Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Mögliche Darstellungen?

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Eintrag #11 vom 20. Nov. 2009 11:02 Uhr Thorsten Witschen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Witschen eine Nachricht zu schreiben.

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um mich noch mal den vorrednern anzuschließen:
denke bitte erst über vernünftige zivile Kleidung nach.
Das Non plus ultra ist es meiner meinung nach eine gute Darstellung zu haben die gut recherschiert ist und gute nachrecherschierte Kleidung zu haben. Das schließt Klamotten/Rüstteile/Waffen fürs Kämpfen nicht aus. Ist aber eher zweitrangig, denn kein Soldat/Krieger wird die ganze zeit in Rüstung o.ä. herumgelaufen sein, genauso wenig wie du das tun solltest.
Und das solltest du wenn dann eben richtig machen (und das heisst die Klamotten nicht in einschlägigen Mittelaltershops oder von L.C. kaufen). Das hat nix mit DEM hobby zu tun.

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Eintrag #10 vom 20. Nov. 2009 10:53 Uhr Sebastian Welzbacher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Welzbacher eine Nachricht zu schreiben.

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Danke, die Antworten werden immer besser und hilfreicher!
Dann bin ich mit dem Anhänger wohl dem “allgemeinen Irrglauben” erlegen, gut zu wissen. :)
Ich sehe allgemein einen gewissen Unterschied zwischen dem Rüstzeug und der eigentlichen Darstellung.
Zweitere sollte natürlich vor allem möglichst korrekt sein.
Bei ersterem geht es aber logischerweise auch stark um Schutz und Wirkung. Daher bisher auch wie schon richtig bemerkt wurde der Brillenhelm, ich habe keine großartigen Ambitionen, mein restliches Leben lang ein blindes Dasein zu fristen o.Ä.
Ich sehe zB ein Schwert nicht primär als Teil der Darstellung, sondern eben als “Werkzeug” oder “Ausrüstungsgegenstand” zu dem Hobby “Kämpfen”.
Das Non Plus Ultra ist natürlich, wenn man sowohl das Kämpfen als auch die Darstellung harmonisch miteinander historisch korrekt verbinden kann.
Also suche ich grundsätzlich eine Waffe, die möglichst sowohl gut in die Darstellung passt, aber eben auch mir persönlich in der Handhabung zusagt.
Und da ich im Moment ja gerade auf der Suche nach einer geeigneten Darstellung bin und mir eben zB der Langsax sehr gut gefällt, habe ich den mal ins Spiel gebracht.

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Eintrag #9 vom 20. Nov. 2009 09:56 Uhr Katrin Auer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Katrin Auer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Thorshammer

Georg, dass im skandinavischen Raum Thorshammeranhänger gerade in der Übergangszeit zum Christentum zu finden sind, stimmt schon. Das ändert aber nix daran, dass es meines Wissens _keinen_ Beleg dafür gibt, dass Männer solche Anhänger trugen oder auch nur irgendwas Vergleichbares (Halsketten oder Amulette um den Hals).
Schon aus diesem Grund würde ich einem Mann vom Tragen eines solchen Amuletts abraten.
Amulettanhänger aus dem großen Bereich Norddeutschland im Frühmittelalter (Friesen? Slawen?) sahen, so weit ich weiß, anders aus als die skandinavischen, und auch da müsste man erst mal recherchieren, ob Mann so was um den Hals trug.

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Eintrag #8 vom 20. Nov. 2009 09:40 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Sebastian schrieb:
»Thorshammer-Anhänger:… Gegenreaktion auf das christliche Kreuz…«
Nein. Diese “Gegenreaktion” ist eine Szeneerfindung neo-heidnischer Odin- und Thorfans.
»Helm:..Ist der grundsätzlich eher ungeeignet oder nur für dieses Beispiel Norddeutschland?«
Meines zugegeben eingeschränkten Wissens zur Helmtypologie jenes Kulturkreises nach, handelt es sich um einen grundsätzlich ungeeigneten Helm. “Brillenhelme” fanden sich meines Wissens für die zeitlich erheblich früher anzusiedelnde “Vendelzeit”. Der einzige “Wiki-Fund” dürfte (soweit ich weiß) ein Funeralhelm ohne praktischen Verwendungzweck gewesen sein. Dieser Helmtyp ist nur in der Wikiszene beliebt, weil er beim Spielen mit Schwertern etwas mehr Schutz bietet.
»bin um genau zu sein zur Zeit “schwertlos”«
DAS ist jetzt nun mal ein wirklich guter Ansatz für eine historische Darstellung. Mach so weiter, lass das mit dem Schwert (und dem anderen martialischen Krimskrams) und kümmere dich um vernünftige Kleidung, dann wird das auch was.

