Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Speichenradzelt

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Eintrag #1 vom 11. Nov. 2013 06:06 Uhr Christian Strunk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Strunk eine Nachricht zu schreiben.

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Guten Tag zusammen.
Für meinen Kreuzritter aus dem 13. Jahrhundert will ich mir jetzt ein neues Zelt anschaffen. Mit einem Speichenradzelt ca. 4m Durchmesser müsste ich richtig liegen, oder?
Frage ist jetzt, wo ich das am besten kaufe.
Auf SüdWest Produkte hab ich ehrlich gesagt nicht mehr so Lust, es sollte schon was Besseres her.
Zum Einen hätten wir das Zelt von Matuls. Soll aber angeblich nicht so gut sein. Zudem gefällt mir nicht, dass es einen eckigen Mittelmasten hat. Die Speichenhöhe soll auch nur ca 1,80 sein.
Dann hätten wir noch Mittelalterland oder Mittelalterzelte24. Beide Bilder sind die Gleichen wie das von Matlus. Gleicher Hersteller?
Dann noch die Frage Leinen oder Baumwolle. Leinen is teurer, bringts denn auch was?
Vielen Dank schonmal.
Grüße

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Eintrag #2 vom 11. Nov. 2013 07:23 Uhr Carsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Carsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian,
versuchs doch mal mit Sew-Mill.
Ich hab von denen mein Leinenzelt (4m, Typ 6) gekauft und bin bisher damit recht zufrieden.
Gruß
Grypho

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Eintrag #3 vom 11. Nov. 2013 09:37 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Ich würde in jedem Fall Leinen nehmen. Der Grund ist in meinen Augen schlichtweg der historische Aspekt. Abgesehen davon ist gutes Leinen ein hervorragendes Material, welches sich bei Regen durch aufquellen von selbst abdichtet. Man brauch keine Imprägnierung und grad wenn die Zelte morgens feucht sind, trennt sich im Lager die Spreu optisch deutlich vom Weizen.

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Eintrag #4 vom 11. Nov. 2013 19:01 Uhr Christian Strunk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Strunk eine Nachricht zu schreiben.

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Grypho, was verstehst du unter “recht zufrieden”?
Sind die Nähte gut? Halten die Seile an den Abspannern gut? Benutzen sie Hanfseile? Und am wichtigsten für mich. Spannt es glatt ab oder wirft es viel Wellen?
Was mir an ihnen gut gefällt ist, dass sie Waldstangen benutzen. Is ein großer Pluspunkt für mich.

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Eintrag #5 vom 11. Nov. 2013 19:44 Uhr Carsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Carsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Recht zufrieden

Hi Christian,
mit recht zufrieden sehe ich das aus dem Blickwinkel eines Extrem-Zeltcampers. Also bei Windstärken >5 auf dem morastigen Acker im besten Landregen ;-)
Erstmal das einfache vorweg. Das Zelt ist aus sehr festem Leinen mit gut verarbeiteten Nähten. Die Abspannseile sind für einen mittleren Orkan ausgelegt, ebenso die Metallheringe Modell “Waltöter” ;-). Das Speichenrad ist stabil und gut auf Maß gefertigt, die Hülsen wo die einzelnen Stangen an der Außenwand ankommen sind stabil und passgenau. Ich hatte bisher nie Probleme mit Wasser im Zelt, zumindest nicht von oben.
Dann kommen die Besonderheiten. Leinen quillt ja bekanntlich bei Nässe. Das hat zur Folge, dass die Stoffbahnen dicker und KÜRZER werden. Hierbei kann das Leinen derart große Kräfte entwickeln, dass der Mittelmast gesprengt werden kann. Er biegt sich dann wie ein Bogen und dann sollte man schleunigst das Weite suchen. Daher gilt bei Leinenzelten immer: Sehr locker, schon fast lose abspannen und die Spannung einmal kontrollieren wenn das Zelt etwas Feuchtigkeit gezogen hat. Wenn man das weiss ist es aber eigentlich kein Problem mehr. Wenn man es nicht weiss, dann spannt man bei trockenem Wetter stramm ab und freut sich nachher ;-)
Eine Unschönheit hat das Zelt auch. Das ist aber dadurch konstruktiv bedingt, dass der Mittelmast in zwei Teilen geliefert wird. Die Hülse, wo sich beide Teile treffen liegt knapp unterhalb des Rades. Wenn nun extremer Seitenwind aufkommt, dann kann es vorkommen, dass das Rad den Mittelmast zur Seite drückt. Ärgerlicherweise treten dabei die größten Kräfte genau an der Hülse auf, sodass dort eine Art “Sollbruchstelle” existiert. Durch geschicktes Abspannen (möglichst weit) lässt sich das ein wenig kompensieren, ich weiss jedoch nicht, wann es irgendwann knacks machen würde. Wenn Du die Möglichkeit hast, eine 5m Stange auf dem Dachgepäckträger zu transportieren, dann würde ich auf die Hülse verzichten. Evtl. bringt es auch einiges, die Hülse über das Rad zu verlegen. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen, das ganze durch die Statik-Simulation auf der Arbeit zu jagen, daher ist die Aussage mit Vorsicht zu genießen.
Zusammengefasst bekommst Du für das Geld ein sehr gutes Zelt, mit dem Du (sofern Du auf Stockflecken aufpasst) auch viele Jahre Spaß haben wirst.
Grypho

