Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Fahnen und Banner bemalen?

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Eintrag #1 vom 29. Jan. 2015 18:30 Uhr Carmen R.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carmen R. eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wurden Fahnen, Standarten oder Banner bemalt oder bestickt?

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich der Motive auf den Fahnen,etc.
Wurden damals, explizit im 13. Jhd. die Fahnen bemalt, bestickt oder gar die Motive einzeln aufgenäht? Und aus welchen Stoff waren sie?
Ich möchte eine annähernd historisch korrekte Standarte für mein Lager nähen.
Als Stoff hatte ich an Leinen gedacht. Nun stellt sich mir die Frage ob ich das Motiv (ein etwas komplexes) aufmalen oder besser aufsticken soll.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Gruß,
Carmen

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Eintrag #2 vom 30. Jan. 2015 12:21 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

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… waren üblich - teilweise wurde auch appliziert.
Beispiele hierfür kannst du “im Netz” finden - Stichwort “Stadtbanner Köln Restaurierung” (… ist zwar spätes 15tes, aber man bekommt einen Eindruck von der Machart) oder “Zunftbanner” (… wenn ich mich richtig erinnere, gibt es da mindestens noch ein Frankfurter Original, ist aber auch 15tes, ältere Originale habe ich - zumindest was “Standarten” angeht - momentan nicht im Ärmel).
Leinen halte ich nicht für die erste Wahl - u.U. wäre Seide auch eine Möglichkeit, aber letztlich kommt’s darauf an, was genau für ein Banner es denn werden soll…

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Eintrag #3 vom 30. Jan. 2015 14:47 Uhr Carmen R.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carmen R. eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Banner zur Kennzeichnung unseres Lagers

Das Banner soll zur Kennzeichnung unseres Lagers dienen.
Da auch auf einigen mittelalterlichen Märkten die Teilnahme an einem Umzug pflicht ist, benötigen wir ein Fahnenbanner.
Unser erstes, provisorisches war aus einem günstigen Baumwollstoff und teilweise bemalt und bestickt.
Da wir uns aber weiterentwickeln wollen und mehr auf die historische Korrektheit acht geben wollen, stellt sichmir die Frage, wie diese Fahnen und Banner damals hergestellt wurden (Material und Aufbringung des Motives).
Zwar vermute ich, das unser Stand, den wir darstellen, damals kein eigenes Wappen oder Zunftzeichen inne hatte, aber für einige Märkte benötigen wir so ein Banner, aus dem unsere Darstellung hervorgeht

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Eintrag #4 vom 30. Jan. 2015 19:27 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

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“[…] Da wir uns aber weiterentwickeln wollen und mehr auf die historische Korrektheit acht geben wollen, stellt sichmir die Frage, wie diese Fahnen und Banner damals hergestellt wurden (Material und Aufbringung des Motives).
Zwar vermute ich, das unser Stand, den wir darstellen, damals kein eigenes Wappen oder Zunftzeichen inne hatte, aber für einige Märkte benötigen wir so ein Banner, aus dem unsere Darstellung hervorgeht.”
Das ist zugegebenermaßen ein Dilemma, das man jedoch am besten dadurch löst, dass man sich entweder einer historischen Darstellung oder eben dem Marktmittelalter verschreibt. Das ist beides für sich ja auch völlig in Ordnung. Im ersten Fall sollte man sich fragen, was man denn überhaupt darstellen will (… und dann recherchiert man…) im zweiten Fall ist’s egal wie die Fahne aussieht.

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Eintrag #5 vom 02. Feb. 2015 16:16 Uhr Carmen R.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carmen R. eine Nachricht zu schreiben.

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Es wird wohl eher auf das Marktmittelalter hinaus laufen. Ich persönlich möchte mich dennoch so gut wie Möglich an den historischen Vorlagen orientieren, was Gewandung, Ausstattung, etc. angeht.
Mein mann ziert sich leider eine Bruche mit Beinlingen zu tragen ;)
Wir arbeiten an der Darstellung von regionalen freien Bauern um 1267.
Die Jahreszahl ist bewusst gewählt, weil zwischen 1256 und 1310 es in unserer Region immer wieder zu Feden zwischen dem benachbarten Herzögen und dem Bischof stattfanden und somit genügend Hintergrundmaterial für die Ausarbeitung unserer Darstellung liefert.
Derzeit werden unsere ersten Gewandungen (leider größtenteils aus Baumwolle) gegen welche aus Leinen und Wolle ausgetauscht. Unsere Tonwaren ähneln in Form und Farbe bereits denen die in unserem Heimatmuseeum ausgestellten Exponaten.
Wir wollen den interessierten Marktbesuchen zeigen, wie der Alltag in einem Bäuerlichen Gehöft aussah.

