Hallo Hadu. Zinn fand im HMA sicher Verwendung, aber (ganz ausschliessen kann man es natürlich nicht) nicht in Form von Gürtelschnallen. Mir ist kein zinnener Gürtelschnallenfund bekannt, wohl aber Funde von zinnernen Schuhschnallen. Ich denke, dass Zinn den Kräften, die an einer Gürtelschnalle wirken nicht lange gewachsen ist - und sich deshalb die Kupferlegierungen durchgesetzt haben. Die wesentlich kleineren Schuhschnallen können die Kräfte besser verkraften, so dass man dort auf Zinn zurückgreifen konnte. Hier ein Bild:
antiquities.cloud-9.net/cgi-bin/Strong_Collection.cgi?[
] Auch bei Ringfibeln, Scheibenfibeln, Fürspannen und Gürtelbeschlägen fand Zinn Verwendung. Bilder (etwas schwammig datiert):
antiquities.cloud-9.net/cgi-bin/Strong_Collection.cgi?[
] antiquities.cloud-9.net/cgi-bin/Strong_Collection.cgi?[
] antiquities.cloud-9.net/cgi-bin/Strong_Collection.cgi?[
] Im HMA (weiss gerade nicht genau wann) begann man, Schnallen mitunter zu verzinnen - zur Verschönerung und/oder als Korrosionsschutz. Seit wann gehört Zinngeschirr ins 17.Jahrhundert? Becher, Krüge , Löffel etc. sind doch der SMA-Renner… Bin gerade noch auf der Arbeit. Ich schau heute Abend mal in die Bücher und reiche die Quellen nach…vielleicht finde ich ja auch noch ein paar Funde aus dem beginnendem HMA. Grüße, Patrick.