ich würd mich nicht mit so vagen aussagen aufhalten … wenn man dir (aufgrund von sprachproblemen) nicht sagen kann woher die quelle stammt, was mich ein wenig verwundert … da der schmied seit mindestens 10 jahren auf dem mittelalterfantasyfestival vom G.H. (welche meiner meinung auch nicht gerade ein qualitätsmerkmal sind .. aber da soll sich jeder selbst seine meinung bilden) ausstellt/verkauft, dann würd ICH die finger davon lassen
frag doch einfach mal n deutschen schmied an, gute gibts ja einige .. auch hier bei tempus vivit.
Hab da was gefunden. Ist zwar kein Helm mit abnehmbarer Gesichtsplatte aber eine Gesichtsplatte ohne Helm ( und sie sieht aus als wenn sie umgebunden oder umgeschnallt wäre).
Gefunden im Osprey Band: English medieval Knight 1200-1300, Seite 18 Oben. Drunter steht als Erklärung: In this scene from Lives of the Offas not only are plate schynbalds and poleyns visible, but also a perhabs unique representation of a faceplate without any helmet. ( By permission of the British Library, MS Cotton Nero D l, f.7)
Ich gebe zu, es ist nur eine Vermutung wenn ich sage, da würde sicherlich noch ein Helm dazu gehören. Ich finde aber auch leider keine weiteren Infos zu der Abbildung.
Der “Helm” ist wohl eine recht freie Interpretation der Helme der im Türsturz des Domes Münster/Westfalen gezeigten Pauluslegende. Datiert um 1230. Von einer eventuell abnehmbaren “Gesichtsplatte” ist hier an allen fünf Helmen nichts zu sehen. Rüstungstechnisch ist die Anbringung wie in deinem “Helmbeispiel” auch eher sinnfrei. Ich kenne auch keine Vergleiche. Das Bild ist etwas schwierig zu finden. Versuchs mal über:
“Über die Form lässt sich streiten und mann kann den Gesichtsschtz ähnlich wie bei einer ”normalen Kalota mit Gesichtsschutz“ gestalten.”
Kann man eigentlich nicht(streiten mein ich) Man versucht ja auch nicht ein Quad als Auto zu verkaufen nur weil es vier Räder hat, oder??
Das mit dem frei gestallten machen die üblichen Verdächtigen“tschechenschmiede und co” ja nicht anders. Klar man kann es tragen, aber mit Geschichte bzw. Mittelalter hat es dann nicht mehr viel zu tun.
Wenn man damit leben kann ist das o.k. Jeder kann machen was er will. Es ist dann aber gerade mal “historisiert” mehr nicht.
Von dem Buch habe ich bisher nichts gehört und werde mir das auf jeden Fall mal ansehen.
Natürlich ist von den Schmieden immer eine gewisse Eigeninterpretation dabei, nur kann man hier wieder die Grundsatzdiskussion breittreten, wann etwas absolut A ist und wann nicht. Irgendwo sind Grenzen gesetzt.
Meine Recherchen haben eben bisher immer nur die “üblichen” Helmformen des 13. Jh hervorgebracht.
Den Begriff Kalota habe ich nur verwendet, da er oft aufkommt und im Grunde jeder weiß, was damit gemeint ist.
Der Sinn in diesem Thread besteht für mich darin, grundsätzlich herauszufinden ob es einen solchen Helm vom Prinzip (abnehmbarer Gesichtsschutz) her gegeben hat. Über die Form lässt sich streiten und mann kann den Gesichtsschtz ähnlich wie bei einer “normalen Kalota mit Gesichtsschutz” gestalten.
Es kommen schon ein wenig Zweifel an der guten Information auf wenn der Begriff Kalotta in den Raum geworfen wird. Einen Helm dieses Namens gibt es nicht. Wohl aber wird die Schädel- und analog auch die Helmdecke als Kalotte bezeichnet. Eine solche weißt demnach jeder Helm auf.
Vorlagen? ja vielleicht, aber die Interpretation von einem Schmied, bzw einer Person die was nach baut, sind im Bereich Webshop Universum leider Welten voneinander entfernt.
Es ist leider müßig nach Belegen von Webshop Artikeln zu suchen, denn die Dinger sinn 21jhd.
Wenn Du rechachiert hast, was waren Deine Ergebnisse diesbezüglich??
Einen sehr ähnlichen Helm erwähnt Gösta Ditmar-Trauth, glaube ich, in seinem Buch, Rüstung Gewandung Sachkultur des deutschen Hochmittelalters. Hab das Buch leider gerad verliehen und kann nicht nachsehen. Aber bin mir da sehr sicher.
Also irgendwie kenne ich es nur andersrum, dass man sich informiert, was es für Helme in einer Zeit gibt, und dann einen entsprechenden machen lässt….
Sei’s drumm, das Ding ist eine unhistorische Verbastelung davon, was man in der allseits beliebten Kreuzfahrerbibel (u.a.) so sieht.
Wenn Du was gescheites willst, wärst Du gut beraten, nach oben stehendem Verfahren vorzugehen, und dann zu nem gescheiten Plattner zu gehen- Empfehlungen stehen hier bereits im Forum.
Ich finde leider keine Belege, dass es einen solchen Helm gegeben hätte. Die Kommunikatin mit dem Schmied gestaltet sich sehr schwierig und es ist unmöglich herauszufinden, woher er seine Vorlage hat. Er meinte nur, dass er nach Fundstücken bzw. historischen Vorlagen arbeitet.