Ist zwar leider alles in schwedisch, aber mit `nem Wörterbuch und ein bisschen Raten findet man eine Menge tolle Fotos von Funden.
Also angenommen ich suche z. B. ein Nadeldöchen aus der Wikingerzeit, dann wähle bei Lista sakkord “nålhus” aus, jetzt noch die Zeit, also bei datering “vikingatid” auswählen und mit Klick auf “sök” abschicken.
die Klinge entspricht insofern nicht den Originalen, als dass sie einen modernen Anschliff hat, wie im vorherigen Beitrag schon angedeutet. Die mittelalterlichen Klingen haben typischer Weise einen sogenannten 0-Schliff, der Querschnitt der Klinge ist also Keilförmig, bestenfalls ist der Schliff leicht ballig ausgeführt.
Eine klar abgesetzte Schliffphase wie bei modernen Messern und auch dem von dir verlinkten kenne ich bei den Originalen nicht.
Die Griffform ist, sofern ich es auf den Bildern richtig erkenne, durchaus gängig,
allerdings taucht Birke im Fundmaterial meines Wissens nach nicht so häufig auf.
Interessant wird es bei der Schneide. Ich würde die Abbildungen so interpretieren, dass um die Schneide noch ein Lederschutz ist und deshalb nicht erkennbar ist, wie die Schneide angeschliffen wurde. Ich vermute jedoch, dass das Messer in Gänze zur Schneide hin immer dünner wird und an der Schneide nur ein ganz kleiner Anschliff existiert. Den Schliff bei Globetrotter würde ich als viel zu breit iterpretieren. Siehe auch
habe in letzter Zeit das Schnitzen im Lager für mich entdeckt und suche nun ein vernünftiges und authentisches Schnitzmesser. Hab mich auch mal schlau gemacht bezüglich Grabfunde in Birka und habe folgedes herausgefunden:
“In Birka waren Messer mit gerader Rückenlinie am häufigsten (Typ ”A“)
Länge zwischen 5-15cm, Klingenbreite 1,4-2 cm wobei diese durch die intensive Nutzung und runterschleifen der Klinge ursprünglich wohl auch breiter gewesen sein dürfte.”
Leider habe ich noch keine Bilder von Grabfunden gesehen.
Nun fand ich in einer Zeitschrift folgendes Messer: