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Eintrag #1 vom 14. Mrz. 1998 00:00 Uhr Jo Stein   Nachricht

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Wie haben sich die “Alten” eigentlich ihr Feuer entfacht? Ok - mit Feuersteinen Aber wie komme ich dran? Macht Euch Gedanken, bis bald, gehabt Euch wohl Jo

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Eintrag #2 vom 24. Mrz. 1998 00:00 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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ßhm, jetzt muß ich doch noch einmal nachhaken: Wie, wie kommt man dran? Ich gebe zu, daß es da regionale Unterschiede geben mag, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber ich kann hier im Norden jedenfalls kaum zehn Schritte vor die Tür treten, ohne über kopfgroße Feuersteine zu stolpern, die man in handliche Stücke zerschlagen kann… Und in Verbindung mit einem stück relativ sprödem Eisen, wie man es sich von jedem Schmied liefern lassen kann, bekommt man auch schon die benötigten Funken. Dann noch den berühmten (brennt wie) ´Zunder´ und schon hat man (mit etwas ßbung) ein hübsches Feuerchen. Als Zunder eignet sich übrigens authentischerweise unter anderem der ´Flaum´ von Rohrkolben (Finger weg! Oder landesrechtliche Naturschutzbestimmungen beachten!) oder Löwenzahnsamen, oder (etwas moderner) in dünne Scheibchen geschnittene Baumpilzsorten, die vorher mit Salpeter getränkt wurden, Sägespäne und vieles andere. Voila! Gunther Markgraf von Bärennoth

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Eintrag #3 vom 27. Mrz. 1998 00:00 Uhr Thorsten Ringel   Nachricht

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Hallo zusammen, ja leider gibt es da regionale Unterschiede, im Norden ist das mit den Feuersteinen kein Problem, in Mitteldeutschland und Sueddeutschland leider schon, daher kann ich die Frage gut verstehen, wo man Feuersteine herbekommt. Wer von uns noch Norden in Urlaub faehrt, darf dann auch immer reichlich Material mitbringen. Das nur so als Info an die ´verwoehnten Nordlichter´ :-) Ciao Thorsten

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Eintrag #4 vom 25. Aug. 1998 15:15 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Vom letzten Ostsee-Kurztrip habe ich mir ein paar Flintsteinknollen mitgebracht, was ich jetzt noch brauche ist adäquater Zunder…ginge da auch trockenes Reisig oder Gras?

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Eintrag #5 vom 25. Aug. 1998 17:06 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Weniger; die Oberfläche eines Grashalms ist zu groß, um von einem einzelnen Funken entzündet zu werden. Nimm Werg (kriegt man im Klempnerbedarf) oder verkohltes Leinen. Ganz von vorne: Leinenstücke in eine Blechdose schichten, Dose schließen, zwei oder drei kleine Löcher in den Deckel machen (nicht mit der Axt! Nadel reicht.), Dose ins Feuer werfen und eine Weile warten (Stunde?). Rausholen (dazu kann man dann die Axt nehmen), abkühlen lassen und auspacken. Jetzt hat man schon mal den Zunder; aber, wie gesagt, ordinäres Werg geht auch. Sodann: Feuerstein und Zunder zwischen Daumen und Zeigefinger klemmen; es ist egal, was oben und was unten liegt, das muß jeder durch Versuch und Irrtum für sich selber rausfinden. Mit dem Stahl Funken schlagen, so daß diese auf dem Zunder zu liegen kommen. Leicht pusten, damit sich die Glut erweitert, und an diese dabei ein Stück Sackleinen halten. Dieses pflegt dann in der Regel zu entflammen. Fackel dranhalten, weit ausholen und auf die nächste Burg werfen. Dietrich

