Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Winterkleidung um 1250

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Eintrag #1 vom 15. Dez. 2010 14:56 Uhr Yvonne (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Yvonne eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen!
Ich hoffe, ich habe keinen Eintrag mit dem gleichen Thema übersehen.
Aus aktuellem Anlass: Ich suche Quellen, die Winterbekleidung zeigen (Umhänge, vor allem Fellverwendung, etc.)hauptsächlich im bäuerlichen Bereich. Ich selber habe beim Recherchieren nicht viel dazu gefunden und möchte mich deshalb nicht nur auf die Zeit um 1250 festlegen und auch nicht auf den Stand - rein interessehalber. Was haben die damals gegen die Kälte gemacht, wenn sie rausmussten?
Aus vielen Mündern hört man, dass die Menschen viele Kleidungsstücke übereinander getragen haben. Gibt es zu dieser Behauptung eine schriftliche Quelle?

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Eintrag #2 vom 15. Dez. 2010 16:00 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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[edit] Hallo nochmal, ich habe überlesen dass du nach ABBILDUNGEN suchst. Ich lasse den Text trotzdem stehen, vielleicht hilft er ja doch weiter.


Hallo, zum Zwiebelschalenprinzip und auch Fütterungen mit Fellen liest man in Ordensregeln immer wieder Hinweise. Das ist zwar nicht unmittelbar übertragbar auf den bäuerlichen Bereich, aber vielleicht doch ein Indiz.
Bei den Dominikanern heißt es z.B. um 1228 (§19): „Unsere Brüder sollen
Kleidungsstücke aus nicht zu kurz geschorener Wolle tragen, wo sich das machen läßt. […]
Auch soll am Körper keine Leinenwäsche getragen werden, nicht einmal die Kranken, und
Leintücher sollen ganz und gar aus unseren Krankenstuben entfernt werden. Auch sollen
unsere Brüder im Winter nicht mehr als drei Tuniken mit einem Schafsvließ tragen, bzw.
vier ohne das Schafsvließ, das immer von der Tunika bedeckt sein soll. […] Es genügt, dass
die Tuniken bis zu den Knöcheln hinunterreichen. Der Mantel soll kürzer sein als diese,
ebenso das Vließfutter […]“
Bei den Templern sollte der Wintermantel mit “nicht zu kurzem” Schaffell gefüttert sein. (§§18+138 [Frz. Fassung] bzw. §24[Fassung v. Troyes])
ZYLSTRA-ZWEENS schreibt von gefütterten Garnachen beim deutschen Orden (S. 9ff von Kapitel II; ZYLSTRA-ZWEENS , H. M.: “Of his array telle I no lenger tale:
Aspects of costume, arms and armour in Western Europe 1200-1400”)

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