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Eintrag #1 vom 06. Jul. 2013 17:15 Uhr Heike Rampp  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heike Rampp eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo miteinander,
mein Mann und ich wollen in unser Nähsortiment jetzt noch ein paar ausgewählte Stoffe mit aufnehmen. Da es aber selbst im Einkauf extrem teuer ist eine gewisse Auswahl zu bieten, hoffe ich auf ein paar Tipps eurerseits.
Es wird sich um handgewebten, pflanzengefärbten Wollstoff handeln, wobei die Wolle vor dem Weben gefärbt wird, so dass auch beispielsweise zweifarbiger Diamantköper möglich wird. Meint ihr so etwas würde auf Interesse stoßen, oder ist eine einheitliche Färbung sinnvoller?
Liebe Grüße
Heike

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Eintrag #2 vom 08. Jul. 2013 17:03 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Heike,
Dass dir länger keiner geantwortet hat, mag daran liegen, dass keiner deine Frage richtig einordnen kann. “mein Mann und ich”, “Einkauf”, “Auswahl bieten”- was macht ihr eigentlich?
Ob “so etwas würde auf Interesse stoßen” würde hängt wohl primär von eurere Clientel für-was auch immer- ab. Da ich bzw. meine Frau und ich alle Kleidung selber fertigen, wäre es z.B. wurst. Da wir tendentiell Zeiten (post 1200) beackern, wo Diamantköper nimmer so en vogue war, auch. Für den nächsten FMA-Darsteller mag’s famos sein- aber ob der nicht auch lieber selber näht?
Grundsätzlich kann ich nur für uns sprechen- historisch akkurate Stoffe sind immer schön. Allerdings ist das Resultat das wesentliche, sprich nicht, ob es “handgewebt” ist (was da fakto ja ein irreführender Begriff ist, da immer etwas mechanisches im Spiel ist, nur unterschiedlich angetrieben), sondern ob das Ergebnis nachweisbar ist. Da sind gemustert gewebte Stoffe was feines, so z.B. auch mit Streifen-oder Karomuster.
Ob die aber interessant sind hängt halt von der Vorlage und Umsetzung- und eben eurer Clientel ab…

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Eintrag #3 vom 09. Jul. 2013 23:05 Uhr Heike Rampp  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heike Rampp eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jens,
danke für die Antwort. Das hilft mir schon mal weiter. Wir haben einen Stand auf Mittelaltermärkten und verkaufen bisher Nähutensilien wie Knöpfe, Nestelspitzen, pflanzengefärbtes Seidengarn, Aufnäher und solche Dinge. Die Stoffe wären nur zur Komplettierung unseres Angebots gedacht. So, dass unser Stand noch “bunter” würde. Knopfbücher zur Recherche habe ich nun schon einige, bei Stoffen leider noch nicht. Bisher habe ich nur das Buch “woven into the earth”, doch Nachweise von farblichen Mustern konnte ich bisher noch keine finden. Hättest du da einen Buchtipp für mich?
Liebe Grüße
Heike

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Eintrag #4 vom 10. Jul. 2013 10:16 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Heike,
Da offenbart sich schon die Crux. Du schreibst, dass ihr einen Strand auf Mittelaltermärkten habt. Die Leserschaft von Tempus Vivit ist nun heterogen, ich meine aber, dass die Plattform eher weniger stark von der Mittelaltermarktszene frequentiert wird. Living History Darsteller gehen nur zum Teil als Besucher zu Mittelaltermärkten.
Sprich, der Anteil anspruchsvoller Darsteller auf Märkten dürfte eher gering sein. Wer aber kauft solche Stoffe? Moderne Besucher eher nicht. Die Mittelaltermarktszene weiß oft nicht mal, was eine Nestelspitze ist, und schert sich nicht um Pflanzenfarben. Ich glaube nicht, dass ihr über diesen Vertriebsweg viel solcher Stoffe verkaufen tätet.
Literatur:
Das Problem ist, dass Du keinerlei zeitliche Eingrenzung vernimmst, was auf Grund deines Ansinnens auch an sich verständlich ist. Textilfunde sind allerdings recht verteilt in der Literatur. Um jetzt eine größere Brandbreite produzieren zu können, müsstet ihr euch meines Erachtens aber schon sehr gut einarbeiten. Da ist für Post-1300 “Woven into the earth” sicher prima, aber fürs ganze Mittelalter nur eines unter sehr vielen.
Unter anderem zu Textilien fällt mir ein - allerdings nicht pur auf gemusterte Stoffe beschränkt (kleine(!!) Auswahl):
- Die Latrine des Augustinereremiten-Klosters in Freiburg im Breisgau www.antikmakler.de/catalog/bv1274.html
- The Högom find and other migration period textiles and costumes in Scandinavia www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
- Textiles and Clothing, Londonfunde: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
- Medieval Fabrications: Dress, Textiles, Clothwork, and Other Cultural Imagining www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
- Textile conservation and research : a documentation of the textile department on the occasion of the twentieth anniversary of the Abegg Foundation: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
- Textilfunde aus dem Hafen von Haithabu. Berichte uber die Ausgrabungen in Haithabu: www.wachholtz.de/cat_3f.html
Ohne Einschränkung des Zeit würde die Liste sehr lang werden, und gerade für die früheren Zeitfenster dürften ettliche Fundberichte mit gemusterten Stoffen- also keine Damast-und Brokatstoffe- vorliegen.
Ich würde mir auch die Bibliographie ansehen: www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/bockbibl[…] sowie die der Bücher oben, freilich. Gerade die Abbegg-Stiftung dürfte ein guter Ansprechpartner sein. Ich kann mir auch vorstellen, dass gerade bronzezeitliche und früheisenzeitliche Textilien interessant sind.
Nur, wie gesagt, für Mittelaltermärkte? Eher net.

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Eintrag #5 vom 10. Jul. 2013 12:42 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Heike!
Um die Zielgruppe für eure handgewebten Stoffe zu erreichen, würde ich euch die Teilnahme an den Reenactormessen empfehlen.
Ich selber verwende zwar teilweise handgewebte Stoffe, kaufe diese aber nicht “von der Stange”, sondern gebe sie exakt nach Fund in Auftrag.

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Eintrag #6 vom 10. Jul. 2013 20:20 Uhr Heike Rampp  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heike Rampp eine Nachricht zu schreiben.

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Lieben Dank, euch zwei.
Ich werde noch einmal in mich gehen. Bisher verkaufen sich unsere Waren auf den Märkten recht gut. Aber ihr habt natürlich recht, bei den Preisen, die ein solcher Stoff wohl kosten würde, ist es fraglich, ob man dann nicht lieber auf Bestellung arbeitet.
Ich werde mir die Quellen dennoch einmal zu Gemüte führen.
Liebe Grüße
Heike

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Eintrag #7 vom 11. Sep. 2013 12:31 Uhr Markus Hawner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Hawner eine Nachricht zu schreiben.

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Ich wünschte mir auf Märkten solche Stände. Allerdings weiss ich aus leidvoller eigener Erfahrung, daß auf den normalen Märkten Du dann platzraubende Ware mitnimmst, welche sich kaum verkaufen lässt. Der normale Touri kauft nicht weil er den Stoff nicht zu schätzen weiss und zum Teil nur über Preis käuft und Hobbisten mit solchen Ständen nicht rechnen. Selbst wenn sie das sehen, ist die Frage ob sie genug Geld dabei haben. Als Werbung durchaus dienlich. Daher würde ich die Auswahl auf ein paar wenige SToffe in guter Qualität beschränken. Den Rest wirst Du an anhand der Nachfrage feststellen.

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