Ich habe dieses Werk nicht nochmal benannt, kann aber die Empfehlung nur wärmstens unterstützen. Ich habe es mir auch gekauft und bereue es ebenfalls nicht. Gerade das umfangreiche Bildmaterial ist einzigartig. In die englischen Texte muss man sich halt einlesen.
Eine weitere Empfehlung ist die “Ecclesiastica officia - Gebräuchebuch der Zisterzienser aus dem 12. Jahrhundert”, Hrsg. Herzog/Müller, Bernardus-Verlag Langwaden, ISBN 3-934551-75-0.
Wer sich für Konversen interessiert, dem kann ich noch “Die Konversen der Zisterzienser” von Michael Toepfer (Duncker & Humblot / Berlin) ans Herz legen.
Mit diesen vier Büchern hat man ein ordentliches Kompendium über Leben und Wirken der Zisterzienser im hohen Mittelalter.
Ich möchte an dieser Stelle nocheinmal ausdrücklich auf die weiter oben von Nikolaj genannte Veröffentlichung “The Cistercians in medieval art” verweisen. Das Buch wartet mit hervorragenden Beschreibungen der verschiedenen Ordenskleidungen im Zisterzienserorden für Chormönche, Conversen und Ordensschwestern aus und bietet eine riesige Fülle an Bildmaterial und Textquellen.
Hinzu kommen Beschreibungen von Haartracht, Lebensweise und Arbeit der Zisterzienser im Mittelalter. Das Werk ist wirklich DIE Quelle für jeden, der einen mittelalterlichen Zisterzienser darstellen möchte.
Ich habe mir das Buch seinerzeit gekauft und habe es bis heute nicht bereuht.
ich greife Moritz’ Bitte auf und mache hier weiter.
Leinenkleidung war bei abendländischen Mönchen des Mittelalters verpönt, weil sie glaubten, es leiste der Verweichlichung Vorschub. Insbesondere die Zisterzienser - allen voran Bernard von Clairvaux - führten im 12. Jhd. eine regelrechte Streitgespräch-Korrespondenz mit Benediktinern und Cluniazensern und kritisierten alle Kleidungsgewohnheiten, die ihrer Ansicht nach einer rigorosen Askese entgegen standen. Innerhalb der Klostermauern trugen Zisterzienser nicht mal Unterbekleidung.
Soweit die Benedikts-Regel auf Reisen Hosen (braccae=Bruchen) gestattete, kamen für Zisterzienser nur Wollbruchen in Frage.
Literatur-Tipp:
Gerd Zimmermann, Ordensleben und Lebensstandard, scripvaz-Verlag.
Das Buch betrachtet vor allem die monastischen Orden. Zimmermann unterlegt seine Ausführungen mit unzähligen zeitgenössischen Textquellen.
Übrigens sollte die Kleidung der Zisterzienser ungefärbt sein, das Skapulier also naturdunkelgraubraun …
Dafür wird aber z.B. die Entwicklung des Habits der Mönche, Laienbrüder und Nonnen von den Anfängen bis zum SMA eingehend erläutert und mit zahlreichen Abb. belegt.
“Die Zisterzienser - Geschichte und Architektur” von Leroux-Dhuys, Könemann Verlag ISBN 3-89508-893-5
Wird leider schwer sein zu erhalten, da nicht viele Exemplare gedruckt wurden.
Habe bisher nur flüchtig reingesehen. Hauptaugenmerk setzt der Autor auf die Architektur und das Buch wimmelt daher von sehr schönen Fotos. Es wird aber auch auf die Geschichte der Z eingeganen. Denke mal auch über die Kleidusng.
kennt jemand vernünftige Quellen,Abbildungen bzw. Bücher zu dem Aussehen eines Zistertiensermönches in Mitteldeutschland im ausgehenden 12. Jahrhundert?
Folgende Dinge sind mir bekannt und sollten deshalb nicht Gegenstand der Diskussion werden:
1.) Ich weiß, daß man zu dieser Zeit nicht von einem zusammenhängenden Deutschland sprechen kann. Das ist aber auch nicht Ziel meiner Frage. Wem´s nicht behagt möge setzen was er mag und was seiner Meinung nach treffender wäre…
2.) Ich weiß, daß es schwer ist, gesicherte Quellen zu diesem Thema zu finden. Habe selbst lange genug gesucht.
3.) Ich weiß, daß die Rechtfertigung einer Zistertienserdarstellung schwierig ist, da diese Gesellen so gut wie nie aus ihrem Kloster hinauskamen.