Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Pfahlgötter/Holzidole

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Eintrag #1 vom 22. Mrz. 2010 13:33 Uhr Marc Hofmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marc Hofmann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich suche nach Bildern von Pfahlgöttern/Holzidolen von Germanen und Slawen. Im Internet findet man nicht allzuviel.
Gerne wäre ich für weitere Hinweise sehr dankbar. Der Grund meiner Frage. Ich Schnitze u.a. und wollte einen solchen Pfahl bzw. Pfähle nachschnitzen.
Vielen dank für eure Bemühungen und Gruß aus dem schönen Rheinland
Marc

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Eintrag #2 vom 22. Mrz. 2010 18:15 Uhr Sina Klausnitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sina Klausnitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marc, google mal nach “Oberdorla Opfermoor” - da müssten einige Bilder der dortigen Holzidole (Rekos) im Netz zu finden sein.
Unter www.thueringen.de/denkmalpflege/tlad/museum/[…]/au[…] findest du eine Blick in die Ausstellung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Weimar mit dem “Oberdorla-Raum”.
Viel Spaß damit und viele GRüße, Sina

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Eintrag #3 vom 22. Mrz. 2010 23:45 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marc,
hier mal der tempel von groß raden mit den bekannten “Kopfbohlen”
static.panoramio.com/photos/original/5574476.jpg
oder auch der “Taschengott” von Wolin: www.lda-lsa.de/typo3temp/pics/eb4c249429.jpg
zwei schöne Beispiele für Anthropomorphe Holzerzeugnisse des slawischen Raumes.
Den Svantevit Götzen vom kap Arkona stellt man sich nach beschreibungen des Autors Saxo (ende 12. Jh.) Grammaticus so vor:
www.roma-antiqua.de/forum/[…]/Ostsee-Bummel_079.jp[…]
lg Theo

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Eintrag #4 vom 23. Mrz. 2010 07:20 Uhr Marc Hofmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marc Hofmann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, danke schonmal für die antworten.
Gibt es eigentlich auch grundrisse von slawischen Tempelanlagen?

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Eintrag #5 vom 23. Mrz. 2010 07:49 Uhr Sina Klausnitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sina Klausnitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marc, auch mit Grundrissen wirst Du wahrscheinlich in Groß Raden am besten mit der Recherche anfangen können.
Titel: Der altslawische Tempel von Groß Raden / Ewald Schuldt. Hrsg.

             vom Museum für Ur- und Frühgeschichte Schwerin

  Verfasser: Schuldt, Ewald *1914-1987*

Körperschaft: Museum für Ur- und Frühgeschichte <Schwerin>

 Erschienen: Schwerin, 1976

     Umfang: 63 S. : zahlr. Abb.

Schriftenreihe: Bildkataloge des Museums für Ur- und Frühgeschichte Schwerin

             ; 19

Viele Grüße, Sina

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Eintrag #6 vom 23. Mrz. 2010 09:13 Uhr Marc Hofmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marc Hofmann eine Nachricht zu schreiben.

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danke dir.
werd mir das buch mal besorgen…
Ist echt wenig literatur darüber vorhanden.
Ich beschöftige mich mit den Daleminzier aus Region Lommatzsch/Sachsen.
Sie gehörten ja zu den Elbslawen und diese Vererhrten Ihre Gottheiten wiederum in Tempeln, im Gegensatz zu anderen slawischen Stämmen.
Nur ist es wiederum schwierig, herauszufinden, welche Gottheit dieser Stamm als Hauptgott verehrte.
Vielleicht weiß ja noch jemand rat.
Gruß
Marc

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Eintrag #7 vom 23. Mrz. 2010 09:55 Uhr Sina Klausnitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sina Klausnitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marc, da wirst Du um eine umfangreiche und vor allem kritische Literaturrecherche nicht herumkommen - denn ob Dir diese Frage jemand genau beantworten kann, bezweifle ich doch sehr…. und auch, ob es für diese sehr konkrete Frage letztendlich eine Antwort gibt.
Vielleicht kannst Du nochmals in der Quelle/Literatur nachschlagen bzw. denjenigen fragen, der Dir die Auskunft (Zitat) “Sie gehörten ja zu den Elbslawen und diese Vererhrten Ihre Gottheiten wiederum in Tempeln, im Gegensatz zu anderen slawischen Stämmen.” gegeben hat (Ich weiß das oder auch: Ich hab da gehört…. zählt nicht als Quelle!!). Vielleicht bezieht sich diese Aussage auch auf den Tempel von Groß Raden - waren das dort auch Elbslawen?
Schau mal, was aus der Lommatzscher Gegend an slawischen Sachen gefunden wurde, Tempel, welche die obige Aussage konkret belegen, waren meines Wissens (welches definitiv endlich ist) nicht dabei - also worauf beruht diese Aussage? Vielleicht ist der Hinweis auf Groß Raden dann doch am ehesten für eine Vorstellung slawischer (nicht eingegrenzt unbedingt daleminzischer) Tempel passend.
Desweiteren sei mir noch der Hinweis erlaubt: Die Beschäftigung mit vorchristlichen Religionen ist immer sehr sehr schwierig und eigentlich von unendlich vielen Unbekannten geprägt. Zum einen lassen sich anhand archäologisch überlieferter Funde und Befunde selten tatsächliche religiöse Praktiken rekonstruieren - eine weitgehende Rekonstruktion der religiösen Vorstellungswelt (des “Götterhimmels”;)) ist damit jedoch nicht möglich. Desweiteren stammen schriftliche Hinweise auf in diesem Fall slawische Religionen oftmals von Gegnern, Feinden, christlichen Missionaren und sind entsprechend “politisch” motiviert und damit gefärbt.
Nach meiner Meinung ist hier Vorsicht bzw. Zurückhaltung und die Beschränkung auf das tatsächlich Bekannte (archäologisch und schriftlich Überlieferte) die Mutter der Porzellankiste, nicht das heutige Wunschdenken.
Viele GRüße, Sina

