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Eintrag #1 vom 16. Sep. 2011 22:11 Uhr Michael Zeitler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Zeitler eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Welche Garne?

Gott zum Gruße
Da ich mir nun eine Handwerkliche Darstellung zulegen will, bin ich auf das Weben gekommen. Meine ersten versuche auf einen mini Webrahmen sind schon durch. Nun will ich mich an etwas größeren Versuchen. Dazu meine Fragen:
Welche Garne kann ich verwenden?
Wo bekomme ich diese her?
Gibt es Litheratur über das weben im 13. Jh.?
Ich hoffe mir kann jemand helfen vielen Dank schon mal für eure Antworten
LG

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Eintrag #2 vom 19. Sep. 2011 18:11 Uhr Fabian Griesler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fabian Griesler eine Nachricht zu schreiben.

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… würde ich mir einen Überblick über die gängigen Webarten verschaffen, da sind einige Fundkomplexe ausgewertet worden. Besonders groß sind die aus London und Herjolfnes, wobei diese natürlich nicht wirklich regional sind, und zu großen Teile eher ins 14. Jhdt. eingeordnet werden können. Dazu gibt es sicherlich noch Streufunde und einzelbeschreibungen, aber ich persönlich würde mir diese beiden Komplexe als Erstes anschauen, weil da auch Basics über das mittelalterliche Weben an für sich enthalten sind. Die Bücher heißen “Woven into the earth” und… äh, hab ich gerade nicht zur Hand.
Dort verschaffst du dir einen Überblick über das Handwerk, denn es besteht ein gewaltiger Unterschied, eine einfache Tuchwebung auf einem kleinen Lehrwebrahmen zu fertigen, und wirklich gutes Gewebe, evtl. auch mit komplexeren Bindungen auf einem rekonstruierten Webstuhl zu weben.
Generell halte ich, bei entsprechendem Einsatz und Ergebnis, sehr viel von diesem Vorhaben, denn einerseits sind schöne handgewebte Stoffe eine Rarität, andererseits kann man so sicherlich einigen Besuchern näher bringen, warum Kleidung damals kein Wegwerfartikel wie das 5-Euro-C&A-Shirt war.
Gruß,
Fabian

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Eintrag #3 vom 20. Sep. 2011 00:26 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Weben im 13. Jahrhundert

Hi,
Ich habe seinerzeit mal einiges an Literatur zu dem Kontext auf meiner Seite zusammengefasst:
www.foracheim.de/literatur_kategorie.php?[…]
allerdings ist das auch nur ein bescheidener Bruchteil der zu diesem Themenkomplex verfügbaren Literatur.
Vielleicht helfen Dir auch die anderen Aspekte auf meiner Seite zu diesem Thema (Weben am Gewichtswebstuhl www.foracheim.de/cms.php?cmspid=48, Weben am Trittwebstuhl www.foracheim.de/cms.php?cmspid=47, Historisches zur Tuchproduktion in Nürnberg www.foracheim.de/cms.php?sid=0&lid=&tid=3&cmspid=76&p=2) weiter. Ansonsten bei Fragen einfach anschreiben :-)
Viele Grüße,
André

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Eintrag #4 vom 20. Sep. 2011 11:03 Uhr Nils Meyer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nils Meyer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Londonfunde

Hallo,
ich vermute, das von Fabian gemeinte Buch zu den Londonfunden ist das “Textiles and clothig” von E. Crowfoot, das du auf Andres Seite findest. Wie schon gesagt, fängt der Schwerpunkt der Funde darin erst im 14. Jh. an, aber es ist dennoch auf jeden Fall einen anderen Blick wert, da ziemlich viele Basics angefangen bei den verwendeten Garnen und eine große Auswahl der gefundenen Webkanten und -Muster (auch nach Zeiten geordnet) zu finden sind. Die Literaturliste ist natürlich der Hammer.
Grüße
Nils

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Eintrag #5 vom 20. Sep. 2011 21:22 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Webgerät

Du solltest Dir auch Gedanken über das passende Webgerät machen. Ein Schulwebrahmen ist nicht nur optisch untauglich für historische Vorführungen, sondern man kann daran auch viele historische Webarten (z.B. die verschiedenen Köper) nicht ausführen. Dazu kommt noch, daß für Dich als Mann ein Gewichtswebstuhl (den man ja mit wenig Aufwand selbst bauen könnte) eher nicht in Frage kommt. Gewichtswebstühle wurden im 13. Jh. nur noch im Hauswerk benutzt, das nur von Frauen ausgeführt wurde (für den Bedarf der Familie). Die gewerbliche Weberei (als Handwerk zum Verkauf der Werkstücke) wurde dagegen vorwiegend von Männern ausgeübt - dort wurden Trittwebstühle benutzt.
Um Dir erst mal das Weben am Trittwebstuhl anzueignen, ist “Am Webstuhl mit 4 Schäften” von Ursula Kircher zu empfehlen. Das geht natürlich nur auf die moderne Weberei am Trittwebsthl ein (und etliche der vorgestellten Webstuhlarten sind recht neuzeitlich), aber vermittelt erst mal gute Grundlagen.
Eine (ebenfalls unvollständige) Übersicht historischer Kleidung liefert diese Seite:
www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/bockhome[…]
Auf den Unterseiten zu den einzelnen Kleidungsstücken findest Du jeweils die Literaturverweise.

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