Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Zelte mittelalterlich imprägnieren

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Eintrag #1 vom 18. Mai. 2001 17:29 Uhr Gunter Herzberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunter Herzberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo erstmal! Wer weiß wie im MA Zelte regendicht gemacht wurden? Unser Zelt wird von Regen zu Regen undichter, was bei einem Alter von über 40 Jahren wohl niemand wirklich wundert. Mit was für Materialien wurden früher die Zelte abgedichtet? Oder waren die Stoffe anderst gewoben? Fragen über Fragen… wer weiß mehr?
Gruß Gunter

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Eintrag #2 vom 18. Mai. 2001 20:16 Uhr Bierde Lenz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bierde Lenz eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Gunter, ich hab mein Zelt rauchimprigniert, das hält sehr gut dicht. War zwar ne saublöde Arbeit, aber egal. Also Bulleröffchen oder ähnliches ins Zelt gestellt, Feuer gemacht und 8 stundne lang feuchte Eichenspäne raufgestreut. Immer drauf geachtet, daß das Feuer nicht ausgeht, gelegentlich mal Luft geschnappt, aber es hat sich gelohnt. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
Lieben Gruß von Bierde Karlsdetter

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Eintrag #3 vom 19. Mai. 2001 00:49 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Bierde! Interessant! Das funktioniert? Was im Rach imprägniert denn da? Und, wird das Zelt nicht rauchgeschwärzt oder stinkt?
Grüße… Uli

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Eintrag #4 vom 19. Mai. 2001 09:47 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Uli! Wenn du z.B. ein weißes Zelt genäht hattest, dann ist nach der Rauchimprägnierung oben dunkelbraun und unten hellbraun…. Aber es wirkt wirklich. Ich hab ein Zelt aus ganz normalem Baumwollstoff (DM 6,00/m) das nur leicht imprägniert ist (es ist noch ´relativ´ weiß) und es dicht. Tschüs Aisling

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Eintrag #5 vom 20. Mai. 2001 13:04 Uhr Gunter Herzberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunter Herzberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo erstmal! Vielen Dank für eure Tipps. Die Variante der Rauchimprägnierung kannte ich schon von Leuten die Tippis abgedichtet haben. Ich frage mich jedoch ob die Zelte von Edelleuten wie Königs, Grafs und Herrn Kaiser auch auf diese weise wetterfest gemacht wurden? Kann es nicht auch Methoden mit Wollfett oder Klauenfett gegeben haben? Bekleidung wurde ja auch nicht mit Rauch gedichtet.
Gruß Gunter

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Eintrag #6 vom 20. Mai. 2001 15:59 Uhr Gawan Dringenberg  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gawan Dringenberg eine Nachricht zu schreiben.

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Diese Rauchmethode kann ich voll und ganz unterschreiben, allerdings würde ich stark harzhaltige Hölzer(Tanne, Kiefer) verwenden, gemischt mit Wiesenkräutern und Gräsern, die den Raucheffekt verstärken! Eine effiziente Sache, die allerdings jährliches Ausräuchern erfordert. Nummer zwei ist ein etwas komplizierteres Verfahren: Bienenwachs! Hierbei verflüssigt man naturreines Bienenwachs und bestreicht das Zeltgewebe! ODER: Man verflüssigt Bienenwachs in einem ausreichend großen Trog und “ dippt” die gesamte Plane mehrfach in diese “Brühe”! Sehr effizient, aber ein wenig kompliziert in der Ausführung…. Vorteil: Das Zelt imprägniert sich selbst( wenn die Schicht Wachs ein wenig fetter ist…) Nummer drei sollte man beim Herstellen eines Neuen Zeltes beherzigen: Leien verwenden, keine Baumwolle( Leinen quillt!!!!), bzw. WOLLE( ja, geht auch! Mit Lanolin, also Wollfett, behandelt, ebenso dicht wie Plastik…….Und tausendmal mehr A!!!)
Grüße, Gawan

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Eintrag #7 vom 21. Mai. 2001 11:58 Uhr Alexander Melis  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Melis eine Nachricht zu schreiben.

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Meines Wissens kann man den imprägnierenden Effekt auch mit essigsaurer Tonerde erreichen. Dann soll es noch eine geheimnissvolle Substanz namens “Wasserglas” geben, die sowohl imprägniererend wie auch brandhemmend !!! wirkt. Stnd in einem Thread, leider weiss ich nicht mehr welcher. Gruß Alexander Melis

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Eintrag #8 vom 21. Mai. 2001 12:51 Uhr Knut Schneider   Nachricht

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Nach einen vergeblichen Versuch, meine Zeltplane zu wachsen, habe ich sie mit ßl imprägniert. Ich habe das Zelt (aus billigem Nesselstoff) aufgebaut, Speiseöl über den First gekippt und das ganze einziehen lassen. Das Ergebnis wurde dicht wie ein modernes Nylon-Zelt, d.h. Wasser perlt ab, und wenn man die Plane auf den Boden legt, hält sich Wasser darin, bis es verdunstet ist, sickert aber nicht durch. Ich habe in Freienfels dieses Jahr zum erstenmal nach anderthalt Jahren an 2 Stellen kleine Undichtigkeiten gehabt, die sich durch nachölen sopfort beseitigen ließen. Nachteile: - Alles, was gegen die Plane kommt, bekommt Fettflecke. - Das ßl wird ranzig und stinkt nach dem Aufbauen, bis es ausgelüftet ist. - Ich weiß nicht, ab wann ßltuch als zeitgerecht angesprochen werden kann. Schönen Gruß
Knut, der wandernde Söldner

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Eintrag #9 vom 22. Mai. 2001 07:37 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Alexander, also diese geheimnisvolle Substanz namens “Wasserglas” wird hin und wieder noch beim Modellbau eingesetzt. Ich hatte sie vor 10 Jahren mal verwendet und kann mich an eine farblose Flüssigkeit erinnern, die an der Luft austrocknet. Früher wurde sie glaube ich mal beim Bau verwendet, glaube zum Versiegeln. Mein Zelt würde ich damit aber nicht bestreichen. Gruß Joachim

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Eintrag #10 vom 22. Mai. 2001 10:01 Uhr Miriam Schwinger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Miriam Schwinger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, von essigsaurer Tonerde würde ich dringend abraten!! Unser Sonnendach (Rohleinen) wurde damit imprägniert und nach der ersten Regennacht hat es leicht bis später stärker durchgetropft!! Ergo nicht so empfehlenswert!! Mfg GuardianAngel

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Eintrag #11 vom 24. Mai. 2001 13:15 Uhr Lothar Mayer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lothar Mayer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, beim Nachsuchen im Netz stolperte ich über folgenden Text: Wasserglas: Natrium- oder Kaliumsalz der Kieselsäure und ihre wässrigen Lösungen, die durch Schmelzen aus Quarzsand und Pottasche oder Quarzsand und Soda unter Druck in Wasser gewonnen werden und sich beim Trocknen durch Verkieselung verhärten. Die durchsichtige, glasklare Lösung kann sowohl als Bindemittel zur Herstellung von Silikatfarben, für Appreturen, zum Verkitten von Glas und Porzellan, als Kleb- und Füllstoff etc. verwendet werden. So gesehen ist an Wasserglas also nichts schlimmes. Im Gegenteil, ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Großmuttern darin sogar frische Hühnereier zur Haltbarmachung in einem Steingut- oder Glastopf eingelegt hat. Dies waren dann die sogenannten “Soleier”. Die Dinger schmeckten hinterher etwas merkwürdig, ließen sich aber auch nach einem halben Jahr ohne Nebenwirkungen verzehren.
Hluthari

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Eintrag #12 vom 25. Mai. 2001 16:22 Uhr Mirko Van Keeken  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mirko Van Keeken eine Nachricht zu schreiben.

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Essigsaure Tonerde: der Liter kostet ca. 13,-DM in der Apotheke und soll in Wasser vedünnt sogar wirken. Wir haben das ausprobiert, aber mit wenig Erfolg. Die Plane lag eine Nacht im Bottich, aber ich überlege, ob unsere Michung nicht zu schwach war. In Freienfels traf ich jemanden, bei dem hat es super funktioniert, er hatte aber auch mit essigsaure Tonerde benutzt. 2 Liter auf eine Badewanne Wasser war wohl nicht genug… probierts aus und sagt bescheid Mirko

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Eintrag #13 vom 25. Mai. 2001 17:55 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hörte von einerm gemisch zwischen “Altöl” und Asche zum Impregnieren. Würde sagen, das man sehr lange lüften muß :)

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Eintrag #14 vom 26. Mai. 2001 22:59 Uhr Bierde Lenz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bierde Lenz eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen ich bleib dabei, Rauch ist das beste. Außerdem sieht das Zelt dann nicht mehr so superneu aus, sondern “A”! *g* Ich kann mir vorstellen, daß man auch hochherrschaftliche Zelte so dicht gemacht hat. Feuerrauch war damals schließlich allgegenwärtig.
Lieben Gruß von Bierde Karlsdetter

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Eintrag #15 vom 28. Mai. 2001 01:08 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! Hab jetzt festgestellt, das Ruß wirklich sehr Wasserabweisend ist (auch beim Händewaschen) und frage mich jetzt warum. Was bringen genau die Wiesenkräuter, außer Dampf, setzt sich der Ruß ins Gewebe oder obendrauf und wie werden die Zelte geräuchert (normal oder außen nach innen)? Wie regelt ihr das mit dem Funkenflug bei harzhaltigen Hölzern? Euer wissbegiereiger Uli
Grüße… Uli

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Eintrag #16 vom 28. Mai. 2001 20:42 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Hm, keine Ahnung, das mit dem Ruß und ßl habe ich von einem Raumausstattermeister erfahren, der das mal in der Raumausstatterschule gelernt hatte, das es in dieser Art eben im Mittelalter gemacht wurde (unteranderem gemacht wurde)

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Eintrag #17 vom 08. Jun. 2001 15:32 Uhr Ulrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Imprägnierer, um ein bischen Verwirrung zu stiften: Im Mittelalter hat man Zelte überhaupt nicht imprägniert. Ich hab das allerdings nicht erfunden sondern ich stütze mich auf meine eigenen Erfahrungen. Durch die richtige Wahl des Leinenmaterials und die Schräge des Daches ist es möglich Zelte zu nähen, die ohne Imrägnierung auskommen. Wer es nicht glaubt kann gerne mal vorbeikommen und selbst schauen. Bei mehr Interesse kontaktiert mich, ich geb Euch gerne die Adresse des Zeltmachers. Gruß

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Eintrag #18 vom 08. Jun. 2001 16:24 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Ups, da muss ich wohl den Meister entäuschen und ihm sagen, das er etwas falsches gelernt hat. Das sollte man dann den Stoffexperten weitergeben, damit die das auch wissen :)

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Eintrag #19 vom 10. Jun. 2001 19:09 Uhr Ulrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich eine Nachricht zu schreiben.