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Eintrag #6 vom 02. Feb. 2015 16:26 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Servus,
Also angesehen davon, dasss sich mir nicht erschließt, warum man mit dem Hobby historische Darstellung anfängt, wenn man sich dann weigert, die nachweislich getragene Kleidung zu tragen: wie wollt ihr auf einem Markt (selbst wenn man davon ausgeht, dass dort wirklich eine marktähnliche Situation wäre, und nicht nur im Sinne eines urigen jahrmarktes) bitte ein “Gehöft” darstellen? Selbst wenn man mal davon absieht, dass sämtliche Hofbezogenen Tätigkeiten wegfallen, sämtliche mit Tieren… auch alle anderen landwirtschaftlichen fallen weg, aus Ermangelung an, nunja, Land? - was will man dann bitte noch zeigen? Klamotten und Keramik von 1267 aus der Region, bestenfalls, gezeigt von Leuten, die vor bestenfalls absolut historisch gefertigten und nachweisbaren zeltformen (die aber Null mit landbevölkerung zu tun haben, geschweige denn einem Markt oder ähnlichem) sitzen, unter einer noch viel weniger nachweisbaren “Sonnensegel” getauften Plane aus höchstwahrscheinlich Baumwolle?
Entschuldigung, dass ich das so deutlich sage, aber das Konzept *kann* nur scheitern. Aber so dermaßen.
Und schließlich ende ich mit der Frage aller Fragen: wozu zum Henker brauchen Bauern eine Fahne?!
Mein Rat: verabschiedet euch erstmal von “Märkten” wenn ihr auch nur irgendwas ansatzweise historisches machen wollt. Seht erstmal zu, dass ihr Leute -irgendwelche!- um 1270 in D. in Klamotte und täglicher Ausrüstung halbwegs gescheit darstellen könnt. Überlegt euch, welche Veranstaltungen ihr mal mitmachen wollt. Und dann sucht euch was, das man auch dem Publikum zeigen kann, so welches vorhanden. Für 13te gibt es immerhin einige Museumsdörfer, wo sowas auch ansatzweise geht. Dann ggfs. auch Landbevölkerung.
Alles andere wird nix. Egal, wie sehr ihr es herbeiredet.
Und vergeßt Fahnen. Braucht ihr nicht.

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Eintrag #7 vom 02. Feb. 2015 17:13 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

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“Wir wollen den interessierten Marktbesuchen zeigen, wie der Alltag in einem Bäuerlichen Gehöft aussah.”
… auf’m Middelaldamarkt?!?
… schräg!
Auch wenn Jens im Prinzip schon alles geschrieben hat, was mir aus Darstellersicht dazu einfällt, frage ich mich, wer eigentlich auf einen Mittelaltermarkt geht, um sich über den “Alltag auf einem Bauernhof” zu informieren…
… das ist ungefähr so, als würde man zum Bäcker gehen, um Wurst zu kaufen…
… und - wie mein Vorredner schon sagte: Um den Alltag auf dem Bauernhof darzustellen, wär’ ein Bauernhof an sich keine schlechte Voraussetzung.

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Eintrag #8 vom 02. Feb. 2015 17:21 Uhr Carmen R.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carmen R. eine Nachricht zu schreiben.

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Du wirst lachen, aber wir planen ein transportables Bauernhaus. Nenn uns ruhig verrückt ;)

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Eintrag #9 vom 02. Feb. 2015 17:22 Uhr Carmen R.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carmen R. eine Nachricht zu schreiben.

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Eintrag #10 vom 02. Feb. 2015 17:22 Uhr Carmen R.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Carmen R. eine Nachricht zu schreiben.

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Eintrag #11 vom 02. Feb. 2015 17:36 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn ihr sowas in der Art in gescheit anstrebt: www.geschichtspark.de
Ansonsten kann ich aus Erfahrung mit landsässiger Darstellung im Museumsdorf sagen, dass man selbst in einem halbwegs passenden Umfeld maximal einen Miniausschnitt darstellen kann. Schlicht, weil einfach auch da zu 90% die Tiere fehlen, sowie man ja nicht mal eben eine dem Kalender entsprechende Umgebung hat. Sprich, wenn man im Sommer dort eine Veranstaltung hat, muss halt auch Korn stehen, das man ernten kann, damit man saisontypische Ttäigkeiten ausführen kann. I.d.R. muss man das um ggfs. mögliche, landsässige Tätigkeiten und Gewerke erweitern, die weniger vom Umfeld und einer ja nicht vorhandenen Wirtschaft abhängen.
Aber auf einem Mittelaltermarkt: no way.

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Eintrag #12 vom 02. Feb. 2015 17:40 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht transportables Bauernhaus

Ich nenne euch nicht verrückt, ich nenne euch unerfahren. Abgesehen davon, dass es ein ziemlich weites Feld wäre, ein regional passendes Bauernhaus des 13ten zu rekonstruieren, wäre das nicht transportabel. Und selbst wenn man das hat, fehlt halt absolut alles andere. Und wenn ich dann höre, dass ihr Klamotten aus Baumwolle habt, und dein Mann keine Beinlinge tragen will, habt ihr ganz andere Probleme, als ein Bauernhaus zu rekonstruieren, von einem transportablen ganz zu schweigen.
Und selbst wenn ihr eines vor Ort hättet- so utopisch die Idee ist- dann wärt ihr immer noch auf einem Mittelaltermarkt. Wo alles ist, nur kein Mittelalter.
Ganz ehrlich: Schnappsidee.
Glaubt jemanden, der den Kram schon ein paar Jahre macht: bekommt erstmal eure Grundlagen auf die Reihe, und dann guckt mal, was dann wird.

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Eintrag #13 vom 02. Feb. 2015 21:04 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

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… hier eine Gruppe von 19. Jahrhundert-Reenactoren auf dem Weg zur Wochenendveranstaltung:
https://www.youtube.com/watch?v=3yDjaj2zP9U

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