Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) rote und blaue farbstoffe

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Eintrag #1 vom 23. Aug. 2003 07:17 Uhr Klaus Haller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Haller eine Nachricht zu schreiben.

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hallo zusammen!
ich hab gelesen, dass auf germanishen schilden (morrfunde) reste von blauer und roter farbe nachgewiesen sind.
hat jemand eine idee, wie man zur zeitenwende derartige farbstofee herstellen konnte?
wer kennt rezepte, zum färben von stoff, die historisch korrekt sind.
Klaus

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Eintrag #2 vom 25. Aug. 2003 11:02 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Textilien lassen sich wunderbar mit Krapp ( rot ) und mit Färberwaid ( blau ) färben. Blau ist allerdings etwas aufwändiger ( Urinbeize ).
Für eine Schildbespannung wirst du sicherlich Leinen verwenden, das gibt meines Wissens keine brillianten Farbergebnisse.
Tinkturen zum auftragen wurden aus mineralischen Erden und Chemikalien auf Harz, Kalk oder Caseinbasis hergestellt.
Genauer weiss ich über dieses Thema auch nicht bescheid.
Gruss aus Berlin
David, aventiure e.V.

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Eintrag #3 vom 25. Aug. 2003 12:18 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Klaus
Zum einen möchte ich da ganz dringend nochmal an den “Schildbastelthread” hier in TV verweisen, zum anderen fragst Du am besten bei
www.kremer-pigmente.com
nach, welche Pigmente da in Frage kommen. Wird die Leinenbespannung mit Kreidegrund grundiert, lassen sich durchaus mit einfachsten Mitteln sehr brillante Farbeffeckte erzielen.
Euer Arno

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Eintrag #4 vom 27. Aug. 2003 20:13 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ist zwar nicht Zeitenwende, sondern 3. Jh., aber immerhin:
Im sogenannten “Fürstengrab” von Gommern wurden die Reste eines Schildes gefunden, ebenfalls mit roter und blauer Farbe, analysiert und rekonstruiert.
Rot: Zinnober.
Blau: ßgyptischblau (Kupfer-Kalzium-Silikat)
Bindemittel: vermtl. Eigelb
Auserdem wurde etwas Kreide in die Farbe gemischt.
Die genaue Rezeptur ist zu finden in:
“Gold für die Ewigkeit - Das germanische Fürstengrab von Gommern”; Begleitband zur Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle(Saale); Hrsg. Siegfried Fröhlich, 2001
Grüße
Martin

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Eintrag #5 vom 29. Aug. 2003 00:34 Uhr Klaus Haller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Haller eine Nachricht zu schreiben.

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vielen dank für die hilfe.
ein tolles forum, ist das hier.
hoffentlich kann ich auch bald mal jemanden so helfen.
Klaus

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Eintrag #6 vom 06. Feb. 2004 11:55 Uhr Dirk Jerusalem  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dirk Jerusalem eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute,
der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch darauf hinweisen, daß einiger der originalen Pigmente wie das erwähnte Zinnober (ein Quecksilbersulfid) oder bspw. Bleiweiß hoch toxisch sind. Daher ist eigtl. jedem Nichtfachmann abzuraten damit umzugehen! Die Gefahren für sich und die Umwelt sind einfach zu hoch.
Weicht bitte lieber auf andere Alternativen aus. Solche Alternativen gibt es genug, z.B. Kremer-Pigmente (siehe vorherige Einträge) beraten gut und gerne.
Viele Grüße,
Terricus

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Eintrag #7 vom 07. Mrz. 2004 23:31 Uhr Gundula Tutt   Nachricht

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Hallo, Klaus,
noch ein paar Anmerkungen zu DeinemFarben-auf-dem-Schild-Problem:
Eine Grundierung auf Basis von Kasein ist ziemlich Wasserfest und auch für draussen geeignet, solche giftigen Pigmente wie Bleiweiss (was heute für Nicht-Restauratoren und ohne amtliche Genehmigung eh nicht mehr zu kriegen ist) oder Zinnober sind eigentlich nicht nötig, auch rote Erden (eben von Kremer, z. B. gebranntes Siena oder sog. RTFLES-Ocker) sind sehr farbstark und v.a. auf der Fläche sehr leuchtend.
Das Kasein-Bindemittel kannst Du Dir z.B aus Magerquark (yes!) oder aus Trockenkasein herstellen (bei Kremer, aber unbedingt dort für beides noch genaues Rezept erfragen, denn das muss noch mit Hirschhornsalz oder Kalk aufgeschlossen, d.h. löslich gemacht werden und blätert ab, wenn man eine zu hohe Konzentration nimmt…).
Eigelb geht übrigens auch als Bindemittel (s. die Anmerkung ein paar mails vorher), das muss aber gut durchgequirlt werden und verdünnt, es dauert auch einige Wochen, bis das Ei wasserfest ist; die Farben solltes Du auch ganz schnell verbrauchen, denn die verderben + stinken dann (ev. etwas Nelkenöl zum Konservieren zugeben, dann hält’s ein paar Tage im Kühlschrank)
Bei Blau ist das so eine Sache, das genannte ßgyptischblau gibt’s bei Kremer auch, das ist wirklich eine Alternative zu der Urinbeize-Herstellung aus Färberwaid, wirklich eine komplizierte und recht heftige Aufbereitung ist nötig, bis man das als Blaufarbstoff brauchen kann….
Viel Spass beim Pröbeln,
Lovize

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