danke für die Buchempfehlung. Ich hatte das Buch schonmal auf meiner Bestellen-Liste, hatte es aber dann aus den Augen verloren. Leider ist das Buch vergriffen. Online findet man nur das Inhaltsverzeichnis. Ich schau mal, ob ich über die GBV-Fernleihe drankomme.
Meine Darstellung ist im norddeutschen Küstenraum im 8. Jhd. angesiedelt und mein Thema ist Ernährung und Landwirtschaft. Klöster, Steuerbücher und andere schriftliche Quellen über Nahrungsmittel gibt es dafür nicht.
Meine Informationen ziehe ich aus der Archäobotanik und Archäozoologie: also welche Pflanzen gab es, welche Tiere wurden gehalten?
Schlussfolgerungen, wie die Gerichte zubereitet wurden, kann man aus Keramikfunden und anderen Haushaltgeräten ziehen.
Das Buch gibt einen guten Überblick über alels was mit der landwirtschaft zusammenhängt und die anhängende sehr umfangreiche Literaturliste hilft dann die Bücher zur Vertiefung einzelner Themen zu finden. Der abgedeckte Zeitraum geht bis zu 13. Jhd.
ich habe durchaus drüber nachgedacht, wer in der fraglichen Zeit des Lesens bzw. des Schreibens von Kochbüchern mächtig war und bin mir durchaus darüber bewusst, dass die darin aufgeschriebenen Rezepte keinen Repräsentativen Schnitt durch die Gesellschaft zeichnen. Vermutlich wird man in Rezeptsammlungen eher
ausgefallene Rezepte finden, die eher selten gekocht wurden und daher überhaupt aufschreibenswürdig waren damit man sie nicht vergaß oder
Rezepte für besondere Anlässe finden.
Dennoch ist es eine der wenigen Möglichkeiten, etwas über die Esskultur sowie die in einer Region verfügbaren Nahrungsmittel der jeweiligen Zeit zu erfahren.
Andere Informationsquellen wären Handelslisten von Klöstern, Steuerbücher oder ähnliches. Die sind jedoch noch schwerer einzusehen, weswegen ich mich erstmal auf Rezeptsammlungen konzentriere.