ich spreche eigentlich immer so wie es mir passt oder , oder der gegenueber person am vernuenftigsten ist.
da kann schon mal von deutsch bayrisch tschechisch english und auch fernoestliches kommen wie japanisch oder takalog ,aber marktsprech an und fuersich ,zaubert mir meist ein breites grinsen aufs gesicht wenn ich es hoere .
wobei die anrede in der dritten person ,keineswegs eine erfindung der neuzeit ist ,sondern ein teil der mitteleuropa sprachkultur .
zb im sueddeutschen bereich bayern oestereich :das (ich deutsche es mal ein :D)
mag er sich ein bisschen zu uns hersitzen?
um nur ein beispiel hier zu nennen
auch im norddeutschen findet man auch heute noch verhaeuft solcherlei ausdruecke
und drueberhinaus hoert einem keine sau zu wenn er von einem handwerker etwas erklaert haben will wenn man so spricht »>:das klingt dann wohl eher als wie wenn man den popen moechte
An sich ist deine Einschätzung richtig (Grünschnäbel und Händler bestimmter Marktkategorien).
Mittelhochdeutsch und Latein fallen nicht unter Marktsprech. In dieser Sprache kann man kaum eine Ritterwurst verkaufen. Die wenigsten verstehen es, es wäre wenn, nur etwas zu Demonstrationszwecken.
Marktsprech vermittelt den Besuchern mit relativ wenig Aufwand, dass sie gerade in eine andere Zeit “eintauchen”.
Unter diesem Aspekt ist es auch für bestimmte Darstellen interessant: Sie wollen zwar Mittelalter machen, aber mehr Aufwand als die Hollywoodfilme zu schauen, die’s zu dem Thema gibt, möchten sie nicht betreiben.
Die Anzahl geschichtlich versierter Besucher, die sich am Marktsprech stören, dürfte so gering sein, dass ihr Wegfall für eine kommerziell ausgerichte Veranstaltung nicht ins Gewicht fällt im Verhältnis zu denen, die sich dann doch geschmeichelt fühlen (holde Maid, edler Recke).
Kann es sein, dass dieses “Marktsprech” zum großen Teil von Händlern (wurde mit der Seife schon gut beschrieben) und Grünschnäbeln benutzt wird? Letztere finden dieses Wortspiel glaube ich, auch sehr witzig und geben das gern vor Ihren Freunden im zivilen Leben wieder. So von mir beobachtet.
Würdet Ihr denn Latein ( naja ich meine qualifiziertes Latein und in Maßen gesprochen) auch als so genanntes “Marktsprech” titulieren?
Die größte Grausamkeit wird von den Admibistratoren erwählt, der Gewinner erhält drei Flaschen Wikinger-Met in Tonflaschen mit Bügelverschluß, Empfangsadresse an meine Email Addy hier, ich bezahle und schicke Portofrei zu.
Marktsprech setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen.
Angefangen bei exzessiven Euchzen und Ihrzen, über edle Recken und holde Maiden als Standardanrede, Ritterwurst und Wikingerbräu für teils ganz normales Essen bis hin zu kompletten Fantasybegriffen wie Taschendrachen, Zeiteisen, uva.
Schriftlich durch die Inflation von Ys gekrönt.
Kurz gesagt, der erbärmliche Versuch einer Kunstsprache, die das Flair der Märkte einfangen soll.
Ich habe bei irgend jemandem in irgend einem Forum unter irgend einem Avatar den Satz:“ Verhindert Marktsprech!” gelesen.
Ist damit geschwollenes Gerede auf MA-Märkten gemeint (z.B. wie fälschlich 3.Person Singular)? Oder meint man damit generelles historisch-neudeutsches Sprachgemisch?