Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Polsterung für einen Wikingerhelm

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Eintrag #1 vom 14. Sep. 2010 22:27 Uhr Ulrich Raschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Raschke eine Nachricht zu schreiben.

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Hi hat jemand von euch erfahrung im Bau von Helm Polstern. Ich habe einen Wikingerhelm und hätte gerne. Eine Intregierte Polsterung. Also keine Polsterhaupe die ich vorher auf setzen muss würde mich über antworten Ideen und Erfahrungen freunen.

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Eintrag #2 vom 14. Sep. 2010 23:09 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Ich sags offen, ich habe keine Ahnung wie die Fundlage aussieht. Bei späteren Helmen (Post-1300) ist es tendentiell eine Haarfüllung, also Ross-/Kuhhaar etc., was sich auf Grund der Materialeigenschaften anbietet, in einer Leinenhülle versteppt. Das funktioniert prima.

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Eintrag #3 vom 15. Sep. 2010 18:27 Uhr Ulrich Raschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Raschke eine Nachricht zu schreiben.

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Mit Funden siehts ehr schlecht aus also Nix wie ich weiß aber das mit dem Pferdehaar ist ne itressant sache, Danke schon mal.

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Eintrag #4 vom 16. Sep. 2010 20:23 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

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Mangels Helmfund wird es leider keiner genau sagen können.
Quasi bist du zum experimentieren gezwungen.

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Eintrag #5 vom 02. Okt. 2010 16:55 Uhr André (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um André eine Nachricht zu schreiben.

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Ein bekannter hat in seinen Wikihelm n Stück Dickes Schaffell eingeklebt und hatt es im Nacken etwas länger gelassen als Polsterung für die Helmbrünne. Find ich ne nette Idee.
Grüße, Meister.

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Eintrag #6 vom 03. Okt. 2010 12:00 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Dein Bekannter hat resultierend ein irgendwas, aber sicher kein “Wikinger”helm. Ein Schaffell einzukleben ist nun wirklich alles, nur keine historische Lösung.

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Eintrag #7 vom 04. Okt. 2010 11:34 Uhr André (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um André eine Nachricht zu schreiben.

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Wer hat behauptet das es ne “Historisch Super Korrekte” Lösung sein soll? Es war lediglich ne Idee und sollte als Gedankenanstoß dienen. Desweiteren wurde ja hier unter anderem auch von dir schon festgestellt das die Befundlage sehr sehr dünn ist und man deshalb zum “Experimentieren” gezwungen ist.
Vielen Dank für ihr Verständniss.

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Eintrag #8 vom 04. Okt. 2010 20:35 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Und wenn es die 100.000 Wiederholung sein sollte: Hier geht es um Geschichte, im Forum, der Threadtitel mit dem Wort “Wikinger” sagt es ebenfalls. Nicht um moderne Basteleien. Anregungen sind ja prima, aber irgendwie plausibel, wenn denn schon spekulativ, sollten sie schon sein, und kennzeichnen wäre auch nicht schlecht.
Ein eingeklebtes Schafsfell gehört da nicht dazu, das widerspricht im Aufbau, Material und Konstruktion jeder Quelle dieses Umfeldes, abgesehen vom Praktischen Nutzen: Ein Fell wäre warm, täte stinken, jeder historische Leim, der, so sollte er wirklich halten, wäre auf Wasserbasis, und täte sich mit dem Schweiss verselbstständigen, das Leder täte hart werden und spröde, das Fell auf die Dauer plattgedrückt werden, und bei einem wirklichen Hieb wäre die Schutzeirkung gegen Null, weil die einzige Polsterwirkung durch die Luft zwischen den Fellhäärchen entstehen täte.
Da wir nun schon wissen, dass es scheinbar keine erhaltenen Exemplare mit Innenfutter gibt (wobei zu klären wäre, ob kurz danach oder davor in einem anderen Kulturkreis, was man dann wenigstens als Anhaltspunkt nehmen könnte), ist keine Lösung, es sei denn, ein nicht zu belegender Zufallstreffer, “historisch super korrekt”.
Aber das ist ja kein Grund, “historisch super blödsinnig” einzuwerfen, bei aller Liebe.
Vielen Dank für dein Unverständnis.

