Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) verschiedene Töne mit Signalhorn

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Eintrag #1 vom 19. Aug. 2007 21:48 Uhr Beitrag anonymisiert

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Ich hab mir gestern ein Rufhorn zugelegt, kann man mit sowas auch verschidene Töne machen?
Wenn das geht dann könne man doch damit auch Musik machen oder?

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Eintrag #2 vom 19. Aug. 2007 22:38 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn es ein richtiges Horn ist, also entweder einfach ein am Ende aufgebohrtes Rinderhorn, oder eines mit einem Kesselmundstück wie eine Trompete oder ein Waldhorn, und keine Kindertröte, dann:
Grundsätzlich schon.
Da die meisten Rinderhörner aber doch eher kurz sind - und selbst 50-60 cm sind bei einem Instrument, das mit einem Blechblasinstrument vergleichbar ist, immer noch sehr kurz - ist das aber nicht ganz einfach. Der Ton, den man relativ einfach spielen kann, ist der Grundton. Der nächsthöhere Ton ist dann eine Oktave höher und für ungeübte Bläser meist nur schwer zu erreichen. Und der dann nächsthöhere Ton ist noch einmal eine Quinte höher. Also zum Beispiel: Wenn der erste Ton das eingestrichene c ist, ist der zweite das zweigestrichene c und der dritte das zweigestrichene g.
Bei anderen Materialien gilt das entsprechend. Die Tonhörner, die man bei der Aachen-Wallfahrt bekam, sind ebenfalls ziemlich kurz. Und wenn Du ein gerades Metallinstrument von der entsprechenden Länge hast, hast Du die gleichen Probleme. Anders ist es bei sehr langen geraden Trompeten sowie bei gebogenen bzw. gewickelten Instrumenten, die auf diese Art ebenfalls eine ziemliche Länge erreichen können. Hier ist der Grundton tiefer, und die nächsthöheren Töne sind leichter zu spielen.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #3 vom 20. Aug. 2007 03:42 Uhr Andreas Friedmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Friedmann eine Nachricht zu schreiben.

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etwas am Thema vorbei:
Meine Einhandflöte ist kürzer… aber die pfeift auch nur schrill :-) Mich wundert es, dass es so schwer sei zweifach zu überblasen. Ok, die ßffnungen sind größer als bei einer Flöte und da glaube ich einer Posaunistin :-)
(Meine Einhandflöte wird zum fünften Oberton überblasen. Damit und mit den 3 Löchern gehen 12 Töne. Aber die hohen Töne spielt man lieber nicht. Die sind viel zu laut und zu hoch)
und dann wieder zum Thema:
Hat man bei einem Rufhorn nur die Möglichkeit des überblasens oder gibt es die auch mit einem oder zwei Löchern?
Friedel

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Eintrag #4 vom 20. Aug. 2007 09:41 Uhr Beitrag anonymisiert

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ok, danke, aber könnt mir auch jemand erklähren wie ich das dann anstelle? ich hab schon was von veränderung des Mundvolumens gelesen, da tut sich aber bei mir rein garnichts :-(

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Eintrag #5 vom 20. Aug. 2007 12:53 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Markus,
wenn Du noch kein Blechblasinstrument gespielt hast, dann ist es nicht so ganz leicht, die hohen Töne zu bekommen. Du solltest versuchen, die Mundwinkel anzuspannen und ein bißchen “süßsauer” zu lächeln. Außerdem versuchen, lauter zu spielen. Das mit dem Verändern des Mundvolumens ist auch richtig: Stell Dir vor, Du würdest beim tiefen Ton den Vokal “a” sprechen und beim hohen Ton den Vokal “i”, dann bewegt sich die Zunge und das Mundvolumen wird kleiner.
Damit kannst Du aber wahrscheinlich immer noch nicht gezielt die verschiedenen Töne ansteuern. Du solltest versuchen, auch ohne Instrument Töne zu produzieren (klingt ein bißchen wie Furzen), und auf die Art Melodien ausprobieren. Wenn Du auf die Art Deinen Tonumfang ausreichend erweitert hast, sollte das mit dem hohen Ton dann kein Problem mehr sein.
Was hast Du denn für ein Horn? Wenn es sehr kurz ist, kann es sein, daß auch unsere Vorfahren im Mittelalter auf so etwas nur den untersten Ton verwendet hätten.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #6 vom 20. Aug. 2007 13:31 Uhr Andrea Wagner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrea Wagner eine Nachricht zu schreiben.

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Wie ist das mit dem “Stopfen” Bei modernen Hörnern ist das eine Methode zur minimalen Tonhöhenänderung. Geht das auch bei Signalhörnern, die ja deutlichst kürzer sind?
Ansonsten kann ich nur sagen: üben üben üben…
Andrea

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Eintrag #7 vom 20. Aug. 2007 16:14 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich bekomme aus durchschnittlich großen Hörnern so 3 - 4 Töne.
Diese ganz kleinen, die auf Märkten immer mit nem Quietsch verkauft werden, sind ohne das Quietsch noch so für 2 Töne gut, aber sehr fiese hohe.
Ich reguliere das über Lippenspannung und Luftdruck. Der ganz tiefe Ton braucht wenig Spannung und nur extrem wenig Druck, je höher der Ton sein soll desto größer sind Spannung und Druck.
Gruß
Hilmar

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Eintrag #8 vom 20. Aug. 2007 22:56 Uhr Stephan Dörr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephan Dörr eine Nachricht zu schreiben.

