Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schnittmusterfrage 15tes Jh.

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Eintrag #1 vom 05. Nov. 2010 11:48 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
ich hab vor mir für die kommende Saison ein paar neuer Klamotten des 15ten Jahrhunderts zu schneidern. Eine Hose, ein Doublet sowie eine einfache Weste. Nun drängen sich mir allerdings ein paar Fragen auf:
1. Wo finde ich Schnittmuster für die oben genannten Stücke, die leicht umzusetzen sind?
2. Welchen Stoff sollte ich am besten benutzen? Wollstoff? Oder Walkloden? Oder etwas anderes?
3. Wie sieht die Sache mit dem Inlay aus. Doublet und Schecke besaßen ja, meines Wissens nach, ein Leinen Inlay. War das auch bei Hosen so?
Schon einmal vielen Dank für hilfreiche Antworten

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Eintrag #2 vom 05. Nov. 2010 11:55 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Zu den Stoffen ist die Antwort recht einfach, da sind einfache Wollstoffe recht ideal. Ich kaufe die entweder bei Naturtuche.de oder Wollstoffe.de Letzterer hat auch einen festen Wollstoff der für Hosen ideal ist.
Bei den Farben suche ich entweder nach chemisch gefärbten die den damaligen Farben nahe kommen oder lasse z.B. bei www.wolle-stoffe-seide-pflanzengefaerbt.de färben.
Wams und Schecke sind gefüttert, ja, aber nicht zwingend mit Leinen. ich habe bei meiner Schecke gute Erfahrungen mit dünnem Wollstoff als Futter gemacht. Die Hose ist allenfalls im obereren bereich gefüttert, eigentlich ist nur eine Verstärkung des oberen Randes, an dem die Nestellöcher liegen und eine Fütterung des Latzes notwendig.
Bei den Schnittmustern fangen dann aber die Probleme an. Gute Schnittmuster gibt es nicht und sie nützen auch nicht so sehr viel. Grad Hose und Wams werden auf den Leib geschneidert. Zudem wäre das dann halt immer ein bestimmter Typ eines Wamses und es sich nicht das Zeil in Uniform rumzulaufen.
Vielleicht können da Leute helfen die schlicht besser nähen können als ich, aber ich muss mich bei den Schnitten auch immer quälen.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #3 vom 05. Nov. 2010 12:55 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Schnittmuster, wie Andrej schon sagt, sind etwas schwierig. Zumindest wenn du dir darunter einen “Burda”-Schnittmusterbogen vorstellst, bei dem du deine Größe ausschneidest, das auf Stoff überträgst und fertig…
Das funktioniert nicht, weil die Mode für Männer im 15.Jhd sehr Figurbetont wenn nicht sogar Figurformend ist. D.h. jeder Schnitt muss auf den Träger angepasst werden. Größe xy ist zu ungenau. Hier kommt es wirklich darauf an den Körper nachzuformen und ggf. beim Wams auch zu formen.
Wie das funktioniert kann man z.B. im Buch “the medieval tailors assistant” lernen. Um mit dieser Technik und einer Prinzipskizze als Anhaltspunkt ein brauchbares Schnittmuster zu produzieren, musst du dir die Orginalgemälde und Zeichnungen genau anschauen. Wichtig ist z.B.:
-Wo genau verläuft die Naht? (Moderne Ärmel setzen oft außen an der Schulter an. Spätmittelalterliche Ärmel eher näher am Hals (-denk an den Armausschnitt eines Trägerunterhemds))
- Wo sind Falten? Wo keine?
Ist eigentlich der neue Klamottenguide für Männer von der Compnay online? Der erklärt ganz gut auf was man achten muss…
Gruß,
Laura

