sein dass Zelte damals auch schon bemalt wurden, aber meist wurden bei Fahnen nur die komplizierten Motive, wie figürliche Darstellungen, gemalt. Flächige Motive wurden meist appliziert. Die Parallelen zwischen Zelten und Fahnen bzgl.: des Materiales und dessen Verhaltens, und des Zweckes (der Verzierungvon Zelt oder Fahne)sind wohl offensichtlich und erlauben diese Rückschlüsse.
Lutz

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Eintrag #1 vom 27. Jun. 2003 09:53 Uhr Nadja Cüppers   Nachricht

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Hallo Zusammen,
Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen:
Ich bräuchte dringend Tips zur Zeltbemalung.
Wer hat schon selber sein Mittelalter-Zelt bemalt und kann wertvolle Erfahrungen weitergeben ?!?Welche Farbe ist sinnvoll etc. ?!
Vielen Dank!!!
Nadja

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