Socken haben eine Ferse, werden aber schlauchartig gefertigt. Es hängt von der Machart ab, wie die Ferse rein oder ran kommt. Und mit dem Walken oder filzen, pauschal kann man das nie sagen, da jede Wollart anders aufs filzen reagiert. Ich filze meine Socken nie: Ich ziehe sie an und nach dem ersten Tragen sind sie optimal durch die Reibung im Schuh an den Fuss dran gefilzt. So muss ich meine Socken für links und rechts kennzeichnen, weil sie nur noch an den Fuss passen, an den sie zu Beginn ihres Daseins gezogen wurden. Wenn Du willst, kannst Du alles genadelte filzen, Du musst nur wissen, wie stark die Wolle eingeht und es dementsprechend grösser nadeln.
Habe jetzt noch mal eine Frage zu Naalbindingsocken: Im Buch “Experimentelle Archäologie im Museumsdorf Düppel” steht, daß die Socken schlauchartig gefertigt werden. D.h. ohne Ferse. Oder gab es die doch? Und dann steht noch, daß man das Werkstück auch walken kann, nur müsste man dann noch ca. 2,5 cm in Länge und Breite zugeben. Ist es überhaupt empfehlenswert, Socken zu walken oder werden die dann bei dicker Wolle zu unbequem weil zu steif?
nachdem das 1. Nadelbindertreffen vom 7.-10. April 05 in Homberg/Efze ein voller Erfolg war, stand schon gleich fest, dass es weitere gehen muss und so können wir ihn präsentieren, den Termin für das 2. Nadelbindertreffen:
vom 30. März bis 2. April 2006
WO: wieder in Homberg/Efze, weil es so genial zentral genau in der Mitte von D liegt und weil die Unterkunft von ihren Möglichkeiten u. insbesondere von der Atmosphäre wunderbar zu dem Treffen passt.
Anmeldungsbeginn ist voraussichtlich aber erst ab Ende Sommer/Anfang Herbst.
Auf dieser Seite wurden mittlerweile auch ganz viele Fachinfos über diese Handwerkstechnik zusammengetragen (siehe →Lexikon). Dies konnte nur dank der tatkräftigen Mithilfe aller Teilnehmer unserer Mailingliste (siehe →Nadelbinde-Verteiler) bewerkstelligt werden, bei denen ich mich ganz herzlich bedanken muss!
Also reinschauen lohnt sich. Wir freuen uns immer neue Nadelbinder kennenzulernen oder zu “schaffen”, aber eins ist sonnenklar, die Zahl der Nadelbinder wächst immer mehr :)
ich habe Neuigkeiten über den Planungszwischenstand des Nadelbindertreffens kundzutun:
Nachdem die Anmeldungen am Anfang etwas sehr zögerlich und spärlich kamen und wir zum 12. Dez. 04 (ursprüngliches Ende der Anmeldefrist) nur gaaaaaaaanz knapp und mit viel ßberredungskunst die Mindestteilnehmerzahl erreicht hatten und wir beinahe die große ausgeguckte Unterkunft hätten stornieren müssen, hat sich das Blatt dann gewendet und innerhalb kürzester Zeit hat sich über Weihnachten die Anmeldungszahl verdoppelt.
Dank der Beibehaltung der Unterkunft sind wir nun recht flexibel und können noch weitere Anmeldungen annehmen. Zur Zeit gibt es noch 17 freie Schlafplätze (u.U. wäre die Zahl noch weiter erweiterbar).
Mit Anfang des neuen Jahres haben wir begonnen zusammen mit den bis jetzt angemeldeten Teilnehmern das Programm und die weitere Organisation des Treffens zu besprechen. Dabei versuchen wir möglichst stark auch auf die Wünsche der Teilnehmer einzugehen … wer also noch mit dem Gedanken spielt, auch zu dem Treffen zu kommen und gerne mitreden möchte bei der Planung, der solle sich möglichst beeilen.
findet man viele Infos zum aktuellen Stand und zur Planung des Treffens selbst.
Auf jeden Fall haben wir momentan noch ausreichend Kapazitäten sowohl für völlige Nadelbinde-Frischlinge als auch schon Fortgeschrittene … und natürlich auch für den einen oder anderen Nadelbinder, der sich aktiv und ehrenamtlich an der (Kurs-)Programmgestaltung beteiligen möchte.
Das Treffen wird privat organisiert und findet zum Selbstkostenpreis in einem günstigen Selbstversorgerhaus statt.
Natürlich sind nicht nur alte Nadelbinder-Hasen willkommen. Es werden auch Anfängerkurse für für diejenigen, die das Nadelbinden noch lernen wollen, angeboten. Also eine fantastische Möglichkeit für all diejenigen, die bisher an den zweidimensionalen Anleitungen im Internet und auf Papier gescheitert sind, das ganze live gezeigt zu bekommen.
hier ist noch eine sehr schöne Seite mit sehr guten Schritt-für-Schritt Bilderanleitungen zum Nadelbinden und auch viele Bilder von nadelgebundenen Werken.