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Eintrag #8 vom 23. Mrz. 2010 10:18 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marc,
vielleicht hilft Dir das hier weiter:
www.reference-global.com/doi/abs/[…]/9783110202809[…]

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Eintrag #9 vom 24. Mrz. 2010 16:19 Uhr Marc Hofmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marc Hofmann eine Nachricht zu schreiben.

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Noch eine Frage:
Wie kann man sich eine normale slawische Kultstätte vorstellen? So wie z.B. bei den Germanen ein Rundheiligtum mit Holzidol, Opferstein/altar und mit Zaun umgeben.
Auf antworten freue ich mich.
Ihr habt mir schon sehr geholfen

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Eintrag #10 vom 24. Mrz. 2010 18:01 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

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… kann man sich da einigen aber beweisen wenig ;)
In jedem fall schau dir mal die befunde der Grabungen von groß raden udn Arkona an … dort glaubt man jeweils den haupttempel lokalisiert zu haben …
Groß raden selbst stellt den haupttempelort der Elbslawen vom Stamm der Warnower dar udn Arkona löst Rethra(nicht lokalisiert) nach dessen Untergang als Hauptheiligtum aller Westslawen ab … so sagt zumindest die Literatur …

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Eintrag #11 vom 19. Apr. 2011 20:19 Uhr Uwe (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Uwe eine Nachricht zu schreiben.

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Nachdem der Faden nun schon Geburtstag hatte kann ich es mir nach meiner heutigen Lektüre doch nicht verkneifen ihn doch noch einmal kurz Leben einzuhauchen.
Hoffentlich stört sich keiner dran und es stößt vielleicht sogar bei machem auf Intresse.
Also unlängst (genauer heute in der Straßenbahn)las ich folgen Bericht des “Slawencronisten” Helmold von Bosau über einen heiligen Hain in der Nähe von Lubek (in meinen Augen könnte man aus dem Angaben im Text davon ausgehen das es sich um einen Haupttempel der Obodriten handeln könnte)
“Da geschah es, daß wir auf dem Zuge in einen Wald kamen, den einzigen in jenem Lande, das sich ganz eben hinstreckt. Dort sahen wir zwischen sehr alten Bäumen heilige Eichen, die dem Landesgott Prove geweiht waren; ein freier Hofraum umgab sie und ein sorgfälltig von Holz gefügter Zaun mit zwei Pforten. Denn neben den Hausgöttern und Ortsgötzen, von denen die einzelnen Ortschaften voll sind, bildet dieser Ort ein Heiligtum des ganzen Landes, für das ein eigener Prister, Festlichkeiten und verschiedene Opferhandlungen bestimmt waren. Dort pflegte jeden Dienstag die Landesgemeinde mit Fürst und Prister zum Gericht zusammenzukommen. Der Eintritt in den Hofraum war allen verboten außer dem Priester und dennen, die opfern wollten oder von Todesgefahr bedrängt wurde; denn diesen blieb die Zuflucht niemals verwehrt.”
Dieser Ausschnit ist entnommen aus “ausgewählte schriften zur deutschen Geschichte des Mittelalters, Band 19, Rütten und Löning Berlin 1963”

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Eintrag #12 vom 21. Apr. 2011 18:11 Uhr Rolf Schubert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rolf Schubert eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nekromant

Ok…, dann mache ich auch mal einen auf Nekromant… :-))
Vielleicht ist es ja ganz brauchbar für die Nachwelt.
Das Opfermoor von Oberdorla (Thüringen) ist hinsichtlich Idolen und Götzen sehr gut bestückt. ;-)
An Literatur ist: Die Germanen, ein Handbuch Band I, Akademie Verlag, ISBN 3-05-000123-2
zu empfehlen.
Das ganze nur um der Nachwelt weitere Fragen zu ersparen….

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