Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Rüstung, genauer: Verbindungen von Beinzeug

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Eintrag #1 vom 13. Apr. 2011 08:17 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beinröhren 14/15.Jhdt

Hallo,
nachdem ich gestern endlich meine neuen Beinröhren bekommen habe, hätte ich nun eine Frage bzgl. der Verbindung Oberschenkelpanzer mit den Beinröhren (meine neuen sind da Gott sei Dank erstmal ohne irgendwelche Befestigungen). Mir geht es hauptsächlich um die so oft gesehenen Stifte an der Vorderseite und die Schlaufe an der Rückseite. Gerade die Stifte sieht man an sehr vielen Blechstücken selbst namhafter Plattner sowie ebenfalls hochgeschätzten Darstellern (bei den Elefanten ist der Stift seitlich versetzt), nur gefunden habe ich bislang zumindest auf den Quellen, aus den ich schöpfe, da nichts. Man sieht auf Grabmälern sogar die winzigsten Schnallen, von Schlaufe oder Stift nichts zu sehen. Woher kommen die nun (ich erinnere mich daran, daß diese Stifte angeblich ein “Werk” des Historismus sein sollen, ebenso wie die an vielen späteren Rüstungen für die Schulterpanzer). Nun könnte man es einfach weglassen, aber so wie ich es sehen, rutschen die Metallteile dann übereinander, also hat irgendjemand einen Tip oder eine Quelle, wie man die Verbindung sichert?
Danke
Peter
PS: falls jemand einen Tip zur Visiersicherung einer Hundsgugel in der geschlossenen Stellung hat, den würde ich auch gerne nehmen

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Eintrag #2 vom 13. Apr. 2011 09:41 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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So weit mir bekannt ist, datieren die frühesten Hinweise auf solche Stifte bei Beinzeug auf das frühe 15te (Churburg, afaik). Bei früheren Exemplaren, die ja recht selten sind, kenne ich nur Löcher (Rüstung Karl VI, Kathedrale von Chartres), ich tippe mal für Nesteln. Bei den frühesten Darstellungen geschlossener Beinröhren kenne ich keine Hinweise auf eine Befestigung, ist aber meiner Ansicht auch nicht nötig, wenn die Röhre gut angepasst ist. Der früheste Fund von Schienbeinplatten hat, soweit ich mich erinnere, aber auch Löcher oben.
Eine Arretierung des Visieres pre-1400 kenne ich auch nicht.

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Eintrag #3 vom 13. Apr. 2011 13:36 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann dir leider bezüglich der Stifte nicht weiterhelfen, da ich vor dem gleichen Problem stehe. Auf den Gräbern sind die jedenfalls nicht zu finden und auch die Stege die den Riemen auf der Rückseite halten findet man bei vielen Originalen nicht.
Für den Historismus ergibt der Stift natürlich Sinn weil er ermöglicht das Beinzeug auszustellen ohne das sich das ganze zusammenschiebt. Gerade wenn die Rüstung im Kontrapost stehen soll wird das sonst schwer.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #4 vom 13. Apr. 2011 21:56 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

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ich tendiere nun auch eher zu den Löchern, zumal ich unten sowieso noch welche für die Nesteln der Füßlinge bohren muß. Die saßen ziemlich mittig unterhalb der Kniekachel auf dem letzten Segment, zumindest das meine ich erkennen zu können. Aber Danke schonmal

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Eintrag #5 vom 13. Apr. 2011 23:53 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Peter, Guck mal in der A&S Forum Datenbank, da sind Bilder u.a. der englischen und der Churburger Beinsachen drinnen. Was für ne Vorlage hat dein Beinzeug denn? Vlt. kann man es an dem erarbeiten.

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Eintrag #6 vom 14. Apr. 2011 07:49 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

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Da habe ich auch schon gesucht, aber leider bekommt man nur diese Meldung: The access to the AAF Image Database will be free for all members but will be restricted to “CONTRIBUTING MEMBERS ONLY”, meaning that you have to contribute first with some files from your personal archive prior being admitted to the AAF Image Database. Und da ich nicht wüßte, welche Fotos ich da zur Verfügung stellen könnte (ohne Copyright-Verletzung), steht mir die derzeit nicht zur Verfügung.
Vorbild wäre eine norditalienische Arbeit, von einem Grabmal, ca. 1390, jedoch angepasst an meine Wadln und an die Oberschenkelpanzerung

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Eintrag #7 vom 14. Apr. 2011 10:29 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
an einer der Rüstungen im Museum in der Nürnberger Burg sind ebendiese Stifte und auch auf der Rückseite der Unterbeinröhren je eine Schlaufe.
Datiert auf das späte 15. Jhdt. - allerdings würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass da nicht irgendwann später wetwas verschlimmbessert wurde….
Nur drei Beispiele: da steht eine sehr nette Pavese mit schöner Bemalung, ein Blick auf die Rückseite verrät aber, dass die Pavese falsch herum hängt respektive die Bemalung falsch herum aufgemalt wurde; also vermutlich im Historismus “restauriert”.
Beispiel Nr. 2: in einer Sammlung von Steigbügeln befindet sich…..ein Fussrastbügel (wie auch immer das heißen mag) einer Armbrust….
Beispiel Nr. 3: bei einer Hundsgugel (schlechter Zustand mit erheblichen Rostspuren) ist das Visier innen am Helm befestigt…wie das geöffnet werden soll, wenn der Helm auf dem Schädel sitzt, bleibt vermutlich das Geheimnis des Museums…

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