Sicherlich sind die “Schnitte” - wenn man sie so nennen mag - der Römerzeit und das Nähen entsprechender Kleidung sehr simpel.
Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass ab einer bestimmten Stoffmenge das Hantieren damit, beim Nähen wie beim Anzeiehn und Tragen, nicht ganz ohne ist.
Und was hier noch gar nicht angesprochen wurde: Für den Anfang ist es sicher kein Problem, einen gängigen Wollstoff in entsprechender Länge und Breite ggf. zusammenzunähen und dann zu säumen. Wenn man es allerdings perfekt wollte, müsste man schon ein Textil in entsprechender Webbreite mit schönen Webkanten und womöglich eingewebten Randstreifen beschaffen, und das ist - wenn man nicht selber webt - schon ein Problem.
Ich würde einen Halbkreis als einfach definieren. Kompliziert sind da eher Schnitte des 15./16. Jhdts. die passgenau auf die Körperform geschnitten sind.
Hallo Fabian, eine Toga, wie sie in der frühen Kaiserzeit (Augustus) getragen wurde, ist keineswegs “einfach”, sondern eine riesige Stoffmasse, bestehend aus einem Halbkreis mit dem Radius Körperhöhe *1,5 und einem Kreissegment.
Bitte verwechselt nicht die Kleidungsstücke:
Tunika = “Hemd”, für Männer und Frauen die Grundausstattung.
Stola = hauptsächlich in der augusteischen Zeit getragenes, röhrenförmiges Standeskleid der ehrbaren, verheirateten Frau, immer über einer Tunika.
Palla/Pallium = rechteckiges Umschlagtuch, ohne das Frauen nicht aus dem Haus gingen. Trugen auch Männer als einfachen Mantel.
Toga = Standeskleid des freien römischen Bürgers, nur zu offiziellen Anlässen getragen.
Dazu noch diverse Sonderformen der Tunika, sowie unterschiedliche Mäntel.
Das vorherrschende Material war Wolle, je nach Geldbeutel in unterschiedlichen Qualitäten. Leinen wohl eher seltener, und Seide nur für die Allerreichsten. Von Baumwolle mal ganz abgesehen - man kannte sie zwar, aber die antiken Baumwollstoffe lassen sich keineswegs mit den heutigen Billigstoffen vergleichen.
Wolle ist belegt und auch Seide, diese aber nur für die Reiche Oberschicht. Ein gutes Buch (allerdings auf Englisch) über Römische Kleidung (sowohl für Männer als auch für Frauen) ist folgendes:
Bitte die Stola nicht mit der Palla verwechseln, anders als im heutigen Sprachgebrauch ist die römische Stola nämlich ein röhrenförmiges Kleid mit Trägern. Heute bezeichnet dieses Wort ein Umschlagtuch.
Fertig zu kaufen gibt’s meines Wissens nach keine römische Kleidung, zumindest keine gute.
Ja, du hast recht. Ich hab jetzt zwar einen onlineshop gefunden, aber ich werd wirklich ausprobieren, ob ichs hinbekomme, eine zu nähen. Danke für die Antwort
Was wirklich historisches wirst du von der Stange nicht bekommen. Kommt drauf an, was ihr damit machen wollt, wenn ihr eine ernsthafte Römerdarstellung anstrebt, würde ich mich mit einer der Gruppen in Verbindung setzen.
Tuniken kriegt man fast überall in jeder Form und Farbe, wo jetzt ne Stola her kommen soll, da wäre ich überfragt. Wobei ja eine Stola jetzt auch zum selbermachen nicht der Riesenaufwand wäre, da es sich (grob gesprochen) nur um ein riesen Tuch handelt.
Hallo alle zusammen. Ich bin brandneu hier und weiß nicht, ob das hierher gehört, aber ich hab überall gesucht und nichts gefunden. Es geht um römische Zivilkleidung in der Kaiserzeit. Kann mir irgendjemand einen Shop nennen, wo ich zum Beispiel eine Stola bekommen kann? Google liefert keine Antworten. Ich würde meinem Weibe gern eine schenken.