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Ups, da muß ich wohl auch jemand entäuschen. Wer es nicht glaubt kann sich gerne bei meinem Zelt das Ergebniss persönlich anschauen. Ich würde mich sogar freuen mit Interessierten über so einige Dinge zu fachsimpeln.
Auf sonnige, trockene Veranstaltungen

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Eintrag #20 vom 10. Jun. 2001 21:56 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute! Ist vielleicht ein bisschen off-Topic, aber in einem Buch über die Reisen einer chinesischen Prinzessin im Frühmittelalter nach Tibet stand, dass sie überlieferterweise bei Regen ölgetränkte Tücher über die (nichtimprägnierten) Zelte gehängt haben. Das schont den edlen Stoff und schützt trotzdem vor Regen. Wenn das bei uns auch so war, haben wir a) die Erklärung dafür, warum Zelte von Adeligen auf alten Abbildungen nicht dreckig erscheinen, b) gibt das Uli Recht, der sagt, dass ZELTE gar nicht imprägniert wurden, und c) wäre es deswegen eine recht sympathische Lösung, wenn das Zelt tatsächlich bei Ranzigwerden einer Speiseölimprägnierung stinkt - bä - und bei Rauchimprägnierung (auch stinkt?) und zu dreckig ist, um adelig zu sein! Kurz zu unseren Erfahrungn: WIr haben unser Zelt auch mit essigsaurer Tonerde imprägniert und auch nicht sooo dolle Erfahrungen gemacht: Wir wurden immer dann nass, wenn es so sehr geregnet hat, dass sich im nicht gut abgespannten Zeltdach Wasserlachen bildeten, die irgendwann durch den Stoff drangen und dann auf unsere Köpfe tropften. Die Tonerdeimprägnierung hat also gar nichts genutzt bei den Lachen. Es stimmt wohl, dass mit der richtigen Lage das Zelt gar nicht nass wird, dann braucht man die Tonerde gar nicht erst. Wir wurden immer nur dann nass, wenn sich diese Wasserlachen bildeten. Gegen die half dann auch die Tonerde nichts. Der Rest vom Dach war okay - trotz strömendem Regen. Mag also sein, dass wir auch komplett auf die Tonerdenimprägnierung hätten verzichten könnten, wenn wir nur besser abspannen könnten. Die richtige Abspannung ist also wichtig und richtig. Es ist besser, abzuspannen, als mit Tonerde zu imprägnieren. Und wenn essigsaure Tonerde also mangelns Imprägnierung im Mittelalter nicht a ist, kann man a) auch gleich Chemie verwenden, um bei schlechter Abspannung vor Wasser zu schützen oder b) wenns Zelt gut genug abgespannt ist, auch gleich auf Imprägnierung verzichten. Durch die Seiten regnete es nämlich bei uns nie rein, immer nur von oben und da auch nur an den Stellen mit den Lachen, nie durch das gesamte Dach. Aber ich würde es imprägnieren. Eine Nacht im nassen Bett ist ätzend, sogar im Sommer - alles schon erlebt, dank Wasserlachen aufm Zeltdach, die irgendwann durch“suppten”
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #21 vom 11. Jun. 2001 08:50 Uhr Steffen Zimmermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen Zimmermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Leute, bevor hier wild debattiert wird, hat schon jemand daran gedacht, daß im Mittelalter Zelte aus Leinen waren und nicht aus Baumwolle, Kunstfaser oder ähnlichem. Ich denke ja, also, Leinen quillt auf wenn es feucht wird und dichtet sich somit selbst ab. Daraus läßt sich schließen, daß Leinenzelte nich imprägniert werden müssen.
Steffen Zimmermann

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Eintrag #22 vom 11. Jun. 2001 08:53 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann mir da vorstellen, das es an denen Punkten wo die stangen den Stoff berühren, etwas feucht wird. Kann das sein?

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Eintrag #23 vom 11. Jun. 2001 11:57 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe meine Zelte bisher nicht imprägniert und selten irgendwelche Probleme gehabt. Ob einfache Zelte dicht sind, hängt auch von der Pflege und besonders von der Abspannung ab. Bei Aufbau im Regen hat es sich als praktisch erwiesen die Zeltbahnen auf der Wiese vor dem Aufbauen etwas quellen zu lassen. Unser Zelte haben bisher zwischen 5 und 3 Jahren gehalten und haben bei jeden Wetter (einschl. Schnee und heftigem Hagel) dichtgehalten. Das Material ist leider nur einfaches Baumwollsegeltuch teil in Leinenbindung, teils in Köper- bindung. Ich gehe davon aus, dass Leinensegeltuch noch erheblich bessere Eigenschaften hat. Was sich bei Naturmaterial meiner Meinung nach nicht vermeiden lasst ist, dass bei schlechtem Wetter Decken und Trachten klamm (nicht naß) werden können. Hier hilft eine Roßdecke (oder Robbenfelldecke) zum Abdecken auf dem Bett bzw. feste Körbe mit Leinensäcken oder besser eine Truhe für die Wäsche. Wenn man in zeitgen. Häusern schläft hat man die gleichen Probleme. Sylvia PS. Leider haben die meißten Veranstalter nichts für ordentliche Gräben und Reisigschlagen übrig……

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Eintrag #24 vom 12. Jun. 2001 07:28 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Richtig, Steffen! Leinen! Und nach den ersten Erfahrungsberichten, die ich zu hören bekommen habe, quillt das Leinen tatsächlich auf und dichtet sich so selber ab. Beginnt der Regen, soll einen kurzen Moment so eine Art Nebel durchdringen, dann ist die Sache dicht. So einfach kann die Sache sein. Man muß wieder mal nur schauen, wie es damals war. Schade nur, daß die gängigen Zelthersteller, das nicht begriffen haben. Grüße Joachim

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Eintrag #25 vom 13. Jun. 2001 15:19 Uhr Ulrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Joachim, laß deinem Erfahrungsschatz noch was zufügen: Es entwickelt sich nicht mal ein “Nebel” im Zelt. Es geht einfach nichts durch. Bemerkenswert ist auch das langsame Ausbleichen des Leines. Also in ein paar Jahren wird so von mittelgrau ein strahlendes Weiß. Des weiteren sollte mal beachten daß Leinen im Gegensatz zu Baumwollplanen sich bei Nässe zusammenziehen und deshalb im trockenen Zustand nicht zu fest abgespannt werden dürfen.
Auf noch viel Freude mit dem Leinen!!!

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Eintrag #26 vom 22. Nov. 2001 13:49 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Eigentlich geht es hier ja ums Imprägnieren, aber offensichtlich gab es auch noch einen anderen Schutz für die (bekanntlich oft von den verwandten Stoffen her sehr kostbaren und daher auch i.d.R. dem Adel vorbehaltenen) Zelte. Jedenfalls verweise ich auf den Parzival (129,18) des Wolfram (die diakritischen Zeichen müssen leider entfallen):
Da was anderhalp der plan
Mit eime gezelt geheret,
Groz richeit dran gekeiret.
Von drier varwe samit
Es was, hoch unde wit.
Uf den naeten lagen borten guot.
Da hienc ein liderin huot,
Den man drüber ziehen solte,
Imme swene es regenen wolte.
ßhnlich im Wigalois (S. 276, 24):
Von leder ein huot hienc da bi,
Der das gezelt machte fri
Des regens, so er nider goz.
Gegen der sunnen stuont ez bloz.
Halten wir fest:
1. reiche Ausstattung
2. Mehrfarbigkeit (in diesem Falle drei)
3. kostbarer Stoff (samit, nicht mir Samt zu verwechseln!)
4. “hoch und weit”
5. kostbare Borten zur Abdeckung der Nähte
und jetzt kommt’s:
6. ein Lederüberzug für schlechtes Wetter, den man bei Sonne entfernte!
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #27 vom 23. Nov. 2001 08:13 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht eine Vermutung

Na ja, wenn man am nächsten Tag weiterwollte, ist ein feuchtes Zelt denkbar ungünstig, wie wir alle wissen. Das sollte nämlich vor dem Zusammenlegen möglichst trocken sein. Vielleicht deswegen die Lederhaut und nicht, weil es sonst durchgeregnet hätte. Aber interessante Textstelle.
Joachim

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Eintrag #28 vom 07. Dez. 2001 16:57 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Imprägnieren, Wozu??

Ich bin der Zeltmacher, den Uli Sedlmayr in einem Vorherigen Beitrag erwähnt hat.
Ich habe bereits eine ganze Menge Zelte aus UNIMPRßGNIERTEM Leinen gebaut, und bisher hat sich noch keiner meiner Kunden über Undichtigkeiten beschwert. In der Hauptsache liegt das an der Form der Zelte, leider sparen die meisten Hersteller an Stoff, das geht am leichtesten indem man die Dachneigung verringert! Schaut euch mal Abbildungen von Zelten an…. Die sind alle steiler und höher als die Dinger die man auf Veranstaltungen so sieht!!!!!
Je steiler das Dach, desto besser und schneller läuft das Wasser ab! Dann gibt’s erst gar keine Wassersäcke, und das Wasser hat gar keine Zeit durch die Plane zu dringen….
Die guten Quelleigenschaften des Leinens (Hanf oder Flachs…) tun ein ßbriges! In Basel im Historischen Museum steht ein Original von ca.1650, OK das ist nicht mehr MA, aber die Machart hat sich meiner Meinung nach in dieser Zeit NICHT verändert, Leinen Ohne Imprägnierung! 2/2er Köperbindung, Kappnähte mit Bunten (blauen) Leinenstreifen überdeckt…. Schaut’s euch an
Grüße
Lutz

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Eintrag #29 vom 21. Apr. 2002 11:12 Uhr Beitrag anonymisiert

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ich denke mal die Zeltfläche ist ganz einfach auf eine Größe zurückzuführen, nämlich auf die Größe des Segels des Schiffes, denn das ist die Größe an der man sich Orientieren kann, für den Zeltbau…
denn damals hat man keine Rescurcen verschwendet, sondern auch praktikabel gedacht.
und wenn man schon ein Sturmfestes Segel hat, kann man das Tuch auch als Zelt verwenden…
Thorgrimm Firesbrunst

