Die Frage ist, ob es kleine Veränderungen gibt, die die Optik oder die Obrflächenbeschaffenheit oder vielleicht auch die mechanischen Eigenschaften des Materials so verändern, dass ein Unterschied zu “traditionell” entzapftem Horn festgestellt werden kann. Vielleicht hat das jemand schon einmal getestet. Wobei natürlich die Entscheidung, was jetzt vertretbar ist oder nicht, vom jeweiligen Anspruch und Verwendungszweck abhängt.
Naja, man sollte das jetzt nicht überbewerten. Die meiste Reinigungswirkung entsteht eh durch das Sprudeln.
Wären die Säuren jetzt so stark, dann müsste man bei der Handhabung eigentlich Schutzkleidung anhaben. Da dies nicht der Fall ist, gehe ich mal davon aus, daß die Wirkung der Säuren und des Bleichmittels eher schwach sind..
Dann wirkt es eben auf eine der beiden Oberflächen ein. Auch in diesem Fall würde ich es für möglich halten, dass nach einer Wirkungszeit von 2-3 Tagen wie unten angegeben eine Veränderung der Eigenschaften des Horns eintritt. In Kukident sind ja einerseits Bleichmittel enthalten, andererseits Säuren und entkalkende Chemikalien.
Wenn ich mir die zutaten von Kukident anschaue dann frage ich mich, ob diese Stoffe nicht auch die Eigenschaften des Materials beeinflussen können, insbesondere die optischen.
Horn so lange kochen damit Du den Stirnzapfen herausnehmen kannst. Um den Geruch und das restliche Fleisch entfernen zu können, fülle das Horn wieder mit Wasser, stelle es auf und gib in das Horn 1 Tablette Kukident oder anderen Gebissreiniger. mindestens 2-3 Tage wirken lassen und bei Bedarf wiederholen etc. So habe ich meine jedesmal schön sauber und geruchslos gebracht. Auch gut geeignet für trinkhörner da keine Chemikalie. bei Weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. liebe grüsse
Archäologisch für das MA nachgewiesen über die beiden “Formen” aus Grönland (Roussell, Aage: Farms and Churches in the mediaval norse settlement of Greenlad, Kopenhagen, 1941, 282-284).
Hallo nochmal, ich wollte nur kurz einen Erfahrungsbericht nachreichen.
Am Wochenende war das Experiment fällig, es hat wunderbar geklappt. Es ging wirklich leichter, als gedacht. Angefangen habe ich ebenfalls damit, die ausgesägte Platte im Schraubstock vorsichtig einzuspannen und dann mit einem schmalen Stemmeisen zu spalten. Das ging auch recht gut bis zu ein paar Zentimeter, aber dann stellte sich (trotz Nachrutschens) heraus, dass das Eisen zu dick (nicht zu breit!) ist, was zur Folge hatte, dass das Horn quer zur Faser gerissen/abgeblättert ist. Gott sei Dank wars nur ein Teststück. Ein findiger Bruder kam dann auf die Idee, mit dem Messer weiterzumachen, was er dann gleich probiert hat. mit dem Messer klappte das ganz wunderbar, wir ca. einen Millimeter starke Platten herausbekommen. Die werden jetzt dann gechliffen und poliert.
Alles in allem einfacher als gedacht. Man muss sich nur trauen, manchmal macht das Horn beim Spalten auch ganz fiese Geräusche, sodass man denkt, man hats gerade zerbrochen.
Also ich habe es auf ca.2mm dicke Platten gebracht, die wellen sich jedoch dann auch recht leicht (erst, wenn sie eine zeitlang rumliegen, als ob noch Feuchtigkeit vorhanden wäre), also nach dem Spalten mit irgendwas beschweren bis zur Weiterverwendung. Somit sind die schön dünn und lassen recht viel Licht durch. Gespalten habe ich entlang der Faserrichtung und das ganze kalt. Mir wurde jedoch auch erzählt, dass es funktionieren wüürde, wenn man die Platten kocht und dabei würden sich dann die Platten wie Blätterteig abheben lassen, das habe ich jedoch noch nicht probiert.
Es handelt sich um große grob geglättete und ziemlich dicke Hornplatten, also das, was man nach dem Aufsägen des Horns und dem ersten Glätten herausbekommt. Die Platten sind nicht völlig platt, wie die, die es im Handel des öfteren zu kaufen gibt, sondern noch gewellt.
Ich wäre jetzt so vorgegangen, vom Horn ein Teststück abzusägen, es zu kochen und dann im Schraubstock zu delaminieren. Mit einem Messer habe ich mir auch gedacht, dass es funktionieren müsste.
Peter, hast du dein Horn kalt mit dem Stechbeitel getrennt?
“längs der Struktur” - bedeutet das “entlang der Faserrichtung”? oder “quer zur Faser”?
Und wie dick hast du die einzelnen Schichten abgespalten?
Die Platten sind übrigens ebenfalls für eine Laterne.
ich habe vor kurzen mir eine Laterne mit Holzplatten gebaut, dabei habe ich die erste, ziemlich dicke Platte gesägt, war per Hand recht mühselig und die Platten waren für eine Laterne immer noch zu dick. Also habe ich es mit Spalten versucht, vorsichtig mit Zwischenlage in einen Schraubstock gespannt, und dann mit einem sehr schmalen Stechbeitel und einem Gummihammer sehr vorsichtig die Platte längs der Struktur gespalten, es ging wirklich gut, da das Material nicht zu brüchig ist und das Ergebnis ist recht brauchbar, obwohl die Oberfläche noch zu schleifen ist. Vorsicht, an manchen Stellen gab es bei mir (Wachstums-?)Falten in der Struktur, die sich beim Spalten in dünne Platten dann herausgeschält haben und sichtbar bleiben, jedoch nichts zu kritisches. Ich würde trotzdem erst einen Versuch an einem kleinen Stück deines Materials wagen.
mit dem verdünnen von Hornplatten habe ich keine guten Erfahrungen. Die sind bereits gepresst und geschliffen ( nehme ich an ).
Da ist der Faserverlauf des Horn schon größtenteils hinüber.
Kleinere Platten habe ich dann einfach runtergeschliffen.
Bessere Ergebnisse hatte ich mit einem alten Trinkhorn.
Ich habe die Spitze abgesägt und das Horn der Länge nach gespalten. Dann so 3 Wochen in Wasser gelegt. Nach dem wässern konnte man schon einzelne Horschichten erkennen.
Das Horn habe ich dann vorsichtig mit der Heißluftpistole erwärmt und mit einem alten Messer Stückchen für Stückchen geschält.
Allerdings war das Ergebinis auch nicht sooo üppig und es ist viel Arbeit.
ich habe auf einem Markt dickere Hornplatten erstanden und würde gerne mehrere dünnere Plaaten daraus gewinnen. Ich habe auf Marc-Carlsons Hornseite bereits eine grobe Anleitung gefunden, allerdings sind doch noch einige Fragen offen geblieben, wie beispielsweise die der genauen Arbeitsschritte nach dem Kochen, also wie genau der Spaltvorgang vonstatten geht.
Macht man das in der Hand, spannt man dazu das Horn ein? Braucht man spezielles Werkzeug oder reicht ein scharfes Küchenmesser mit breiter Klinge?
Mich würden also, kurz gesagt, Tipps aufgrund praktischer Erfahrungen interessieren, bevor ich die Platten im Selbstversuch zerstöre :)