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Eintrag #1 vom 16. Aug. 2001 14:37 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo an alle,
ich möchte hier eine neues Thema eröffnen, das bestimmt einiges hergibt.
Also ich bin nun schon ein par Tage in der Szene und habe auch einiges an Ausrüstung gesammelt, Helm, Schwert, Zelt….,aber irgendwie hat das alles den Makel dass es nicht “echt” (alt) ist, besten Falls eine Replik oder oft nur ein pures Fantasieobjekt…
Nun wollte ich was “Echtes” haben, ich dachte dabei an einen Bodenfund, vielleicht eine Pfeilspitze oder Amrustbolzen .
Kaum gedacht, schon ans Werk gemacht und gesucht…
Nun man mag es kaum glauben, aber solche Sachen sind nicht so selten wie ich gedacht habe, Angebot über Angebot….
Dabei kommen mir aber einige Fragen:
Was ist echt, wie stelle ich das fest?
Gibt es Ansprechpartner für so was?
Museen, Unis, vielleicht Zertifikate, auch für wenig oder kein Geld?
Wo sind seriöse Anbieter zu finden?
Gibt es auch Begrenzungen mit dem Handel historischer Sachen?
Vielleicht aus Gründen des Denkmalschutzes?
Gibt es besondere Methoden der Altersbestimmung?
Wie steht es mit euch habt Ihr ein kleine Fundstücke, vielleicht sogar eine ganze Sammlung?
Ich hoffe auf eine spannende Diskussion.
Gruß
Ulrich von Suderloh

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Eintrag #2 vom 17. Aug. 2001 07:44 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Marca brandenburgensis ist fleißig dabei, sich eine kleine Auswahl von Realien (auf unserer HP anzuschauen) anzuschaffen, um den Publikum halt auch mal Originale zeigen zu können. Besonders stolz bin ich auf einen HMA Ring, den Ruth mir Weihnachten schenkte und der mir sogar paßt. Ganz billig ist so ein Spaß nicht, aber wenn man bei Kleinkram wie Pfeilspitzen usw. bleibt, kann man sich das schon mal leisten. Gerade die Spitzen der Armbrustbolzen werden zu hunderten auf alten Schießplätzen gefunden, die dürfen nicht viel kosten.
Wer ein paar Mark zu viel hat, kann sich ja mal bei einem speziellen Auktionshaus umsehen, z.B.
www.hermann-historica.de
(hat nichts mit DEM Herman zu tun!)
Ulrich Scheunemann, der ja hin und wieder als Archäologe arbeitet, warnte mich aber vor ebay & Co., da doch relativ viele Fälschungen unterwegs sind. Besonders aus östlichen Gefilden wird der Markt mit Fälschungen überschwemmt, die ohne eingehende Prüfung einfach nicht zu erkennen sind, von uns Laien schon mal gar nicht.
Ulrich erzählte mir auch von einer Art Patenprojekt einiger Museen, die Realien betreffen, für deren Ausstellung die Museen keinen Platz mehr haben. Unter bestimmten Bedingungen verleihen Museen diese Stücke an Privatpersonen, die sie sich dann zu Hause hinstellen dürfen.
Ich kann nur jedem empfehlen, sich das eine oder andere alte Stück anzuschaffen. Es ist schon ein besonderes Gefühl, so etwas in der Hand zu halten.
Joachim
www.brandenburg1260.de

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Eintrag #3 vom 17. Aug. 2001 16:48 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ulrich,
ich habe bei Originalen, besonders bei Gegenständen aus Metall, oft gemischte Gefühle.
egenstände, die schon aus dem Fund-Zusammenhang gerissen sind, also Altfunde, nagut. Aber ich kann nicht unterscheiden was wirklich ein Altfund oder Oberflächenfund ist oder was aus halblegalen Buddeleien stammt.
Einige Schwerben oder ähnliches sind sicher nichts schlimmer ber wenn z.B. im eBay Org. römische Gläser angeboten werden habe ich bedenken.
Das muß jedoch letztendlich jeder selber wissen.
Als ich meine Pingdorfer Schale (stark restauriert) auf einer Antikbörse gekauft habe hatte ich kein schlechtes Gewissen, davon gibt es in Rheinland wirklich genug.
Den Vergleich Original/Replik, oder bei meinen Sachen eher Scherben und Replik, kommt beim Publikum jedenfall sehr gut an.
Sylvia
PS.: Der Restaurator hatte seinen Stand in Düsseldorf auf dem Antikmarkt Schirmerstr. (findet jeden Samstag statt)