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Eintrag #9 vom 05. Okt. 2010 01:51 Uhr André (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um André eine Nachricht zu schreiben.

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Welche Möglichkeiten zur Befestigung eines solchen “Inlays” bieten sich den an? Mal abgesehen davon das man ja statt Leim auch Teer/Pech nehmen könnte.
Wie bei deiner Ross/Kuhhaar-polsterung is das ebenfalls Tierhaar und ein richtiges Schaffell drückt sich nich mehr zusammen als die Dicke der überlieferten Rosshaarkappen. (Ich rede hier nicht von Lammfell)
Du meinst also Fell/Fellkappe egal welcher Tierart kommt absolut nicht in Frage?
P.S.: das mit dem Stinken…? Ich weiß nich, gab damals einige Sachen die nicht mit rosenartigem Wohlgeruch zu tun hatten und trotzdem wurden sie gemacht. Lieber hab ich nen Stinkekopf als ne Klinge im Schädeldach.

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Eintrag #10 vom 05. Okt. 2010 07:17 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Doch, André, Ross-und Kuhhaar hat eine andere Polstereigenschaft als Schafshaar, da es viel länger und dicker ist. Du nimmst ja auch das Schweifhaar vom Pferd, und keine kurzen Deckhaare, und Mähnenhaare nur für die Weichheit aussen. Warum glaubst Du wird Rosshaar noch heute für Matrazen verwendet, und nicht Schafswolle?
Eine Fellkappe halte ich jedenfalls für keine plausible Lösung. Erstens kenne ich über den gesamten Zeitrahmen des europ. Mittelalters kein Beispiel für sowas, und zweitens würde man dann sinnvollerweise die Haare abschneiden, und in eine Hülle füllen.
Wie man die nun befestigt, ist wieder eine andere Frage. Einkleben/Einteeren wiederspricht nicht nur ebenfalls den mir bekannten Funden von Helmen allgemein, sondern ist auch nicht besonders praktikabel, da man es icht auswechseln kann. Einnähen halte ich da für vil sinnvoller.
Was die Klinge im Schädeldach angeht: dagegen soll ja eigentlich der Helm schützen, und nicht die Fütterung, ne? Die ist immer noch gegen die Schockwirkung, damit er gescheit sitzt, angenehm zu tragen ist, und um den Schweiss aufzuleiten.
Schafsfell einkleben ist ungefähr auf dedr gleichen Stufe wie Schafsfell umhängen. Passt prima, wenn man einen 19.Jhd Theaterschauspieler, der gerade nen Neantertaler spielt, reenacted, aber nicht für ne glaubhafte Interpretation eines historischen Helminnenfutters.

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Eintrag #11 vom 05. Okt. 2010 11:35 Uhr André (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um André eine Nachricht zu schreiben.

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wahrscheinlich ist, dass so eine Helmpolsterung eingenäht wurde, soll sie denn mit dem Helm fest verbunden sein. Das bedeutet am Helmrand müssten kleine Löcher sein durch die ein stabiler Zwirn oder ein dünnes Lederriemchen durchgefädelt wird. Entweder wird das Polster direkt mit diesem “vernäht/ verflochten” oder es wird noch ein Lederstreifen eingefügt an dem die eigentliche Polsterung dann angenäht ist.
Ein Grund warum ich auch auf die Version einer Fellkappe gekommen bin ist ein Foto aus dem Embleton Buch “Ritter und Söldner - im Mittelalter” Seite 3/4 dort ist ein Wiki des 9. Jahrhunderts zu sehen und er hat eindeutig eine Fellkappe in seinem Helm. Gut es ist kein Schaf. Es sieht eher wie Ren oder so aus.
Ich vermute mal das gepolsterte und gesteppte Rosshaarkappen durch den erhöhten Arbeits-, Materialaufwand kostenintensiv waren zumindest mehr als eine einfache Fellkappe. Ich würde nicht soweit gehen diese Möglichkeit zumindest für den einfachen Krieger komplett auszuschließen.
Punkto Haltbarkeit der Dämpfungswirkung etc: wenn die Kappe nach 2 Jahren oder so verschlissen ist dann mach ich mir einfach ne neue.
Grüsse.