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Eintrag #4 vom 05. Nov. 2010 12:55 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Finje,
Andrej hat Recht, ergänzend möchte ich gleich darauf hinweisen, dass Du das mit der Weste am besten gleich streichen solltest. Der gängigste, hartnäckigste und schlimmste Fehler, den man im 15. Jhd Darstellerumfeld sieht. Westen sind maximal als “Hosenträger” unterhalb eines Textilpanzers im französischen Raum, und in gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz wenigen Fällen, auch nicht offen getragen, zu finden.
Der Standard wäre enges Wams, und mit eng meine ich: die-Taille-wie-ein-Korsett-formend, sowie dazu halt Hose. Pass beim Schnitt auf, je nach Region sieht die Schamkapsel anders aus, die hiesigen unterscheiden sich von italienischen und französischen, die man gemeinhin bei Darstellern sieht, die breit, v-förmig und nicht am Wams hängen, sind falsch bis italienisch-französisch. Dito Hose: hinten eine zentrale Naht, nicht 3, das kommt erst gegen 1500.
Wa snun Stoffe betrifft, für eine Schecke ist keine Fütterung, oder Wollstoff zumindestens gut belegbar, für eine wetterfeste Schecke empfehle ich kein Leinenfutter. Das Doublet- hierzulande schlicht Wams genannt- schon, da empfiehlt sich ob oben beschriebener Anwendung eine sehr stabile Fütterung.
Generell kann ich nur empfehlen: sieht dir sehr viele, und nur hiesige (sofern die Darstellung hier angesiedelt ist) Bildquellen an, und liess am besten für deine Region, aka Stadt, im Statdarchiv ein bisserl was über Testamente, Rechnungen etc.-da steht für den Zeitrahmen meistens einiges an Details, die auch Stoffe betreffen.
Abschliessen kann ich dir noch unsere Webseite, den Teil fürs späte 15te ans Herz legen:
www.diu-minnezit.de/1475
Da haben wie einige Quellen und Büchertipps, ettliche Quellen sind direkt verlinkt oder ergooglebar.

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Eintrag #5 vom 05. Nov. 2010 13:05 Uhr Ina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ina eine Nachricht zu schreiben.

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… hat doch diese downloadbaren Dragons, mit einigen Abbildungen. Den Link hab ich grad nicht, aber kann man googeln.

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Eintrag #6 vom 05. Nov. 2010 13:18 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ne, das mein ich nicht

Hi Ina,
nein, die Dragons meine ich nicht. Die Klamotten-Plates sind wirklich schon sehr alt (gut 15 Jahre!) und meiner Meinung nach auch “veraltet” und asserdem eher französisch.
Sie helfen dem Anfänger auch nicht zu erkennen welches die Dinge sind, auf die es bei einem Schnitt wirklich ankommt.
Ich meine den Artikel den Matthieu (?) geschrieben hat, der ist aber leider nicht online, sondern wurde damals nur über die mailingliste verschickt.
Sehr schade.

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Eintrag #10 vom 05. Nov. 2010 13:30 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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@ Jens:
Nun, die Weste hätte als eben solche Form des “Hosenträgers” für Meine Hose dienen sollen und nicht mehr ;)
Deine Homepage kenne ich über einen Freund, ich wusste gar nicht das du hier auch vertreten bist :) Ihr habt da wirklich eine unzahl an interessanten Infos drauf!
Aber gut, zurück zum Thema:
Was die Schamkapse betrifft, es ist interessant zu hören das es selbst hier einen regionalen Unterschied in der Form gibt. Was mich allerdings nun ein wenig verwirrt hat: Hängt die Schamkapsel nun am Wams oder wird sie bei der Hose oben am Bund befestigt? Das mit der zentralen Naht hinten ist ebenfalls eine interessante Info (Nun weis ich was bei meiner ersten Hose unter anderem falsch ist XD )
Und ansonsten. Schecke nicht gefüttert, oder mit Wolle, aber nicht Leinen.
Und Wams am besten mit stabilen Leinen gefüttert.
Das mit den Bildquellen wird schwierig da ich inzwischen recht ländlich Wohne. Früher hätte ich im Regensburger Archiv gucken können, aber da hatte ich mich noch nicht fürs 16te Jh. interessiert.
edit:
Nachtrag: Bei der Hose muss ich ja im Grunde nur 2 Beinlinge machen und die hinten dann zusammen nähen. Sowie eine Schamkapsel mit passender Form drannähen, oder?
Und, gibt es eine festgelegte Position für die Nestellöcher? Oder war/ist das individuell?