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Eintrag #6 vom 11. Nov. 2013 21:45 Uhr Christian Strunk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Strunk eine Nachricht zu schreiben.

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Das nenn ich mal ne professionelle Antwort! Vielen Dank dafür. Ich denke mal, dass es dieses Zelt werden wird.
Meinst du, die Schlaufen am Boden sollten mit Leder verstärkt werden?
Die oberen Abspanner werd ich wohl durch die Abspanner mit Holzklötzen ersetzen.
Würdest du das Zelt so aufbauen, dass die Seitenwände den Boden berühren oder sollte ein Abstand bleiben? Die geschmiedeten Häringe für 3 Euro das Stück taugen was? Verbiegen die sich bei hartem Boden?
Dann stellt sich noch die Frage ob Bodenplane mit Teppich oder nicht. Werde neben Rüstständer mindestens das Holzbett und eine Truhe im Zelt haben.
Fragen über Fragen. Vielen Dank für die Hilfe!

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Eintrag #7 vom 11. Nov. 2013 21:59 Uhr Carsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Carsten eine Nachricht zu schreiben.

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Christian,
bloß nicht die Schlaufen verstärken. Aktuell kannst Du damit schon einen Panzer abschleppen. Wenn Du etwas verstärken möchtest, dann kannst Du den 10cm-Durchmesser-Mittelmast noch massiver machen ;-)
Die Abspanner mit Holzklötzen machen bautechnisch Sinn, mir sind jedoch keine historischen Belege für sowas bekannt.
Die geschmiedeten Heringe machen absolut Sinn. Die kannst Du sogar in Kopfsteinpflaster hineintreiben. Lass Dich dabei nur nicht erwischen. Ich hab grade mal nachgemessen, die sind 4-Kant mit einer Materialstärke von 10mm.
Ich lasse bei mir traditionell die Bodenplane weg. Meine Truhen sind so konzipiert, dass die 10cm im Wasser stehen können bevor drin was nass wird, auf dem Rad kannst Du auch einiges aufhängen. Bleiben noch die Füße. Da kann man besser nen kleineren Teppich, eine Decke oder ähnliches hinlegen. Ich habe mir für sowas mal eine Decke mit Bootsplane drunter gemacht, die ist zwar nicht 100% historisch, die Plane fällt aber nicht auf.
Grypho

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Eintrag #8 vom 12. Nov. 2013 01:29 Uhr Christian Strunk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Strunk eine Nachricht zu schreiben.

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Klingt ja nach dem perfekten Zelt für mich :)
Statt den Holzklötzchen gibts doch auch so nen speziellen Knoten den man machen kann. Vielleicht steig ich darauf um.
Jetzt muss ich mir nurnoch über die Größe Gedanken machen. Werde vielleich einen kleinen Vorraum mit Leinen abhängen, die Speichen eignen sich ja gut dafür. Dann bräucht ich aber wohl größeren Durchmesser, dass der Platz dahinter nicht zu klein wird.

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Eintrag #9 vom 12. Nov. 2013 09:07 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Ih besitze auch ein Zelt von Sew-Mill und habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Mittelstange einn echter Schwachpunkt ist. Allerdings konnte das prima behoben werden durch einen neuen Mittelmast. So begeistert ich sinst von dem Zelt bin und auch wenn ich Sew-Mill eigentlich gerne empfehle, scheinen die Mittelmasten nicht ausreichend sorgfältig gefertigt zu sein. Der neue Mast passt sehr genau in die Verbindungstülle, wurde auf einer Seite sogar eingebrannt und steht bei jedem Wind und Wetter ausgezeichnet. Dabei ist er nichtmal dicker als der alte.
Schöne Grüße
Andrej

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