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Eintrag #12 vom 05. Okt. 2010 11:55 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kosten

Moin André,
der Kosten-, Material- und Arbeitsfaktor dürften bei einem Helm kaum ins Gewicht fallen. Wer sich einen Helm leisten kann, wird kaum die Aufwendungen für eine gepolsterte Kappe scheuen. Der einfach Krieger wird im FMA mit ziemlicher Sicherheit keinen Helm besessen haben.
Gruß,
Timm

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Eintrag #13 vom 05. Okt. 2010 13:13 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn Du schreibst “Ein Wikingerhelm” gehe ich mal frech davon aus, dass es ein Brillenhelm ist. Kurze Randnotiz, es wird schon seit längeren in der Fachwelt gemutmasst, dass der Gjermundbuhelm ein Dekoobjekt, eine “Hommage” an die Vendelkönige, und kein Gebrauchshelm, war. Dafür spricht auch, dass es von Brillenhelmen mwn. keine Abbildungen gibt.
OK, BTT: Die erste Massnahme sollte sein: Hat der Gjemrmundbuhelm Löcher, an denen etwas befestigt werden konnte? Wenn nein, ist eine seperate Kappe sinnig. Eine Variante wäre eine Lederkappe mit Futter aus Wolle, bei der die Wülste nach aussen zeigen. Der Helm liegt dann auf den Wülsten auf, welche stossdämpfend wirken. So gesehen bei einigen Rekonstruktionen römischer Helme.

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Eintrag #14 vom 05. Okt. 2010 14:09 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Platz für Polsterung?

Erst mal die Frage, was für ein Wikingerhelm ist es denn?
Dann, wie viel Platz ist zwischen Helm und Kopf.
Pferdehaar ist übrigens nicht überall in Europa gleich verfügbar ( gewesen)
Bei den Wikingern waren es reine Reittiere und sie dienten nicht der Fleischerzeugung, viele wurden ehrenhaft bestattet, da siehts mit Schweifhaar als Polstermaterial eher mau aus.
Bei aus dem Frankenreich importierten Helmen mags anders gewesen sein.

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Eintrag #15 vom 05. Okt. 2010 17:16 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fütterung

Servus,
Für ein Einnähen braucht es keine Löcher am Rand, dazu reicht ein ggfs. dünnes ledernes oder textiles Band, das mit anderen Nieten, sofern vorhanden, mit eingenietet wird, an dem wiederrum ein etwaiges Futter angenäht wird. Insofern kann man ggfs. nur bei genauer Analyse der Nietabstände, eventueller Abdrücke im Metall etc. klären, ob da was drinn/dazwischen war. Zusätzlich gäbe es die Lösung, von der Walter spricht.
Um Rosshaar, Wilfried Du Held, zu bekommen, muss man kein Pferd schlachten ;) Man schneidet einfach Schweif und Mähne ;) Genausowenig wie man ein Schaf schlachten muss, um an die Wolle zu kommen ;)
Das ist sogar ein qualitativer Unterschied, Pferdehaare vom Abdecker sind i.A. schlechterer Qualität. Abgesehen davon wird sicher nicht jeder Gaul ne Sonderbestattung erhalten haben, aber das hat mit dem Thema jetzt nix zu tun, nur mal wieder um den Quark, den Du da verzapfst, zu relativieren.
Und dass Bilder von Darstellern in Büchern keine Quelle sind, muss ich ja wohl nicht sagen, zumal besagtes Buch uraltes Fotomaterial beeinhaltet, und die Ergebnisse teils völlig veraltet sind, jenseits des immer vorhandenen Interpretationsraumes der Darsteller.
Was den Arbeitsaufwand angeht: was Timm sagt. Wer sich als Träger von Panzerung nur mit einer Kappe, aus nem Fell rausgeschnitten, begnügen kann, sollte dich unbedingt Gedanken um seine Prioritäten machen ;)

