Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Deutsche Magd in Bauernhaushalt, um 1200

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Eintrag #6 vom 21. Aug. 2010 18:55 Uhr Corinna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Corinna eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für eure schnellen und ausführlichen Antworten! Damit kann ich schon Einiges anfangen.
Genau, was ich an den beiden Quellen gut fand, war vor allem der Anhang mit den Abbildungen und den Literaturquellen. Habe dahergehend auch schon ein bisschen in der Kreuzfahrerbibel gestöbert und mir eine entsprechende Broschüre beim Museumsdorf Düppel zuschicken lassen, die von der bäuerlichen Kleidung im 13. Jhd handelt (von Barabara Purrucker).
Den Hinweis mit dem Lederriemen und der Schnalle finde ich gut, das könnte ich hinbekommen. Wenn es soweit ist, darf ich dich doch nochmal fragen, Jens?
Und zu den Schuhen: Da die Gewandung erst nächsten Sommer zum Einsatz kommen wird, habe ich zum Glück noch Zeit über den Winter, mich zu informieren und zwischen den Herstellern abzuwägen.
Unterscheiden sich die Pohen Schuhe von den Knieriem Schuhen tatsächlich nur an den oben genannten, beiden Sachen (Material und Technik der Naht)?

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Eintrag #5 vom 21. Aug. 2010 18:53 Uhr Dorothee (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dorothee eine Nachricht zu schreiben.

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…diesen hier?
www.historische-schuhe.de/epages/61580448.sf/de_DE/?[…]

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Eintrag #4 vom 21. Aug. 2010 18:31 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Timm,
Also die Schuhe auf dem Bild entsprechen definitiv nicht den mir bekannten Funden und der Vorlage dieses Schuhs an sich, wie man sehr schön an der Verbindung Oberleder-Sohlennaht sehen kann. Ich beobachte Christians Schuhproduktion in Indien nun seit geraumer Weile, und bislang gab es noch keine Serie, die das tat, auch wenn immer wieder eine aktuelle verschiedentlich gelobt wurde.
Ich tu mir sehr schwer, jemand, der wirklich Mittelalter darstellen möchte, falsche Replikate zu empfehlen, wie auch immer man dann das Ergebnis nennen mag, oder die Qualitätsansprüche zu unterscheiden wissen möchte. Schlussendlich handelt es sich hier nicht um etwas, dass den Unterschied von einer Null im Preis ausmacht, wie es vlt. in anderen Fällen wäre.
Letzendlich ist es immer Entscheidung des Käufers, was er oder sie anstrebt, aber ich möchte, dass hier klar erkenntlich, was jemand vlt. im Begriff ist, zu erwerben, als dass das dann nicht vor Publikum als originalgetreues Replikat, oder Teil einer stimmigen Trachtumsetzung präsentiert wird, wie ich es leider oft genug erlebt habe.

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Eintrag #3 vom 21. Aug. 2010 17:35 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Corinna,
ich würde dir bei den Pohen-Schuhen eher zu den wirklich wendegenähten Modellen greifen. Zumal diese bei dem von dir gewählten Schnitt aus ungefärbtes Leder gemacht wurden:
www.historische-schuhe.de/epages/61580448.sf/de_DE/?[…]
Jens Befürchtung bezüglich der Nahtform und des verwendeten Fadens würde ich nicht so sehr teilen, schon garnicht die Dinger gleich in den Larpbereich verbannen. Ich hatte die neue Serie schon in der Hand und hatte einen sehr guten Eindruck davon.
Sicherlich sind die nicht auf dem Knieriem-Niveau, meinen persönlichen Ansprüchen für eine einfach Darstellung genügen sie aber vollauf, vom Preis-Leitungs-Verhälnis natürlich ganz zu schweigen. Ich persönlich schlucke dafür gerne die Kröte von synthetischem Faden bei etwas zu großem Stichabstand in einer Naht die eh nicht offen zu sehen ist.
Bezüglich der Schriften von Ruth bist du wie Jens schon sagte absolut auf einem guten Wege, aber wie bei jeder Sekundärquelle kommt man ums Prüfen der Primärquellen nicht herum. Daran erkennt man wie ebenfalls erwähnt übrigens eine gute Sekundärquelle, da sind die Primärquellen benannt.
Gruß,
Timm