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Eintrag #30 vom 24. Jul. 2002 11:58 Uhr Christian Wittner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Wittner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rauch oder nich ?

mein Zelt (segeltuch aus Baumwolle) spann ich gut ab da kommt nix durch.
Und das Vorzelt ist mitlerweile durch ständigen Rauch so dicht das wir`s mitlerweile Waagrecht mit Minimalem Gefälle Abspannen und trotzdem nichts Durchsickt ergo
entweder abspannen und unter 50Grad bleiben oder imprägnieren wie auch immer
Goldewort

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Eintrag #31 vom 26. Jun. 2003 15:01 Uhr Tobias Raab  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias Raab eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht leinenöl+wachs

also ich hab keine ahnung ob das “a” ist
aber ich würde wachs mit leinenöl mischen(im heissen zustand) damit nimmt das ganze eine je nach mischungsverhältniss weiche bis streichfähige konsistenz an und lässt sich somit bestimmt gut z.b mit pinsel auf das gewebe(was auch immer) auftragen durch das öl zieht das gemisch besser ins gewebe und wenn das leinenöl dann aushärtet macht das extra dicht
das ganze dan ein paar tage auslüften bis das öl trocken ist, dürfte dann auch keine ölflecken machen bzw ranzig richen
ich hab das ganze aber noch nie ausprobiert
dh das gemisch schon (zur oberflächenbehandlung von holz)
ich weiß nicht ob “a” aber bestimmt “b” wie braktisch
geste grüße

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Eintrag #32 vom 26. Jun. 2003 16:41 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Feurio

Also bevor ich diese ßl-Wachs-Mischung auf meinem Zelt testen würde, sollte man vielleicht mal probieren, wie gut ein mischungsgetränkter Lappen abfackelt. Ich hab da ne dumpfe Ahnung….
Grüßlis.

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Eintrag #33 vom 26. Jun. 2003 16:45 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht *puff*

Irgendwie kommt mir jetzt die Geschichte des Zeltes in den Sinn, das so schnell abbrannte, daß das Gestänge unversehrt weiterverwendet werden konnte…
;-)
Gruß, Ivain

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Eintrag #34 vom 26. Jun. 2003 18:11 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht lalala

Moin moin!
Na, dann drehen wir mal wieder eine Endlos-Schleife: wenn man den richtigen Stoff auswählt, dann ist - leider leider - unbehandeltes Leinen DICHT. Ohne Imprägnierung. Ich gehe mal davon aus, daß, wenn es unsere Zelte so gegeben haben sollte, die damals auch schlau genug waren, dichte Stoffe zu verwenden, weil blöd waren die damals ja auch nicht … ;-)
Oder reich genug, sich auf ihr bunt bemaltes Prunkzelt, schon zum Schutz der Bemalung, bei Regen eine Lederkappe drüberzuziehen, wenn ich ein älteres Posting ( ich glaube von Hadu, im Zusammenhang entweder mit Zelten oder mit Baumwolle)richtig erinnere.
Deswegen gehe ich stumpf davon aus, daß es “a”er ist, seinen Stoff nicht zu imprägnieren und trotzdem ein dichtes Zelt zu haben. So einfach. Und einen un“a” undichten, imprägniersüchtigen Zeltstoff, den würde ich als alter ßko mit essigsaurer Tonerde behandeln oder, wem’s wurscht ist, der möge zur chemischen Keule greifen. Ist ja ein selbstgemachtes un“a” Problem, das kann man dann auch unbelegt lösen, oder?
Jedenfalls, bevor ich auf die Idee komme, mein Zelt in das Material einer Fackel umzuarbeiten. Das geht nämlich: grobes Leinen in Wachs tränken, um einen Stock wickeln: fertig ist die Fackel. Oder in ßl. Leinöl wird ja schön hart. Der Effekt bleibt: stinkend rußende Flammen. Und dann neben einer Kerze einschlafen .. Gute Nacht!
Mein Tipp: Spart nicht am Stoff! Dann habt ihr Ruhe.
Grüße,
Stefan

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Eintrag #35 vom 14. Feb. 2004 23:21 Uhr Dominik Lord Petzold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dominik Lord Petzold eine Nachricht zu schreiben.

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gott zum gruße,
da habt ihr richtig kunt getan, essig saure tonerde (in der Apoteke erwerblich unter dem Namen Aluminiumatzetat tartrat Lösung) ist ein altes und bewährtes Mittel sein Zelt zu Imprägnieren.
gehabt euch wohl
Dominik von Baieruth

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Eintrag #36 vom 02. Mrz. 2004 18:01 Uhr Albin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Albin eine Nachricht zu schreiben.

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Jetzt wissen wir alle, dass gutes Leinen (ist Segeltuch das selbe?) im regen quillt und somit dicht macht.
Bleibt nur noch die Frage, wie stark (Fadenzahl, gramm/qm, etc.) das Leinen sein sollte. Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?
Und über welche Quellen kann man (wenn’s geht natürlich günstig) dieses Material beziehen? Für ein einigermassen geräumiges Zelt braucht man doch schnell 50 qm.

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Eintrag #37 vom 04. Mrz. 2004 17:12 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Segeltuch muß nicht zwangsläufig Leinen sein, aber es gibt Leinen aus Segeltuch.
Du solltest schon Leinen zwischen 450 und 550 g/m² verwenden. Schau mal bei
www.leinenweberei-hoffmann.de

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Eintrag #38 vom 04. Mrz. 2004 19:24 Uhr Susan Sziborra-S.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Susan Sziborra-S. eine Nachricht zu schreiben.

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meinen Mann zu verbessern, er meint natürlich nicht, daß es Leinen aus Segeltuch gibt, sondern, es gibt Segeltuche, die aus Leinen bestehen.
Gruß suse
familia ministerialis - Alltagsleben um 1280

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Eintrag #39 vom 18. Mrz. 2004 13:54 Uhr Edgar Breitenstein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Edgar Breitenstein eine Nachricht zu schreiben.

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wenn es ein gutes zelt werden soll, muss man schon starkes leinernes segeltuch nehmen, also stoffe mit einem gewicht von > 600 g/qm.
ich habe mir von der küste (segelmacher oder bootsbauer für segelboote fragen !) segeltuch aus leinen mit 650 g/qm besorgt, da ich im normalen textil-handel solche dicken leinenstoffe nicht finden konnte.
die meisten vorgenannten imprägniervorschläge sind nicht so toll.
wasserglas wird beim trocken sehr steif, sodass nachher bruchgefahr besteht. öl stinkt irgendwann und weist ausserdem eine stark erhöhte brennbarkeit auf.
essigsaure tonerde kenne ich nicht als imprägniermittel, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es eins sein kann, denn es bleibt auch nach einer erfolgreichen trocknung weiterhin wieder wasserlöslich. allerdings ist mir auch nicht bekannt, ob es evtl. den stoff in irgendeiner weise verändert.
mein tipp zum imprägnieren, ist die schon benannte rauchimprägnierung, so wie es höchstwahrscheinlich die alten wickinger taten und zumindestens die arktischen naturvölker auch heute noch tun. allerdings nicht, wie unten beschrieben mit nassen eichenspänen und dann noch stunden lang, sondern mit ganz simplen grünen, frisch geernteten tannen- oder kiefernzweigen (die man ausserdem zum glück in jedem wald haben kann).
das zelt wird dazu an einem regentag aufgestellt (ein sprenger tut es aber auch), damit der stoff schön nass ist und sich entsprechend zusammenzieht und dann wird eine feuerschale, grillschale o.ä. hineingestellt, in der sich nur noch glühende holzkohle oder durchgebranntes holz befindet und dann wird etwas tannengrün darauf gelegt, damit es ordentlich räuchert, und das zelt verschlossen.
das grün darf bei dieser prozedur nicht brennen, sondern wirklich nur räuchern, sonst gibt es den gewünschten imprägniereffekt nicht.
nach 1 bis 1 1/2 stunden tannennadel-räuchern (das evtl. nachlegen bitte nicht vergessen) ist die imprägnierung fertig.
der imprägniereffekt entsteht dabei übrigends nicht einfach durch den rauch, sondern durch die harze aus den tannennadeln und aus den zweigen,
welche sich beim schwelen lösen, mit dem rauch im zelt transportiert werden und an den kältesten stellen (hier die nasse zelthaut) wieder kondensieren, also absetzen.
deshalb darf das grün auch nicht brennen, denn dann würden auch diese harze verbrennen, und deshalb sind eichenspäne auch nicht so gut, denn eichenholz ist lange nicht so harzreich wie dieses tannengrün und außerdem ja auch viel schwerer zu beschaffen.
versucht es mal !!! wenn ihr es richtig macht, habt ihr ein superdichtes zelt und jeder eskimo wäre stolz auf euch.
herzliche grüsse
ed

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Eintrag #40 vom 18. Mrz. 2004 16:30 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry Edgar,
aber da muß ich dir widersprechen. Unser Leinenzelt hat keine 600g/qm, ist aber ohne Räucherung absolut dicht. Stabil ist es auch. Ich wurde es durchaus als “gut” bezeichnen, auch wenn es keine 600g hat. Anzuschauen unter:
www.familia-ministerialis.de/Image53.jpg

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Eintrag #41 vom 18. Mrz. 2004 16:39 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin Edgar,
Du schreibst:
“…damit der stoff schön nass ist und sich entsprechend zusammenzieht…”
Bisher war ich immer der Meinung und habe die Erfahrung gemacht, daß Leinen bei Feuchtigkeit aufquillt…
Ich hoffe, Dein Zelt ist nicht allzugroß. Ansonsten wünsche ich viel Spaß mit dem Riesenstoffwust bei dem Gewicht ;-)
Gruß,
Steffi www.hochmittelalter.net

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Eintrag #42 vom 18. Mrz. 2004 16:50 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
natürlich quillt die Leinenfaser auf, Steffi :0)
Sonst würden sich ja nicht die Webzwischenräume schließen, und somit abdichten. In Länge und Breite “schrumpft”das Gewebe, da es ja quasi in die Höhe quillt. Uns hat auf diese Weise schon mal fast alle Häringe rausgezogen, da steckt richtig Kraft hinter.
Gruß,
David

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Eintrag #43 vom 22. Mrz. 2004 09:54 Uhr Olaf Kirchert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Kirchert eine Nachricht zu schreiben.

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Eine kleine Präzisierung zu Davids Aussage:
Wie beschrieben quillt bei Feuchtigkeit die Leinenfaser auf. Dabei wird der Durchmesser größer, die Länge wird geringer. Man kann es beim Zelt sehr gut sehen. Trocken hängt es etwas locker und von innen sieht man Sterne (winzige “Löcher”). Beim Regen strafft sich das Zelt und die Sterne sind weg.
Genau dasselbe passiert bei Hanfseilen. Probiert es aus. Trocken einen Knoten rein machen, und nass wieder den Knoten wieder lösen. Viel Spaß.
Olaf
MB1260

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Eintrag #44 vom 02. Apr. 2004 16:01 Uhr Edgar Breitenstein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Edgar Breitenstein eine Nachricht zu schreiben.

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hallo steffi,
zum stichwort “zusammenziehen des stoffes” haben andere ja nun schon geschrieben, was ich noch ergänzend hätte sagen wollen.
mit dem gewicht, da hast du natürlich recht. leicht ist es nicht, aber dafür sehr gediegen und solide. ebend kein “flatterstoff”.
besonder bei nasskaltem, windigen wetter, wie es heute ist, fühlt man sich richtig sicher und wohlig und geborgen.
ed

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Eintrag #45 vom 02. Apr. 2004 16:24 Uhr Edgar Breitenstein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Edgar Breitenstein eine Nachricht zu schreiben.

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hallo david,
dein zelt sieht sehr gut aus ! nur dein lächeln sieht etwas gequält aus. ((
es geht selbstverständlich auch mit leichteren stoffen und auch ohne räucherei, aber die räucherei macht den stoff nicht nur dichter, sondern durch die harzeinlagerungen auch haltbarer gegen verwitterungen.
ich bin da sicherlich auch ein bischen perfektionistisch, denn solch zelt kostet ja doch einiges an geld und vor allem auch an arbeit (handnähen) und da tue ich ebend alles, damit es so authentisch wie möglich und vielleicht in 20 jahren immernoch wie (fast) neu ist.
ansonsten siehe auch meinen eintrag für steffi.
ed

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Eintrag #46 vom 16. Apr. 2005 09:37 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Ich schleiche mich schon mal geduckt rein.
Will aber trotzdem keinen neuen Thread aufmachen damit sich nützliches, wenn auch nicht mittelalterlichen Wissen nicht zu arg verpliesert.
Folgendes Problem.
Mein Zelt besteht aus Baumwolle. Grund a)Kosten, b) Gewicht wenn nass.
Aussehen: Sachsenzelt.
Konstruktiver Unterschied: komplettes Innengestänge, also 9 Stangen.
Firststange IM Zelt.
Grund für die Konstruktion.
Kein bibbern ob die Heringe nach 3 Tagen Regen auch noch gut genug halten und nächtliches um das Zelt springen und nachklopfen.
Keine Sorgen bei stärkeren Windböhen.
Problem: An den Stangen und an den Seilen die wie bei Wiki-Zelten auch quer über die
Seitenflächen gespannt sind umd das Gestänge zu stabilisieren und ein Durchhängen bzw. Flattern der Plane bei Wind zu beschränken kommt trotz guter Imprägnierung wasser Durch.
Grund: Durch das Anliegen von Material von Innen an der Plane wird durch den Kapillareffekt das Wasser regelrecht durchgesaugt.
Ein weiteres Imprägnieren (um den Effekt zu minnimieren) durch Räuchern fällt eigentlich aus, da genau die Problemstellen am schlechtesten bis überaupt nicht erreicht würden.
Am wirksamsten wäre eine dauerelastische, UV-stabile Beschichtung. zumindest für die Streifen über dem First an den Kanten und dort wo die Seile anliegen.
Kennt jemand sowas?
Veilleicht aus einem anderen Bereich als Textilimprägnierung? Denn die da angebotenen Mittel sprechen alle nur von einer verbesserten Abdichtung aber anliegen darf von Innen trotzdem nix.
Wenn überhaupt so viel angegeben wird.
Und gesundheitsbedenklich sind die einen oder anderen Mittel auch noch.
Vor allem aber geht die Problematik der von innen anliegenden Dinge an der Erfahrung sämtlicher Zeltvertreiber/Hersteller und Outdoor-Artikel Vertreiber die ich bisher gefragt habe vorbei.
Udn das waren mittlerweile einige.
Sollte das Thema nach Meinung des Admins besser in den allgemeinen Zelte-Thread passen bitte dorthin veschieben.
Harwalt von biberach

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Eintrag #47 vom 17. Apr. 2005 22:52 Uhr   Nachricht

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Hallo Harald,
bei modernen Zelten werden die Nähte mit speziellem Tape abgedichtet; falls es das in ausreichender Breite gibt, könntest du vielleicht versuchen, die entsprechenden Stellen damit von innen zu bekleben…
Ich geh dann schon mal in Deckung und warte auf die ersten Steine. ;-)

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Eintrag #48 vom 16. Sep. 2005 12:41 Uhr Sebastian Kempkens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Kempkens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Dauerelastischer Kunststoff

Ich würde wenn Du einen dauerelastischen Flüssigkunstoff suchst dieses Produkt empfehlen, Es ist eine dauerelastische Terassenbeschichtung, sie heißt “coetrans”
www.coelan.de/DE_Prospekt_Balkon_Terrasse_08_04.pdf
Gruß aus Köln, Sebastian

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Eintrag #49 vom 16. Sep. 2005 14:03 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Heisst der Thread nicht “Zelte mittelalterlich imprägnieren”…?
David

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Eintrag #50 vom 17. Sep. 2005 01:59 Uhr Sebastian Kempkens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Kempkens eine Nachricht zu schreiben.

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Mit Sicherheit ein sehr produktiver Eintrag zu dem Thema von Deiner Seite David, dafür vielen und herzlichen Dank. Ich habe nur versucht jemandem auf eine direkte Frage eine Möglichkeit aufzuzeigen wie er eine, wie es für mich lingt, schwerwiegende Problemstelle an seinem Zelt dicht bekommen kann. Vielleicht hast Du ja für das zwei posts unter meinem post gestellten Problem eine mittelalterliche, durch Primär und Sekundärquellen belegte Methode die gut funktioniert? Wenn ja ist das mit Sicherheut toll. Ich habe leider keine, also habe ich das an Lösungsansatz angeboten was mir möglich war. Daß dies Deinen Sensibiltäten nicht genügt tut mir sehr leid, ich bitte also hiermit um Vergebung für meinen Versuch jemandem zu helfen.
Gruß aus Köln, Sebastian

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Eintrag #51 vom 17. Sep. 2005 09:43 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
für ein ein unhistorisches Zelt wirds keine historische Möglichkeit der Abdichtung geben.
Vorschlag: Zelte aus Leinen oder Hanf. Die sind historisch, und von allein aufgrund der Materialeigenschaften dicht.
Und nun reg dich ab! Dein Eintrag war im Bezug auf den Threadtitel ebenso nutzlos.
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #52 vom 17. Sep. 2005 12:00 Uhr Sebastian Kempkens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Kempkens eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn Du Dich jetzt besser fühlst ist ja alles OK.
Gruß aus Köln, Sebastian

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Eintrag #53 vom 08. Feb. 2006 10:13 Uhr Wolfgang Stocker   Nachricht

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Wenns richtig Schifft, da schmeiss ich eine Plastikplane übers Zelt ;-) da sind dann eh keine Touries mehr da.
und auf eine Authentische Lungenentzündung kann ich gut verzichten im gegensatz zu nem echten Ritter muss ich Montags wieder Arbeiten.
Dazukommt, dass mit jeder Totaldurchnässung der Baumwolle oder Leinen die Lebensdauer des Zeltes sinkt und 1300 Euro für so ein Zelt find ich auch ziehmlich Authentisch selbst im 21, Jahrhundert

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Eintrag #54 vom 08. Feb. 2006 10:33 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Genau, echte Ritter arbeiteten nicht, dafür hatten sie ja schliesslich ihre Bauern, die verdienten ihr Geld ja im Schlaf ;)
Was mögen Trolle eigentlich am liebsten? Kieselsteine? Hier bitte.
Gruss, Jens

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Eintrag #55 vom 10. Feb. 2006 21:48 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann nur für Naturstoffe wie Leinen sprechen.
Auch wenn es klatsch nass ist holt man sich darin keine lungenentzündung. Das liegt vermutlich an anderer ausrüstung die dem wetter nicht gewachsen ist(warme und trockene kleidung??).
Ich habe leinenstoff mit 680gr/m² verarbeited. Materialkosten knapp300 euronen. Dann eine gute nadel und einen guten faden und viel zeit.
Wenn ich zusammenrechne was ich vorher für andere zelte an material verwendet habe(und imprägnierung) hätte ich mir stoff für mehr als ein leinenzelt leisten können.
Ich kann nur empfehelen, wenn man interesse an HC hat, leinen zu nehmen. Denn DAS funktioniert und man muß für lange lange zeit nicht mehr an zeltdichtigkeit denken.
Aber das hängt davon ab was man will und ist eigene ansichtsache.
Einziger nachteil bei so starkem stoff, bei sonne ist das zelt sehr warm aufgrund des wärmestaus. Im sommer ausschlafen?? nur wenn der eingang offen ist sonst schwitzt man schon früh morgens. Aufgrund des wärmestaus ist das ding definitiv wintergeiegneter als andere zelte mit anderem stoff.
Trocknung?? Kein problem.Trocken und locker aufhängen und einfach trocknen lassen. Aber das muß man mit einem anderen zelt schließlich auch machen. Und bei leinen dauert es auch nicht länger bis es trocken ist. Teilweise geht es sogar schneller(persönliche feststellung)
also: pro leinen- besser is datt
Thomas

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Eintrag #56 vom 15. Feb. 2006 14:16 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Und was ist mit Tee?
ähh, Hanf meine ich natürlich.
Ist Hanfstoff als Zeltmaterial dem Leinen gleichzusetzen, vorzuziehen oder ist er eher schlechter im Hinblick auf Wasserdichtheit und Trocknung nach dem Regen?
Jemand da mit Erfahrungen???
Gruß, Ingo

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Eintrag #57 vom 15. Feb. 2006 16:53 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ingo,
Hanf ist robuster als Flachs, hat dazu alle seine positven Eigenschaften. Ich könnte mir Hanf als Material für Zelte sehr gut vorstellen. Das wird sich aber schwerlich belegen lassen, oder?
David

