Sollten bei dem alten Amboß die Kanten schon rund oder ausgebrochen sein, kannst du die Flanken runterschleifen. Das Ergebnis ist dann zwar keine 90° Winkeligkeit von Bahn zur Flanke, aber eine saubere Kante (und geringfügig schmalere Bahn).
Das kann man auch mit einem Winkelschleifer erreichen.
Dies lässt sich allerdings nur begrenzt nutzen, da man die 90° beim absetzten nicht mehr erreicht, bzw. kurz nacharbeiten muss.
Man kann, natürlich auch die gesamte Flanke abfräsen lassen, wenn es nicht zu teuer wird. Damit erhält man (bis auf die Welle in der Bahn, die übrigens zum Richten hervorragend nutzbar ist) einen fast neuwertigen Amboß.
Die Bahn selber würde ich nur dann ein wenig abschleifen wenn scharfkantige Dellen drin sind, die sich nachher im Schmiedestück bemerkbar machen.
wenn Das wirklich ein solch altes Schätzchen ist, würde ich das Abschleifen lassen.
Ein Amboß ist keine Reißplatte und wenn Du was machen willst, würde ich von Hand (Handmaschine) die Erhöhung etwas glätten.
Die Bahn muß nicht gerade und genau sein, sondern Deine Schläge;-). Und so ein historisches Werkzeug hat sich nicht ohne Grund in entsprechende Form gebracht. Ob er verstählt ist, glaub ich nicht. Die früheren Ambosse wurden aus mehreren Teilen feuergeschweißt und nicht wie heute gegossen.
Die Kanten würde ich im kleinen Radius brechen um Ausplatzungen zu vermeiden und trotzdem gescheit absetzen zu können.
Naja, rund wirds von alleine, vorallem , wenn die Splitter von dem alten Ding in den Beinen stecken. Kanten brechen ist ja keine 5mm Fase oder Radius, 1-2mm tuns da auch. Damit geht absetzen immer noch gut, aber die Form bleibt.
Wenn das “Wild” passiert, sehen die Kanten bald schlimm aus
Das Thema wird auch im MesserForum, Bereich schmieden, diskutiert.
Da wurde auch schon gesagt: erstmal mit arbeiten und schauen wie es läuft.
Auf die Länge gesehen, bei einem so großen Amboss, sind 8mm nicht soo viel.
Aber!
Wenn man abrichtet schleift ect, wenn es richtig gemacht wird und sinnvoll(bezahlbar) ist; Bitte NICHT die Kanten brechen!! Denn die können beim schmieden, z.B. beim absetzen von großer Hilfe sein. Scharfe kanten dürfen bei einem Amboss sein!! Müßen jetzt nicht rasiemesserscharf sein, aber scharfkantig ist in dem Fall gut!!
du könntest vor dem schleifen hart aufschweissen bis du wieder eine Höhe hast. Wenn du den Amboss auf einem Flachschleifer schleifen lässt, würde ich in der Firma mal nachfragen. Meistens machen die sowas selber oder kennen andere Firmen die hart aufschweissen können.
Ich überlege gerade, ob man die aufgeschweiste Bahn nicht auch ob des alters ausschließen kann. Ich meine mal gelesen zu haben, daß die Technik erst seid den 1950gern verbreitet ist. Aber keine Gewähr darauf, war schon nen weilchen her.
Zunächst wäre einmal die Frage, wie der Amboß aufgebaut ist, insbesondere ob er eine aufgeschweißte Bahn hat und wenn ja, wie stark sie ist. Evtl. kannst du das anhand einer Funkenprobe an der Seite des Amboßes herausfinden. Am Funkenbild kannst du sehen, wieviel C der Stahl in etwas hat, ob er druchgängig härtbar ist oder eine aufgeschweißte Bahn hat.
Selber härten wirst du ihn nicht können, da du wohl kaum über einen Ofen und das passende Gerät verfügst um ihn am Stück warm machen und dann auch noch in einem großen Becken versenken zu können.
Ggf. solltest du die krumme Bahn einfach hinnehmen. Wenn du das Schleifen sehr günstig machen lassen kannst, wäre es natürlich nicht schlecht, da du dann auch scharfe Kanten hast.
Gruß,
Timm
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