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Eintrag #7 vom 20. Nov. 2009 08:45 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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„Solltest du ein Semispathum meinen also ein Schwert“
Theo eine Semispathum meint mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Sax.

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Eintrag #6 vom 20. Nov. 2009 08:32 Uhr Sebastian Welzbacher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Welzbacher eine Nachricht zu schreiben.

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die letzten beiden Antworten waren doch schon ma relativ hilfreich, danke soweit.
In meiner Heimatregion:
Ja, wär schon schön, aber ein Franke z.B. muss es nicht unbedingt sein. Dann müsste ich denk ich mal schon en ganzes Stück in der Zeit zurückgehen, eher in Richtung Chatten oder sowas.
Skandinavien:
Eben aus dem beschriebenen Grund möchte ich diese Darsellungen möglichst vermeiden.
Thorshammer-Anhänger:
Ja, das is klar, aber wurden die in der Übergangszeit nicht auch als ne Art Gegenreaktion auf das christliche Kreuz getragen?
Langsax:
Hm, ok, schade. Hätte ja sein können, dass der auch später noch vereinzelt verwendet wurde.
Ich habe keinen, also wegen der Ausführung, bin um genau zu sein zur Zeit “schwertlos”, da meine vorherige Waffe absolut unpassend wäre, die is schon ausgemustert.
Ist nur so, dass ich von dem Langsax einfach sehr begeistert bin was den Kompromiss zwischen Reichweite und Wendigkeit/Geschwindigkeit angeht. Aber ist natürlich auch kein Muss.
Kettenhemd:
Ja, das is nicht so tragisch, muss es halt weg.
Helm:
Das hat mich jetzt etwas überrascht. Ist der grundsätzlich eher ungeeignet oder nur für dieses Beispiel Norddeutschland?
Grundsätzlich zur Darstellung:
Ich hab ja schon gesagt, dass das eben nicht der gewöhnliche Weg zu ner Darstellung ist. Ich will aber nicht quasi mit Gewalt meine ganzes Zeug irgendwo reinpressen, so war das auch nicht gemeint.

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Eintrag #5 vom 19. Nov. 2009 22:58 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ansatz zur Rechereche

Ich würde mich mich in meiner Heimatregion die Funde ansehen und darauf aufbauen. Das einzige ev. brauchbare Stück ist die Flügellanze, den Langsax müste man erstmal sich ansehen ob er Brauchbar ist. Der Ringpanzer wäre für eine hochrangige Darstellung verwendbar wenn er die von Theodor beschriebenen Ausführung ist. Besser ist es das nicht zu verwendend Material abzustossen und mit einer eher einfachen Ausrüstung anzufangen. In Richtung Skandinavien würde ich eher nicht gehen, da du als Darsteller einer von vielen wärst ( über Quali kann man sich Streiten). Für genauere Tipps bräuchte man die genaue Region, Norddeutschland ist groß und war in dem Zeitraum auch von unterschiedlichen Kulturen besiedelt.

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Eintrag #4 vom 19. Nov. 2009 19:48 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hm ...

Ich fang mal mit den einzelnen Punkten an:
- Helm
Für Norddeutschland vll nicht das richtige aber grob die richtige zeit … Die ornamente müsste ich sehen um was dazu zu sagen aber potentiell auf jeden fall ab damit …
-Kettenhemd
Auf jedenfall eine Oberschichtsausrüstung und daher (genau wie der helm auch) nicht zu empfehlen, da du warscheinlich die restausrütung nicht in entsprechender qualität anschaffen können wirst. Wenn doch dann bitte das KH mit geschlossenen und vernieteten ringen … etwa hüfte bis mitte oberschenkel udn dazu relativ kurze Ärmel
- Rundschild in ordentlicher ausführung durchaus okay … Aber bitte den schild aus Planken leimen oä …
-Flügellanze … möglich
-Thorshammer … Frauenschmuck und damit ungeeignet … auch perlen solltest du vermeiden da diese ebenfalls Frauenschmuck darstellen …
-Langsax … als langsax werden eigentlich die Hiebmesser des 7./8. Jhd. bezeichnet die eine Klingenlänge von über 55 cm aufweisen … meinst du soetwas? Wenn ja dann ungeeignet.
Solltest du ein Semispathum meinen also ein Schwert (Also eine Waffe mit entsprechenden Griffelementen = Parier und Pommel) mit einschneidiger Klinge um die 90 cm gesamtlänge dann musst du auf die Knaufform achten udn eventuell nach dem entsprechendem typ für das 10. Jhd. suchen ich weiß grad garnicht ob es die dinger im 10. noch gibt un d bis wann … aus dem 9. kenn ichs da fällt mir sogar ein Fund aus Norddeutschland ein … Peene bei Menzlin.
Oder eminst du die Birkasaxe? Wenn ja dann bist du zwar im 10. jhd. solltest aber den Begriff langsax vermeiden, da die dinger einfach zu kurz sind …
lg Theo
PS: Achso fast vergessen … der Ansatz ist scheiße und ich denke, dass kein einziges Objekt ernsthaft verwendbar ist … dennoch denke ich du wirst dich davon eh nicht beirren lassen so treffen wir uns eben in der Mitte … vll wäre ein wenig eigenstudium bezüglich norddeutscher funde hilfreich …

