Nein sry hab nix gehört davon. ich krieg von der umgebung leider net viel mit, weil ich den ganzen tag im museum und vergrab mich in meinen scherben ;)
(Verrat es niemanden, aber ich bin aus Österreich ;) ) Wir waren ein schön buntes Team: 4 von der Universität Wien, 1 von der Universität Kiel, 2 von der Universität Belfast und 1 vom Stavanger Museum.
Auch für Leute ohne Norwegisch-Kenntnisse ist das Land stark zu empfehlen. In den 2 Tagen, die ich im Museum schon verbracht hab, sind mir nur total nette Menschen begegnet, die sich gefreut haben, dass ich ein paar Brocken der Sprache kann.
Im Moment sitz ich in Stavanger und versuche die Funde aus einer Unterwassergrabung aus 1969 zu bearbeiten (für meine Diplomarbeit). Ein Schiffsfund bei Kvitsöy.
Ich war grade 3 Wochen auf Ausgrabung in Avaldsnes, Nowegen. Abgesehn von der wunderschönen Landschaft und dem Meer gibt es hier extrem viel archäologisch zu sehen und zu entdecken. Bekannt sind vor allem die Eisenzeit, Wikingerzeit und Hansezeit. Wir haben ein Bauobjekt ergraben, dessen genaue Datierung und Funktion noch viele Rätsel aufgibt und es weiterhin geben wird, da noch einige andere ähnliche Objekte zu finden sind. (ich hoffe auf eine Weiterführung des Projekts im nächsten Jahr) Um es kurz zusammenzufassen: Wir hatten ein Gebäude auf einer kleinen Insel, die vor Avaldsnes liegt und das ziemlich einsam da steht. Am Ufer der Insel sowie den beiden Nachbarinseln sind Steinkonstruktionen zu finden, die auf Landeplätze hindeuten. Jetzt liegt es an der Grabungsleitung die Ergebnisse auszuwerten und zu interpretieren. Bin wirklich schon auf die Ergebnis gespannt. Es stehen so viele Fragen im Raum, dass man gar nicht weiß, wo man am besten anfängt mit dem Lösung suchen.
Ich kann nur allen, die sich für den Norden interessieren, mal an der Norwegischen Süd- und Westküste ein paar Museen anzusehen. Sie sind meistens sehr gut aufgebaut und total besucherfreundlich (meistens norwegische und englische Beschreibungen, hin und wieder auch in deutsch). Was ich persönlich sehr angenehm finde, ist dass in Nowegen die Archäologie von den Gemeinden unterstützt wird, was man sich in Österreich manchmal nur wünschen kann.