Jens hat die konkrete Frage eigentlich schon erschöpfend beantwortet. Aber ich kann mir eine kleine Anmerkung nicht verkneifen.
Meines Erachtens hat die Frage von Frauen in Waffen mit dem Begriff “Emanzipation” sehr wenig zu tun. Es gab zu allen Zeiten Menschen, die “aus der Rolle fielen” und Dinge taten, die nicht zu ihrem Geschlecht oder Stand passten - das ist aber kein Argument für haufenweise Xenas in Reenactment-Kampftruppen.Generell finde ich es fragwürdig, im Rahmen einer ernstgemeinten historischen Darstellung solche absoluten Ausnahmefiguren darstellen zu wollen.
Viel interessanter finde ich es, sich mit den tatsächlichen Rollen und Tätigkeiten von Frauen im Mittelalter zu beschäftigen, da kannst Du nämlich feststellen, dass das Klischee des rechtlosen, hilflosen, unselbständigen “Burgfrolleins” nicht stimmt und Frauen zu unterschiedlichen Zeiten sehr spannende Dinge konnten und durften…
Für die Wikingerzeit kann ich da als Literatur “Women in the Viking Age” von Judith Lesch empfehlen.
Kurz: Keine Frauen in Waffen, keine Schotten in Plaids, keine “Emanzipation” (das mit Waffentragen gleichzusetzen wäre allein schon einer ausführlicheren Erläuterung wert).
die beste lösung wäre, ihr macht zusammen fantasy LARP, da kann die wikingermagd mit schwertern ihrem schotten im plaid ein schönes haggis kochen und alles wird gut. :-)
ich bin zwar schon etwas länger in der szene drin, bin da aber immer nur als eine möchtegern magd auf märkten gewesen, habe dort dann aber auch magdarbeiten verrichtet….naja…so teilweise ;)
allerdings möchte ich mich mehr spezialisieren. problem ist nur, dass ich zu gern mit waffen hantiere, um eine einfache magd zu sein.
zudem habe ich gelesen, das die frau bei den wikingern ebenfalls waffen tragen durfte…kann man das historisch belegen?
zudem bezieht sich mein lebensabschnittsgefährte ;) mehr auf die schottische richtung mit rock (plaid). gibt es da noch eine weitere lösung für mich?