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Eintrag #6 vom 26. Aug. 1998 12:48 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Tach! Ebenfalls sehr gute Erfahrungen habe ich (außer mit verglustem Leinen/Baumwolle) mit getrockneten Baumpilzen gemacht. Nachteile: 1. aufwendigere Verarbeitung/Herstellung des fertigen Zunders 2. viele Baumpilzarten stehen unter Naturschutz, also Obacht 3. nicht alle Baumpilzarten sind gleich gut nutzbar Vorteile: 1. wenn das Zeug erstmal glimmt, bekommt man es nicht meht aus 2. nicht so porös wie vergluster Stoff 3. wahrscheinlich mehr a. In der Karfunkel stand mal ein Bericht über die Herstellung von Zunder aus Pilzen (glaube ich). Oder war´s doch ein Buch? Mist, jetzt bin ich total unsicher geworden. Trotzdem viel Spaß beim zündeln wünscht, Heinrich von Ebersberg (Thomas Schuster)

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Eintrag #7 vom 06. Apr. 1999 14:29 Uhr Christian G.   Nachricht

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Hallo, Thomas! Was meinst Du mit “aufwendigere Verarbeitung” Oder genauer: Wie komme ich vom Baumpilz (Ostern im Wald … was man da alles findet … ;-) ) zum Zunder? Ich hatte mir schon überlegt, den Pilz erst einmal in Scheiben zu schneiden, um ihn getrocknet zu bekommen. Ich habe aber keinen Plan, ob ich danach nocht etwas machen muß … Danke im voraus und Grüße aus Hamburg Christian

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Eintrag #8 vom 06. Apr. 1999 18:31 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Ja die Pilze werden irgentwie gekocht glaube ich und man kann nur einen gewissen Teil von ihnen verwenden. Eine detaillierte Beschreibung gab´s mal in einer Ausgabe des “KARFUNKEL” denke ich, frag mich aber nicht welcher. Ich schau mal nach, hoffe ich finde es wieder. Bis dann, HvE (Thomas)

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Eintrag #9 vom 16. Dez. 1999 22:03 Uhr Johanna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Johanna eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gunther, es würde mich interessieren in welche Art von Nitricum die Pilze zu tauchen sind, in Kali nitrit od. Natrium nitrit. Da Kali nitrit sich nur sehr schlecht löst, Natrium nitrit jedoch bei jeder Gelegenheit (Regen, sonstige Feuchtigkeit) sehr schnell Wasser anzieht, was natürlich der Zündfreudigkeit nicht sehr zuräglich ist. Für eine Beantwortung wäre ich dankbar, Gehabt Dich wohl
Johanna Markgräfin zu Wiesenthal

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Eintrag #10 vom 17. Dez. 1999 12:59 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Hallo. Also, von den Pilzen würde ich echt die Finger lassen, die meißten (wenn nicht gar alle) stehen unter Naturschutz !!! Ansonsten, wenn´s schon so ´un-a´ sein soll, nehmt doch einfach Salpeter aus der Apotheke. Ach so, wegen Nitrit : Bei AGIL sagte man mir mal, das Waschpulver auch geht. Ordentlich tränken, trocknen lassen, gut. Und, hat jemand schon mal die ´a´-Methode mit dem ´in Urin vergären´ ausprobiert ? Noch was : Wenn man erstmal die Glut hat, nicht zu Sparsam mit dem Zunder sein (natürlich auch nicht prassen). Und um dann Flammen zu erzeugen ist Birkenrinde (frisch oder getrocknet, möglichst dünn geschält) gut zu gebrauchen. Funktioniert auch feucht (wegen der ätherischen ßle).
Axel

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Eintrag #11 vom 18. Dez. 1999 11:38 Uhr Johanna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Johanna eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Axel, die Pilze sind ganz offiziell von FßRSTER, wenn der sie hergibt dürfte es wohl keine Probleme geben, oder ? Das mit dem Salpeter ist schon klar nur Kalim nitrit oder Natrium nitrit ? Gehabt Dich wohl
Johanna Markgräfin zu Wiesenthal

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Eintrag #12 vom 28. Jun. 2000 13:44 Uhr Frank D.   Nachricht

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1. Feuerstein, Stahl und getrocknete Baumpilze werden z.T. noch in Bulgarien zum Zigarettenanzünden benutzt und sind dort noch zu kaufen; allerdings nicht mehr allzu häufig. Falls jemand Verbindungen dorthin hat, ließen sich die als Zunder präparierten Pilze dort vermutlich beschaffen. 2. Eine Gruppe aus dem Kraichgau, die sich mit experimenteller Archäologie beschäftigt (hauptsächlich Neolithikum ?) verwendet normale Holzspäne, Rinde u.ä. als Zunder. Wenn ich mich recht entsinne hauptsächlich Birke. Erfahrungen konnte ich damit allerdings noch nicht machen. Bei Interesse kann ich die Kraichgauer Adresse heraussuchen und weitergeben. Mit freundlichem Gruß
Frank Dittewig