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Eintrag #58 vom 17. Feb. 2006 01:09 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Zumal es noch dazu schwer sein dürfte an Hanf in der “qaulität” ran zu kommen wie man ihn für ein zelt bräuchte. Leinen in Zeltplanenqualität gibt es inzwischen einige bezugsquellen, aber Hanf???
WWW.Naturtuche.de
Frag michael mal ob der dazu eine Idee hat. Bei ausreichender bestellung kann der vielleicht auch bei einer Weberei so, wie man es haben will, bestllen. O.K. Die bestellung wäre dann schon eine sammelbestellung, Ab 500 Meter wird erst interessant!
Thomas

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Eintrag #59 vom 02. Mrz. 2006 01:18 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen,
Hanf besser als Leinen?
Nun…das ist eine gute Frage…ich hatte Leinen und Hanf in gleicher Stärke für Bekleidung…und das Hanfzeugs konnte ich nach 3-4 Wäschen (Handwäsche wohlgemerkt) wegwerfen, es war spröde und rissig, das Leinenzeug hält immernoch, nach 3 Jahren…
Aus der Seefahrt weiss ich, daß Hanftauwerk extrem Staufeuchte anfällig ist, und regelrecht beim zugucken gammelt…während Leinensegel z.B: ewig halten, wenn sie geloht und getrocknet werden.
Hanfsegel sind mir zumindest für Nordeuropa unbekannt, während Leinen bis in die Mitte des 19. Jhdt. ausschliesslich verwendet wurden, Baumwolle wurde von den US-Clippern erst dann in Europa eingeführt, aber die Segel blieben bis in die 50er Jahre bei Großseglern aus Leinen.
Gut, das mag noch nichts über Zelte aussagen, aber ich würde auf jeden Fall Leinen statt Hanf bevorzugen.
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #60 vom 02. Mrz. 2006 05:45 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

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Mal dazwischengeworfen, falls es jemanden interessiert, es gibt da ein Buch:
Segeltuch und Emballage
Textilien im mittelalterlichen Warentransport auf Nord- und Ostsee
www.vml.de/d/inhalt.php?ISBN=3-89646-342-X
Ich habe es aber nicht gelesen, kann also nichts zum Inhalt sagen.
Gruss, Beate

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Eintrag #61 vom 02. Mrz. 2006 11:02 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
“[…]während Leinen bis in die Mitte des 19. Jhdt. ausschliesslich verwendet wurden[…]”
Nunja, neben der unten zitierten Publikation, zieht auch E. Ostergard wollene Segel bei den Wikingerschiffen in Betracht…
Ostergard, Else. Woven into the Earth, Textiles from Norse Greenland. Aarhus University 2004. S. 116
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #62 vom 29. Mai. 2006 00:35 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Hi.
Mein erster Post hier … Aber wir waren am Wochenende auf dem Fest in Poing und sind ziemlich nass geworden.
Meine eigentliche Frage ist: Wie bekomme ich einen regendichten Mantel. Für den Fall daß man nicht in einem tollen imprägnierten Zelt sitzen kann?
Ich dachte daran, einen Leinenstoff zu nehmen und ihn mit Bienenwachs zu tränken bzw es einzubügeln. Hat das Aussichten? Weiss jemand wie das wirklich damals gemacht wurde?
Und wegen den Zelten: Ich hab so ein billiges Camping-Zelt daheim. Nicht mittelalterlich, sondern für Radtouren etc. Aber dieses Zelt hat 2 Schichten. Der Trick ist nun, daß die innere Schicht wasser- und luftdurchlässig ist. Die ßusere Schicht ist wie ein Zelt überm Zelt drübergespannt. Das hat den Vorteil, daß es drinnen nicht stickig wird und daß man das ßußere Zelt mit weniger Punkten an Tragbalken o.ä. befestigen muss, welche ja bekanntermassen die Punkte sind wo Wasser eindringt. Ist jemandem bekannt ob das so gemacht wurde? Die “ßberhaut aus Leder (oder ölgetränkten Tüchern)” von der ich gelesen hatte geht ja irgendwie in diese Richtung.
Ciao,
Aurora

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Eintrag #63 vom 29. Mai. 2006 01:05 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn du einen Woll-Mantel trägst - aus möglichst dicker Wolle, so musst du schon sehr lange im Regen stehen, um dich nass zu fühlen. Wolle kann ja fast das Eigengewicht an Wasser aufnehmen ohne sich nass anzufühlen.
Bei einem in Bienenwachs getränkten Stoff (Wachsjacke lässt grüßen?) hätte ich die Vermutung, dass er bricht und an diesen Stelle Wasserdurchlässig wird. Von einer solchen Kombi hab ich auch noch nichts gehört. Ich denke nicht, dass das gemacht worden ist. Zumal ja Bienenwachs auch nicht unbedingt billig war, da konnte man es woanders vermutlich sinnvoller einsetzen.
Die Zwei-Schicht-Zelte sind wohl jedem heutzutage bekannt. Quasi alle modernen Zelte arbeiten nach dem Prinzip (von den großen Hauszelten mal abgesehen…). Alle mir bekannten Abbildungen mittelalterlicher Zelte zeigen aber keinerlei derartige Konstruktion, sondern nur eine einzelne Haut.
Gruß
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #64 vom 29. Mai. 2006 07:41 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Mit Wachs imprägnierte Kleidung ist zumindestens für das 14te Jahrhundert schriftlich belegt- jedoch macht das bei einem Mantel weniger Sinn, dafür ist er einfach zu faltenreich.
Gruß, Jens

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Eintrag #65 vom 29. Mai. 2006 11:20 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Hmm - ok, das mit dem Zweischichtzelt ist also nicht so gut (nicht “A” ;→ ), wobei ich da ja auch eher an eine Art “ßberdach” dachte als an eine komplette 2. Schicht. Also nur oben am Zelt (wenn ich mal von einem Zelt mit senkrechten Seitenwänden ausgehe). Quasi ein zusätzliches Regendach. Wie gesagt hatte ich in diesem Thread gelesen daß es offenbar so eine Art Regenschutz-ßberzug gegeben haben soll (es wurden ölgetränkte Tücher und Leder erwähnt).
Das mit dem Wachs habe ich jetzt einfach mal an einem Stoffrest probiert. Es scheint so halbwegs zu klappen, allerdings hält es nicht so richtig lange und es klappt nur solange es innen trocken ist - wenn erstmal was reingekommen ist wird ziemlich schnell alles undicht (kapillarwirkung?). Der Stoff ist erstaunlicherweise gar nicht brüchig geworden - es war allerdings auch ein relativ feingewebter Baumwollstoff, was anderes hatte ich grad nicht.
So wie ich es mitbekommen habe ist wohl Wolle oder Loden die Sache was Regenschutz angeht, aber es muss IMO noch alternativen geben. z.B. wenn es sehr warm ist (Sommer) wird wohl kaum einer einen dicken Wollmantel anziehen oder? Und was machten Seemänner?
Ciao
Aurora

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Eintrag #66 vom 29. Mai. 2006 12:03 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wetter...

Wenn es so warm ist, daß ich bei Regen keinen Mantel, Gardecorps o.ä. tragen könnte, wäre der Regen so warm, daß ich wahrscheinlich die Bruche als alleiniges Kleidungsstück jedem Regenschutz vorziehen würde.
Aber eine Bitte.
Hier gehts um Zelte, regenfeste Klamotte ist ein anderes Thema:
Gruß, Ivain

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Eintrag #67 vom 30. Mai. 2006 09:37 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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für das Wachsen von Bogensehnen aus Leinenfasern wird von Insidern eine Mischung aus Bienenwachs und Leinöl empfohlen (das Mischungsverhältnis kenne ich so genau [noch] nicht, denke aber an 3-4:1) - der Anteil Leinenöl verhindert, dass bei niederen Temperaturen die Sehne hart und steif wird bzw. ermöglich überhaupt ein leichteres Auftragen und Eindingen in die Faser - ich denke, dies wäre auch auf die Imprägnierung von Zeltleinen übertragbar - allerdings weis ich nicht, was mit dieser Imprägnierung passiert, wenn mehrere Tage sehr heißes Wetter ist …
Gruß, Ingo

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Eintrag #68 vom 30. Mai. 2006 10:36 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gewachste Zelte...

In Morimondo hatte eine Gruppe kleine gewachste Dreieckszelte dabei.
Der kurze Erfahrungsbericht, den ich hörte:
- Die Dinger sind sauschwer geworden
- Bei Sonneneinstrahlung werdne sie extrem warm, mit honigsüßem Saunaklima innen
- Bienen, Wespen und ähnliches lieben sie, solang der Duft noch drin ist.
- Jau, dicht scheints zu sein.
Also ich weiß ja nicht…
Gruß, Ivain

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Eintrag #69 vom 01. Jun. 2006 18:25 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute
…Wollte ich schon lange sagen, bin aber noch nicht dazu gekommen:
Die “Letzten von Camelot” (Sir van Langen, vielleicht dem ein- oder anderen bekannt), Kaltenberg 92:
Zelt aus Leinen oder Baumwolle (weiß ich jetzt leider nicht mehr genau), imprägniert mit Leinöl und Holzkohle (letztere wegen schwarzer Farbe, kann man natürlich auch weglassen, weißes Tuch wird dann gelblich).
Soweit ich weiß, hält das bis heute! Zumindest 8 Jahre später hat es noch gehalten, konnte ich mich selbst von überzeugen.
Leinöl ist für mich so ziemlich das Naheliegendste, auch in Bezug auf den “a Faktor”, wenn man nicht gerade naturdichtes Leinen hat. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass es definitiv “a” ist, da habe ich leider nicht die leiseste Ahnung.
Das Tuch wird dadurch etwas steifer, das stört aber nicht besonders. Die Feuergefahr ist, wenn das ßl sauber ausgehärtet ist, nicht sehr groß (die hatten auch eine Feuerschale im Zelt). Einen alten, leinölgetränkten Lumpen (ausgehärtet) bekommt man mit einem Feuerzeug nur schwer zum brennen.
Das Gewicht erhöht sich nicht übermäßig und Viechzeug wird auch nicht angezogen.
Ist doch mal ein Vorschlag, oder?
Ach ja: Das Wasserdichte “ßlzeug” der seefahrenden Nordlicheter hat seinen Namen ja auch nicht von ungefähr…
Euer Traumschmied

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Eintrag #70 vom 01. Jun. 2006 19:05 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Das mit dem Leinöl ist eine gute Idee, aber schimmelt das Zelt dann nicht vieleicht?
Viele Grüße

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Eintrag #71 vom 01. Jun. 2006 19:09 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Leinöl bitte nicht mit Leinölfirnis aus dem Baumarkt verwechseln! Mit Leinölfirnis getränkte Lappen (Zeltplane ist ja nix anderes) neigen zur Selbstentzündung…
Gruß,
Steffi

