Eintrag #2 vom 15. Dez. 2010 16:00 Uhr
Benedikt
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[edit] Hallo nochmal, ich habe überlesen dass du nach ABBILDUNGEN suchst. Ich lasse den Text trotzdem stehen, vielleicht hilft er ja doch weiter.
Hallo, zum Zwiebelschalenprinzip und auch Fütterungen mit Fellen liest man in Ordensregeln immer wieder Hinweise. Das ist zwar nicht unmittelbar übertragbar auf den bäuerlichen Bereich, aber vielleicht doch ein Indiz.
Bei den Dominikanern heißt es z.B. um 1228 (§19): „Unsere Brüder sollen
Kleidungsstücke aus nicht zu kurz geschorener Wolle tragen, wo sich das machen läßt. […]
Auch soll am Körper keine Leinenwäsche getragen werden, nicht einmal die Kranken, und
Leintücher sollen ganz und gar aus unseren Krankenstuben entfernt werden. Auch sollen
unsere Brüder im Winter nicht mehr als drei Tuniken mit einem Schafsvließ tragen, bzw.
vier ohne das Schafsvließ, das immer von der Tunika bedeckt sein soll. […] Es genügt, dass
die Tuniken bis zu den Knöcheln hinunterreichen. Der Mantel soll kürzer sein als diese,
ebenso das Vließfutter […]“
Bei den Templern sollte der Wintermantel mit “nicht zu kurzem” Schaffell gefüttert sein. (§§18+138 [Frz. Fassung] bzw. §24[Fassung v. Troyes])
ZYLSTRA-ZWEENS schreibt von gefütterten Garnachen beim deutschen Orden (S. 9ff von Kapitel II; ZYLSTRA-ZWEENS , H. M.: “Of his array telle I no lenger tale:
Aspects of costume, arms and armour in Western Europe 1200-1400”)