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Eintrag #11 vom 05. Nov. 2010 14:54 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Bilder gucken geht auch online!
www.imareal.oeaw.ac.at/realonline
www.wga.hu
und ein paar Bücher gibts auch in der Bibliothek, Fernleihe oder man kauft zB bei amazon. Die beiden letzteren liefern nach meinem Kenntnisstand auch in ländliche Gegenden…

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Eintrag #12 vom 05. Nov. 2010 15:10 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Finje,
im Grunde hast Du schon alle sinnvollen Antworten bekommen. Tatsächlich gibt es auch bei Details der Mode regionale Unterschiede.
Zu Deiner Frage der Positonierung/Befestigung der Schamkapsel - nunja, meines Wissens gibt es da keinen gesicherten Befund.
Sehr viele Exemplare sehen so aus, als reiche die Schamlapsel über den Hosenbund hinaus. Allerdings fällt mir auf Anhieb ein Beispiel aus Trier um 1465 ein, bei dem der Schamlatz bündig mit dem Hosenbund abzuschließen scheint.
Das Grundproblem ist, dass man selten so detaillierte Bilder findet, denn in den meisten Fällen ist Wams und Hose bzw. Schambereich von Schecke, Schaube etc. überdeckt.
Ein Tip wären die Fechtbücher von Hans Talhofer - speziell der 1467er Codex - oder das Fechtbuch von Paulus Kal, das dürfte ebenfalls aus den 1460ern sein. Da sieht man die Kleidung bzw. Wams und Hose recht detailliert.
Die sinnvollen Varianten reichen von
- genestelt an Hose (logischerweise Höhe Hosenbund),
- genestelt an Wams,
- mit Haken und Ösen an Wams befestigt (@Laura: das ist Deine Variante oder?)
- komplett mit Hose vernäht.
Bei der zentralen Naht an der Hose ist richtig, dass es so gut wie keine anderen Bildbeispiele gibt; aus dem Gedächtnis fällt mir nur ein Beispiel einer italienischen Chronik ca. 1460 (vielleicht auch 1450) ein, bei der keine zentrale Naht vorhanden ist, sondern offenbar Einsätze verwendet wurdn. Ist aber halt italienisch….
Wegen Deiner Frage zu den Nestellöchern:
Eine gewisse Symmetrie scheint es schon zu geben, in aller Regel scheinen immer Nestellöcher über dem Steiß (also in der Verlängerung der Wirbelsäule) und über/auf dem Hüftknochen zu sitzen.
Du solltest Dir auch überlegen, dass es Sinn ergibt, die Nesteln immer gleich zu paltzieren für den Fall, dass Du einmal Wams oder Hose austauscht, wenn dann die Nestellöcher nicht übereinstimmen, ist das eher hinderlich.
Ich habe bei meinen Hosen und Wämsern daher schon darauf geachtet, dass die an den gleichen Stellen sitzen.
Zu den Quellen; da Du offenbar Online-Zugang hast, kannst Du Dich in den Wieten des Internets austoben. Z. B. sind die oben genannten Fechtbücher online einsehbar.
Eine sehr empfehlenswerte Seite zur Recherche ist die IMAReal Datenbank: www.imareal.oeaw.ac.at/realonline
Noch dazu mit guter Suchfunktion.
Dito die Web Gallery of Art: www.wga.hu
Oder auch www.larsdatter.com sowie www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/bockhome[…]
Das sind jetzt beides nicht speziell zum 15. Jhdt., aber gut für generelle Recherche.
Viel Spaß,
Wolfgang

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Eintrag #13 vom 05. Nov. 2010 15:11 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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@Laura: ah, übersehen…

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Eintrag #14 vom 05. Nov. 2010 15:13 Uhr Ina (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ina eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Laura
Natürlich sind sie alt, aber als grober Überblick taugen sie allemal. Obwohl ich die Dinger jetzt nicht auswendig kenne :-)