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Eintrag #4 vom 17. Aug. 2001 18:47 Uhr Stephan Zöllner   Nachricht

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Hallo an Alle!
Auch ein gebildter Laie kann in den wenigsten Fällen wirklich und schon garnicht sicher zwischen
hist. Orginal, Repliken oder Fälschungen untescheiden. Im Grunde sind Fälschungen nur “falsch Ettiketierte” Repliken, nur daß man einen viel zu hohen Preis bezahlt. Und Repliken sind i.d.R. meist, im Gegensatz zu Orginalen, unzerstört.
Ich persönlich bevorzuge bei Gebrauchsgegenständen Repliken würde aber auch Orginale nicht verschmähen.
In vielen Museen bekommt man Repliken (es gibt sogar einige Repliken-Werkstädten), aber wenn man sich die Mühe macht und mal einen Historiker oder Archäologen anspricht (die beißen nicht sondern freuen sich eher über das Interesse ;-)) kann man viele wertvolle Dinge erfahren - evtl. auch wo man Orginale bekommt oder wer soetws wissen könnte.
ciao Stephan
Da Pacem Domine Domprobst Heinrich von Sponheim

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Eintrag #5 vom 21. Aug. 2001 13:26 Uhr Ulrich Scheunemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Scheunemann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Stephan !
Die Zahl an Fälschungen auf dem Markt ist unüberschaubar. Ich selbst habe schon Keltische Kultkessel(Fälschung) in der Hand gehabt (mit Patina und Zerstörungen) die sahen so echt aus das auch ein Archäologe ins stolpern kam. Solange es nur um Pfeilspitzen oder Lanzenspitzen geht kann man kaum was falsch machen. Sobald die Sachen aber teurer werden kann ich nur empfehlen eine C14 Analyse machen zu lassen (kostet ca 300DM) dann kann man sich sicher sein das das Ding echt ist. Aber Vorsicht je nachdem aus welcher Quelle das Schätzchen erworben wurde kann man sich einen Haufen ßrger einhandeln. Es handelt sich nunmal um geschützte Bodenfunde !!!
Ulrich von Erckenrode

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Eintrag #6 vom 21. Aug. 2001 18:24 Uhr Stephan Zöllner   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht c-14-Analyse

Hallo Ulrich,
wo bekommt man die C-14-Analyse. Aber vorsicht, die ist nicht zerstörungsfrei! Es wird zwar i.d.R. mit winzigen Mengen gearbeitet, aber es muß eine Materialprobe eingeschickt werden.
Außerdem kenne ich ein paar Tricks, wie man sogar die C-14-Analyse manipulieren kann. Es genügt z.B. Gräser und Büsche von der Autobahn als Kohlenstoff-Träger beim Stahl Härten oder Vergüten einzubringen, dann bekommt man ein sehr viel höheres Alter :-( (genau steuern kann man das aber nur mit großem Aufwand).
ciao Stephan
Da Pacem Domine Domprobst Heinrich von Sponheim

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Eintrag #7 vom 22. Aug. 2001 19:22 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Interessanter Link....

Hallo Ihr,
schaut mal unter www.culturium.de nach - da gibt es “echt” alte Gegenstände.
Gruß Jens

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Eintrag #8 vom 23. Aug. 2001 08:31 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Trotzdem vorsicht.

Zu Jens:
Auktionshäuser im Netz gibt es viele.
Culturium hat regelmäßig mit die schönsten Stücke, insofern ist der Link schon intressant.
Aber culturium ist keine Garantie für ‘echte’ Stücke.
Wie ebay ist culturium nur ein Plattform, für die Stücke selbst ist der Besitzer/Verkäufer verantwortlich.
Ich will damit niemanden irgendetwas unterstellen, aber ich wäre bei nicht eindeutigen Stücke trotzdem vorsichtig.
Gruß,   Ivain

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Eintrag #9 vom 23. Aug. 2001 09:34 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Plumpe Tricks?