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Eintrag #13 vom 27. Sep. 2000 16:24 Uhr Joachim Käding   Nachricht

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Hallo, ich habe eine Bekannte die Zunder mit Pferdeurin getränkt und getrocknet hat. Das Ergebniss war nicht zufriedenstellent. Der Zunder hat sich sehr schlecht entzünden lassen. Ich verwende den Flaum von Rohrkolben ( selber angebaut ) den ich wasche und bevor er trocken ist mit Kaliummnitratlösung ( 20% ) tränke und dann trockne.
Gruß Jojakim

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Eintrag #14 vom 27. Sep. 2000 18:53 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Bei der Umwandlung von Flachs zu Leinen gibt es ein ´Abfallprodukt´ das sich ´Schäben´ nennt, was ebenfalls hervoragend als Zunder geeignet ist. Tschüs Aisling

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Eintrag #15 vom 28. Sep. 2000 13:32 Uhr Michael Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schröder eine Nachricht zu schreiben.

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Als Salpeter zu Zündzwecken würde ich Kaliumnitrat nehmen. Wer nicht das teure Zeugs aus der Apotheke braucht und dem kleine Mengen reichen, kann auch das Nitritpökelsalz aus dem Supermarkt nehmen.
Grüße vom Bärchen

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Eintrag #17 vom 20. Jan. 2002 17:51 Uhr Vincent Lewin   Nachricht

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Eine Anleitung zu Zunderherstellung und Feuerschlagen gibt es unter www.lederkram.de

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Eintrag #18 vom 01. Jul. 2006 12:08 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
auch wenn die letzten Einträge schon ein wenig länger her sind:
Der echte Zunderschwamm war in den letzten zehn Jahren und ist bis heute in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Er steht auch in keinem Bundesland auf der roten Liste, war nie besonders selten hat sich in den letzten Jahren noch stärker ausgebreitet.
Einem einigermaßen vernünftigen Sammeln steht also nichts im Wege. Nur in Naturschutzgebieten sollte man sich einbremsen.
Lie Grü,
Norbert
Norbert

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Eintrag #19 vom 01. Jul. 2006 12:57 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe in den letzten Jahren gesammelt. Nun habe ich einen Versuch unternommen mit Urin zu Nitrifizieren (hört sich eklig an, ging aber…). Leider hat es überhaupt nicht geklappt, der Pilz will einfach keinen Funken fangen. Obwohl ich ihn (besser gesagt das Trama)ziemlich weich geklopft habe…
Hat jemand damit bereits Erfahrungen?
David

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Eintrag #20 vom 02. Jul. 2006 00:38 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

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Moin ihr Pyromanen ;-)
Ich hab die besten erfahrungen beim Zunder mit Rohrkolbensamen gemacht. Die Nitrirt und schon ist das Feuer da!!! Und wie!!
Gruß Wulf Viethen
Wulf Viethen

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Eintrag #21 vom 03. Jul. 2006 09:28 Uhr Bettina Drexler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bettina Drexler eine Nachricht zu schreiben.

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Also, das Nitrieren des Zunderschwamms mit Salpeter hat super funktioniert, allerdings nur die Trama verwenden und gut weichklopfen (fühlt sich dann fast wie Wildleder an). Weniger aufwendig ist allerdings wie schon erwähnt die Verwendung von nitrierten Rohrkolbensamen.
Die glimmen fast noch besser un die Herstellung ist wesentlich einfacher.
Habe beides schon selbst hergestellt und auch das Feuermachen damit schon erfolgreich ausprobiert.
Johanna

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Eintrag #22 vom 03. Jul. 2006 09:36 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
daß Salpeter gut funktionert, weiß ich auch…
Mich interessieren speziell Erfahrungen zum Nitrifizieren mit Urin. Und zwar Zunderpilz, kein Rohrkolbensamen…
David

