Mal ganz davon ab, daß der Unsinn, den du postulierst, auf keine Kuhhaut mehr geht, spar dir definitiv die Seitenhiebe gegen andere, die von dem Gebiet in dem du gerade trollst eindeutig mehr Ahnung haben.
Ich hab (zu…) lange damit gezögert, weil ich eigentlich grundsätzlich niemanden für die Äußerung seiner fachbezogenen - wenn auch in deinem Fall konsequent hanebüchenen - Ansichten maßregeln wollte.
Du hast es geschafft, das Maß dahingehend trotzdem voll zu machen. Dies ist deine gelbe Karte.
Ich mein das Ernst, es ist ein Grauen, das man schon in manchen Threads posten muss, nur um den Stuss, den Du regelmässig verzapfst, zu widersprechen, Wilfried, lass es doch endlich sein! Wenn Du nicht wirklich Ahnung von der Materie hast, dann schreib nix!
Ich habe bereits ettliche Schmiede auf Living History Veranstaltungen arbeiten sehen, und zwar problemlos ohne Holzschuhe, und sie haben ihre Füsse noch. Holzschuhe in der heute bekannten Form sind für das Mittelalter nicht nachweisbar, bestenfalls im holländischen Raum als eine spezielle, geschlossene Form der Trippen, die hierzulande als Holzschuhe bezeichnet wurde.
Im übrigen hätten deiner Meinung nach scheinbar hunderte von Generationen von Schmieden pre 1500 verkrüppelte Füsse haben müssen, weil sie sich regelmässig Kohle oder Werkstücke auf die Füsse warfen….
Was nun die von dir aufgezählten Stücke betrifft: die musste kein Schmied ständig von A nach B schaffen, weil spätestens das “Sonnensegel” so mittelalterlich wie ein Holzschuh ist.
Es gibt eine Darstellung aus dem Luttrell Psalter ( www.bl.uk/collections/treasures/[ ]/luttrell_broad[ ] ), die als fahrender Schmied interpretiert wird, und der hat eine Kiste nebst Blasebalg auf den Rücken geschnallt. Blasebalg, kleiner Amboss und etwas Werkzeug dürfte alles gewesen sein, was jemand, der kleine(!) Metallarbeiten vor Ort machte, hat transportiere müssen.
Mit Zelt war niemand, und gleich gar keine Schmied unterwegs, Zünfte sind wenn überhaupt vorhanden eine Sache der Städte, aus der Mitteleuropa trotz Boom der Bürgerdarstellungen ja nun nicht bestand, und schlussendlich ist es auch die Frage, wie man es präsentiert: will man unbedingt einen “fahrenden” Schmied darstellen, sofern es das wirklich gab, oder stellt man schlicht einen Schmied dar, und erklärt und zeigt den Besuchern das Handwerk. Dass man keine gemauerte Esse vor Ort aufbauen kann, ist auch denen klar. Genausowenig wie andere Handwerksdarsteller ein Haus vor Ort haben.
Es ist wie schon in anderen Threads aufgezeigt eine Sache, was man machen will, und wie man es präsentiert. Auf “Märkten” ist es völlig wurscht, denn die sind genauso unmittelalterlich wie eben jene Holzschuhe, die man dort ja auch gerne sieht, sondern urige Jahrmärkte, und haben mit einem damaligen Markt überhaupt rein garnix zu tun.
Bei dem Schmied auf dem Markt stimme ich Dir zu. Da ergeben sich ein Haufen Probleme. Von der Frage um das warum, die Transportprobleme, die fehlenden Helfer/Gesellen/Lehrlinge sowie die Probleme mit örtlichen Zünften.
Wenn Du aber aus dem Markt ein Heerlager machst, bist Du einen Haufen der Probleme los ;-)
zwar kann ich Dir zum Thema schmieden nur sagen, dass es was mit Feuer zu tun hat. Aber für die von Dir gewählte Region Duisburg kann ich Dir nur ans Herz legen, vielleicht mal mit Sylvia Crumbach zu mailen.
