Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Bau eines Kettenhemdes

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Eintrag #1 vom 28. Jul. 2013 13:53 Uhr Ruben (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruben eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo allerseits!
Ich greife mal das leidige Thema des Kettenhemdes wieder auf (Schande über mich) da ich ein paar Fragen habe, die ich über die Suchfunktion nicht ganz lösen konnte.
Ich bin in der Planungsphase mir bald den Bau eines Kettenhemdes anzutun. ^^
Soweit der Gedanke, dass es ein authentisches, im Vollkontakt brauchbares(!) Kettenhemd mit Rundringe à 8mm Durchmesser, vernietet aus Federstahl (Kein brüniert oder Zink!!!) werden soll.
Drunter befindet sich ein ordentlicher Wambis von Kokosh’s Manufacture in large thickness (3cm).
Auf der Suche bin ich auf die Frage gestoßen, welches “Webmuster” ist für ein Kettenhemd um 1260 gebräuchlich???
Man findet ja reichlich 4 in 1 Anleitungen doch auch von 6 in 1 ist die Rede.
Gibt es da belegende Funde für 1260? Auch grob fürs 13. Jhd würde mir als Beleg auch reichen.
Ich bin mal drauf gestoßen dass es 6 in 1 nicht vor 1400 gab.
Stimmt das? (Leider kein Beleg dabei).
Hält dann 6 in 1 besser als 4 in 1? An sich ja physikalisch logisch. Hat da jemand Erfahrung?
Als Lektüre wollte ich mir das Buch
“Gut gerüstet - Kettenhemd und -rüstung selbst gemacht” von Steffen Schnee holen.
Beste Grüße

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Eintrag #2 vom 29. Jul. 2013 11:12 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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1.) Das Wort “authentisch” ist unpassend, wenn es darum geht, die Genauigkeit einer Rekonstruktion zu beschreiben.
2.) Eine der aktuellen Quelllage entsprechene Rekonstruktion eines Ringpanzers des Mittelalters ist per se “Vollkontakttauglich”, denn die Vorlage war *kampf*tauglich. Also so “richtig, echt, böse, den anderen Töten wollen, scharfe, spitze Waffen und so”-tauglich. Ist das Ergebnis es nicht, dann taugt die Umsetzung nix. Das gilt übrigens für alle historischen Rüstungen- sie sind, für den EInsatzzweck, für den sie gemacht wurden, tauglich.
3.) “Federstahl”? Das ist keine wirklich sehr genaue Bezeichnung.
4.) “Wambis von Kokosh’s Manufacture in large thickness” ist auch keijne wirkliche Beschreibung für eine Rekonstruktion.
5.) “Webmuster 1260”: 4in1
6.) “Stimmt das? (Leider kein Beleg dabei).” nein. D.h. genauer gesagt ist das Muster ohnehin diskutabel. Bei einheimischen Ringpanzern kommt es m.E. nur in Ausnahmefällen vor, ich glaube, bei einem Ringpanzerkragen um 1500 in der Wallace Collection.
7.) “Hält dann 6 in 1 besser als 4 in 1?” Halten? Wobei? In der Regel pflegen ineinandergenietete Stahlringe zu halten. Wenn man ein Auto drannhängt? Mit der Dampfwalze drüberfährt? Oder meinst du, wenn man mit stumpfen Stahlstangen draufprügelt? Letzteres: da dürfte jeder Ringpanzer halten, wenn ordentlich verarbeitet, wenn man eine Rüstung jahrelang dergleichen misbraucht, kann sicher auch was kaputt gehen, mal eine Niete das zeitliche segnen, auch wenn du 100 in 1 nimmst. Insbesondere weil dieser Typ von Rüstungen schlicht nicht für den Einsatzzweck gedacht ist.
8.) ““Gut gerüstet - Kettenhemd und -rüstung selbst gemacht” von Steffen Schnee holen.” - Naja, ich kenne es nicht, aber das Titelbild lässt nix gutes erahnen. Ich würde mir an deiner Stelle lieber mal etwas Litertur über erhaltene Hemden holen bzw. die Originale ansehen. Grad Veröffentlichungen von Erik D. Schmid. Fürs erste den Artikel nebst Bibliographie: www.myarmoury.com/feature_mail.html

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