Wie so oft gilt auch hier, wo der Zweck die Form bestimmt: Alte Feilen sahen in jeder Kultur und zu jeder Zeit fast genauso aus, wie heute, was auch zahlreiche Funde belegen.
Feilen werden “Gehauen”, d.h. die “Zähne” werden in den geschmiedeten und plan geschliffenen Feilenrohling mit einem kleinen Meißel und einem Hammer eingeschlagen. anschließend wird die Feile gehärtet und angelassen.
Die passende Berufsbezeichnung lautete “Feilenhauer”. Es gibt noch heute handgehauene Feilen und Raspeln zu kaufen. Da die “Zähne” dabei naturgemäß leicht unregelmäßig sind, setzen sich Späne nicht so leicht fest, wie bei maschinell gehauenen Feilen, so das erstere noch heute von Kunsthandwerkern sehr geschätzt werden. Kaufen kann man soetwas z.B. bei der Firma www.dick-gmbh.de (ist nichtmal so grausig teuer!).
Natürlich gab es für die unterschiedlichen Verwendungsbereiche auch schon immer unterschiedliche Feilenformen und “Hiebe”, also gröbere und feinere Feilen sowie Raspeln.
Ich hab schon diversen Bücher etwas über die verwendung von feilen in der germanischen metallverarbeitng gelesen. Könnt ihr mir sagen, wie dinger im frühen mittelalter bzw der antike ausgesehen haben und wie sie hergestellt wurden?