Hallo an alle,
Erstmal Danke hier ist doch schon einiges zusammengekommen.
So habe ich mir die Links angeschaut und werde demnächst mal den Markt in D-dorf besuchen…
Aber was sind eure Kriterien, wie verraten sich Replikkate auf den ersten Blick ?
Gibt es vielleicht ganz plumpe Tricks der Fälscher?
Gruß
Ulrich von Suderloh

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Eintrag #10 vom 24. Aug. 2001 08:19 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht kurze Zusammenfassung

Wie hier schon gesagt wurde, kann man das halt nicht auf den ersten Blick erkennen.
Wenn aber, wie z.B. auf ebay gerade, ein alten Schwert einfach so angeboten wird, ist die Sache mit mehr als Vorsicht zu genießen. Dann ist das Teil vermutlich entweder illegal ausgebuddelt worden oder einfach ne Fälschung. So was kauft man entweder bei einem angesehenen Auktionshaus oder bekommt es über erfahrene Sammler vermittelt.
Wie bei allen neuen Hobbies und Sammelleidenschaften ist es auch hier enorm wichtig, von den Erfahrungen dieser speziellen Szene zu profitieren.
Ansonsten, wurde auch schon gesagt, kann man bei Pfeilspitzen, Keramikscherben usw. nicht so viel verkehrt machen, einfach, weil das Zeug nichts kostet, sich das Fälschen nur bedingt lohnt.
Gruß
Joachim

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Eintrag #11 vom 26. Aug. 2001 20:29 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht noch ein Link

zu Alexander (8)
Vorsicht ist natürlich geboten.
Rein interessehalber: was sind für dich eigentlich “nicht eindeutige Stücke”
Hier noch ein Link wenn Ihr Infos oder Kontakte sucht: www.sdiv.de
Ein anderer Link: www.Schatzsucher.de (momentan wird die HP umgebaut - war früher aber sehr interessant)
Gruß Jens

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Eintrag #12 vom 27. Aug. 2001 08:52 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eindeutigkeit.

Hallo Jens.
Nicht eindeutige Stücke sind für mich Stücke, die nicht komplett der Mode / Technik der angegebenen Zeit und Region entsprechen.
Beispiel:
Es gab bei Culturium eine Vierpaßkanne, datiert auf Deutschland, 13./14. Jhd.
Sowas ist auch durch andere Quellen belegbar insofern fand ich diese als Replik-Vorlage tauglich.
(Leider ist sie mittlerweile weg)
Es gab aber ebenfalls ein Kettenhemd, bei dem ich mir sehr unsicher bin.
Datiert wurde es auf folgende Weise: “[…] wurde in einer Felsniesche zusammen mit Keramikscherben aus dem frühen 15. Jhd gefunden.”
Heißt das nun, daß auch das hemd aus dem 15. ist ?
Oder ist das Hemd vielleicht viel jünger und wurde nur mit alter Keramik dort verstaut ?
Desweitern: Das besondere an diesem Kettenemd ist, daß es nur leichten Oberflächenrost angesetzt hat, was man unter Umständen zwar noch mit guter Lagerung erklären könnte, aber schon selten ist.
Darüber hinaus besteht das Hemd komplett aus unvernieteten, unverschweißten Ringen.
Die Ringe wurden wie bei einem “Standarkt-MA-Markt”-Kettenhemd geschnitten und zusammengebogen.
Und das im 15. Jhd, wo die Stichwaffen ihren Siegeszug bereits angetreten hatten…
Auf Basis dieses Stückes würde ich nichts guten Gewissens belegen wollen.
Gruß,   Ivain

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Eintrag #13 vom 27. Aug. 2001 10:56 Uhr Stephan Zöllner   Nachricht

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Hallo Alexander,
wenn man den genauen “Grabungsbericht” und die genauen Fundumstände bekommt und selber analysieren kann, dann hat man vielleicht eine Möglichkeit der Zuordnung des Kettenhemdes.
Aber bei welchen Ausgrabungen kommt man als Nicht-Fachmann so schnell an die Orginal-Berichte heran.
Wenn die Doku eines Fundes nur die Scherben datiert hatte der Historiker genau die gleiche Zweifel wie Du. Leider gibt es aber auch MAler, die sich genau auf solche nicht eindeutigen Funde stürzen und daraus IHR MA konstruieren.
Mal abgesehen von dem Aufwand würde ich gerne solche Details rechergieren :-)) …
Da Pacem Domine / Domprobst Heinrich von Sponheim

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Eintrag #14 vom 28. Aug. 2001 07:27 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht offene Kettenhemdringe

Mensch, Ivain, nun erzähl doch so was von dem Kettenhemd hier nicht groß rum (ich hörte auch davon). Vermutlich wird das jetzt die halbe Szene als Beleg für ihre Kettenhemden mit offenen Ringen werten und dem unschuldigen Publikum noch mehr Quark erzählen. Die werden doch nur wieder den Teil lesen, den sie lesen wollen.
Joachim

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