Sie macht macht zwar kein 14 Jhd, aber hat sicher gute Info´s zur Regionalgeschichte für Dich.
2. Holzschuhe sind empfehlenswert, auch wenn sie genauso authentisch sind wie ein Schmied auf einem Markt mit einem oder meinetwegen 2 Blasebälgen auf einem Markt.
Kohle in Wendegenähten Schuhen oder unter wendegenähten Schuhen ist nämlich nict nur schmerzhaft, sondern heilt auch schlecht.
Und ein Werkstück auf der großen Zehe kommt auch nicht gut.
Und wenn mir jetzt noch einer von euch erklären kann, wie EIN Schmied Blasebälge, Amboß, Hämmer, Zangen, Material, Kohle Esse, Essen, Zelt und Sonnensegel im MA von A nach B transportiert hat und dann noch ohne Schwierigkeiten mit der Zunft auf einem Markt arbeiten durfte, dann isser gut
@ Timm: Sorry, durch falschen den Begriff verwirrung gestiftet… der sogenannte Doppelkammerblasebalg war garnicht gemeint. der kam ja erst gegen 1800 auf. Ich meinte eigentlich “zwei” Blasebälge an einem Rohr.
Achja, und vielen dank für den tollen Link. Durch den werde ich mich jetzt erst einmal durchbeißen müssen, aber von nix kommt ja auch nix ;-)
@ Danjela & Jens: Keine Holzschuhe? lasst mich raten, da gab’s noch keine…oder?
War Wilfried nicht derjenige der noch vor ein paar Monaten den wandernden Schmied postulierte der seine Kohle aus dem Lagerfeuer zusammenkratzt? Warum kann jetzt eine Darstellung gar nicht mehr authentisch sein?
Wilfried, angesichts der Tatsache, daß Timm genau in dem Post vor Dir einen Link zu einer ganzen Sammlung von Bildbelegen für Bälge gepostet hat, wo auch jede Menge Fälle zu sehen sind, wo Schmiede ZWEI Blasebälge verwenden, ist Dein Post ein echtes Armutszeugnis.
Bitte ignoriere, was Wilfried schreibt. Bedauerlicherweise hat er in seinem Alter immer noch nicht gelernt, dass man besser mal die Klappe hält, wenn man keine Ahnung hat. In seinem Fall also praktisch immer.
Mir ist für eine Werkstatt nur ein Stich aus dem 15? Jhdt bekannt, und der zeigt EINEN Blasebalg ,fast mannslang mit einer Kammer. Also ein für heutige Begriffe Riesentrumm.
Authentisch ist meines Erachtens auf einem Markt ab 11.Jhdt bis heute ein Schmied nie!
Dem Vogel hätten die ortsansässigen Schmiede mit Vorhämmern gezeigt, wo die Maurer das Loch gelassen haben.
Ansonsten an Ausrüstung alles, was die beiden Esel tragen können, der Schmied und sein Grautier. Holzschuhe OHNE Heueinlage sind empfehlenswert, denn glühende Kohle o.ä. unter der ungeschützten Sohle tut weh und Kohle im Schuh kommt auch nicht besser
ein leider nicht ganz einfaches Thema, gute Infos sind da offenbar rar.
Bezüglich der Kleidung gibts keine wirklichen Unterschiede zur Normalbevölkerung, wie mir bisher scheint (von Schmiedeschürzen mal abgesehen).
Interessanterweise ist übrigens ein Doppelkammerblasbalg, bei der die untere die obere Kammer aufbläst, gerade nicht belegt, auch wenn die von diversen Schmiededarstellern durch die Jahrhunderte benutzt werden.
Eher scheinen 2 separate Bälge Gang und Geben gewesen zu sein, teilweise durch eine Wippe verbunden.
Hier sind verschiedene Bälge abgebildet, aber nicht alle sind von Schmieden.