Danke für die Links, Tassilo, aber es war ja vom HMA die Rede…von dem ich nun aber immer noch nicht weiss, welcher Zeitraum nu wirklich gemeint ist. Im frühen 14ten habe ich schonmal davon gehört, habe aber keine Belege, wäre insofern übe mehr Info für pre-1350 dankbar.
Zudem habe ich in einem Buch eine Abbildung eines Zinntellers aus dem 15. aus dem Hist. Museum Basel zusammen mit mehreren Hinweisen für Zinnteller auf Gemälden.
Eintrag #8 vom 08. Sep. 2004 09:31 Uhr
Hans-Christoph
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Dafür haben wir doch das Forum; um alle unser Wissen zu erweitern…
Ich habe auch nicht geschrieben, dass Kochgeschirr aus Zinn war! Und bei der Zinngiesser-Innung sehe ich einen Zeitraum “Gotik 1200 - 1450” und drei unspezifizierte Abbildungen. Das hilft hier auch nicht weiter! Bring doch bitte genau datierte Belege…
Für Dich wäre die Seite auch nutzenswert, bevor Du was falsches über das Metall bzw. Herstellungszeiten oder Verwendung erwähnst.
Kochkessel und Pfannen waren niemals aus Zinn. Die waren wenn dann Kupferkessel oder Kupferpfannen die verzinnt waren. Zinn würde auf dem Herd schmelzen. Aber ich gehe mal davon aus, das Du das gemeint hast.
@Till:
alleine schon diese Anmerkung kann Dich was kosten “man sollte also vorsichtig sein bei Zinn.”
Wenn man von dem Metall keine Ahnung hat, sollte man darauf achten keine geschäftsschädigenden ßußerungen von sich zu geben.
@Michael:
Wenn Du schon das mit der Zinnpest schreibst, dann bitte alles…. vor allem die Zusammenhänge.
Zinn zerfällt nicht alleine unterhalb dieser Temperatur, sondern es gehört noch Feuchtigkeit dazu. Und wenn Du viel Zeit hast…sehr viel Zeit, kannst Du nach einigen Jahrzehnten wieder das Teil betrachten, um dann feststellen zu müssen, das dieser Prozess sehr langsam von statten geht. Es wird keinem der Becher im Winter zu staub zerfallen beim Trinken noch die Gürtelschliesse vom Ranzen fallen und man dadurch dann im “Freien” stehen müßte.
Ich bitte alle diejenigen die etwas über Zinn erzählen wollen sich vorher zu erkundigen. Es ist immer wieder peinlich so Halbwahrheiten und geschriebenen Müll lesen zu müssen.
Beiträge in irgendwelchen Zeitschriften, die vor etwas warnen was gar nicht da ist, ist schlimmer als Bild oder Kronenzeitung.
Ihr könnt auch mir Löcher in den Bauch fragen, die ich gerne beantworten werde, wenn es über Zinn, dessen Herstellung, das Handwerk, den Gebrauch und die Geschichte geht.
So entschuldigt auch den etwas derben Ton meiner Seits, aber genau das muß ich auf Veranstaltungen jeglicher Art, von “Mittelalterfesten” über Stadtfeste etc. richtig stellen.
Stephan Dörr
Landesinnungobermeister des Zinngießerhandwerks für Bayern und Baden-Württemberg
Eintrag #5 vom 07. Sep. 2004 13:20 Uhr
Hans-Christoph
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Es wird von HMA geredet- welches denn? Also von welchem Zeitfenster reden wir, nach der Definition des einen ist das HMA 1250 zu Ende, nach der des anderen 1350…
Ausserdem wird die Region ne Rolle spielen, in Nürnberg z.B. war das Zinnhandwerk bereits recht früh ansässig, genaueres habe ich aber noch nicht.
Also, im aktuellen Karfunkel(Nr 53) wird in einem Artikel am Rande was von Zinnkrügen in den Gemächern der Oberschicht im HMA erwähnt. Genaueres wird aber nicht erwähnt, dazu ist das in dem Artikel “Umweltgifte und Geisteskrankheiten im Mittelalter”, man sollte also vorsichtig sein bei Zinn.
Eintrag #2 vom 07. Sep. 2004 12:27 Uhr
Hans-Christoph
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Ausser im zeremoniellen und klerikalen Bereich gibt es meines Wissens nach keine Belege für Metallverwendung bei Tafelgeschirr. Ausnahmen sind im Küchenbereich - Kochkessel und Pfannen - und die im 13. Jh aufkommenden Metallgrapen.
Pokale aus Metall werden wohl aufgrund ihrer Wertigkeit nicht aus Zinn gegossen, sondern eher aus Edelmetallen getrieben worden sein. Die ersten Metallöffel im profanen Bereich waren aus Silber gefertigt - eine Verwendung der heutigen Zinnreplikate ist daher bedenklich. Die Zinnverwendung in späteren Zeiten rührt wohl er von einem imitationsversuch der zeremoniellen Gefäße her!?
Wurde denn - ausser bei Pilgerabzeichen - Zinn bei der Schmuckproduktion verwendet?
mich würde brennend Interessieren , ob es außer dem üblichen gebrauch von Zinn im HMA als Gürtelschnalle , Schmuck oder ähnlichem auch die Option von einfachen Zinnbechern ( z.B. als Weinkelch … ) gibt , bzw. ob es evtl. auch noch so etwas wie zeitlich relativ genau festlegbare Funde gibt.