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Gib einem Berufsmusiker (Bläser) jenes Horn und der spielt dir darauf wie auf einem Waldhorn.
Mein Schwager ist Berufsmusiker an der Staatsoper in Plauen und spielt das Horn wie ein junger Gott.
Ansonsten lass Dich nicht dazu hinreisen weitere Löcher in das Horn zu bohren um mehr Töne da raus zu bekommen…. das wars dann nämlich mit Ton entlocken…. ich habe schon Bläser bei mir am Stand erlebt, die haben die Titelmusik von Krieg der Sterne darauf geblasen.
Gruß Stephan
Der Zinn des Lebens www.zinnmeister.de

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Eintrag #9 vom 21. Aug. 2007 04:25 Uhr Andreas Friedmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Friedmann eine Nachricht zu schreiben.

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Zusätzliche Löcher müssen auch eh nicht heißen, dass es einfacher wird. Der Zink gilt als berüchtigt schwer zu spielen. Der Zink ist i.d.R. aus Holz, hat ein Kesselmundstück und Grifflöcher wie eine Flöte. Zinken tauchen ab dem frühen 16ten Jhd. auf. Daher wissen wir aber, dass es mit Löchern funktioniert. Die falsche Position eines Loches kann nach meiner Einschätzung auch dazu führen, dass das Horn gar nicht mehr zu spielen ist.
Ich kenne die Fundlage nicht aber Rufhörner sieht man in manchen Museen. Sind die alle “normal”, d.h. ohne Löcher (außer am Mundstück und an der gegenüber liegenden Seite)?
Friedel

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Eintrag #10 vom 21. Aug. 2007 09:32 Uhr Beitrag anonymisiert

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Vielen dank für eure schnellen und ausführlichen Antworte!!!!
Dann werd ich das mal versuchen, irgendwann krieg ichs schon hin ;-)

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Eintrag #11 vom 24. Aug. 2009 12:23 Uhr David (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um David eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen,
Ich kenne mich mit dem Rufhorn auch noch nicht so gut aus, aber müsste man denn nicht durch Änderung der Lippenspannung und der Luftflussgeschwindigkeit auch die Naturtonreihe erzeugen können, statt einfach nur zu überblasen?
Gibt es eigentlich eine Möglichkreit das Horn so zu präperieren, dass man ein Trompetenmundstück aufsetzten kan?
Das sollte das spielen für Anfänger doch erheblich vereinfachen.

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Eintrag #13 vom 04. Sep. 2009 00:17 Uhr Chnutz vom Hopfen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Chnutz vom Hopfen eine Nachricht zu schreiben.

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Also, physikalisch gesehen ist die Tonerzeugung bei Flöte und “Blechblas”instrument komplett unterschiedlich. Bei der Flöte mußt Du einfach ausreichend fest reinblasen, das Training hilft dabei nur, die richtige Festigkeit zu halten und den richtigen Ansatz zu finden. Trotzdem kann zumindest partiell jeder mit einigermassen normalem Lungenvolumen einen hohen Ton treffen - wenn auch vielleicht nur für den Bruchteil einer Sekunde ;-)
Bei Hörnern braucht es aber Lippenspannung, und die wird nur durch regelmäßiges Training der Lippenmuskulatur erreicht.
Das merke ich immer nach der Winterpause, wenn ich Schwierigkeiten habe, mit meinem Holzhorn mehr als drei Töne hinzubekommen.
Ich habe aber ein selbstgebohrtes, sehr kurzes Rinderhorn, auf dem selbst Orchestermusiker bisher nur einen oder sogar keinen Ton herausbekommen haben, weil es wohl einen merkwürdigen Ansatz braucht, den ich schon gewohnt bin. Ein Trompetenmundstück hilft da aber auch nicht viel, ebensowenig erleichtert oder erschwert es das Spiel auf dem Holzhorn.
Mir hat neulich ein Instrumentenbauer erzählt, es wäre das mehr oder weniger günstige Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser des Instrumentes (=Mensur), was die Obertonerzeugung begünstigt oder erschwert.
_Ein weites Rohr begünstigt wohl tiefe Töne, ein kurzes Rohr dagegen ist eher für hohe Töne gut. Deswegen scheint bei meinem Rinderhorn, wo beides zusammentrifft, die Tonerzeugung schwerer zu sein.

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Eintrag #14 vom 18. Sep. 2009 19:37 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

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Nachdem ich bei meinem Horn reichlich abgetragen habe, ist da der Dreiklang drin. mehr nicht. die Oktave darüber ist wohl wegen der Masse des Horns nicht zu erreichen.
Ein kurzes Horn hat einen sehr hohen ton, der ja von den Lippeschwingungen erzeugt wird. Die bringen das Horn und die Luftsäule darin zum Schwingen. Trifft diese Schwingung die Eigenfrequenz des Horns oder eine der Oberschwingungen, klingt das Horn. alle anderen Töne hötren sich an,wie ein Pups

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