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Eintrag #3 vom 19. Nov. 2009 13:06 Uhr Thorsten Witschen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Witschen eine Nachricht zu schreiben.

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verkauf die “teureren” oder selbst hergestellten Sachen in einem auktionshaus deiner wahl und fange dann an in richtung 10 JH “norddeutscher raum” zu recherschieren
andersrum wirds kaum richtig funktionieren.

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Eintrag #2 vom 19. Nov. 2009 13:07 Uhr Radi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Radi eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sebastian,
der Ansatz, die vorhandene eigene Ausrüstung in eine Wunschdarstellung “reinzupressen” ist ganz und gar nicht ungewöhnlich, sondern ganz normal und menschlich.
Ich nehme mal IMHO an, dass Dir die vermutlich gewünschte Antwort “ist OK” hier niemand geben kann, aber zu wikingerzeitlichen Funden (z.B. Haithabu) gibt es recht lesbare Literatur, zu der es hier im Forum genügend Verweise gibt. “Ist OK” macht nur Sinn, wenn man selbst an den eigenen Maßstäben misst. “Ist Mist” oder “ist OK” spiegelt doch nur den angenommenen Maßstab des Schreibers …..
Viel Glück und Erfolg!
Radi

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Eintrag #1 vom 19. Nov. 2009 11:58 Uhr Sebastian Welzbacher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Welzbacher eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich bitte um eure Hilfe bei der Darstellungs-Findung!

Tag zusammen!
Meine Gruppe und ich beschäftigen uns seit ein paar Jahren mit Schwertkampf, Märkten, Lagern etc, jedoch noch ohne eine korrekte historische Darstellung.
Sind vor einigen Monaten einer größeren Vereinigung beigetreten, die hauptsächlich Frühmittelalter (Rus, Waräger, Skandinavier etc) reenactet.
Jetzt wollen wir uns natürlich auch in Richtung ernsthaftere Darstellung und Authentizität entwickeln.
Habe auch schon etwas über verschiedene Darstellungen nachgedacht, bin jedoch zu dme Schluss gekommen, dass wohl ein etwas pragmatischerer Ansatz besser wäre, für den ich jedoch Hilfe brauche.
Heißt: Ich würde verständlicherweise gerne einige “teurere” oder selbst hergestellten Sachen möglichst behalten, bzw. habe diese im Kopf und suche daher nach einer Darstellung, die mir das ermöglicht.
Konkret wären das folgende Dinge:
- Typischer Brillenhelm mit Kettenschutz (Drachenköpfe als kleine Ornamente)
- Kettenhemd
- Standard-80er-Rundschild
- Speer mit Flügellanzenspitze
- Thorshammer-Anhänger nach einemd Fund ca. 10. Jhdt. in Dänemark
- Langsax
Würde das zB grob in den norddeutschen Raum im 10. Jhdt. reinpassen (Haithabu oder Vergleichbares)?
Wenn einzelne Dinge davon zwar ungewöhnlich, aber grundsätzlich möglich sind wäre das für mich ok, solange es natürlich nicht vollkommen aus dem Rahmen fällt, dann wird’s eben entsprechend ausgetauscht.
Ich weiß, das ist ein ungewöhnlicher Ansatz, aber ich halte das in meiner Situation einfach für eine gute Möglichkeit wenigstens mal einen groben Rahmen zu finden, innerhalb von welchem ich mich dann durch Litearatur, Funde etc in eine genauere Richtung entwickeln kann, die mir zusagt und die auch vorzeigbar ist.
Schönen Gruß,
Wulfrik

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