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Eintrag #16 vom 05. Okt. 2010 18:41 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Mähne und Schweif schneiden

Leider sprechen Runensteine und Bildbelege nicht fränkischer Herkunft eine andere Sprache.
Zwar haben die Pferde im Stuttgarter Psalter teilrasierte Schweifrüben und gestutzte Mähnen, die der späteren Manesse hingegen volle Mähnen, Sachsenspiegel volle Schweife, Reiterstein von Hornhausen früher als der Stuttgarter Psalter voller Schweif und Mähne.
Auf den Runensteinen der “Wikinger”sind Pferde mit Stehmähne und vollem Schweif zu sehen.
Also war denn wohl die Gewinnung von Pferdehaar von lebenden Pferden nicht üblich.

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Eintrag #17 vom 05. Okt. 2010 18:48 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Quellenkritik

Ja ne, is klar und blaue Pferde gab es auch, weil die sind ja auf dem Wandteppich von Bayeux zu sehen. Das ist mal wieder ein Glanzpunkt Masbergscher Fabulierkunst.
Mal schauen ob ich irgendwo ein Bild eines geschorenen Schafes finde. Wenn nicht hätten wir den Unsinn das Wolle zu Stoff vearbeitet wurde auch widerlegt.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #18 vom 05. Okt. 2010 18:58 Uhr Ina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ina eine Nachricht zu schreiben.

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Na toll. Ihr zerstört meine Illusionen. Nun ist Wollstoff unauthentisch ? Außerdem wollte ich ein blaues Pferd. Jetzt weiß ich, warum an die so schwer zu kommen ist. Ansonsten finde ich den Thread sehr amüsant und interessant.
Ich persönlich tät mich an Jens Variante halten, das Ding einzunähen, oder eine gesonderte Polsterhaube mit Lebendroßhaarfüllung. Also Haar vom lebenden Pferd, kein lebendes Pferd mit Haaren, dann wäre nämlich die Kappe zu groß und zu schwer.

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Eintrag #19 vom 05. Okt. 2010 19:35 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Das prächtige rasierte Ross

Genau. Die Manesseritterschlachtrösser wären freilich die ersten, die geschoren würden. Kommt gut, so nen gestutztes Pferd im Turnier.

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Eintrag #20 vom 06. Okt. 2010 01:30 Uhr André (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um André eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ähhmm

ob gestutzt oder nich is unter der Kovertuire eh bluna denn es sieht keiner ( zumindest im Turnier), und die Fusseln wachsen ja auch wieder nach so der Klepper noch lebt.
Was das jetzt genau fürn Helm is kann nur der Threadersteller sagen.
ob Gjermundbu nu Wicki is oder was anderes is hier auch nicht von Bedeutung.
@ Jens: mit dem Buch magst du Recht haben. Ich fand es nur ne nette Idee und es sieht garnicht mal so Scheiße aus.

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Eintrag #21 vom 06. Okt. 2010 10:53 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vom Helm zum Pferd im Turnier

Hallo André,
Nun trägt aber nicht jedes Pferd im Turnier eine solche, es war auch nur ein Beispiel, um zu verdeutlichen, wie hanebüchend das Heranziehen einer Prachthandschrift für die Beleglage für das “Ernten” von Pferdehaar ist.
Aber das sollte genug des Off-Topics sein; Fakt ist, Pferdehaar wurde in vielfacher Weise als Polstermaterial eingesetzt, über einen breiteren Zeitraum.
Ob in Skandinavien während der Eisenzeit, weiss ich nicht; und auch die Lösung insgesamt ist spekulativ.
Jenseits von dem Helmtyp würde es vermutlich aber den Threadersteller und andere Mit-und zukünftige Leser besser sein, wenn man mal zeit-und regionsnahe Lösungen sammelt.
Also gibt es bei den Franken oder sonstwo vlt. was? Was ist die früheste dedizierte Helminnenfütterung, die nachweisbar ist?