Eine Seite auf der man öfter mal vorbeischauen sollte, weil es öfter was neues zu bestaunen gibt:
ich habe eine kurze Anleitung mit vielen Bildern gefunden in: LAMMßR, JUTTA; Das große Ravensburger Lexikon der Handarbeiten; Otto Maier Verlag Ravensburg 1983; ISBN 3-473-42363-7.
Außerdem ist auf der Seite www.flinkhand.de eine Abhandlung zum Thema und ein Erfahrungsbericht zum “Socken Nadeln”.
Die Mailingliste, die DAGO angeregt hat, hat mich veranlasst endlich mal was zu dieser Technik ins www zu stellen. Es gibt ja offenbar wirklich kaum brauchbare Beschreibungen. Untter www.dueppel.de/lexikon.htm im Stichwort Nadelbindung findet Ihr eine Anleitung für Anfänger, einen Katalog für Forscher und so einiges mehr. Manche Erläuterungen wären noch wichtig, die bisher nicht realisiert sind. Also schaut auch zu späterer zeit einmal wieder rein. Anregungen und Kritik sind übrigens immer willkommen!
- keine gezwirnte und keine zu fest gesponnene Wolle zu benutzen
- darauf zu achten, dass die Wolle einen anständigen Durchmesser hat (mit zu dünner Wolle wird man wahnsinnig, da man nicht vorwärts kommt)
- prinzipiell kann man die Fadenenden in die darüberliegenden Reihen einarbeiten. Ob das korrekt ist, keine “A”hnung.
- Um ein Verdrehen zu verhindern, kann man mit den Maschenrichtungen spielen, ansonsten hat sich das spätestens mit dem Zusammennähen ohnehin erledigt.
Für mein Empfinden entspricht Naalbinding dem Häkeln eher als dem Stricken. Je nachdem, welche Schlaufen man im Naalbinding einbindet, erhält man auch die gleiche Optik. Im Unterschied zum Häkeln, bei dem die Schlinge in einem Arbeitsgang durch den Haken gebildet wird, entsteht eine Schlaufe im Naalbinding durch zwei getrennte Arbeitsschritte per Nadel.
Praktisch ist, dass sich nichts aufribbelt, falls die Nadel stiften geht, unpraktisch ist, dass man leider verloren hat, wenn man vorher einen Fehler gemacht hat, da man selbst auch nichts mehr aufrippeln kann. Dann hilft nur noch neu anfangen….
in jedem Jahrgang der Zeitschrift “Experimentelle Archäologie” ist ein Artikel über Naalbinding. In der Zeitschrit “Isrotir” Herg. Rona Krekel war in einer Ausgabe eine gute Englische Beschreibung. Auch Englisch: das entsprechende kapitel in “Anicent textiles from bog and burrials”, Margarete Hald.
Kurse gibt es bei Agil, zusammen mit anderen Techniken. Da gibts auch eine kurze Anleitung mit Nadel und Probestück.
Oder einfach zu Ostern in den Archeon Park Holland fahren und eine der anwesenden Wikingerinnen fragen.
Durch die extra e-mail-Adresse kann ich die Mails an ein anderes Listenmitglied weiterleiten u. so sicherstellen, daß die Adressliste auch weitergeführt werden kann, wenn ich nicht erreichbar bin.
kennt jemand dt. Literatur, Anleitungen (auch Kurse) o.ä. über Nadelbindung?????
Das einzigste was ich bisher gefunden habe ist ein kurzer Artikel über Nadelbindung und Sprang in dem Buch “Wolle vom Schaf” von Novak/Forkel.
Und beim Surfen im Internet habe ich im Museumsshop der Museumsdorfes Düppel (www.dueppel.de/verkauf/index.htm) noch zwei weitere Veröffentlichungen gefunden:
a) Führungsblatt zum Thema Nadelbindung, Kostenpunkt 0,60 EUR
b) ein Buch für 9,50 EUR mit dem Titel: “Neues aus dem Mittelalter: Experimentelle Archäologie im Museumsdorf Düppel” das u.a. wohl auch ein Kapitel über Nadelbindung enthält
Kennt jemand diese Veröffentlichungen? Sind sie zu empfehlen?
es gibt eine englisch-sprachige (amerikanische) Mailingliste von Nadelbindern bei Yahoo mit sehr internationalen Mitgliedern und einer guten Link- und (Bücher-) Quellenliste.
mir kam die Idee in den Kopf, eine e-mail-Adressensliste mit Nadelbindern zu erstellen. So könnte man einfacher Kontakt miteinander halten und sich besser austauschen.
Natürlich würde nur derjenige, der sich selbst auf die Liste einträgt, die Adressen der anderen bekommen.
Sollte jemand Interesse daran haben, kann er sich gerne bei mir melden.
hab neulich in Schweden eine gute Technik gesehen, wie man den Faden beim Nadelbinden verlaengert, ohne einen Knoten zu produzieren:
Ende des alten und Anfang des neuen Fadens auffasern, aufeinanderlegen, wie beim Spinnen verdrillen, anfeuchten (mit Spucke *g*) und tuechtig zwischen den Handflaechen rubbeln. Danach ist der neue Faden “angefilzt” und man sieht nicht mal mehr die Ansatzstelle. Geht natuerlich nur mit Wolle. Ich jedenfalls war begeistert.