Sowas hält natürlich eine “Ritterschwämme” in Grenzen. Gar nicht schlecht. Hätte allerdings selber durch meine handwerkliche Unfähigkeit und meiner schrecklichen Stimme dabei versagt. Trotzdem, hört sich gut an. Gruß v. Arlen
Moin Joachim, vielleicht sollten wir doch die “spielerische” Umsetzung des Ritterschlages durchaus in einem Extrathread behandeln. Der von Dir genannte Thread hat sich - neben einigen Ausrutschern - mehr in die wissenschaftliche Richtung entwickelt und Christine fragte ja mehr nach einer theatralischen Umsetzung. Ich kann da ja mal wieder einen von der SCA zum besten geben. Bei uns wird das “romantische” Hollywoodideal vom Ritter gepflegt und demgemäß läuft das idealerweise auch ab. Ein Ritter der SCA hat idealerweise 6-8 Jahre Kampferfahrung, bei der er qualitätsmäßig hervorsticht. Dabei muß er nicht nur kämpfen, sondern auch lehren können. Er muß auch nicht zwingend ein Knappe gewesen sein (das sind bei uns die Trainees eines Ritters). Weiterhin wird verlangt, daß er ein Instrument spielt, einige Tänze beherrscht, sich in einer der Künste und Wissenschaften (wie z.B. Kalligraphie, Holzarbeiten, Nähen, Kochen etc.) hervortut. Das ein ritterliches Verhalten nach der Idealform an den Tag gelegt werden muß - die sogenannte Chivalry - ist natürlich Ehrensache. Man wird acuh nicht so einfach zum Ritter ernannt, sondern es müssen dem jeweiligen König (wird bei uns halbjährlich ausgekämpft) genügend Vorschläge gemacht worden sein, jemanden zum Ritter zu schlagen. Danach schlägt er den Kandidaten den sogenannten Peers (unseren höchsten Würdenträgern) vor, die überprüfen, ob der Aspirant wirklich geeignet ist. Auf deren Vorschlag wird derjenige (bei uns auch diejenige ;-) auf ein Event mit königlicher Präsenz beordert, wo er erstmal die Virgilie, die Nachtwache, halten muß. Bei dieser Nachtwache kann er - entgegen des mittelalterlichen Vorbildes - von der Bevölkerung besucht werden, dei ihm Ratschläge und Glückwünsche geben kann. Am nächsten Tag wird er bei der Hofhaltung - gelegentlich auch auf dem Feld - vor den König geführt. Dabei wird die Eidformel der Lehenstreue (Fealty) auf das Reichsschwert gesprochen (Ritter sit man schließlcih - sollte man sich nicht vollkommen daneben benehmen - ein Leben lang, König nur für´n halbes Jahr). Der König versetzt ihm dann einen leichten Schlag mit dem Schwert auf die Schultern (allgemeiner Jubel), danach wird er mti einem weißen Gürtel (bei uns das Zeichen der Ritterwürde) gegürtet (Wieder allgemeiner Jubel und anschließende Party). So läuft´s idealiter in der Welt der SCA ab, es gibt aber auch Ausnahmen in er Zeremonie, da es letzlich dem König allein obliegt jemand zum Ritter zu machen. Wie man bemerkt, gehören Ritter innerhalb unseres Ranking-Systems zur höchsten Klasse (zusammen mit “Master of Arts & Science” und dem sogen. “Pelican”), die weltweit anerkannt wird. Würde mich interessieren was für Kategorien andere Gruppen in ihrem Spiel aufstellen. Bis dann Thorsten
Morgen Christine! Nicht bös sein, aber vielleicht hängst Du Dich am besten an thread 789 ran, damit es hier in der Taverne etwas übersichtlich bleibt. Es grüßt Joachim - I.G. Hospitalis