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Eintrag #15 vom 05. Nov. 2010 15:14 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt inzwischen unglaublich viele Bildquellen im Netz:
wenzingen.de/smf/index.php?topic=2690.0
Mein Rat ist sich erstmal grob mit der Kunst der zeit zu beschäftigen. Wenn man dann die Werke von Künstlern wie dem hausbuchmeister, Meister E.S., Dem meister des marienlebens, Pleydenwurff, Wolgemut usw. such findet man hunderte Werke aus der entsprechenden Zeit.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #16 vom 05. Nov. 2010 15:29 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Die Dragons sind immer noch eine gute Hilfe bie vielen Ausrüstungsfragen. Das Problem bei den alten Tafeln zum Costume Guide ist, das diese tatsächlich veraltet sind, zudem auf Zeichnungen nach Quellen beruhen und das generell sinnvoll direkt mit den Quellen gearbeitet werden soll.
Ob das jetzt die COmpany of St. George Dragons betrifft oder andere Darsteller, auch die besten Darsteller machen Fehler 8repsektive ändern die Interpretation), es ist dann schopn blöd, wenn ausgerechnet die Fehler oder veraltete Interpretationen nachgemacht wrerden. Vielleicht dann nich mit dem Hinweis “Hab’ ich aber so bei dr Company gesehen..”
Oder es entstehen solche “Reenactorism”, die dann unausrottbar durch die Szene geistert - siehe nur das Thema Weste im 15. Jhdt… gefühlte drei Erwähnungen/Bilder und schon rennen 5 von 10 Leuten damit ‘rum, ist ja so bequem bei heißen Sommertagen…..

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Eintrag #17 vom 05. Nov. 2010 15:52 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Also gerade das Thema Wams-Hose-Schamkapsel empffehle ich sorgfältig zu begutachten. Meines Erachtens lassen sich nur ziemlich wenige Varianten wirklich gut begründen, wenn man sich die Masse der Darstellungen ansieht. Da sieht man für den deutschen Raum doch recht zweifelsfrei eine langgestreckte, aus den zentralen, zwischen den Beinen liegenden Keilen entstehende zweiteilige Schamkapsel mit Mittelnaht, die sich über die Hosenbundhöhe hinaus erstreckt, und am oberen Ende mit meistens eine zentralen Nestel, sowie seitlich unter dem Wams liegend mit den vorderen Nesteln befestigt ist. Wirklich viel, die da auf Haken etc. hindeuten, habe ich noch nicht gesehen, zumal das noch so recht in die Entwicklungslinie passt; weder davor, noch danach wurden welche dafür verwendet- ich wüsste jedenfalls auch um keine post 1500, vlt. weiss ja jemand, der den Zeitrahmen beackert, da mehr.
Wirklich schwer zu sagen ist meines Erachtens nur, wie das kurze Stück über der Schamkapsel frontal am Wams geschlossen wird, hier bieten sich Haken und Ösen- und für den Zweck sind sie auch belegbar- sowie eine versteckte Schnürung an.
Ansonsten schliesse ich mich dem nur an, es gibt unheimlich viele Bildquellen online, aber damit alleine sollte man nicht arbeiten, es gibt ja auch Bibliotheken sowie Kirchen und Museen.
Grad Regensburg hat da auch einiges zu bieten, kannst ja die hiesige 15tes Gruppe ansprechen www.evocatio.de
Die Frage ist ja auch weniger, wo Du wohnst, sondern wo Du deine Darstellunb verortest.
Solltest Du landsässige Bevölkerung darstellen wollen, ergeben sich noch andere Fragen.
In jedem Fall empfehle ich alle Dinge der Szene genau zu überprüfen, die 15tes Szene ist teilweise leider etwas träge, was die Kleidung betrifft, falsche Dinge halten sich da lange.