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Eintrag #72 vom 01. Jun. 2006 19:51 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr
Leinöl schimmelt nicht und wird auch nicht ranzig, da der Auftrag nur sehr dünn sein muß (also bitte nicht tränken! das ist zuviel des Guten. Einfach satt aufpinseln). D.h. es härtet schneller durch, als es schlecht werden kann. Und wenn es erst mal fest ist, passiert nix mehr.
Leinöl und Leinölfirnis:
Leinöl braucht mindestens 2 Wochen zum Aushärten. Firnis ist verkocht und mit “Sikkativen” = Trocknungsmitteln (Schwermetalle = Giftig, es genügen aber winzigste Mengen = nahezu unbedenklich) versetzt.
Ich würde daher ruhig Firnis nehmen. Reines, unverkochtes und unsikkativiertes ßl ist außerdem um etwa das doppelte teurer, wegen geringerer Nachfrage. Firnisse werden außerdem fast seit es Leinöl gibt hergestellt, sind also genauso “a” und brauchen nur einen Bruchteil der Zeit zum trocknen.
Aber GANZ WICHTIG:
Das Zelt sofort nach dem ßlen aufbauen und mit sauber gespannter Plane trocknen lassen. Auf keinen Fall als “Ballen” zusammengelegt ö.ä, das kann sich von selbst entzünden, da beim Abbinden Wärme entsteht und das ßl eine hohe Affinität zu dem Luftsauerstoff hat. außerdem würde es natürlich verkleben.
Getränkte Lumpen und Werkzeuge, die nicht gereinigt sonder weggeworfen werden, macht man mit Wasser triefnass und entsorgt sie in diesem Zustand in eine Mülltonne mit Deckel, dann kann fast nix passieren.
Selbstendzündungsgefahr besteht vor allem bei zusammengeknüllten Lumpen. Manche Tischlereien sind deshalb schon abgebrannt.
Das fertige “ßltuch” ist aber, wie gesagt, ziemlich schlecht entflammbar!
Euer Traumschmied

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Eintrag #73 vom 03. Jun. 2006 18:48 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo nochmal. Ich habe mal eine andere Frage, die ich leider stellen muss da wir ja in Deutschland leben. Wie ist es denn generell mit solchen Zelten bei Mittelalterveranstaltungen bzgl:
a) Feuergefahr - darf man mit ßl bepinselte Zelte oder Zelte aus nicht brandhemmendem Leinen oder Segeltuch oder ganz einfachem Zeltstoff überhaupt aufstellen?
b) Wildcampen - wie gerne sehen die Veranstalter daß man sein Zelt auf dem Gelände aufstellt bzw gibt es erfahrungsgemäß Probleme wenn man das Zelt ggf vor dem Gelände (auf einer Wiese, neben dem Parkplatz o.ä.) aufstellt, falls einen die Veranstalter nicht rein lassen? Wir sind ja kein Verein mit Verkaufsstand oder so.
Ciao
Aurora

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Eintrag #74 vom 04. Jun. 2006 12:05 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Ist zwar etwas off-topic aber trotzdem:
Man sollte einfach vorher den Veranstalter fragen, ob man erwünscht ist. Möglichst mit einem kleinem Portfolio, was man so macht. Dann sagt der Veranstalter zu oder lehnt euch ab und ihr wisst bescheid.
Wild campen ist in Deutschland schlicht verboten.
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #75 vom 16. Jun. 2006 00:57 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Ist neben dem Gelände Campen schon wildcampen? Toilette etc sind ja auch dem Gelände verfügbar. Hab das zumindest schon ein paar mal gesehen, daß Gäste davor gecampt haben. Waren die “illegal” ;-)
Mit dem “was zu bieten” ist es bei uns noch etwas mau. Bisher sind wir einfach nur gerne anwesend und würden gerne auch mal über Nacht bleiben. Wir sind jetzt kein Verein die irgendwelche Turniere oder Handwerker haben. Bogenschiessen tun wir und zwei von uns würden gerne Musik machen. Aber wir haben keinen Stand oder so was. Sieht also eher schlecht aus für uns, oder?

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Eintrag #76 vom 16. Jun. 2006 09:12 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, das ist schon wildcampen.
Und ob’s schlecht für euch aussieht: Nö, dann dürft ihr nur keine hohen Forderungen stellen. Dann könnt ihr schon mitmachen. Probierts doch einfach. Aber das hat nun wirklich nichts mehr mit “Zelte mittelalterlich imprägnieren” zu tun.
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #77 vom 26. Jun. 2006 01:33 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Stimmt. Also zurück zum Topic. Es kam irgendwo mal der Vorschlag auf den Stoff zu wachsen oder einen gewachsten Stoff als “ßberdecke” zu verwenden falls es regnet. Die Antwort war daß das eher nicht authentisch ist, da Wachs ein Luxusgut war. Dazu habe ich noch eine Frage. Met war doch ein beliebtes Getränk (neben Bräu und Wein). Kann das sein wenn Honig und Wachs so luxuriös waren? Oder kann es nicht doch sein daß Wachs leichter verfügbar war?
Für heutige Zelte kommt es vermutlich wegen der Brandgefahr nicht in Frage. Apropos - weiss jemand ob es gegen die Feuergefahr früher schon Möglichkeiten gab? Gerade bei Zelten die eine Feuerstelle innen hatten stelle ich mir die Feuergefahr recht hoch vor wenn das Zeltmaterial aus Leinenstoff (vielleicht auch noch mit Leinöl oder Wachs getränkt) bestand…

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Eintrag #78 vom 26. Jun. 2006 07:38 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Anja
Ich glaube, Wachs (bzw. Bienenwachs) war nur zum Verbrennen als Kerze Luxus. Und genauer betrachtet hat sich das bis heute nicht geändert!
Und Leinöl ist, wie gesagt, wenn es ausgehärtet ist nicht mehr gut brennbar. Probiert das ruhig mal mit einem Stoffetzen aus.
Vorstellbar zur Imprägnierung wäre noch eine Mischung aus Leinöl und etwas Wachs. Das könnte dazu beitragen, das ßltuch etwas geschmeidiger zu halten.
Euer Traumschmied

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Eintrag #79 vom 26. Jun. 2006 08:55 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Welche Zelte hatten denn innen eine Feuerstelle?
Gruß, Jens

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Eintrag #80 vom 26. Jun. 2006 09:08 Uhr Sven Wolfgang Pfeifenberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sven Wolfgang Pfeifenberger eine Nachricht zu schreiben.

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….im Zelt? Naja, Tipis und Jurten/Koten, also Indianer und Pfadfinder eben…
Sven W.P.

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Eintrag #81 vom 26. Jun. 2006 09:48 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Heisst der Thread nicht “Zelte _mittelalterlich_ imprägnieren” oder bin ich blind? ;)
Gruß, Jens

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Eintrag #82 vom 26. Jun. 2006 10:00 Uhr Sven Wolfgang Pfeifenberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sven Wolfgang Pfeifenberger eine Nachricht zu schreiben.

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…steht zumindest so drüber, ja richtig….
:-P
Gruß
Sven W.P.

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Eintrag #83 vom 26. Jun. 2006 11:22 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Nur so am Rande…
Wachsgetränkter Stoff brennt tendentiell _länger_ aber keineswegs _besser_ als reiner Stoff.
Im Gegenteil, ewr ist sogar schwerer entflammbar, da das Wachs erstmal schmelzen muß, bevor der Stoff brennen kann.
Insofern ist das auch eine relative Sache.
Was ich aber langsam nicht mehr verstehe…
Wo sind wir jetzt grade ?
Bei historischer Zeltimprägnierung ?
Dann verweise ich auf die hier geposteten Erfahrungen mit dichtem Leinen.
Bei modernen Gesetzen zum Brandschutz ?
Bei historischen Mitteln, die unhistorische Zeltstoffe abdichten könnten ?
Irgendwo hab ich den Faden verloren.
Zelte aus historisch korrektem Leinen sind dicht,
Zelte aus Baumwolle kann man dann auch chemisch imprägnieren, das macht die Sache auch nicht mehr fett,
und ein Verbot von Naturstoffzelten wegen Feuergefahr besteht meines Wissens nach in keiner Verordnung.
Gruß, Ivain

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Eintrag #84 vom 27. Jun. 2006 11:57 Uhr Linda Doernbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Linda Doernbach eine Nachricht zu schreiben.

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Leinöl?
Von der klassischen Maltechnik her, ist den Kontakt zwischen Leinwand und Leinöl zu vermeiden. Die Fasern werden mit der Zeit spröde und brüchig, weil Leinöl leicht säuerlich ist. ßrgerlich für ein Bild. . .oder Zelt. Deshalb wurde die Leinwand erst mit gestocktem Hasenleimwasser versiegelt, dann grundiert. (Wurde ich für einem Zelt nicht empfehlen, da den Leim wird anschließend mit Formalin gehärtet!!)
Leinöl rieche ich sehr gern im Atelier, aber ein ganzes Zelt? Und darin zu schlafen? Uuuuuuaaaaah!
Liebe Grüsse,
Linda

