Ich erkenne in der Art der Frage und deiner Reaktion auf die ersten Antworten nämlich genau die Grundlagen, die zu den ach so bösen A-Debatten führen.
Du kommst in ein Forum für historische Darstellung, präsentierst ein unhistorisches Konzept und relativierst das erbetene Feedback, wenn es nicht bestätigend ist.
Als nächstes hören wir dann “man muß es doch nicht so genau nehmen…” und launige Sprüche über die Wertigkeit des Spaßes im Hobby?
Bitte nicht, das Spiel ist alt und war schno vor Jahren nicht mehr witzig.
Nochmal zurück zu deiner Liste:
Ich weiß nicht genau, was du unter Landsknechtshose verstehst, aber die “klassischen” Landsknechte und die mit ihnen verbundene Mode ist eher im 16. Jhd anzusiedeln, mit 13 oder 14 hat das garnix zu tun.
Auch deine Vermutungen und Geschmäcker, was man kombinieren könnte, sind für eine historische Darstellung eher nebensächlich.
Auch hier gilt, was willst du, korrektes Feedback im Sinne einer “historischen Darstellung”, also dem Sinn dieses Forums entsprechend? Dann gilt, was ich zuvor sagte, dann solltest du aber auch offen für Änderungen an deinem Konzept sein, und nicht versuchen, irgendwas weg und anderes herbei zu reden.
Für die bloße Bestätigung, wie toll ein - sicher lustiger - Gaukler in bunter ambientiger Klamotte wäre, gebe bei google “mittelalter” und “forum” ein, wähl eins aus, so wirst du glücklicher.
Also gucken wir mal: Farbe, Bla, wie erwähnt, ne Geschmacksgeschichte, aber meines Wissens nach durchaus nicht “unhistorisch”. Tunika, Gugel sowie Landsknechthose stammen nicht aus unbedingt dem selben Jahrhundert, findet man aber in abgeänderter Form später wieder wie z.b Bei einer Tunika in Richtung 13Jhr werden die Ärmel, falls diese eine andere Farbe aufweisen, weiter oben angesetzt.
Die Hose wird das am weitesten vorne angesiedelste Stück sein ( so zwischen 13 und 14 Jhr ), Gugel und die Tunika halte ich da für weniger problematisch bzw. gut kombinierbar.
Am ehesten hab ich bezüglich Kleidung noch bei dem Rechteckmantel zu grübeln, siedel ich vom “Ursprung” Richtung Wikinger und Kelten, zeitlich, gesehen ein kenn da aber kein zeitliches “ Ende”. Ab wann hat man diese Art von Umhang nicht mehr genutzt? Fibeln wurden bis ins 14Jhr noch genutzt, also liegt es meiner Vermutung nicht fern das es sich dieses Model bis in diese Zeit event. gehalten haben könnte.
Darstellung: Ich laufe mit nem Großen, natürlich gewachsenem, leicht gebogenem Weidenstock und Klanghölzern rum, wenns sich ergibt trommel ich etwas darauf herum. Dazu kommt Kartenlegen und Legenden/Sagen/ Märchen ( auf eine mittelalterliche Basis) zum besten geben.
Stimme Alexander zu, es klingt mehr nach einer modernen Variante. Wenn es nur Spaß machen soll und Du gerne den Gaukler auf Märkten gibst, ist das doch gut. Nur eben nicht passend für die Zeit um 1200.
Für mich als modernen Menschen klingt die Überlegung, diese zwei Kontrastfarben zusammen auf sämtlichen Kleidungsstücke zu kombinieren dezent schauderhaft, aber über Geschmack muß man nicht streiten.
Bei der Kombi Rechteckmantel, Cotte, Landsknechtshose sieht das ein wenig anders aus, hier vermischst du Dinge die - wenn sie einigermaßen gut gemacht sind - aus mehreren verschiedenen Jahrhunderten kommen.
(Alternativ eben 21 Jhd, Mittelaltermarkt)
Du solltest dir die Frage stellen, was du willst.
Einfach einen lustigen Gaukler “Charakter”, ohne Bezug zur Historie?
Dann würde ich die Frage in einem anderen Forum stellen.
Ein historisch einordnenbare Ausrüstung eines Gauklers, Spielmanns, o.ä.?
Dann würde ich anders anfangen.
Schau dir diverse Zeiten an, schau, was dich reizt, dann kannst du darangehen, rauszufinden, wie zu der Zeit deine Wunschrolle aussah.
Irgendwas basteln und dann versuchen, es einzusortieren geht immer schief.
Habe angefangen mir vor nem Jahr Kleidung, orientiert an einem gaukelnden Charakter, zuzulegen. Nach einigen Gesprächen mit “Gewandungsschneidern” und Färberinen entschied ich mich für ein dunkles Grün ( Richtung Tannengrün ) und einem Krapprot. Grün als Zeichen für Leben und Rot als Zeichen für Leidenschaft. Soweit bin ich zufrieden.
Kleidungsstil mässig sieht das ganze etwas “verstrickter” aus. Rot/Grüne Landsknechthose, eine über die Schulter gehende hellrote Gugel mit Dreieckszaddeln, Wolltunika auch in Grün / Rot mit Rot/Grünen Zaddeln sowie nun die Idee einen Rechteckmantel in Rot/Grün selber zu nähen. die jeweiligen Rot und Grüntöne sind bei jedem Kleidungsstück, zum Glück, unterschiedlich. Wie hört sich das für euch, bewandertes oder gar nicht bewandertes Völckchen, an?
Frage die sich dann generell stellt in welchem Jahrundert bzw Jahrhunderten ich mich nun wirklich aufhalte.