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Eintrag #18 vom 05. Nov. 2010 19:12 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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Nun, ich will mich eher im süddeutschen Raum halten. Der Link auf die Seite mit der Gruppe in Regensburg ist toll. Nun wohn ich da seit zwei Jahren nicht mehr und stelle fest das ich aus einer Stadt fort bin in der es einige begeisterte Leute fürs 15te gibt XD
Was würdet ihr denn ungefähr für eine Schamkapsel Form für den süddeutschen Raum nehmen? Ich hab zudem gelesen das die Kapseln gerne mit Früchten o.ä. ausgestopft wurden damit sie “fülliger” wirken. Ein Schnittmuster hätte nich nun schon, nur komme ich irgendwie immer auf 3 Nähte bei der Rückseite *kopfkratz*

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Eintrag #19 vom 05. Nov. 2010 23:23 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Wirkliche Quellen für das Ausstopfen kenne ich im späten 15ten nicht, mit Früchten schon garnicht, wäre auch arg unangenehm.
Was für ein “Schnittmuster” hast Du denn? Es haben dir doch mehrere Leute klargemacht, dass es keine gibt?
Ich denke, Du solltrest dir wirklich erstmal mehr (Bild-)quellen ansehen. Vorher kann man ewig rumdiskutieren, erstmal brauchst Du mehr Gefühl für die Mode an sich.
Apropos: “Süddeutsch” ist eine ziemlich grobe Eingrenzung. Das, was immer “süddeutsche” Mode bezeichnet wird, ist an sich mehr oder weniger eine über weite Teile Deutschlands verbreitete, man sollte hier- weniger ob der Kleidung- sich schon enger fassen. Grad wenn es dann an Keramik geht, reisst man damit garnix mehr.

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Eintrag #20 vom 06. Nov. 2010 11:12 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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“Schnittmuster” in dem Sinne das ich mir ein Stück Stoff genommen habe und mir aus den Bildquellen eine grobe Vorlage geschnitten habe bis ich eine Schablone, oder ein Muster hatte das ich dann auch auf etwas besseren Stoff übertragen kann ohne davon etwas zu vergeuden ;)

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Eintrag #21 vom 08. Nov. 2010 12:25 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
wollte nur kurz richtig stellen, das ich Schambergen nicht mit Haken und Ösen befestige.
Ich nehme eine Nestel auf höhe Hosenbund. Aber ich lasse Hose und Wams im vorderen Bereich überlappen, so dass die Spitze der Schamberge im Wamsdreieck endet.
Vielleicht ist euch auch schon aufgefallen, dass man auf den Bildern zwischen den hinteren Nesteln öfter das Unterhemd blitzen sieht, zwischen den vorderen (neben der Schamberge) aber nicht. Deswegen die Überlappung…

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Eintrag #22 vom 08. Nov. 2010 13:07 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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@Laura: ah, alles klar, danke für die Rückmeldung!

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Eintrag #23 vom 08. Nov. 2010 17:06 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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“Da sieht man für den deutschen Raum doch recht zweifelsfrei eine langgestreckte, aus den zentralen, zwischen den Beinen liegenden Keilen entstehende zweiteilige Schamkapsel mit Mittelnaht, die sich über die Hosenbundhöhe hinaus erstreckt, und am oberen Ende mit meistens eine zentralen Nestel, sowie seitlich unter dem Wams liegend mit den vorderen Nesteln befestigt ist”
Das gibt mir noch bissl zu denken. Ist damit gemeint das die Schamkapsel nach oben über den Bund hinaus ragt und dann am Wams mit befestigt wurde? Oder seitlich an der Hose? Weil ersteres habe ich bisher noch nie gesehen und von zweiteren ging ich bisher immer aus. Kann mir da eventuell jemand ein erklärendes Bild zu zeigen? :D

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Eintrag #24 vom 08. Nov. 2010 22:17 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Leider geht es auch vielen historischen Darstellern so, zumal ab 1490 auch die Lätze aufkommen die an der Hose befestigt sind. In Frankreich z.B. gibt es auch schon Beispiele um 1470 herum. Da aber auf den hiesigen Abbildungen der Latz tatsächlich über die Hose hinaus geht, muss man eben davon ausegehen das er am Wams befestigt wird:
gallery.besserlarper.de/main.php?g2_itemId=701
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #25 vom 08. Nov. 2010 22:34 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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Okey, also Frankreich gibt es schon Darstellungen um 1470 wo Latz an Hose fest gemacht ist. Aber ansonsten an den unteren Nestellöchern vom Wams, ja?