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Eintrag #22 vom 06. Okt. 2010 12:09 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeitgenössische Helme

Wenn ich mir die zeitlich nicht ganz so entfernte Helme ansehe (Wenzel 10. Jhdt., Olmütz 11. Jhdt., Augsburg 11.Jhdt. etc.), so verfügen diese im allgemeinen eine Lochreihe. Der Gjermundbu Helm verfügt da über keine, frühere Helme, wie die Vendel, Sutton-Hoo oder Coppergate-Helme oder noch frühere völkerwanderungszeitliche Helme haben meines Wissens nach auch keine Vorrichtungen zur Befestigung eines Innenfutters.
Wichtig ist halt, sich auch das zeitliche Umfeld zu betrachten. Im 10. Jhdt. z.B. war das Kettenhemd mit integrierter Haube schon en vogue, darunter wahrscheinlich irgendeine Polsterung. Der Helm war dann vermutlich mit einem Inlay versehen, das auf der Haube auflag - da brauchte es wahrscheinlich keine zusätzliche Polsterung.
Die früheren Helme wurden wahrscheinlich direkt - natürlich mit Kappe o.ä. - auf dem Kopf getragen - wenn man sich die Originale bzw.deren Maße ansieht, so müssen die auch ziemlich eng am Kopf gesessen haben. Ich habe mich die Tage noch mit einigen Römer-Darstellern der Opladener über dieses Thema unterhalten, da die Römerhelme auch über kein Inlay verfügten. Diese sind anhand von Textilresten bei Funden dazu übergegangen eine Filzkappe unter dem Helm zu tragen - die Römerhelme sind ja auch vergleichsweise eng am Kopf.
Ich denke, dass viele Helme über alle Zeiten hinweg heute aus einem Sicherheitsdenken heraus reproduziert werden, das nichts mit historischen Gegebenheiten zu tun hat. Ähnlich wie sich Leute michelinmännchen-mäßig mit dicker Polsterung und Kettenhemd ausstatten. Die Originale sind oft enger am Kopf, wie es uns angenehm ist.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #23 vom 07. Aug. 2011 22:48 Uhr Christopher Kunz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher Kunz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich würde abraten

Ich habe bei meinem selbstgebauten Brillenhelm auch überlegt, ob ich eine Polsterung einsetze oder mit Polsterhaube arbeite. Ich bin bei letztem geblieben, weil ich einfach keinen stabilen Weg gefunden habe, die Polsterung stabil und “unschädlich” anzubringen.
Als Material würde ich auch Roßhaar o.ä. verwenden, ggf. ein paar Schichten Schafwolle. Schaumstoff oder ähnliche moderne Materialien gehen natürlich, wenn man nicht “a” sein möchte, es bleibt dabei aber das Problem der Befestigung.
Mit Klebstoffen zu arbeiten, verbietet sich m.E., denn die halten auf dem Metall eh’ nicht vernünftig. Nietpunkte oder Lederriemen durch die Polsterung zu setzen, ist auch keine gute Idee, denn dadurch verringert man an diesen Punkten ja die Polsterwirkung.
Mit einer Polsterhaube und ggf. noch einer Helmspinne (Achtung, nicht belegt!) kannst Du auch auf veränderte Anforderungen (Kumpel will den Helm über die Kettenhaube ziehen, Kinder oder Touris wollen ihn mal aufsetzen) reagieren.
Nur meine 2 Cent.

