Eintrag #3 vom 11. Jan. 2008 18:15 Uhr
Wolfgang Ritter
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Hallo,
Hanko Döbringer ist der häufig kolportierte Autor der Handschrift ms 3227a, aber tatsächlich ist er an einer einzigen Stelle aufgeführt - mit diversen anderen Fechtmeistern. Es kann weder sicher geschlossen werden, ob er - oder ein anderer der namentlich erwähnten Meister ein direkter Schüler Liehctenauers war, noch viel weniger aber, er die Handschrift verfasst hat.
Wegen Transkriptionen (und auch modernen ßbersetzungen ins Hochsdeutsche) würde ich mal die Seiten von www.hammaborg.de aufsuchen, da gibt es interessante Infos.
Ganz generell zur Ausgangsfrage sollte man sich von Bezeichnungen wie Zweihänder, Anderthalbhänder oder auch Einhänder eher lösen. Tatsache ist, dass zumindest im deutschprachigen Raum einfach nur “Schwert” verwandt wurde. Den Zusatz “Langes Schwert” gibt’S dann in den Fechtbüchern, aber anscheinend auch nur, weil erst da dr Unterschied zu einem (kurzen) Schwert notwendig bezeichnet werdn musste.
Generell Schwerter mit verlängerten Griffen, so dass diese mit beiden Händen geführt werden konnten, gibt es wohl schon seit dem 13. Jhdt. Wenn ich mich recht erinnere sieht man sogar noch frühere Darstellungen, wo ein (kurzes/EInhändiges)Schwert mit beiden Händen geführt wurde.
Langer Rede, kurzer Sinn: es gibt so derartig viele Variationen, dass DAS lange Schwert kaum exakt bestimmt werden kann.
Grüße
Wolfgang