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Eintrag #26 vom 08. Nov. 2010 23:12 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Latz bis Hosenbund

Hallo Laura,
Wenn ich deine Theorie richtig verstehe, dann meinst Du, das die Hose ca. de Hälfte des Schosses in das Wams hineinragt, also jenseits der Nestellöcher? Das verstehe ich nicht;also den Sinn- deckt sich meiner Ansicht auch nicht mit den Bildern, wo man z.B. Hosen einzeln beim Ausziehen oder seperat sieht, und die Löcher immer am Rand oben sitzen, vorn wie hinten. Zudem kenne ich Bilder, wo man auch vorne das Unterhemd sieht. Das passiert aber i.d.R. nur da, wo die Nesteln relativ lose oder offen sind, da man ja ca. 1-2cm Überlappung mit dem Wams durch die Nestellöcher hat. Sitzen die übereinander, kann da nix durchluppen; da man aber tendentiell ob der Bewegungsfreiheit hinten offen lässt, sieht man da dies auch öfters.
Hier auf einem Bild aus der Sta. Martinskirche in Forchheim, Franken, sieht man das ziemlich eindeutig, wie ich finde:
www.diu-minnezit.de/share/P1050866.JPG
oder noch deutlicher hier:
www.diu-minnezit.de/share/P1050871.JPG
Sind um 1485 datiert. Gleicher Stil findet man in vielen Bildern der Gegend schon um 1470-75.
Ansonsten, Wendel, verweise ich auf unsere Homepage:
www.diu-minnezit.de/1475_wams_hose_sueddeutsch.html
Hier: www.diu-minnezit.de/realie_bild_gross.php?[…] zusammen mit dem Bild aus dem Germanischen Nationalmuseum, das Andrej gepostet hat, ist vlt. klarer, was wir meinen.

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Eintrag #27 vom 08. Nov. 2010 23:28 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht alles klar

Super, auf dem Bild sieht mans richtig gut. Nun is mir das soweit klar das ichs nachvollziehen kann.
Btw, was habt ihr da für nen Stoff? Sieht mir nach Loden aus, oder täusch ich mich und ist das einfach nur Wollstoff?

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Eintrag #28 vom 09. Nov. 2010 10:10 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Wendel,
Loden ist auch Wollstoff. Wäre mehrfach behandeltes Wolltuch, gewalkt, geschoren/geplättet, das wäre eher ungeeignet, weil durch die Verfilzung sich das Gewebe nicht mehr so gut dehnt. Ideal ist ein möglichst dehnfähiger Köper, Kreuzköper z.B., weil er sich in alle Richtungen dehnt.
Ich empfehle dir dieses Buch:
www.amazon.de/[…]/3874321266
Ist zwar die spezifische Situation in Nürnberg, aber exemplarisch lehrleicht ob der Tuche, Veredelung und Färbungen. Für gaaaanz am Anfang schau dir mal www.marquise.de/de/themes/howto/stoffkunde.shtml an

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Eintrag #29 vom 09. Nov. 2010 15:31 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Nachtrag: Auf unserer Seite, gerade im verlinkten Teil, steht teilweise die meiner Ansicht nach ungünstige bzw. falsche Formulierung von Wämsern italienischer Tradition/Ableitung und “süddeutscher Mode” im Sinne einer lokale eingrenzbaren. Ich möchte nur anmerken, dass ich nicht (mehr) denke, dass das so zutrifft. Ich habe die Seite entsprechend angepasst. Richtigerweise müsste man von “Mode, die (auch) in Süddeutschland getragen wurde” sprechen, im Sinne von einer, die (auch) dort nachweisbar ist. Im folgenden nenne ich sie auf uns bezogen “fränkisch”, weil wir primär uns auf diese Region konzentrieren. Was nicht impliziert, dass sie nicht in anderen Teilen ausserhalb des heutigen Frankens nicht auch getragen wurde. Die Regionalisierung ist ein sprachlicher Irrgarten ;)

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Eintrag #30 vom 09. Nov. 2010 15:50 Uhr Wendel (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Wendel eine Nachricht zu schreiben.