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Eintrag #23 vom 03. Jul. 2006 21:20 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber David,
leider hab ich es praktisch noch nicht probiert. Im Harn der Säugetiere ist aber kein Nitrat vorhanden, sondern Harnstoff. Der zerfällt zu Ammoniak (ca. 50% der vorhandenen Menge innerhalb 24 Std.) und dieses kann von nitrifizierenden Bakterien zu Nitrat oxidiert werden, was etwa 7mal so lange dauert.
Die Kunst wird wohl darin bestehen, den sehr flüchtigen Ammoniak (=Salmiakgeist) nicht entwischen zu lassen, gleichzeitig aber doch genug Sauerstoff für dessen Oxidation heranzulassen. Auf jeden Fall wird es sehr günstig sein, die Lösung einmal ordentlich mit den richtigen Bakterien zu impfen (Misthaufen, Jauchefass, Stallboden, irgendwas, wos schon lange Urin gibt), damit der entstehende Ammoniak sofort verarbeitet wird, bevor er sich verflüchtigt. Später könnte es ausreichen, das alte, nicht zu sauber gereinigte Gefäß wieder zu verwenden, v.a. wenns aus Holz war.
Auf jeden Fall würde ich alles lange genug stehen lassen, das Endprodukt (Salpeter) ist eh ziemlich stabil. Wenn Du fürchtest, der Schwamm könnte Dir wegfaulen, kannst Du ihn ja später einlegen.
Aber grau ist alle Theorie…
Wäre interessant, wies wirklich läuft und was dann dabei rauskommt!
Lie Grü,
Norbert
Norbert

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Eintrag #24 vom 04. Jul. 2006 09:31 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Norbert! Hört sich ja doch komplizierter an, als ich gedacht hatte. Ich hatte das Ganze in einem verschraubten Weckglas… Wahrscheinlich wars zu steril…
Werds also nochmal probieren.
David

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Eintrag #25 vom 04. Jul. 2006 10:18 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Das hatte ich auch schon einmal gelesen, das “frischer” Urin dafür nicht geeignet ist, dieser muss erst faulen (Umbau des NH4 zu NO3), und der Hinweis von Norbert stimmt auch, dass der Urin erst einmal ohne Zunderschwamm faulen muss (sonst fault der Zunderschwamm)
Gruß, Ingo

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Eintrag #26 vom 04. Aug. 2006 23:54 Uhr Auf Nachfrage   Nachricht

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Ok
Ich hab das mit dem Urin mal ausprobiert:
OH mein Gott stinkt das!
Aber es funktioniert.
Hab es einfach mal ne Woche stehen lassen und Mist von nem Bauern dazu funktioniert ganz gut(bis auf den Geruch, Ich hats aufm Balkon stehen, da freuen sich die Nachbaren).
Daniel

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Eintrag #27 vom 10. Aug. 2006 12:36 Uhr Wolfgang Stocker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Stocker eine Nachricht zu schreiben.

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Woran erkennt man eigentlich Zunderschwamm, hat da jemand ein Foto oder einen Link zu Fotos.
Wie viel war mein Paps mit seinen Jungs im Wald und alles hat er uns erklärt, nur doof, daß die Plagen nicht aufgepasst haben. Warum ist man als Kind nur so ignorant ??? jetzt stinkts mir ;-)
Wolfgang

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Eintrag #28 vom 10. Aug. 2006 13:45 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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In diesem Fall recht guter Artikel:
de.wikipedia.org/wiki/Zunderschwamm
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #29 vom 23. Aug. 2006 19:31 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
man könnte noch hinzufügen, dass kleine Stückchen der harten oberen Rinde in Kalilauge rote Schlieren erzeugen, bei allen anderen ähnlichen Pilzen entstehen braune Schlieren. Das ist ein eindeutiges Merkmal für den Zunderschwamm.
Lie Grü,
Norbert

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Eintrag #30 vom 28. Aug. 2006 09:51 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Wobei in dem Fall wo sich rote Schlieren Bilden das Trama ohne zusätzliche Behandlung als Zunder eignet. Wobei die anderen Pilze mit den im Vorfeld empfohlenen Verfahren behandelt werden müssen.
Viele Grüße

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