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Eintrag #24 vom 07. Aug. 2011 23:05 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Brillenheme und Polsterung

Dass es für Brillenhelme keine vernünftige Ansatzmöglichkeiten einer Polsterung gibt, dürfte daran liegen, dass die Originale, soweit ich jedenfalls weiss, samt und sonderns Funeralhelme waren, was deren Gebrauch an sich in Frage stellt (jedenfalls post-Vendelzeitlich). Alle mir bekannten Helmfunde des europ. und. skand. Mittelalters, die solo auf der Omme getragen wurden, haben entweder Löcher für das Annähen eines Polsters, oder Nieten oder zum. Nietlöcher für das Einnieten eines Leders, an das wiederrum nen Polster kommt. Ne Fütterung ohne Polster mag auch noch in Frage kommen. Aber jenseits von Topf-und Kübelhelmen (die teils auch sowas aufweisen), wieviele Helme gibt es überhaupt, die keinerlei Indiz einer Fütterung haben?
Kindern einen Helm aufzusetzen kann ich auch nur abraten, da daraus nur ein falscher Eindruck entsteht: “oooh ist der schwer/man sieht ja nix” -Kunststück, da für einen (erwachsenen) Träger angepasst. Das ist dann ein bleibender Eindruck, egal wieviel man erzählt: “Helme waren schwer und man sah nix”.
So man denn einen Helm hat, bei der einen Unterbau (Kübel-(Topfhelm) vorraussetzt, geht es nunmal halt gleich garnicht. Auch das kann ne Erkenntnis sein, dass Rüstungsteile durchaus mit dem zivilen oder spezigischen Darunter in Einheit funktionierten.

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Eintrag #25 vom 19. Jan. 2012 16:30 Uhr Ulrich Raschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Raschke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich mal wieder

Hi leute hatte ne paar probleme mit dem Internet denke für die vielen antworten erstmal.
ALso dies ist der Helm um den es geht:imageshack.us/photo/my-images/815/img0009ko.jpg
Ist ne mischung aus Brille und Nasal ist stabiel schützt den Nasenrücken ich mag meinen Helm.
Das Größte Problem was ich habe ist das ich noch recht viel platz im Helm habe und deshalb eine sehr dicke Haube benötige.
Habe mich auch mit Freunden aus Tschechien über das thema unterhalten offensichtlich befestigen die ihre Polsterung and den Löchern für das Kettengeflecht bzw an der Kette selber.
Und sie dazu noch eine 2te dünne Haube tragen.
Rosshaar will ich nehmen da es sowohl die Wärme regulieren soll als auch den Schweiß abführen soll die Frage ist nur obe es Deck oder Schweifhaar ist. Ich hab im moment Urlaub und muss mich da jetzt mal genauer schlau machen.
Freu mich über alle ideen und vor allem über ne schnittmuster für solche Kappen.

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Eintrag #26 vom 19. Jan. 2012 17:44 Uhr Juergen (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Juergen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tierhaar

Zur Befestigung einer Polsterung im Helm kann ich zwar auch nichts neues beitragen, aber um nochmals den Punkt der Rohstoffgewinnung aufzugreifen, in Irland war es im MA üblich Wolle nicht durch Scheren sondern durch Auskämmen zu gewinnen.
Auf die wertvollen skandinavischen Reittiere bezogen hiesse das, man müsste sie weder schlachten noch “nackig” machen. Vorteil dieser Methode ist außerdem, dass man den Rohstoff Tier- bzw. auch Menschenhaar bedarfsgerecht gewinnen kann und saisonunabhängig ist und keine saissonal anfallenden,großen Mengen bis zur Weiterverarbeitung gelagert werden müssen,inkl. entsprechendem Verlust durch Ungezieferbefall.

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Eintrag #27 vom 19. Jan. 2012 18:28 Uhr Ulrich Raschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Raschke eine Nachricht zu schreiben.

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Aber dann sprechen wir ja von Deckhaar da dort am meisten hängen bleibt.
Beim Schweif bleibt nicht soviel übrig^^

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Eintrag #28 vom 20. Jan. 2012 13:13 Uhr Julia Rode  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Julia Rode eine Nachricht zu schreiben.

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ist nicht saisonunabhängig… was anderes als Winterhaar bzw. das Wollhaar würde ich als Polsterung auch nicht erwägen. Sonst kann man locker ein paar Jahre sammeln ;)

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