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Da ich Fränkische Wurzeln aus dem Erlanger Gebiet habe, sowie dann später in dem (nicht fränkischen) Regensburg lebte, hatte ich vor mich an der dortigen Mode zu orientieren. Ich halt mich also vom Aussehen her der Einfachheit halber wohl am besten an euren Kleidungs- bzw. Schnitt-stil. Da bin ich denke ich bestens beraten XD
Danke übrigens für die beiden Verlinkungen!

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Eintrag #31 vom 09. Nov. 2010 22:31 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stil

Hallo Wendel,
Regensburg ist von der Mode her nicht so sehr viel anders, was ich bislang sehen konnte. So stark regional lässt sich das meiner Ansicht nach auch selten eingrenzen.
Allerdings kann ich nicht wirklich empfehlen, sich nach uns zu richten- richte Dich besser nach den Quellen. Wir sind nicht fehlerfrei.
Gruß aus Erlangen.

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Eintrag #32 vom 13. Nov. 2010 19:35 Uhr Alexander Mühlbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Mühlbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Die Regensburger Mode wurde damals(sagen wir mal einfach 13tes bis heute und vorher auch) so wie auch heute noch sehr stark von Italienischen Einfluessen gepraegt

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Eintrag #33 vom 13. Nov. 2010 19:45 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Die Aussage dieses Satzen kann ich nicht so recht eingrenzen.
Für das Spätmittelalter ist die Beeinflussung der Mode im süddeutschen raum vielfach kolportierte Behauptung deren Nachweis ich noch immer erwarte.
Etliche Versatzstücke wie die Schnürung des Wamsausschnittes wird dagegen erst Jahrzehnte später in Italien wirklich populär. Die sukzessive Verbreitung der Renaissance von Italien nach Norden ist schon lange nicht mehr haltbar.

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Eintrag #34 vom 13. Nov. 2010 20:07 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Alexander,
Worauf fusst dieese Aussage denn konkret? Auf keiner Darstellung aus dem Regensburger raum konnte ich bislang italienische Mode erkennen. Und für das 13te und 14te würde ich die Aussage schlicht falsch nennen; selbst südlichere Städte als Regensburg weisen da keinerlei italienische Mode auf, warum sollte das Regensburg sein? Kannst Du mal konkret die Quellen hierfür nennen?

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Eintrag #36 vom 14. Nov. 2010 19:27 Uhr Tomasz (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tomasz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Italienisch? nicht mehr als andere

Hi,
mal ein paar Worte aus der Regensburger Ecke: ich muß Andrej & Jens Recht geben: die Mode in Regensburg um 1470 rum ist nicht mehr von Italien beeinflußt worden, als die Nürnbergs, Münchens, Ausgburgs, etc. Vielleicht sogar etwas weniger, da die Finanzlage der Stadt in der Zeit rel. mau war und die Handelsbeziehungen spürbar weniger wurden - Nürnberg übernahm die Stellung als Haupthandelspunkt.
In der Kleiderordnung von 1485 findet man keinerlei Hinweise auf ital. Einflüsse bzw. Kleidung nach italienischem Stil, auch zeigen die in situ erhaltenen Gemälde und Altären keine besonderen Einfluß - wiederu, im Gegenteil, ich hab ein bißchen das Gefühl, daß die Kleidung sogar etwas “altmodischer” ist, wenn mans mit z.B. Nürnberg vergleicht.
Alexander, wenn Du da Neues hast, bin ich sehr interessiert.
Bye,
Tomasz

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Eintrag #37 vom 15. Nov. 2010 09:38 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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Italienische Mode in Regensburg ab dem 13. Jh.?
Wenn ich den “welschen Gast”, der ja 1254-1256 in Regensburg angesiedelt wird, mit dem Falkenbuch F.II. vergleiche, wobei die erhaltene Fassung eine Kopie seines Sohnes um 126x ist, kann ich da aber gar keine Übereinstimmung sehen, selbst wenn wir das Falkenbuch zumindest teilweise als “italienische” Mode betrachten.

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