In der zweiten Abbildung scheint es sich um eine Aufhängung eines Bettlakens im Freien zu handeln, jedenfalls steht im Text:
»[…]adir sag, itel odir vol, von der molen vuerit oder satil odir zoum oder sporn odir bette odir kussin oder lilachen odir ander gut, was das si, vor das sine nimt unde sins da let[…]«
»[…]oder einen Sack, leer oder voll, aus der Mühle mit sich führt oder Sattel, Zaumzeug oder Sporen, Betten, Kissen oder Bettlaken oder anderes Gut, was es auch sei, als ihm gehörig an sich nimmt und seines dort läßt[…]«
Selbiges Bild gibts auch noch aus einer anderen Version des Sachsenspiegels:
Hier scheint es sich eher um einen Balken oder ähnliches zu handeln. Bei beiden Bildern sieht der Hängende Gegenstand aber nicht nach einer Tunika aus sondern nach einer Decke oder einem Bettlaken.
Gängig scheinen Truhen gewesen zu sein, aber ich habe im Sachsenspiegel eine Darstellung gesehen, bei der Kleider über eine mit Seilen oder Riemen an der Decke befestigten frei hängende Stange gelegt werden. Nicht ganz ein Bügel, aber zumindest ähnlich.
Habe mir die Frage gestellt, ob es wohl so eine Art “Kleiderbügel” gegeben haben könnte? Die Ersatzkleidung hat man wohl je nach Reichtum in Truhen aufbewahrt, oder an Haken oder ähnliches gehängt. Ich könnte mir theoretisch vorstellen, dass eine Cotte wie an einem Bügel über einem Stock ( Ast) hing. Vielleicht mit einem Band am Deckenbalken befestigt. Gesehen hab ich aber noch keine Abbildung. Kann jemand weiterhelfen ?