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Eintrag #2 vom 21. Aug. 2010 16:08 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Corinna,
Der betreffende Artikel von Ruth ist zwar teils nicht schlecht, eine “Quelle” im Sinne einer Primärquelle ist es aber nicht, sondern Ruths Interpretation dieser, der ich, wie persönlich, wie ich gleich vorwegnehmen möchte, nucht unbedingt in allen Punkten zustimme.
Quellen werden jedoch darin zitiert. Solche sind Darstellungen, zeitgenössische Texte, und Funde bzw. Originale.
Erstere würde ich an deiner Stelle auch erst einmal ausführlich betrachten, bevor Du beginnst. Sowohl Hinweise auf Bücher, in denen solche abgebildet sind, als auch Links zu Webseiten, findest du hier im Forum in großer Zahl.
Was nun deine Fragen betrifft, Nr.1 sehe ich mit meiner Einleitung als beantwortet an.
Zu 2.): Das ist zwar sehr pauschal, aber grob für den Anfang könnte man das bejahen, Unterwäsche aus Leinen, Hauptbekleidung aus Wolltuch, Kopfbedeckungen tendentiell auch aus Leinen. Es sind wenig solche erhalten, hierrüber geben eher Textquellen Auskunft, Bildquellen sind hierbei eher nur Hinweis, da man darauf ob der Farbe schliessen kann.
zu 3.): Hier verweise ich wieder auf Bildquellen, in denen zugegebenermaßen Unterwäsche selten dargestellt wird, jedoch sehe ich keine Notwendigkeit, diese verschliessen zu müssen, normalerweise fällt die weit genug, das dies nicht nötig ist.
zu 4.): Insbesondere hier stimmte ich nicht mit Ruths Artikel überein. Es gibt eine Unzahl an Schuhfunden, sowie hierrüber ausreichend Literatur (ebenfalls hier im Forum erwähnt, sowie auf zahlreichen hier verlinkten Webseiten, und im Artikel). Ich sehe keinerlei wirklichen Grund, nicht schlicht von normalen, einfachen wendegenähten Schuhen auszugehen.
Nun wirst Du sie vermutlich kaufen, wenn Du sie nicht selbermachst, bzw. machen lassen. Jedoch wäre es geschickt, dich ausreichend über die Fertigungsmethoden zu informieren, um beurteilen zu können, was Du da kaufst. Die Schuhe von Christian, die Du verlinkst, sind, obgleich ich Christian als Person schätze, und diese Dinger sicher ihre Berechtigung haben, wie z.B. für Larp, für den Notfall o.Ä., unhistorisch. In Details wie Garnmaterial, Nahtform, teils Leder, Lederstärke etc. Ich kann dir nicht guten Gewissens dazu raten, weil sie das eben sind, auch wenn es am Anfang sicher auch eine schlechtere Wahl gäbe.
Recht guten Gewissens kann ich dir zu www.knieriem.net oder www.der-wendeschuhmacher.de raten; beide können dich beraten, wenn Du Qualität möchtest, besteh auch auf der für den Zeitrahmen exakten Details, bzw. beschäftige dich dennoch vorher damit.
Zu “edel” ist aber das verlinkte Modell- das es an sich für deinen Zeitrahmen im Fundgut gibt- sicherlich nicht, es gibt daran keinerlei aufwändiges Detail.
zu 5.): Ich kenne wenig bis keine Hinweise, die darauf hindeuten, dass ein Strick genommen worden wäre. Ein fachmännisch geknüpftes Seil ist kaum weniger aufwändig oder billiger als ein einfacher Lederriemen, mit einer einfachen Eisenschnalle z.B.
Ich schlage auch hier vor, bevor Du schlicht wieder das heutzutage moderne Shopping im Internet angehst, inmformierst Du dich erst einmal über die Gürtelmode der Zeit, sowie gerade die Schnallen. Vorwegnehmen kann ich, eine einfache, geschmiedete Eisen-D Schnalle wird es wohl werden. Diese an mit einem entsprechenden Lederriemen anzubringen, ist keine Kunst.

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Eintrag #1 vom 21. Aug. 2010 11:21 Uhr Corinna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Corinna eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen.
Nach einiger Recherche möchte ich mir nun eine einfache Gewandung als bäuerliche Magd zulegen.
Dazu hätte ich noch einige Fragen und wäre froh, wenn ihr mir vielleicht bei der einen oder anderen weiterhelfen könntet, bevor ich damit loslege:
1) Ich habe eine - meiner Meinung nach - gute Quelle gefunden, deren Aussagen ich meist auch in anderen Artikeln wiedergefunden habe. Es handelt sich um Schuhwerk und landsässiche Bekleidung im 13. Jhd. im Brandenburger Raum. Kennt jemand von euch diese Quelle bereits? Wenn ja, kann ich mich tatsächlich darauf stützen?
–> www.brandenburg1260.de/tracht-landsasse.pdf
–> www.brandenburg1260.de/schuhwerk.pdf
2) Wie bereits im Forum und in anderen Quellen gelesen, werde ich das Unterkleid aus Leinen und das Oberkleid aus Wolle machen. Leider habe ich keine Informationen gefunden, aus welchem Material die Kopftücher sind. Auch aus Leinen?
3) Welche Möglichkeiten gibt es, das enger anliegende Unterkleid am Hals zu schließen? Bietet es sich auch an, den Schlitz vorne mit einer kleinen Schnürung (eine Kordel durch drei Ösen gezogen) zu schließen? Oder gibt es tatsächlich nur die eine Möglichkeit, mit Knopf zu schließen?
4) Und nun zu einem größeren Problem: den Schuhen! Ich möchte nicht barfuß gehen und besitze leider auch nicht das Talent, Schuhe selbst zu fertigen. In einigen Onlineshops habe ich Schuhe gefunden, die in die Beschreibung der oben genannten Quellen passen (“knöchelhohe Schuhe mit mehrfacher Schnürung”, “aus gröberem Leder”). Allerdings wirken sie - rein vom Gefühl her - fast du edel für eine bäuerliche Magd in ländlicher Gegend??? Was ist eure Meinung dazu?
–> www.historische-schuhe.de/epages/61580448.sf/de_DE/?[…]
(Schuhe sind unter diesem Link im Onlineshop zu finden)
5) Und weil ich gerade dabei bin: Anfangs werde ich vermutlichen erst einen Strick nehmen, um das Kleid zu gürten. Aber kennt jemand von euch zufällig eine gute Internetseite, auf der es dünne, einfache Gürtel zu kaufen gibt?
Grüße,
Corinna

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