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Eintrag #85 vom 06. Jul. 2006 17:41 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
also mit dem Met ist es so, dass der im Hochmittelalter sowieso sehr schnell an Beliebtheit einbüßt und im Spätmittelalter fast nur noch auf der adligen Tafel - selbst da nur noch selten - landet. Es gibt zwar noch einige Rezepte, die stammen aber meist aus dem Umfeld von Adligen und hohen Klerikern. Das sagt zwar über den Wert von Honig und Wachs nicht viel aus, da aber Wachskerzen eine teure Sache waren und der Preis sich wohl aus dem Wert der verwendeten Rohstoffe plus Arbeitsaufwand errechnet, dürfte auch Rohwachs teurer gewesen sein, zumindest teurer als die als Brennmaterial verwendeten Ersatzstoffe wie z.B. Rindertalg (auch in Kerzenform oder ähnlich wie ßl in napfartigen Gefäßen und Lampen verbrannt). Daher kann ich es mir auch nicht vorstellen, dass man Wachs zum Abdichten auf ein Zelt geschmiert hätte.
Zur kieselsauren Tonerde: ich kenne mich zwar nicht so mit kieselsaurer Tonerde aus, aber meinem Schulwissen, eigener Erfahrung und den Töpfern zufolge, quellen Tonerden selbst recht stark. Daher sind Tongefäße nach dem Trocknen und Brennen teils bis zu 20% kleiner als im Rohzustand. Daher nehme ich an, dass Tonerde eventuel die Quelleigenschaften von Naturfasern dadurch verstärken könnte, dass es sich in die nach dem Aufquellen noch vorhandenen Hohlräume setzt und selbst quillt, wodurch die Hohlräume noch abgedichtet werden dürften. Meines Wissens nach verwenden Pfadfinder und Bündische Jugend gerne kieselsaure Tonerde um ihre Jungenschaftsjacken und Kothen abzudichten und ich habe bisher noch keine Klagen über undichte JuSchas oder Zelte gehört. Man muss das Imprägnieren natürlich alle paar Jahre mal wiederholen und darf das Zelt auch nicht mit Hand oder sogar in der Waschmaschine waschen.
ßl scheidet wohl schon deshalb für Zelte aus, weil ßlfrüchte in Nordeuropa nur marginal, meist im Nebenerwerb, angebaut oder gesammelt wurden und Pflanzenöle wieder im Vergleich zu tierischen Ersatzstoffen teurer waren. Daher wird es auch vielen (teils sogar recht strengen) Klöstern erlaubt, überhaupt erst Schweineschmalz - tierische Produkte von Vierfüßern sind ja eigentlich tabu - selbst an Fasttagen zu verwenden um teurere Pflanzenöle, besonders Olivenöl aus dem Mittelmeerraum aber auch Lein-, Sonnenblumen- und Rapsöl, zu vermeiden. Diese Regelungen wurden nach erbitterten Diskussionen getroffen, um unter anderem übertriebenem Luxus oder gar dem wirtschaftlichen Ruin der Klöster vorzubeugen. Daher taugt ßl zwar schon zum imprägnieren, wurde aber wohl eher anderweitig verwendet. Das ßlzeug der Seemänner dürfte Spezialbekleidung gewesen sein, die auch preislich sicher teurer war als normale Kleidung.
Grüße
Andreas

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Eintrag #86 vom 06. Jul. 2006 18:12 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo nochmal,
kleine Ergänzungen.
Wenn das Zelt ordentlich aufgebaut ist, die Dachneigung stimmt, sich dann keine Pfützen bilden können, und man von innen nichts angelehnt hat, dürfte ein Zellt aus einem gescheiten Stoff, auch wenn es Baumwolle ist, schon eine Weile dicht sein. Was man da so alles auf manchen Märkten oder Veranstaltungen sieht läßt einem die Haare zu Berge stehen. Wenn der Swimmingpool erst auf dem Dach ist,brauch man sich nicht zu wundern, wenn es durchregnet.
Außerdem: Nach einem Dauerregen von mehreren Tagen Dauer oder in einer bestimmten Stärke fangen oft auch moderne Zelte mit modernen Imprägnierungen des Durchsiffen an.
Grüße
Andreas

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Eintrag #87 vom 09. Jul. 2006 15:39 Uhr Klaus Scheffler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Scheffler eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo werte TV Gemeinde
Ich kann da Andreas (unbekannter weise) nur beipflichten. Ich baue schon seit 20 Jahren mal hier und da für gute Freunde ein Zelte. Seit 13 Jahren benutze ich immer denselben Baumwoll bzw. Leinenstoff. Und der ist nie Imprägniert gewesen. Selbst Zelte die schon mehrere Jahre auf dem Buckel haben sind noch Regendicht. Wichtig ist natürlich ein verhältnismäßig schwerer Stoff und der sollte dicht gewebt sein.. Ich verwende für Baumwollstoff ein Gewicht von mindestens 450 g pro m². Für Leinenstoff sogar noch ein wenig mehr, über 600g pro m². Nach meiner Erfahrung ist das das Optimale. Und solltet ihr euch mal nicht sicher sein. Lasst euch von eurem Zeltmacher oder Stofflieferanten ein kleines Stück geben und legt es in ein Küchensieb und füllt es mit Wasser. Ich lasse es meistens 48 Stunden drin und wenn kein Wasser durch geht, dann solltet ihr keine Probleme kriegen, und könnt den Stoff bedenkenlos nehmen.
Ich hoffe ich konnte euch etwas weiterhelfen.
Klaus

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Eintrag #88 vom 23. Jul. 2006 12:11 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich werde jetzt meinen Versuch starten. Ich habe Baumwollstoff mit ca 600g genommen (zu Leinen reichen meine Finanzen als arme Studentin nicht), der ist wirklich gut dicht. Leider war er wohl irgendwie vorbehandelt obwohl er nicht imprägniert gewesen sein soll. Jedenfalls kam etwas braunes klebriges raus als ich ihn gewaschen habe. Man konnte ihn im trockenen Zustand als Wasserrutsche benutzen - vollkommen dicht, aber nach ein paar Minuten wenn es Pfützen gab ging doch etwas durch. Ich werde die “spoked wheel” konstruktion verwenden, die erschien mir recht praktisch und plausibel. Wenn es fertig ist werde ich evtl noch den Tip aus diesem Thread aufnehmen und bei geschlossenem Zelt drinnen ein Feuer mit harzhaltigem Holz machen und hoffen daß es etwas zur imprägnierung beiträgt. Wenn das nicht hilft werde ich es mit Leinöl probieren, wobei das halt eine ziemliche Sauerei geben wird (und teuer ist).
Ich bin mal gespannt was dabei rauskommt …
Aurora

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Eintrag #89 vom 23. Jul. 2006 21:50 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Anja
Wenn Du wirklich 600gr Baumwolle hast, brauchst du im grunde nicht imprägnieren.
Das mit der Rutsche klingt gut(-:.
Aber auch bei leinen, wenn du eine wassersäule auf dem stoff stehen hast, tropft es durch. In der regel ist eine Zeltwand aber !schräg! und das wasser läuft ab und somit kann sich keine fütze(wassersäule) bilden worduch es tropfen könnte.
Baumwolle hat zwar nicht die quelleigenschafften wie leinen, aber bei dem schweren stoff dürfte es auch damit gehen.
WeDas mit der schmiere klingt komisch. Da scheint doch was drin gewesen zu sein!?
Wenn das zelt fertig ist, stell es auf und halten den wasserschlauch drauf und schau was passiert.
Der Stoff darf innen leicht nass sein, aber es darf nur nicht tropfen.
Grüße
Thomas

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Eintrag #91 vom 30. Sep. 2006 01:57 Uhr Anja Wunderlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Anja Wunderlich eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, ich achte auf jeden Fall mal drauf daß alle Wände und das Dach genug Schräge haben und ich denke mal was auch irre wichtig ist, daß alles gut gespannt ist, also nichts durchhängen kann. Das mit dem Ausräuchern mit einem Feuer von harzigem Holz hatte ich mal überlegt. In der letzten Karfunkel war ja dazu ein lustiger Bericht in den Leserbriefen wo jemand sein Zelt damit abgefackelt hat, also ist dabei wohl Vorsicht geboten.
Zumindest habe ich mir für die “spoked Wheel”-Konstruktion jetzt mal aus dem Wald ein paar Holzstangen geholt und mit der Axt bearbeitet, schaut schöner aus als Baumarkt-Holzlatten. Allerdings werd ich die Nähte ned per Hand machen können (sind ja grad mal etwas über 100 m Naht), dafür hab ich ne Nähmaschine von 1900 rum, die auch den dicken Stoff packt ;-)
Ich hoffe ich werd diesen Herbst noch fertig damit…
Aurora

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Eintrag #92 vom 13. Jun. 2008 20:18 Uhr Marcel Hammer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marcel Hammer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zelt "ausräuchern" (imprägnieren)

Hi ihr Lieben!
Hab mir letztes Jahr ein Zelt gekauft, das aber aus einem relativ leichten Stoff besteht. Selbst nachdem es imprägniert wurde, hat es noch durchgenieselt, wenn es stark geregnet hat.
Jetzt hab ich letztens das Zelt nachimprägniert (ich weiß nicht, wie das Mittel hieß, auf jeden Fall hat es Essig als Lösungsmittel benötigt). Ich hab das ganze Zelt 4-5 mal eingesprüht mit so einer Sprühflasche für Dünger und trotzdem hat mich ein leichter Nieselregen geweckt!
Jetzt hatte jemand den Tipp, das Zelt mit harzigem Holz auszuräuchern! Daher meine Frage:
Hat das schonmal jemand gemacht? Wie sind die Erfahrungen? Aber vor allem: Was brauche ich alles, wie gehe ich vor?
Danke und viele liebe Grüße! Marcel

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Eintrag #93 vom 15. Jun. 2008 09:25 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zelt Ausräuchern

Also soviel ich weiß bruachst du Harziges Holz, eine Feuerstelle und einen Feuerlöscher, einem bekannten ist dabei das Zelt abgebrannt. Ich denke du brauchst keine Flamme sondern nur den Rauch. Achja viel zeit wirst du auch brauchen.

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Eintrag #94 vom 17. Jun. 2008 10:33 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Falscher Stoff

Du hast einfach den falschen - zu dünn gewebten - Stoff gekauft. Das bekommst Du nie dicht. Bevor Du Dein Zelt nun mit dilettantischen Imprägnier-Versuchen ruinierst und Dich “die Platze” ärgerst, solltest Du es an einen Schönwettercamper verkaufen und Dir ein Zelt mit hinreichend dicht gewebtem Stoff - am besten Leinen - und möglichst steilen Wänden kaufen. Mein Leinenkegel hat bisher sowohl jedem Sommerplatzregen als auch Dauerberieselungen standgehalten.
Grüße aus dem Havelland
Ulli

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Eintrag #95 vom 13. Aug. 2008 10:39 Uhr Christian Martin  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Martin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bezugsquelle?

Hallo
Also jetzt wissen wir ja, dass wir einfach nur einen genügend dicken Leinenstoff brauchen, der eine ausreichende Neigung besitzt. Wahlweise kann da Zelt von innen noch ausgeräuchert werden.
Aber wo bekomm ich genau einen solchen Leinenstoff her? Und zwar am besten zu einem halbwegs vernünftigem Preis.
Hier ham ja schon einige geschrieben, dass sie ihr Zelt mit einem solchen Stoff gemacht haben. Wo habt ihr den gekauft?
Unsere ersten 4 Zelte haben wir mit Segeltuchstoff aus Baumwolle gebaut. Ich glaub 400g/m² oder so in etwa. Dann noch mit imprägnierflaschen imprägniert. Hält ganz ok bisher, längeren starken Regen waren sie allerdings noch nicht ausgesetzt. Ich denke wir sollten sie auch mal von innen “ausräuchern”. Schaden kann es bestimmt nicht.
Gruß
Specki

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Eintrag #96 vom 17. Mai. 2010 17:29 Uhr Verena Gresz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Verena Gresz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brauche dringend Hilfe beim imprägnieren meines Zeltes!!

Hallo zusammen, hab eine sehr wichtige Frage an euch.
Mein Zeltmitbewohner war dieses Wochenende mit unserem Mittelalterzelt in der Schweiz. Es hat das ganze Wochenende durchgeregnet und scheinbar hat es in unserem Zelt kaum weniger geregnet als drausen :-( …
Wir haben unser Zelt schon desöfteren mit Imprägnierspray eingesprayt..
Außerdem achten wir auch immer darauf, dass es schön gepannt ist, damit sich keine Säcke bilden. Daran kann es also nicht liegen.
Allerdings haben wir vor ein paar Jahren das Zelt mit Farbe bestrichen..
Könnte es vielleicht sein dass es an der Farbe liegt? Dass die Farbe im lauf der Jahre porös wurde und deshalb das Leinen nicht mehr abdichtet?
Und wenn es an der Farbe liegt, was kann ich dann dagegen tun?
Nochmal streichen? Oder gibt es noch andere Tipps die wirklich helfen?!!
Ich bin echt ratlos.. Aber da wir dieses Wochenende wieder auf einem Markt sind und das Wetter sich kaum zu bessern scheint hoff ich dass mir jemand von euch helfen kann.
Liebe Grüße!

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Eintrag #97 vom 17. Mai. 2010 17:57 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Leinenzelt?

Wenns ein Leinenzelt ist, habt ihr mit der “Farbe” was verkehrt gemacht.
Leinen dichtet sich selbst ( als Zeltbahn) wenns nass wird, Quillt und was doch noch durchkommt läuft quasi im Gewebe ab.
Mit Farbe geht das nicht mehr, weil das Leinen in der Farbe trocken bleibt.. Tja und die Farbe wird trocken und spröde.
Nachmalen oder neue Bahnen kaufen und die nicht behandeln

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Eintrag #98 vom 17. Mai. 2010 19:34 Uhr Verena Gresz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Verena Gresz eine Nachricht zu schreiben.

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Also denkst du dass mit der selben Farbe nochmal nachmahlen Wirkung zeigt?
Wie sieht es aus mit räuchern?
Bringt das überhaupt was bei einem bemalten Zelt? Das wäre eine Möglichkeit die wir noch nicht probiert haben..

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Eintrag #99 vom 17. Mai. 2010 20:09 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Räuchern

Räuchern bringt VIELLEICHT etwas. Wenn ihr sehr grünes Nadelholz nehmt, ruhig mit Grün dran. Der Russige Rauch setzt sich vielleicht noch in die “Poren” aber ich weiß nicht in wie weit er sich da noch halten kann mit der Farbe zusammen.
Gruß Patrick

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Eintrag #100 vom 17. Mai. 2010 20:18 Uhr Verena Gresz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Verena Gresz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wachsen

Ok, und wachsen oder ölen oder ähnliches? Hätte das in unserem Fall vielleicht mehr Wirkung?

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Eintrag #101 vom 17. Mai. 2010 20:37 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht wachsen oder Ölen

NEIN
Wenn schon den Fasern verboten wird, die Lücken zwischen ihnen, die Löcher vom Weben, selbst zu schließen, dann bitte selber zu schmieren!
Alle Imprägniermittel schützen die Faser vor Wasser, durch die kleinen Löcher vom Weben sprühts dann bei Platzregen wie aus der Sprühflasche, sammelt sich an den Stangen etc und “Dröppelt.Mein A-Zelt aus Baumwolle ist ”dicht“ ausser es liegt was direkt an der Plane, das wird dann nass. Solange nichts die Plane von unten berührt, tropft auch nichts.
Finger dran und der Sack, wenns denn mal einen beim ”Trocknen" gibt, tropft leer.
Allerdings sollte der Stoff schon Zeltqualität haben, also kein Ikealeinen

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Eintrag #102 vom 17. Mai. 2010 22:16 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leinenzelte

Also teilweise wurde es schon gesagt, aber da Wilfrieds Beiträge immer etwas wirr sind, nochmal klar gesagt:
- Leinenzelte gehören _nicht_ imprägniert, das ist kontraproduktiv. Sie sind selbstdichtend bei entsprechender Faserstärke, die sich in entsprechendem Gewicht (500-600g/qm) niederschlägt. Diese quilt auf, und dichtet; in der Folge zieht sich das Gewebe auch zusammen.
- Dort, wo Farbe darauf ist, geht das freilich nicht. Solange die Farbe dicht hält, dürfte das kein Problem geben, wenn nimmer, dann dürfte die Faser nimmer quellen können, abhängig davon, was ihr für eine Farbe benutzt habt
-Ergo: Imprägnierung raus, bemalte Stellen nachmalen. Und halt einfach mal mit Gartenschlauch auf Spürstellung testen.

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Eintrag #103 vom 24. Mai. 2010 09:30 Uhr Alexander Mühlbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Mühlbauer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht eigentlich muss man ein zelt nicht impregnieren

aber wer es unbedingt will kann das sehr gut mit Tannen saft machen
den kann man gewinnen indem man die rinde abzieht ,den saftaustritt sammelt (es ist sehr viel Baum noetig)
und die frische rinde ins wasser legt so ca 1-2 tage (die rinde darf dabei nicht schwimmen sondern nur so nass sein das sie gut im wasser liegt so ca 1 zu 1 volumen )
es klebt zwar bei jedem nass werden wieder ein bischen ,aber es verschliest die kleinen zwischenraeume beim leinen falls es welche giebt,,,
leider giebts auch wasserlauf spuhren dann auch
aber dichter wirds

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Eintrag #104 vom 24. Mai. 2010 11:58 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Übersetzung

Leinen nicht imprägnieren, da die Zelte dadurch mit der Zeit undicht werden.
Der Vorteil des Selbstdichtens durch Aufquellen wird durchs Imprägnieren verspielt.
Farbe in der Faser, → keine Wasseraufnahme → kein Aufquellen → undicht
Stellen neu bemalen macht für eine kurze Zeit wieder dicht.
Test:
Gartenschlauch auf Sprühstellung, Zelt wässern und gucken, wo´s durchtropft.
Wer imprägnieren will, lauge Tannenrinde aus und wasche sein Zelt in konzentrierter Lauge
So ungefähr?

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Eintrag #105 vom 26. Mai. 2010 20:56 Uhr Alexander Mühlbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Mühlbauer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ja so ungefaehr

ja so ungefaehr.
einfach eintauchen oder flaechendeckend bespruehen bestreichen oder was auch immer
bringt aber leider nicht nur vorteile wie schon beschrieben,,, wasserflecken klebrig wenn nass usw

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Eintrag #108 vom 03. Mai. 2013 14:29 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht leichte Stockflecken

Hallo Leute,
Ich wollte nix neues dafür aufmachen, deshalb hänge ich es mal hier dran.
Ich habe seit nunmehr sieben Jahren einen handgenähten Leinen Kegel der auch wunderbar dicht ist aufgrund des guten Stoffes.
Leider musste ich nun feststellen das ich am unteren Rand auf einer Höhe von ca. 20 cm gleichmäßig verteilt kleine(!) Stockflecken habe.
Jetzt ist die frage: was kann/muss ich tun damit sich die Stockflecken nicht vermehren.
Das Zelt wird und wurde immer vor dem verpacken komplett hängend getrocknet. Woher die Flecken kommen kann ich mir bis jetzt nicht erklären. Aber darum geht es momentan nicht.
Wenn ich einmal Stockflecken habe, vermehren sie sich von selbst auch im trockenen Zustand, oder kann ich vielleicht durch eine fäulnisshemmende Behandlung die Bildung von weiteren Stockflecken verhindern??
Der erste Gedanke war essigsaure Tonerde. Ich bin mir aber nicht sicher wie sich das dann später auf die Quelleigenschafften des Leinen auswirkt??
Wie sieht es einfach mit Essig aus?? bleibt der nach dem abtrocknen soweit im Stoff das dies funktionieren könnnte??
Moderne Chemiemittel scheiden aus. Mir fehlt aber grundsätzlich das Wissen über die Auswirkungen auf den Stoff wenn ich die Stockfleckenverbreitung durch ein Mittel stoppen möchte.
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
Grüße
Thomas

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Eintrag #109 vom 03. Mai. 2013 15:44 Uhr Daniela (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Daniela eine Nachricht zu schreiben.

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Stockflecken können schon durch Luftfeuchtigkeit entstehen.
Ich hatte das “Vergnügen” bei meinem imprägniertem Baumwoll-Campingzelt. Die Flecken habe ich mit Essig behandelt, nach 1 Tag mit Wasser abgespült und ein paar Tage in die Sonne gestellt. Die Flecken sind raus und es ist in den letzten 10 Jahren nichts mehr passiert(hab den Plastiksack aber gegen einen aus Stoff getauscht). Das Zelt ist an den behandelten Stellen weiterhin, auch ohne neue Imprägnierung dicht. ;)
Ich hoffe es hilft,
Dannie

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Eintrag #110 vom 15. Jun. 2013 04:11 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht inprägnierung

ich habe mein zelt aus leinen bei einem hersteller aus polen bestellt leider hat in einer starken regennacht an einer stelle wo besonders viel genäht worden ist der regen einen weg ins innere gefunden. Wie kann ich das unterbinden? Aus dem Schwarzzeltbereich kenne ich ein kommerzielles Imprägniermittel “Baumwollgewebe Imprägnierkonzentrat”. Von den Inhaltsstoffen und der Anwendbarkeit auf Leinen weiß ich nichts.

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Eintrag #111 vom 15. Jun. 2013 10:32 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leinen NICHT imprägnieren

Thorsten, ich muss jetzt mal leider so deutlich sagen, dass es mir schleierhaft ist, wie nach dem wirklich fünfzigtausendsten Mal es immer noch Leute gibt, die es noch nicht irgendwo gelesen haben:
Leinen muss man NICHT imprägnieren. Leinen quillt auf, und ist bei entsprechender Dicke/Faserdicke regendicht. Sollte ein Zelt aus Leinen doch irgendwo Leckage haben, liegt es an falscher Verarbeitung oder Aufbau. Es zu imprägnieren wäre kontraproduktiv, ausserdem lößt es das Problem nicht.
Schau dir die stelle an und guck, was das Problem ist: Naht, eine schlechtgesetzte Kante, oder zuviel Zug auf die Stelle (durch zu straffe Abspannung). Ggffs. ändere die Naht oder setz nen Flicken. Maximal kann etwas Wachs auf die Naht helfen.

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